Forum: Politik
Drohkulisse am Golf: Iran rüstet sich für den asymmetrischen Krieg
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U-Boote, Luftkissenboote, eine neue Fregatte - Irans Marine rüstet auf. Angesichts der massiven US-Militärpräsenz hat Teheran gleichzeitig die asymmetrische Kriegführung zur Doktrin erhoben. Wie glaubwürdig sind die Drohungen, im Kriegsfall die Straße von Hormus zu blockieren?

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spon-facebook-10000385159 07.12.2012, 03:22
140. Sie können ...

Zitat von zukunft007
im Sinne der "Gewinnler" spult sich stetig das gleiche Geschehen ab. Humanitäre Rücksichten spielten bei den Überlegungen, die zur Beteiligung der USA am Zweiten Weltkrieg, diesem angeblich "guten Krieg", führten, überhaupt keine Rolle. Und es gibt keinen Grund, zu glauben, dass sie ihre ebenfalls als "gute Kriege" ausgegebenen Überfälle auf unglückliche Ländern wie den Irak, Afghanistan oder Libyen aus humanitären Beweggründen gestartet haben – genau so wenig, wie den Krieg, den sie gegen den Iran vom Zaun brechen wollen.
.. ja diese Kriege gerne finden, wie sie wollen. Und mir sind auch die Motive dafür egal, wenn das Ergebnis gut ist. Das war es im Irak mit Sicherheit nicht. Aber ich bin froh, dass der Terrorismus in Afghanistan zumindest ein Stück weit eingedämmt ist. Weil ich gerne mit der S-Bahn fahre, ohne befürchten zu müssen, dass mein Waggon in die Luft fliegt. Ich bin froh, dass in Libyen ein Diktator weg ist, der nicht nur sein eigenes Volk unterdrückt hat, sondern auch die Discothek La Belle in die Luft jagen und in Lockerbie 270 Menschen ermorden ließ. Und ich bin vor allem froh, dass ich weder von einem Führer in der Reichskanzlei regiert werde, noch von einem im Kreml. Sondern dass ich frei wählen kann, von wem ich regiert werden möchte, im Spiegelforum frei meine Meinung schreiben kann und sogar selbst eine Partei gründen kann, wenn mir die vorhandenen nicht gefallen. Und dass deren Mitglieder nicht ins Gefängnis gesperrt würden um ihre Kandidatur zu verhindern. Dafür bin ich jedem einzelnen GI dankbar, der irgendwo zwischen Omaha Beach und der Elbe dafür verreckt ist und der Öl höchstens für seinen Jeep haben wollte!

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jo-swift 07.12.2012, 10:28
141. Auf der Basis von Mackinders Heartland-Theorie?

Zitat von adal_
USA - Erdölland der Zukunft
Davon waren die US-Amerikaner eigentlich immer schon überzeugt. Ihre Strategie war deshalb schon immer, ihre eigenen Ressourcen zu schonen, bis alle anderen Quelle sich dem Ende neigten und sie mit der Ausbeutung der eigenen Erdöllager ihre imperiale Dominanz aufrechterhalten konnten, während alle anderen nur noch in die Röhren, die leeren, schauen mussten.

Bei dem Iran – wie in den anderen Fällen des Nahen und Mittleren Ostens – dreht es sich in erster Linie um geopolitische Interessen der USA, wenn nämlich der wahre Kampf um die Beherrschung des „Herzlandes“ heraufdämmert!
Zitat von
Ein mächtiger Kontinentalstaat, dem alle Errungenschaften moderner Technik zur Verfügung stünden, könnte durch eine Herrschaft über dieses „Herzland“ die Herrschaft über die gesamte „Weltinsel“ erlangen. Mackinder formulierte dies als einen in der Literatur viel zitierten Merksatz: „Who rules Eastern Europe commands the Heartland Who rules the Heartland commands the World Island Who rules the World Island commands the World“ – Mackinder, Democratic Ideals and Reality, S. 106 Unter der „Weltinsel“ verstand Mackinder Eurasien unter Hinzunahme des afrikanischen Kontinents. Die Rohstoff- und Bevölkerungsressourcen dieses Gesamtgebietes würde die Beherrschung der kontinentalen „Randländer“ und sukzessive auch des amerikanischen und australischen Kontinents sowie Japans ermöglichen. ... Den Thesen des US-amerikanischen Geographen Nicholas Spykman, die er kurz vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg formulierte, lag Mackinders Paradigma von der Weltinsel zugrunde. Spykman gelangte zur Ansicht, dass die USA eine anhaltende Kontrolle der Weltinsel vom nordasiatischen Herzland aus verhindern müssten, wollten sie als Seemacht ihre Sicherheit und Unabhängigkeit garantieren. Diese Thesen bildeten den Grundstein für Dean Achesons geographische Formulierung der Containment-Doktrin und beeinflusste auch Henry Kissinger und Zbigniew Brzezinski. -

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nickleby 07.12.2012, 12:13
142. Kriegstreiber Iran

Es ist eine Tatsache, dass der Iran ein Terrorstaat ist, in dem Unterdrückung, Folter, Mord, Diskriminierung und Hetze gegen Israel zur Staaträson erhoben worden ist.
Die Leugnung des Holocausts beweist wie eindimensional und agitatorisch dieser Staat ist.
Diesem Unrechtsstaat kann man nur durch verstärktem Boykott und Unterbindung aller Lieferungen beikommen.

Vielleicht wird man dort dann vernünftig

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criticus nixalsverdruss 07.12.2012, 12:15
143. Wenn Sie ...

Zitat von jo-swift
Auf der Basis von Mackinders Heartland-Theorie? Davon waren die US-Amerikaner eigentlich immer schon überzeugt. Ihre Strategie war deshalb schon immer, ihre eigenen Ressourcen zu schonen, bis alle anderen Quelle sich dem Ende neigten und sie mit der Ausbeutung der eigenen Erdöllager ihre imperiale Dominanz aufrechterhalten konnten, während alle anderen nur noch in die Röhren, die leeren, schauen mussten. Bei dem Iran – wie in den anderen Fällen des Nahen und Mittleren Ostens – dreht es sich in erster Linie um geopolitische Interessen der USA, wenn nämlich der wahre Kampf um die Beherrschung des „Herzlandes“ heraufdämmert!
... die heutige US-Politik an einer politischen Theorie von 1912 messen, sollten Sie bitte auch die Politik der Bundesregierung im Hinblick auf die Ansprüche Kaiser Wilhelms des Zweiten bewerten.
Ich denke, dann wird die Absurdität klar.

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mundi 07.12.2012, 12:27
144. Irak-Afghanistan-Lybien-Ägypten-Syrien-Iran?

Zitat von nickleby
Es ist eine Tatsache, dass der Iran ein Terrorstaat ist, in dem Unterdrückung, Folter, Mord, Diskriminierung und Hetze gegen Israel zur Staaträson erhoben worden ist. Die Leugnung des Holocausts beweist wie eindimensional und agitatorisch dieser Staat ist. Diesem Unrechtsstaat kann man nur durch verstärktem Boykott und Unterbindung aller Lieferungen beikommen. Vielleicht wird man dort dann vernünftig
Da gab es doch den Schah von Persien, gegen den. auch in Berlin, der Westen demonstriert hat.
Während der französischen Revolution wurde auch nicht über Flugverbot nachgedacht.

Wie wäre es, wenn man die Veränderungen den betroffenen Völkern überlassen würde?

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nickleby 07.12.2012, 12:52
145.

[QUOTE=mundi;11510483]

Während der französischen Revolution wurde auch nicht über Flugverbot nachgedacht.

Die Französische Revolution war von 1789-1794 und das Terrorregime Robespierres ist nicht durch ein Flugverbot gestürzt worden, sondern durch den Konvent und z.B. auch durch Fouché
Wenn man einen Kommentar abgibt, sollte man sich überzeugen, ob der Zeitbezug stimmt.

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ein anderer 07.12.2012, 13:19
146. ...

Zitat von criticus nixalsverdruss
... die heutige US-Politik an einer politischen Theorie von 1912 messen, sollten Sie bitte auch die Politik der Bundesregierung im Hinblick auf die Ansprüche Kaiser Wilhelms des Zweiten bewerten. Ich denke, dann wird die Absurdität klar.
Nur ist das System Kaiser Wilhelm oder das System Nationalsozialismus auf dem Müll der Geschichte gelandet, aber das System USA hat sich seit 1912 nicht verändert. Vielmehr kann man beobachten wie die US-Aussenpolitik seit mehr als einem Jahrhundert, mit wenigen kurzzeitigen Abweichungen, einer konstanten Strategie folgt. Das ist natürlich sehr Interessant, wie eine Demokratie mit wechselnden Präsidenten dennoch so geradlinig durch die Geschichte wandelt was man eigentlich sonst nur von regierenden Dynastien kennt.

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mundi 07.12.2012, 13:26
147. Die üblichen Untertitel

[QUOTE=nickleby;11510609] Zitat von mundi
Während der französischen Revolution wurde auch nicht über Flugverbot nachgedacht. Die Französische Revolution war von 1789-1794 und das Terrorregime Robespierres ist nicht durch ein Flugverbot gestürzt worden, sondern durch den Konvent und z.B. auch durch Fouché Wenn man einen Kommentar abgibt, sollte man sich überzeugen, ob der Zeitbezug stimmt.
Danke für die Berichtigung. Sonst hätte ich noch geschrieben, dass das Römische Imperium ohne Flugverbot ein Ende hatte.

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criticus nixalsverdruss 07.12.2012, 13:58
148. Ja, ...

Zitat von ein anderer
Nur ist das System Kaiser Wilhelm oder das System Nationalsozialismus auf dem Müll der Geschichte gelandet, aber das System USA hat sich seit 1912 nicht verändert. Vielmehr kann man beobachten wie die US-Aussenpolitik seit mehr als einem Jahrhundert, mit ....
... es scheint so, als hätte sich Demokratie als recht brauchbare Regierungsform herausgestellt.

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jo-swift 07.12.2012, 14:33
149. Wenn bestimmte Konstanten nicht dem Wandel der Zeiten unterworfen sind!

Zitat von criticus nixalsverdruss
Wenn Sie ... ... die heutige US-Politik an einer politischen Theorie von 1912 messen, sollten Sie bitte auch die Politik der Bundesregierung im Hinblick auf die Ansprüche Kaiser Wilhelms des Zweiten bewerten. Ich denke, dann wird die Absurdität klar.
Es erschreckt immer wieder, wenn man in PISA-Zeiten registrieren muss, dass nicht nur die Sinn erfassende Lesefähigkeit, sondern auch die Kurzsichtigkeit zuzunehmen scheinen. ;-)
Der letzte Absatz des Zitats lautete:
Zitat von
Den Thesen des US-amerikanischen Geographen Nicholas Spykman, die er kurz vor dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg formulierte, Spykman gelangte zur Ansicht, dass die USA eine anhaltende Kontrolle der Weltinsel vom nordasiatischen Herzland aus verhindern müssten, wollten sie als Seemacht ihre Sicherheit und Unabhängigkeit garantieren. Diese Thesen bildeten den Grundstein für Dean Achesons geographische Formulierung der Containment-Doktrin -
Die beiden Letztgenannten als noch lebende Zeitgenossen waren maßgeblich an der Gestaltung der US-Außenpolitik beteiligt und Letzterem hat es auch die BW indirekt zu verdanken, dass man sie glauben machte, die Freiheit und Sicherheit der Deutschen müsste am Hindukusch verteidigt werden.
Man wagt dann eigentlich nicht zu verlangen, die Überlegungen und Thesen Halford Mackinders mit den gegenwärtigen Veränderungen in Nordafrika in Zusammenhang zu bringen und zu sehen, welche Interessen im Hintergrund stehen.

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