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Drohbriefe zur Ostsee-Pipeline: Scharfe Kritik an US-Botschafter Grenell
DPA

Richard Grenell hat deutschen Firmen, die sich an der Gaspipeline Nord Stream 2 beteiligen, mit Sanktionen gedroht. Das Auswärtige Amt rät von einer Antwort ab, Politiker fordern die Bundesregierung zum Protest auf.

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oldseaman1947 13.01.2019, 17:02
50. Atlantischer Befehl ???

Die Reaktion der Russen könnte doch ein Lieferstop, an die größten europäischen Gegner dieser Pipline, sein. . Da würde die Ukraine und Polen ziemlich alt aussehen.Einer Belieferung von Gas durch die USA mit Tankern wäre sicherlich ein teures Eigentor. Da müsste die Ukraine mit größerer Unterstützung der EU am Leben gehalten werden
Die Zahlungen an die Ukraine, als nicht Mitglied der EU , ,ist eigentlich schon jetzt unverständlich .
Aber ihr Hass auf Russland verwehrt denen die reale Sicht dass am Ende ein Boykot möglich wäre. . Dann ist das Geschrei groß.
Amerika entäuscht mich schon lange nicht mehr .Den Stellenwert den wir "genießen" können wir durch diese Aktion ihres Vertreters deutlich erkennen .

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carsten24 13.01.2019, 17:02
51. Vor die Tür setzen...

Den Amis ist anscheinend jedes Mittel recht, uns ihr Fracking-Gas aufzunötigen. Einen Botschafter mit einen solchen politischen Drohgebärde auf den Weg zu schicken, zeugt von der hoffnungslosen Armseligkeit und Selbstüberschätzung der gegenwärtigen US-Politik.
Dieser Botschafter sollte vor die Tür gesetzt werden und erst ersetzt werden, wenn die Amis wieder einen echten Diplomaten zu uns schicken. Leider befürchte ich, dass die Politik wieder einknickt

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HaPeGe 13.01.2019, 17:03
52. Es ist an der Zeit ...

Es ist an der Zeit, dass unsere Kanzlerin auch einmal reagiert und nicht alles stillschweigend hinnimmt. Es ist an der Zeit, dass man diesem Herrn sagt, dass er in Deutschland unerwünscht ist und ihm aufträgt, seine Sachen zu packen und in das gelobte Land USA zurückzukehren. Ich denke, auch unsere Kanzlerin ist dazu verpflichtet unserem Land eine gewisse Selbstachtung zu erhalten. Die Zeiten der "Hohen Kommissare" endeten am 5. 5. 1955. Dessen sollten wir uns erinnern und ggf. auch die USA daran erinnern.

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Immanuel K. 13.01.2019, 17:04
53. Gewalttätigkeiten muss...

Zitat von der-junge-scharwenka
Einen Grenell stehen wir schon noch durch. Eine Schwäche ist das Nichtreagieren nur in den Augen von Menschen, die gerne Mal auf den Tisch hauen. In den Augen aller anderen ist es Überlegenheit.
- auch verbalen - muss man differenziert begegnen. Menschen, die gewalttätig kommunizieren, haben eine gestörte Sozialisierung oder sie sind andersweitig gestört. Ich arbeite an einschlägiger Stelle - bei uns heißt es: "...eine psychiatrische Diagnose ist i.d.R. keine Entschuldigung für rüpelhaftes Benehmen..." Eine klare Grenzsetzung vermeidet eine Eskalation...

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kritischergeist 13.01.2019, 17:04
54. Klug agieren aber nicht überreagieren ist jetzt gefragt

Die amerikanische und Deutsche Wirtschaft sind sehr verflochten und profitieren gegenseitig voneinander. Es macht keinen Sinn das durch Kraftmeierei aufs Spiel zu setzen. Der Brief ist von Grenell und zeigt lediglich die Interessen der US Gasindustrie, aber nicht die Ansicht des gesamten Landes und seiner Exportwirtschaft. Es ist ein Versuch Druck auszuüben mit Unterstützung des US Präsidenten. Man muss Greenell klar machen dass Washington nicht Rom ist und Germanien seine Provinz, die alternativlos die Wünsche des Imperators umsetzt. D.h. wir müssen den USA glasklar machen wo wir das Sagen haben und wo unsere Toleranzgrenze endet. Man kann den Amerikanern auch entgegen kommen und z.B. den Bau des geplanten LNG-Terminals in Wilhelmshaven beschleunigen. Den Amerikanern muss aber auch klar gemacht werden dass Deutschland nicht bereit ist Flüssiggas in größeren Mengen zu kaufen das teurer ist als das Gas aus der Nordstream-Pipeline. Grenell muss auch klar gemacht werden, dass das Argument der angeblichen Abhängigkeit von Russland nicht zieht. Wir würden nur von einer Abhängigkeit in eine andere geraten. Russland liefert uns Gas schon über 40 Jahre und auch über die Periode des kalten Krieges hinweg. Sie sind also berechenbar und brauchen als Gegenleistung unser Geld. Ob die USA auch so ein treuer Lieferant ihres Fracking-Gases wären steht dahin. Der Präsident hat dies selbst in Zweifel gezogen mit seiner Devise America first. Neben dem unberechenbaren Trump sollten wir auch die inneren Feinde von Nordstream 2 im Auge behalten. Ein großer Teil der Grünen Führungscrew ist gegen Russengas und die Atlantiker in der Union, wobei sich Herr Röttgen hier ganz klar als Gegner positioniert. Wenn wir in wenigen Jahren unsere restlichen Kernkraftwerke abschalten, sind sie nur durch GUD Gaskraftwerke zu ersetzen, mal ganz abgesehen vom zusätzlich geplanten Kohleausstieg. Eine zuverlässige Gaslieferung mit Alternativen wird für uns essentiell. Alleine schon dadurch wäre ein Ausstieg aus Nordstrem 2 ein Wahnsinn. Auch das kann man den USA klar machen und auch den Preis den sie zu zahlen hätten, wen sie uns weiter unter Druck setzen.

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ambulans 13.01.2019, 17:06
55. und -

wenn man diese verhaltesauffällige person einfach ins auswärtige amt einbestellt, ihm dort gehörig die leviten liest und dabei angekündigt, dass er sofort (persona non grata) das land zu verlassen hat - das ganze wird natürlich per video dokumentiert und sofort ins internet gestellt, sodass er sich jeden versuch zu lügen sparen kann; daraufhin bringt ihn eine delegation umgehend zum flughafen. der nächste flug gen westen ist ihm sicher; sein gepäck geht zur US-botschaft in berlin ...

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frenchie3 13.01.2019, 17:07
56. Ob Gas direkt oder die Ukraine kommt

ist Jacke wie Hose, wenn Russland den Saft abdreht ist er ab. Oder haben Polen und Ukraine noch versteckte Pufferlager ??

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Sachsenimker 13.01.2019, 17:08
57. Peomthium

Russland verwendet das Geld, das es an uns verdient zur Aufrüstung. Das bedeutet für die Länder Osteuropas das sie Nachrüsten müssen.
Auch die USA als Schutzmacht müssen nachrüsten.

Mit anderen Worten: Wir bekommen billiges Erdgas während die anderen zusätzliche Ausgaben haben.

Übrigens: Die Amerikaner kaufen auch per Schiff russisches Gas.

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frenchie3 13.01.2019, 17:09
58. @7 Sie brauchen den deutschen Botschaftet

nicht abziehen, sobald Grenell böse angesehen wird fliegt der eh

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rloose 13.01.2019, 17:12
59.

Zitat von lesheinen
Ich bin auch kein Freund von Abhängigkeiten, aber Deutschland ist nun mal von Energielieferungen abhängig. Nicht nur von Lieferungen Rußlands, die im Zweifel zu jedem Zeitpunkt eingestellt oder zumindest unterbrochen werden können, sondern auch von den Staaten, durch die die jetzige Pipeline läuft. Dort gibt es auch so einfache wie effektive Dinge wie Gaspumpen, die man abstellen kann und Absperrhähne, an denen man drehen kann. Da ist es mir schon lieber, auf zwei Beinen zu stehen. Grenell handelt natürlich nicht auf eigene Faust, er ist his masters voice. Die USA wollen ihr verflüssigtes fracking-Gas loswerden, das ist der wahre Grund für die Gegnerschaft zu nordstream.2. Die Leitung vermasselt ihnen aktuell das Geschäft. Und was die angeblich größer werdende Abhängigkeit von Rußland angeht: Ob die Russen einen oder zwei Gashähne zudrehen müssen, um irgendetwas durchzusetzen, macht im Endeffekt keinen Unterschied. Deutschland steht so oder so ohne Gas da.
Wir haben eine globale Wirtschaft, da werden Sie mit Abhängigkeiten leben müssen. Lieferverträge über Gas sind ja keine Spenden des Förderlands, sie stellen einen für beide Seiten gewinnbringenden Handel dar. Deshalb hat weder Rußland noch vorher die Sowjetunion jemals Gaslieferungen als Druckmittel benutzt. Wie auch? Eine Pipeline kann man schlecht mal schnell woanders hin verlegen. Dass ein Trump und sein Schoßhündchen Grenell das nicht verstehen ist klar. Trumps Geschäftsmethoden liefen schon immer darauf hinaus den Partner mit Mafiamethoden über den Tisch zu ziehen. Das hat ihm dann ja auch einige Pleiten eingebracht. Gelernt hat er trotzdem nicht. Warum wir nun von Leuten, die erpressen, Gas beziehen sollen, damit wir weniger erpressbar sind, erschließt sich mir nun gar nicht. Besonders glaubwürdig ist die Besorgnis um eine Abhängigkeit Europas von Rußland ja nun auch nicht, wenn sie von dem Botschafter eines Präsidenten kommt, der gestern noch „I don‘t care about Europe“ tönte.

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