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Drohende türkische Offensive: USA wollen Kurden offenbar nicht verteidigen
Baderkhan Ahmad/DPA

Die Türkei hat eine Offensive in Nordsyrien angekündigt. Mit der Hilfe der USA können die Kurden vor Ort dabei wohl nicht rechnen. Washington hat begonnen, seine Truppen aus dem Gebiet abzuziehen.

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zieglerm 07.10.2019, 11:21
1. Man sollte sich gut überlegen, wie verlässlich ein Bündnispartner ...

... USA im Ernstfall wird. Umso wichtiger wäre es endlich eine gemeinsame europäische Rüstungs- und Verteidungspolitik ernsthaft voranzutreiben.

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ralfix 07.10.2019, 11:21
2. USA ist kein verlässliche Partner

Die USA führen gegen uns einen Wirtschaftskrieg. Wie können wir erwarten, dass sie zum NATO-Verteidigungspakt stehen? Der ist für Trump eh Schall und Rauch.

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paulopicott 07.10.2019, 11:23
3.

Schön für die Kurden, dass sie das Gebiet gesäubert und unter Kontrolle gebracht haben. Jetzt werden sie Erdogan auf dem Silbertablett präsentiert. Es ist manchmal unfassbar wie ungerecht diese Welt funktioniert. Ich drücke den Kurden alle Daumen, dass es nicht in der von der Türkei angedachten humanitären Katastrophe endet.

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claudio_im_osten 07.10.2019, 11:26
4. Unglaublich.

Thats new America - im Ernstfall nicht bereit, die eigenen Verbündeten bei Angriffen zu verteidigen und diese schlicht den türkischen Kanonen zu überlassen. Diese Trumpisten sind eine prinzipien- und gewissenlose Strolche und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Die so genannten "Freunde" auf dieser Welt können sich auf solche Amerikaner an keiner Stelle mehr verlassen.
Dazu passt die parallel rausgegangene Meldung einer riesigen Militärübung mit 37.000 Soldaten in Europa. Warum machen wir so etwas mit?

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TheFunk 07.10.2019, 11:29
5. Unfassbar

Zwei Diktatoren unter sich... Die USA lassen ihre Verbündeten vor Ort im Stich... Das sollte man sich genau merken.

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Atheist_Crusader 07.10.2019, 11:30
6.

Wenn die kurdischen Anführer nicht völlig bescheuert sind, haben sie längst für diesen Fall geplant. Die Amerikaner sind schon unter Idealbedingungen wankelmütige Verbündete und unter der gegenwärtigen Administration gilt das umso mehr.
Vielleicht sollte Erdogan noch schnell den Kauf von US-Kriegsgerät für ein paar Milliarden Dollar anbieten und Fat Donnie eine Statue errichten, dann werden die Amerikaner am Ende noch auf türkischer Seite kämpfen.

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motoko_kusanagi 07.10.2019, 11:31
7. Verraten und Verkauft

Die Kurden stellt maßgeblich den Widerstand gegen den IS und hat ebenso maßgebenden Anteil an deren Zurückdrängung und Zerschlagung!
Das der Westen - vor allem die USA - die Kurden nun fallen läßt zugunsten eines reaktionärem Regime wie dem Ergowahn-Sultan, wird sicherlich nicht vergessen werden.
Zumal es historisch nicht das erste Mal war.
Gleichzeitig hofiert die EU den Autokraten, der die Flüchtlingspakt nicht einhalten will, der gegen das int. Recht vor Zypern nach Öl bohrt, offen droht griechische Inseln zu annektieren sowie weiter oppositionelle Bevölkerungsgruppen (vor allem kurdische) wegen "Terror" verhaftet ...
Die wahren Freunde des Westen werden verraten und verkauft, während man den Feind mit seiner aggressiven "osmanisches Reich" Nostalgiefantasie hofiert.
Wie so oft kann man an den nicht vorhanden "Werten" des Westen nur zweifeln, weil sie inzwischen faktisch bloß noch "Interessen" sind - und selbst die sind hier doch sehr fragwürdig.

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Ottokar 07.10.2019, 11:31
8. Die Europäer speziel Deutschland sollte

das Verhalten der USA zu Verbündeten sehr genau beobachten und dringend ihre Schlüsse daraus ziehen.

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juba39 07.10.2019, 11:32
9. Wird maßlos überschätzt!

Das Völkerrecht nämlich. Oder lesen wir an irgendeiner Stelle der Meldung etwas davon? Wir als Kommentatoren haben dazu ja wenigstens noch eine Meinung. Man muß ja nicht jede auch teilen. Aber mit welcher Chuzpe hier Medien von einem militärischem Vorgehen auf einem Territorium reden, das weder zur Türkei, noch zu den USA, schon gar nicht zu Deutschland gehört. Das muß man sich erst trauen.
Warum läuft eigentlich die Berichterstattung völlig aus dem Ruder, wenn es um völkerrechtlich annektierte Territorien anderswo, NICHT nur das Dauerbeispiel Krim, geht? Darf Syrien jetzt auf die Golanhöhen vorrücken? Darf Zypern den Norden "befreien"? Wird GB sanktioniert, weil sie ein Gerichtsurteil zu Diego Garcia auf Rückgabe nicht umsetzen?
Werden US-Truppen auf Guantanamo Bay bombardiert, weil sie sich auf cubanischem Territorium befinden? Alles bekannte Fakten, die nur niemand zur Kenntnis nehmen will. Paßt nämlich nicht in die politische Landschaft von Gut und Böse.
Um dem Recht einmal zur Geltung zu verhelfen. Syrien ist ein souveräner Staat. Dessen Vertreter, die aus Damaskus nämlich, als einzige als Vertreter des Landes bei der UNO legitimiert sind. Wenigstens diese Frechheit wagte man nicht, der berühmte Spruch von der Delegitimierung, wenn es um für den Westen unliebsame Regimes geht. Die Betonung liegt nämlich auf "für den Westen unliebsam".
Hat also irgendjemand, von Trump bis Merkel, irgendjemand in Damaskus angefragt, ob man in oder über Syrien militärisch aktiv werden darf? Lege dazu jedem den Beitrag von Justice Jackson in Nürnberg 1946 ans Herz.

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