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Drohende Fahrverbote: Das Diesel-Mimimi nervt
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Das Gejammer der Diesel-Fahrer nervt. Natürlich wurden sie von Industrie und Politik betrogen. Aber sie wollten sich auch betrügen lassen. Freunde, Ihr seid selbst schuld! Tragt eure Verantwortung und haltet die Klappe!

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duruhrort 12.03.2018, 15:35
40. Nicht alle fahren Cayenne, Herr Augstein

Ich habe meinen kleinen 1,4 TDI-Diesel vor acht Jahren gekauft - der erste und wahrscheinlich letzte Neuwagen, den ich mir in meinem Leben leisten kann. Damals gab es zwar vielleicht schon die eine oder andere Mahnung wegen Stickoxiden, aber bis zu den meisten Verbrauchern drang das nicht durch. Es war von Ruß die Rede, weshalb ich darauf achtete, dass der neue Wagen einen Rußpartikelfilter hat. Und wenig CO2 ausstößt, denn das war damals und auch Jahre danach das wichtigste Umweltthema bei den Autos. Wenn ich die Zeit hätte, würde ich gern mal eine große Studie starten, die rein quantitativ prüft, welche Themen in welchem Umfang von den Medien beackert wurden. Ich bin damals jedenfalls nicht massiv darüber informiert worden. Das geschieht erst jetzt, wo der neue Buhmann gefunden ist.
Und ja, ich fühle mich enteignet. Ich habe derzeit nicht das Geld für einen Neuwagen, die tollen Diesel-Abwrackprämien bringen mir also nichts. Und ich werde auf jeden Fall um einiges weniger für meinen Wagen bekommen (der wegen geänderter Lebensumstände nur sehr wenig gelaufen ist), als es ohne drohende Dieselfahrverbote der Fall wäre. Hinzu kommt, dass ich als Leiharbeiterin darauf angewiesen bin, mit meinem Wagen überall hinzukommen. Falls es zu den Verboten kommt (glauben Sie mir, wenn es dazu kommt, werden es mehr als 600 m Straße sein, die ich nicht befahren darf), werde ich irgendein billiges gebrauchtes Benziner-Möhrchen kaufen müssen, um mobil zu bleiben, auch wenn ich meinen zwar älteren, aber sehr guten Wagen gern fahren würde, bis dass der Schrottplatz uns scheidet (so etwas nennt man übrigens Nachhaltigkeit). Aber es kann ja nicht lange dauern, bis die nächste Sau durchs Dorf getrieben wird - in Ermangelung der Diesel werden es dann ja wohl Benziner sein. Mimimi.

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Ein Mechaniker 12.03.2018, 15:35
41. Augstein hat es wohl nicht verstanden - Fleischhauer schon!

Mit Sprüchen à la Marie Antoinette "sollen Sie halt Jaguar V8 fahren wenn der Golf TDI Fahrverbot hat", outer sich Herr Austin mal wieder in voller Pracht.

15 Millionen funktionstüchtige legal erworbene Diesel. Zwischen 30 und 60 Milliarden an Kaufkraft entzogen, für die Verbesserung eines durchaus umstrittenen Grenzwertes in der 5. Nachkommastelle und Herr Austin findet das "Mimimimi".

Naja wahrscheinlich schickt ihm der heilige Elon stets einen Tesla in Wunschfarbe wann immer Mobilitätsbedarf auftaucht.

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cri cri 12.03.2018, 15:36
42. Tragt eure Verantwortung und haltet die Klappe!

Herr Augstein,
ich habe nur die Überschrift gelesen, ohne mir den Rest anzutun.
Allein die Überschrift strotzt nur so von der Überheblichkeit eines gut situierten Söhnchens, für den es völlig egal ist wenn er 15T€ für ein gebrauchtes Dieselauto in den Sand setzt.
Ich habe vor 2 Jahren einen gebrauchten Diesel für meinen Sohn für diesen Betrag gekauft damit er einigermaßen kostengünstig die 80km Strecke (einfach) zu seinem Arbeitsplatz bewältigen kann.
Aber dank Ihnen weiß ich es jetzt besser: Ich halte besser die Klappe und trage meine Verantwortung.

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a_priori 12.03.2018, 15:36
43. Danke!

Ein guter Artikel, der das Problem gut auf den Punkt bringt. Ich kann das ständige Genöle und Gejammere der Dieselfahrer auch nicht mehr hören. Selbst auf meiner Waldjoggingstrecke entkommt man diesen unsäglichen Dreckschleudern nicht. Dort trifft man besonders häufig uralte Diesel-Dreckschleudern (20-30 Jahre alte zusammengebastelte Wohnwagen und alte VW-Transporter, die nur noch von Rost und Farbe zusammengehalten werden) deren alte Dieselmotoren irrsinnige Mengen an Dreck rausblasen, daß einem speiübel wird. Ich fahre mein Auto seit 12 Jahren mit Autogas und darf nun zusehen, wie ab nächstem Jahr für diesen umweltfreundlichen Alternativkraftstoff sukzessive die steuerliche Förderung stufenweise abgebaut wird, während die Dieselsubventionierung weiterhin aufrechterhalten wird.

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Profdoc1 12.03.2018, 15:36
44. Lieber Herr Augstein,....

derartige Kolumnen sind genau das, warum ich mich manchmal frage, ob Sie ihr Besteck noch in der Schublade haben. Bitte bleiben Sie sachlich und nehmen Sie zur Kenntnis, dass es hier um etwas Juritisches geht.

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helgemnielsen 12.03.2018, 15:36
45. Betrug am Kunden

Diejenigen die einen Diesel gekauft haben wurden von der Autoindustrie betrogen und sollen jetzt dafür büßen. Herr Augstein will diesem Personenkreis darauf reduzieren, dass sie nicht alle die gemachten Aussagen der Autoindustrie auf ihre Richtigkeit geprüft haben. Und daher bräuchten sie bei einem Dieselverbot auch nicht entschädigt zu werden. Es geht hier doch nicht um eine 600 m lange Strecke der Hamburger Straße. Sondern der Möglichkeit die eigene Fortbewegung auf dem Weg zur täglichen Arbeit zu verbieten. Heute Auto, morgen Fußgänger. Heute Arbeitnehmer, morgen Arbeitsloser da keine Möglichkeit zu pendeln. Und dazu sagt ein
Blogger die hätten eben Pech gehabt. So nicht Herr Augstein.

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Justitia 12.03.2018, 15:36
46.

Um im gleichen Jargon wie der Autor zu antworten: Wenn hier einer mal die Klappe halten sollte, dann Jakob Augstein. Von nichts eine Ahnung, aber davon sehr viel. Warum muss er zu allem seinen Senf dazugeben? Kann er nicht einmal in seinem Leben etwas sinnvolles tun, als nur sinnfreie Kommentare zu schreiben? Er nervt einfach!!!

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ki-rk 12.03.2018, 15:37
47. Mimimi finde ich es nicht....

...wenn eine Familie mit sehr engem Budget, die dringend auf ein Fz. angewiesen ist und sich vor wenigen Monaten einen Euro 5 Diesel finanziert hat jetzt ein Fz. besitzt, was nur noch einen Bruchteil dessen wert ist, was es mal war. Die sind einfach mal ganz schön blöd dran. Da gleich von Enteignung zu sprechen ist sicher genauso hoch gegriffen wie der Autor, der den Diesel mit Nagelpilz vergleicht. Verbale Abrüstung und Versachlichung tun der Diskussion gut!

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heiko90 12.03.2018, 15:37
48. Haftung

Zitat von bertholdgross
Alle Diesel-PKWs in Deutschland sind nach den von der Politik vorgegeben Vorschriften und Prüfungen zugelassen worden. Der Politik war jederzeit der Inhalt der Zulassungsbestimmungen bekannt. Wenn diese PKWs jetzt mit einem Fahrverbot belegt werden, haftet allein die Politik für entstandenen Schaden.
...oder die Industrie: Auf keinen Fall der Privatmann. Sollte man jedenfalls meinen. Dieser "haftet" ja auch nicht im direkten Sinn, jedoch indirekt über Fahrverbote und dem daraus resultierenden Zwang ein neues Auto zu kaufen.

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urbanism 12.03.2018, 15:37
49. der Umwelt zur Liebe hat sich nicht einer, einen Diesel gekauft

Die Menschen insbesondere Vielfahrer haben sich einen Diesel gekauft weil der Dieselkraftstoff billiger war und ist, als der Benzinkraftstoff. Zum anderen sind die Verbrauchswerte des Diesel im Vergleich zum Benziner niedriger, das macht insbesondere bei den schweren SUV bemerkbar. Nur aus umweltpolitischen Aspekten hat sich nicht ein Protagonist einen Diesel gekauft. Von daher gebe ich Ihnen Recht, dass die Dieselfahrer Heuchler sind!!

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