Forum: Politik
Drohnenattacke im Jemen: CIA-Angriff auf al-Qaidas Nummer zwei
DPA

Die CIA hat einen Drohnenangriff auf den Anführer der Terrorgruppe al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel durchgeführt. Jemenitische Sicherheitskreise melden den Tod von Nasser al-Wuhaishi, US-Beamte sind sich da noch nicht so sicher.

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Benjamin1965 16.06.2015, 04:56
1. Collateral

Da nehen sich also mal wieder die USA die Freiheit in den Luftraum eines Landes einzudringen, eine Zielperson und x Unbeteiligte zu toeten, Sachschaden anzurichten und Der Spiegel findest das ganz normal.

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Red_Indian 16.06.2015, 06:00
2. Meine Kollegen und ich

in St.Petersburg möchten anmerken, dass es sich bei dem Drohnenangriff im Jemen um einen klaren Bruch des Völkerrechts handelt.

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KingTut 16.06.2015, 06:09
3. großer Erfolg

Sollten sich die Meldungen bestätigen, wofür ja auch die Meldungen von Angehörigen der Terrorgruppe sprechen, dann wäre das ein großer Erfolg im Kampf gegen den Terror. Die USA haben gar keine andere Möglichkeit, als auf diese Weise gegen die Schurken dieser Welt vorzugehen. Sie erweisen auch uns damit einen großen Dienst. Hoffen wir, dass man auch dem IS-Kalifen al-Baghdadi recht bald habhaft wird. Sie alle müssen wissen, dass sie für ihre Verbrechen früher oder später zur Rechenschaft gezogen werden.

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t dog 16.06.2015, 06:33
4. Wieso

sollten die USA den Anführer von Al Quaida Jemen töten? Al Quaida ist Verbündeter Saudi Arabiens. Quasi die einzigen Verbündeten der USA im Kampf gegen die Huthi. Diese Meldung ist eine Ente.

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Spiegelleserin57 16.06.2015, 06:45
5. neue Parole?

erst schießen und dann schauen wen man getötet hat?

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telos 16.06.2015, 06:57
6. Der Terrorismus...

erscheint mir gleich den Symtomen, welche die eigentlichen Ursachen der zugrunde liegenden Erkrankung nach außen zeigen - vorausgesetzt natürlich, dass die Symtome auch richtig gelesen und verstanden werden. Offenbar gelingt es der westlichen Lebens- und Wirtschaftsweise nicht ganz, alle Teile der islamischen Welt von ihrer Lebensweise zu überzeugen. Radikalisierter Terrorismus ist sozusagen die Spitze einer Hilflosigkeit, die nur noch das Vernichten anderer auch auf Kosten seines eigenen Lebens kennt. Ich frage mich, was ist in und mit diesen Menschen im Vorfeld passiert? Das Aug um Auge Spiel bringt die Menschheit nicht weiter, es ist so wie mit den Pilzen. Das wirkliche Geflecht der Pilze liegt verborgen im Boden, auch wenn die an der Oberfläche sich zeigenden Pilze abgeerntet sind. Und jetzt noch einmal auf die Symtome zurückzukommen; zeigt uns der Islam etwas, was unsere westliche Lebenskultur verloren oder weggeworfen hat? Ist die Lebenswelt eines gelebten Islams, eines friedlichen Miteinander nicht doch auch ein geheimer Wunsch der westlichen,"zivilisierten" Welt? Sind wir denn so blind?

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polykratius 16.06.2015, 07:00
7.

Der ganze Islam ist doch eine einzige Parallelwelt zum westlichen, slawischen, asiatischen und Großteil indischen Kulturkreis.

Es ist schon bemerkenswert wie imperialistisch gewalttätig diese Parallelwelt versucht diese anderen Kulturkreise zu durchdringen.

Und es ist ein gut das es die USA gibt die hier Einhalt gebieten denn die weit meisten Menschen der Welt haben wenig Interesse daran im "Gottesstaat" (Höllenstaat?) unter Repression & Scharia Lust zu leben wie unter nationalsozialistischem Vorzeichen dazumal.

Und das die Bezüge IS=SS vorhanden sind wird in permanenter medialer Darstellungskunst versucht umzudeuten.

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question2001 16.06.2015, 07:58
8. Einblick

Dem der nicht nur kluge Kommentare in den Foren abgeben möchte, sondern zuvor etwas Einblick gewinnen, kann ich nur das neue Buch von Morten Storm über seine Zeit als Agent bei AL Kaida empfehlen. Er kannte diesen Wuhaishi und viele andere. Was mich erstaunte war das große Spektrum an Charakteren, die alle bei Al Kaida, und der Idee landeten dass es edle Pflicht sei auch Zivilisten zu ermorden.
Da gibt es den gradlinigen, leicht sentimentalen und hinterwäldlerischen Typ, der in seiner schlichten Seele einfach zutiefst "gläubig" ist, ein Begriff der ja auch in unserem Land von vielen mit großem Respekt benutzt wird. So als ob ein "Gläubiger" per se auf eine höheren Stufe stehe als wir indifferent-ungläubiger Haufen.
Dann gibt es clevere Kerlchen die sogar Naturwissenschaften studiert haben, aber langsam in Richtung Hass abdrifteten, zB. weil sie wie Awlaki mit ihren Sexgeschichten unter Druck gesetzt wurden. Der Verstand nützt dann auch nichts mehr, weil er nur genutzt wird um die mörderischen Gefühle zu rechtfertigen.
Dann gibt es noch den Dorftrottel, Kanonenfutter, der alles glaubt was einen Autorität ihm erzählt, und der im übrigen einfach irgendeinen Job braucht, zur Not eben als Terrorist.
An der Peripherie gibt es es sicher auch noch den westlichen Vorstadtproleten aus z.B. Paris, der ahnt dass es nichts wird mit einem Leben als Rap-oder Fussballstar, und der seinen Wut darüber und seine Hoffnungslosigkeit mit einem großen Knall ausdrückt. Das ist dann der Typus der hierzulande von zartbesaiteten, progressiven Muttis am liebsten ans Herz gedrückt werden möchte, um ihn auf den rechten Weg zurück zu führen.
Dieses widerliche Narrativ vom angeblich zurecht von unserer ach so rassistischen Gesellschaft Frustrierten, dem halt nichts mehr einfiel als harmlose alte Karikaturisten in Stücke zu schießen. Und der angeblich das Phänomen Djihadismus erklärt, heißt – dass wir den angeblich selbst geschaffen haben. Was ich als geradezu pervers empfinde weil so im Namen unserer Werte diese selbst mit Füßen getreten werden.
Denn wenn unser System, das doch auf diesen Werten (Demokratie, Toleranz, usw.) beruht, schuldhaft solche Monster hervorbrächte, dann wäre hätte es sich doch als kraftlos und wertlos erwiesen. Ausserdem halte ich es mit K.Popper dass es keine Toleranz für Intolerante geben darf. Aber sicher wimmelt es hier im Forum bald wieder von Djihad-Versteher-Kommentaren.

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seneca55 16.06.2015, 08:10
9. Das Chaos ist perfekt

Vor 6 Jahren flogen noch Deutsche Touristen nach Aden bis dann der Drohnenkrieg des neuen US-Präsidenten über Yemen startete und die Stämme nicht mehr nur Geiseln zwecks Lösegeldeinnahmen raubten, sondern immer aggressiver wurden und mit der Arabellion 2011 der Bürgerkrieg Shiiten gegen Sunniten befördert wurde. Jetzt sind nach amerikanischem Ruf die Saudis seit 2015 auf den Schlachtfeldern mit ihrem IS im Schlepptau und das allgemeine Morden wird ergänzt mit dem weitergeführten "War against Terror" der USA. Das wird noch 20 Jahre so weiter gehen.

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