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Dresdner Holocaust-Rede: Höcke entschuldigt sich auf AfD-Parteitag
DPA

Im SPIEGEL nennt Björn Höcke seine umstrittene Holocaust-Rede einen Fehler, nun leistet er auch vor der AfD Abbitte. Auf dem Parteitag sagte er: "Ich habe ein großes Thema in einer Bierzeltrede vergeigt."

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breizh44 18.02.2017, 12:25
1. Interpretationsspielraum?

Da gab's nichts zu interpretieren. Das war die Rede eines Nazis vor jubelnden Nazis.

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Metternich 18.02.2017, 12:26
2. Irrelevant!

Ach Herr Höcke, sich für eine Rede zu entschuldigen ist irrelevant. Sie sollten sich für Ihre Überzeugung entschuldigen und beweisen, dass sie zu anderer Einsicht gekommen sind.

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Bürger92 18.02.2017, 12:28
3. Also der Herr Höcke kann einem wirklich sehr leid tun, aber...

fällt er jetzt wirklich ins Bodenlose? Gibt es jetzt niemanden, der ihm in seiner Not beisteht, sich um ihn kümmert und seine Tränen der Verzweiflung trocknen möchte? Nein! Die Aktion Sorgenbernd von der heute show hat dieses Problem bereits erkannt und hilft deshalb Menschen, die unter schweren Durchblutungsstörungen oberhalb des Halses leiden. Glück gehabt, Herr Höcke.

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felix_tabris 18.02.2017, 12:32
4. Heuchler

Wenn man sich die Entwicklung seit Höcke-Rede anschaut, dann zeigen sich zwei Stränge:
1) Eine AfD-Politik ist erklärtermaßen Themen "aufzubrechen";
d.h. rechts gesetzte Ansätze wieder "hoffähig" zu machen.
Ein Schritt vor - Entrüstung - ein halber Schritt zurück - abwarten, bis sich die Empörung legt und weiter gehts: ein Schritt vor.
Damit wird faschistisches gedankengut wieder in den gesellschaftlichen Diskurs gebracht.
Dies wird gerecht in kleinen Häppchen, wo die mediale Aufregung; inclusiv den diversen Talk-Show wunderbare Werbung für die AfD ist - kostenlos!
2) Die Reaktionen innerhalb der AfD widerspricht den Inhalt nicht.
An keinen einzigen Punkt wurde Höcke inhaltlich wiedersprochen, sondern ausschließlich die "Tonlage".
O.K. und da kommt nun ein bissel zerknirsche Entschuldigung.
Wow
Petry selbst mit ihren Kreis verfolgt einen kurs "erst in die Mitte der Gesellschaft stechen - dann von innen heraus radikalisieren".
Höcke genau umgekehrt "weiter radikalisieren und dann nach und nach sich gesellschaftlich erweitern".
Also insgesamt eine taktische Frage.

Doch nirgendwo wurde so deutlich gesagt, wie bei der Dresdner Rede:
Es geht um eine 180 Grad- Wende einer faschistischen Revision.

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midnightswim 18.02.2017, 12:38
5. Wann

werden die Themen denn richtig, wann ist die richtige Zeit für die Themen, die ja falsch waren? Nein Herr Höcke, bei Ihnen war alles so gesagt, wie Sie es geplant hatten. Da gab es keinen Überschwang. Ihnen ist einfach alles recht, um Ihr krudes Weltbild zu verbreiten. Hoffentlich sind wir Sie bald wieder los.

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mr.andersson 18.02.2017, 12:40
6.

Die AFD lebt doch davon ihre Rechtsaußenposition so zu verkünden, dass sie sich mit interpretationspielräumen rausreden können.
Höcke kann man intern vorwerfen und extern danken, dass er indieser Rede eben keine mehr gelassen hat und klar Farbe bekannt hat.

Und mir geht es da um seine klare Forderung der erinnerungspolitischen Wende im 180 Grad. Da ist nichts mehr zu interpretieren. Der Rest spezifiziert nur, warum es ihm dabei ging.

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nebenbeigesagt 18.02.2017, 12:40
7. Nicht nur Höcke fehlt im Herbst in Berlin

Dieser Partei fehlt alles, was sie überhaupt wählbar macht

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zimond 18.02.2017, 12:41
8. von wegen Bierzeltrede

jetzt können wieder die ganzen Relativierer beruhigt behaupten, es wäre ja alles gar nich so wild. Es hat sich doch entschuldigt und die AfD hat doch böse mit dem Finger gezeigt...

Damit das noch mal für jeden klar ist: Hier gibt es nichts zu relativieren. Höcke ist ein Neonazi und der Rest der rechten Clowns folgen ihm. Ausschlussverfahren und Entschuldigung sind nur erneut die üblichen Methoden des Relativierens von eigentlich glasklaren Positionen damit sich die Abernazis wieder einreden können keine Quasi-NPD zu wählen.

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comeback0815 18.02.2017, 12:41
9.

Ach, nich so schlimm Herr Höcke. Im Eifer des Gefechts gehen schon Mal die Gäule mit einem durch, nicht wahr, man verwechsel Ort, Örtlichkeit, Anlass, Ton, Anstand und Geschichte ganz allgemein. Ist doch jedem schon Mal so gegangen, das bisschen Nazi-Ruck...

Mal bei Frau von Storch nachfragen, wie man damit umgeht. Die fällt ja immer Mal, unpassend, auf die Enter-Taste. Die besorgten Freunde aus den Ländern haben da sicher auch noch die ein oder andere Geschichte beizusteuern.

Und so bleibt halt, dass eigentlich die anderen Parteien die bösen sind, die, die ihr ja so freundschaftlich als "Alt-Parteien" bezeichnet, während das AfD - Sammelbecken im Grunde seines Parteiherzens einfach nur gut ist. Da kann der ein oder andere oder noch andere oder ganz andere einmalige Ausrutscher schon passieren, nicht wahr?

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