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Drohende Staatspleite Griechenlands: Merkel bleibt hart
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Griechenland habe in den letzten Jahren eine "beispiellose Hilfe der Partner" bekommen, sagte Angela Merkel im Bundestag. Die Regierung müsse die angekündigten Reformen jetzt umsetzen.

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vielflieger_1970 19.06.2015, 12:26
390.

Zitat von lezel
Gehen Sie doch einfach rückwärts durch die im Zitat verlinkten Beiträge, und Sie finden Beispiele von Leuten, die durch Arbeit sehr reich geworden sind. Ich selbst kenne einige Leute, die durch eigene Arbeit nicht reich, aber wohlhabend geworden sind, im Bereich von einigen wenigen Millionen Euro. Wenn die Erben damit geschickt weiterarbeiten, werden sie vielleicht reich - durch der Eltern und die eigene Arbeit.
Also ich habe nun tatsächlich nachgesehen und bis auf die Albrecht-Brüder kein Beispiel gefunden!

Für mich sind " einige wenige Millionen" schon eine Größenordnung, die ich als reich einstufen würde.
Wäre das nur "wohlhabend", wunderte mich der derzeitig angesiedelte Spitzensteuersatz schon sehr;-)

Ich habe auch per se nichts gegen Erben, jedoch muss klar sein, dass dies kein eigengeleistetes Vermögen ist. Da kann man schon über eine sinnvolle Steuer nachdenken, anderes Thema... .

Ich verdiene sechsstellig im Jahr, reich bin ich nicht. Wohlhabend ja, auf mehrere wenige Millionen komme ich aber nicht. Das ist auch nicht mein Ziel und gar nicht das Thema.

Es geht darum, dass Vermögen steuerlich besser gestellt wird als Arbeit. D.h. dass Ihr Erbe eigentlich nur "sein Geld arbeiten lassen " muss und er wird dafür noch steuerlich belohnt. Im Gegensatz zu dem, der wirklich Leistung erbringt und die Gesellschaft überhaupt erst ermöglicht. Geldscheine backen kein Brot und pflegen Sie nicht im Krankheitsfall!

Allerdings schweifen wir gerade ab...;-)

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rolli 19.06.2015, 12:30
391.

Zitat von jan07
Eine interessante Sicht. Den Griechen wurden die Kredite also 'aufgedrängt'. In Ihren Augen sind sie also unmündig und unfähig, eigene Entscheidungen zu treffen uns sie später auch zu verantworten. Und nicht vergessen: diese geliehene Geld wurde von Griechenland ja nicht nur angenommen, sondern auch konsumiert - und letztlich nicht von Banken, sondern in Form von Misswirtschaft, Korruption, Günstlingswirtschaft und überhöhten Pensionen von allen Griechen. Da reicht es eben nicht, immer nur auf die bösen Banken zu schimpfen. Aber Ihr Beitrag bestätigt meine Sicht von 'linken Gutmenschen'. Mit dem Begriff 'eigenverantwortliches Handeln' tun die sich traditionell schwer.
Reden Sie nicht so einfältig von den "Griechen". Dann können wir über mich, den kapitalistischen Gutmenschen reden, denn ich bin Kapitalist und Unternehmer. Eigenverantwortlich ist man im herrschenden Neoliberalfaschismus nur, wenn man ausgenommen wurde, ansonsten übernimmt jeder, der ihr Geld will, die Verantwortung, und zunehmend werden Sie, ja, gerade Sie, unmündiger weil abhängiger.

rolli

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vielflieger_1970 19.06.2015, 12:36
392.

Zitat von Niederbayer
Wenn man von einem klammen Staat verlangt seine Ausgaben genau zu überdenken und wo es möglich ist zu sparen, dann ist man kein Schlechtmensch, sondern jemand der rechnen kann. Wenn Sie das nicht können, sind Sie auch kein Gutmensch, sondern ein Sozialromantiker der vorzugsweise von anderer Leute Geld lebt.
Als Niederbayer hoffe ich sehr, Sie haben das Rechnen nicht in einem bairischen Gymnasium gelernt, denn das würde unser Schulsystem nicht im besten Lichte beleuchten;-)

Es gibt immer zwei Seiten: Einnahmen und Ausgaben. Und die derzeitige Austeritätspolitik unseres Juristen Schäuble hat eindeutig die ohnehin schwierige Wirtschaftslage der Griechen nachhaltig verschlechtert. Sozusagen ein Knieschuss mit Ansage, jedem vernünftig kalkulierenden Volkswirt war dies schon vor Jahren klar.

Es sind sicher viele Dinge faul im Staate Dänemark, um es so auszudrücken. Aber wenn man einem Volk die Lebensgrundlage nimmt, darf man sich nicht wundern, wenn es sich wehrt und letzten Endes radikalisiert. Ist es das, was Sie wollen?

Und glauben Sie wirklich, unsere schwarze Null wäre ein Produkt aus deutschem Fleiß und Sparsamkeit? Das es uns so gut geht, steht u.a. in direktem Zusammenhang mit dem Leid der Griechen. Nicht der Reeder oder Oligarchen, aber der Bürger.

Es wäre mehr als zynisch, seinen eigenen Wohlstand so halten zu wollen!

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lezel 19.06.2015, 12:44
393.

Zitat von vielflieger_1970
Also ich habe nun tatsächlich nachgesehen und bis auf die Albrecht-Brüder kein Beispiel gefunden! Für mich sind " einige wenige Millionen" schon eine Größenordnung, die ich als reich einstufen würde. Wäre das nur "wohlhabend", wunderte mich der derzeitig angesiedelte Spitzensteuersatz schon sehr;-) Ich habe auch per se nichts gegen Erben, jedoch muss klar sein, dass dies kein eigengeleistetes Vermögen ist. Da kann man schon über eine sinnvolle Steuer nachdenken, anderes Thema... . Ich verdiene sechsstellig im Jahr, reich bin ich nicht. Wohlhabend ja, auf mehrere wenige Millionen komme ich aber nicht. Das ist auch nicht mein Ziel und gar nicht das Thema. Es geht darum, dass Vermögen steuerlich besser gestellt wird als Arbeit. D.h. dass Ihr Erbe eigentlich nur "sein Geld arbeiten lassen " muss und er wird dafür noch steuerlich belohnt. Im Gegensatz zu dem, der wirklich Leistung erbringt und die Gesellschaft überhaupt erst ermöglicht. Geldscheine backen kein Brot und pflegen Sie nicht im Krankheitsfall! Allerdings schweifen wir gerade ab...;-)
Die SAP-Gründer waren auch angeführt.

Zitat von
Für mich sind " einige wenige Millionen" schon eine Größenordnung, die ich als reich einstufen würde.
Um so besser, dann kenne ich auch ein paar Leute, die durch Arbeit reich geworden sind.

Zitat von
... Allerdings schweifen wir gerade ab...;-)
Das ist ja auch in Ordnung.

Mir ging es nur um die Bemerkung, man könne durch Arbeit nicht reich werden. Was Ihre Ansicht zum Erben angeht - das finde ich plausibel. Ich finde auch die gegenteilige Ansicht plausibel, das ererbte Geld sei ja schon versteuert, nämlich zu dem Zeitpunkt, zu dem es verdient wurde. Darum finde ich eine niedrige Besteuerung angemessen - genau das haben wir. Vielleicht würde ich etwas geringere oder etwas höhere Sätze auch gut finden.

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vielflieger_1970 19.06.2015, 13:10
394.

Zitat von lezel
Die SAP-Gründer waren auch angeführt. Um so besser, dann kenne ich auch ein paar Leute, die durch Arbeit reich geworden sind. Das ist ja auch in Ordnung. Mir ging es nur um die Bemerkung, man könne durch Arbeit nicht reich werden. Was Ihre Ansicht zum Erben angeht - das finde ich plausibel. Ich finde auch die gegenteilige Ansicht plausibel, das ererbte Geld sei ja schon versteuert, nämlich zu dem Zeitpunkt, zu dem es verdient wurde. Darum finde ich eine niedrige Besteuerung angemessen - genau das haben wir. Vielleicht würde ich etwas geringere oder etwas höhere Sätze auch gut finden.
Die SAP-Gründer habe ich dann wohl übersehen, bitte verzeihen Sie mir diese Nachlässigkeit:-)

Was Sie machen ist etwas Augenwischerei, Verzeihung!

Natürlich gibt es Einzelfälle, in denen jemand eine geniale Idee hatte und diese zu Geld machte. Das ist ja auch völlig in Ordnung, aber eben nicht die Regel.

Es ist natürlich Definitionssache, wie unser beider Beispiel ja zeigt, wann jemand reich ist oder auch nur, was eigentlich Arbeit ist. Für mich bedeutet Arbeit in diesem Kontext die Ausübung eines Berufs im klassischen Sinne, also eine Tätigkeit ohne oder mit beruflicher oder akademischer Ausbildung als Qualifikationsgrundlage.

Und ich bemühe mal keine Statistik aber behaupte, 99,99% aller Berufstätigen erfinden eben kein Logistikprogramm oder ziehen eine neue Ladenkette auf. Die meisten angestellten Mitarbeiter befinden sich in irgendeiner Art von Lohnrahmen, der durchaus sehr unterschiedlich sein kann. Und aus diesem Rahmen heraus wird es schwer, reich zu werden!

Selbst die meisten Selbständigen werden nicht Millionäre. Wäre dem so, würden es viel mehr machen;-)

Über Erbschaftssteuer kann man trefflich streiten und würde den Rahmen hier sprengen. Privatvermögen ab einer gewissen Höhe gehört für mich schon höher versteuert, das Häuschen von Oma sicherlich nicht.

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c700 19.06.2015, 14:05
395.

Merkel knickt ein und Deutsche Steuergelder werden wieder in Griechenland verbrannt.
Wird Zeit, dass Deutschland aus der EU und dem Euro austritt!

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lezel 19.06.2015, 14:19
396.

Zitat von vielflieger_1970
Was Sie machen ist etwas Augenwischerei, Verzeihung!
Nein. Ich habe eine simple, klare, mit dem Anspruch auf allgemeine Gültigkeit aufgestellte und dabei falsche Behauptung widerlegt.

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zisis_tsiapatoris 19.06.2015, 14:22
397. Ihre

Frau Merkel...

Ihre " beispiellose Hilfe " ( + Sparpaket )

Hat unsere Volk verarmt ...
Hat unsere Schuldenberg verdoppelt ...


Einfach weitermachen ?

NEIN DANKE...!

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lezel 19.06.2015, 14:44
398.

Zitat von zisis_tsiapatoris
Frau Merkel... Ihre " beispiellose Hilfe " ( + Sparpaket ) Hat unsere Volk verarmt ... Hat unsere Schuldenberg verdoppelt ... Einfach weitermachen ? NEIN DANKE...!
Es war der Wunsch der von Ihnen gewähten Regierung, Schulden aufzunehmen.

Das Geld hat nicht Frau Merkel ausgegeben, sondern Ihre Regierung.
Nicht Frau Merkel hat das Volk verarmt, sondern das Volk hat das Volk verarmt.

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Peter Bernhard 19.06.2015, 14:48
399. Spieltheoretiker spielen

"Die Spieltheoretiker verspielen" - das sollte wohl Furcht (Versagen der anderen) auslösen, bei mir löst es Angst aus, für mich kein Kanzler, wer das sagt: ich bin's, nämlich, "der andere"... -- tatsächlich muss ich, ich hoffe zu dürfen, für mich feststellen:
Ich bin sehr froh, dass Griechenland Bedingungen überhaupt gestellt werden dürfen. Das ist für mich heute als "Framework" überhaupt zum Dreh- und Angelpunkt des Gemeinen geworden. Von DDR zu BRD - ohne sichtliche Krise? Da glaubte ich an Verschwörung und genaueste Planung von langer Hand. Nicht nötig: gerade die Tauglichkeit der BRD gegenüber der DDR beruht auf dem Rahmen: wird dieser allerdings staatlich hier zu handeln geschaffen ist in der Tat keine Detailplanung mehr nötig. Spieltheorie zu Griechenland: es kommt auf den Rahmen an, die Spielregeln als solche, dafür sollte der Staat stehen - auch als Polizist.
So erkläre ich mir das so von mir verstandene, für mich unverständliche Verbescheiden seitens Lagarde gestern auf TV, dass nämlich es unzulässig sei, nach IWF, vom Militär was abzuknapsen, damit, dass das Militär in den vielen Mitgliedsstaaten, darunter Noch-Ärmere und Viel-Kriminalisertere z.B., dass in solchen Ländern das Militär als Polizei fungiert. Und die das A und O sei.
Wenn nun also Europa von IWF abkauft, die Kredite, kann es eigene Bedingungen stellen.
Warum aber überhaupt: Für mich total entscheidend.
Während in der Insolvenz die Gläubiger froh sein müssen, überhaupt eine Quote zurückzuerhalten - Griechenland kann also mit seiner Pleite drohen - ist im Weiterkreditierungsfall eine spätere Dochzahlung in voller Höhe nicht ausgeschlossen. Andererseits - und hier kommt das Framework hinzu, Dritte... - sorgt der "Zahlungsausfall" für entweder die "Löschung von der Karte", schier unmöglich - oder aber den Verlust von Bonität: wenn die Altgläubiger nicht stunden, gibt sonst keiner weiter. Oder doch? Bis hierhin und nicht weiter: Framework sorgt für Verbot, mit Etikett "schuldenbefreit" bei Dritten Neukredit zu erhalten,also Alt gegen Neu "auszuspielen". Das ist eine Frage des Regelwerks.

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