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Drohende türkische Offensive: USA wollen Kurden offenbar nicht verteidigen
Baderkhan Ahmad/DPA

Die Türkei hat eine Offensive in Nordsyrien angekündigt. Mit der Hilfe der USA können die Kurden vor Ort dabei wohl nicht rechnen. Washington hat begonnen, seine Truppen aus dem Gebiet abzuziehen.

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Emderfriese 07.10.2019, 13:28
60.

Zitat von denito41
Die YPG, SDF sind offensichtlich für die westlichen Länder die Guten. Weshalb? Weil sie gegen die vermeintlich schlimmeren Terroristen gekämpft haben. Natürlich nicht uneigennützig, aber was macht das schon. Auch auf die Taliban hat die USA damals gesetzt. Damals waren sie vermutlich auch die Guten, da sie gegen den vermeintlich schlimmeren Feind gekämpft haben. Das hat sich - wie ja jeder weiß - nun längst geändert! Es scheint auch niemanden zu interessieren, dass der Deutsche Verfassungschutz die YPG als Arm der PKK sieht. Ja, auch der CIA. Doch wen interessiert das schon. Die PKK ist ja in Westeuropa eher durch ihre Drogengeschäfte auffällig geworden als durch Anschläge. Offensichtlich kümmert es niemanden, wenn in der Türkei Menschen in die Luft gejagt werden, oder Lehrer und Ärzte durch die PKK verschleppt und getötet. Mal sehen wie groß dann noch die Symphatien wären. Auch interessiert hier auch niemanden die Vorwürfe von Amnesty und HRW bezüglich der Kriegsverbrechen der YPG in Form von Vertreibungen oder Zwangsumsiedlungen der Zivilbevölkerung , der Zerstörung ihrer Dörfer vornehmlich nichtkurdischen Bewohnern; Sowie den Einsatz von Kindersoldaten... Darüber wird ja kaum berichtet. Stattdessen darf man ganz groß lesen: "USA wollen Kurden offenbar nicht verteidigen." Die Terrororganisation YPG wird mit der kurdischen Bevölkerung gleichgesetzt. Das wird weder dem kurdischen Volk gerecht noch der Türkei, die gegen diese Terrororganisation kämpft. Gerade im Zeitalter des Terrors erinnert mich das sehr an Propaganda. "USA wollen Kurden offenbar nicht verteidigen." Schlagzeilen und ihre suggestive Meinungsbildung! Es wirkt, wenn man sich die Lesermeinungen ansieht. Natürlich nicht nur hier.
Nicht alle Kurden sind mit dem Vorgehen der PKK oder auch der YPG einverstanden, und nicht alle Türken stimmen mit der polizeilichen und militärischen Unterdrückung der Kurden überein.
Das stimmt.
Die Frage ist, warum die Türkei den Kurden nicht nur auf eigenem Territorium keine weitgehende Selbständigkeit zugesteht, sondern auch in den angrenzenden Ländern versucht, mit Gewalt jede kurdische Regung zu unterdrücken.
Gewalt erzeugt wieder Gewalt.
Und diesen Krieg kann die Türkei langfristig nicht gewinnen, weil die Kurden eben keine "Bergtürken" sind, sondern ein eigenständiges Volk, das inzwischen im Nordirak und auch in Nordsyrien politisch Fuß gefasst hat.
Nur offene Verhandlungen beider Seiten ohne Vorbedingungen und vor allem Gewaltlosigkeit kann dieses Problem lösen. Mit allen Türken und allen Kurden.

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World goes crazy 07.10.2019, 13:43
61.

Zitat von TheFunk
Zwei Diktatoren unter sich... Die USA lassen ihre Verbündeten vor Ort im Stich... Das sollte man sich genau merken.
Naja wer in ein Geschichtsbuch reingeschaut hat, der wusste eh dass es so kommt...business as usual. Außerdem entsteht so Chaos. Das ist gut für die US-Konjunktur ;)

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hugahuga 07.10.2019, 13:45
62.

Es scheint an der Zeit zu sein, dass der gegenwärtige Status der PKK als Terrororganisation zu überdenken ist. Terror geht von Erdogan aus, das sollte unbestritten sein. Erdogan unterstützte Terroristen mit Waffen und Logistik. Menschen, die sich dem widersetzen , die ihr Leben gegeben haben und geben, um den Terrorismus zu bekämpfen, verdienen unseren Respekt und unsere Unterstützung.

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karljosef 07.10.2019, 13:46
63. Wenn man solche 'Freunde' hat,

braucht man keine Feinde mehr!

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mundi 07.10.2019, 14:13
64.

Zitat von claudio_im_osten
Thats new America - im Ernstfall nicht bereit, die eigenen Verbündeten bei Angriffen zu verteidigen und diese schlicht den türkischen Kanonen zu überlassen. Diese Trumpisten sind eine prinzipien- und gewissenlose Strolche und nur auf den eigenen Vorteil bedacht. Die so genannten "Freunde" auf dieser Welt können sich auf solche Amerikaner an keiner Stelle mehr verlassen. Dazu passt die parallel rausgegangene Meldung einer riesigen Militärübung mit 37.000 Soldaten in Europa. Warum machen wir so etwas mit?
Die Militärübung in Europa ist für die USA wichtiger als im Nahen Osten zu üben.
Auch sind bei uns das Klima und die Verpflegung besser.

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wiseguyno1 07.10.2019, 15:04
65. Falsch!

Zitat von dunnhaupt
[...] Die Türkei ist auch heute wieder Deutschlands NATO-Partner. Wir sind also die Verbündeten der Türken.
Die NATO ist ein Verteidigungsbündnis! Wenn die Türkei also meint, sie müsse einen Angriffskrieg führen, kann bzw. darf sie keine Hilfe aus diesem Bündnis heraus erhalten.
PS: Das muss ja ein immens riesiger Sack voller Dreck gegen Biden gewesen sein, den Erdogan da bei Trump "abgeliefert" hat ...
/Sarkasmus off

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Ventil4tor 08.10.2019, 07:39
66. Trump - nicht USA

Es liegt wohl eher an diesem Präsidenten, der als Partner nichts taugt. Die USA war sonst ein verlässlicher Bündnispartner. Das hat Donald Trump kaputt gemacht. Der sorgt bestens dafür das sich Demokraten und Republikaner vereinen. Außerdem wollen wir uns mal nicht beschweren, denn in vielen Angelegenheiten war wohl eher auf uns und viele weitere NATO-Partner kein Verlaß. Seit Trump im Amt ist, ist die NATO völliges Chaos und das gilt selbst für die USA. Dieser Mann muss raus aus dem White House!

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