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Druck auf Iran in Öltanker-Krise: "Wir glauben nicht, dass jemand anderes das getan h
Uncredited/Tasnim News Agency/AP/DPA

Nach den Vorfälle im Golf von Oman beschuldigen sich verschiedene Länder gegenseitig, die zwei Tanker angegriffen zu haben. Die Briten beharren auf ihrer Sicht, dass Teheran schuldig ist - liefern aber keine Beweise.

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leonardo da v 16.06.2019, 23:30
150. Wir glauben nicht, dass jemand anderes das getan haben könnte

Ich schon! Da fallen mir einige Staaten ein: über Israel, Saudi Arabien und USA - bis hin zu den Großmächten Russland und China. Warum wurden die angeblichen Beweise für die Beteiligung Irans nicht sofort veröffentlicht?

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practicus 16.06.2019, 23:46
151. Der Iran

Zitat von nobody_incognito
Naja, wenn der Iran so viel Angst vor einem Krieg hätte, wäre er wohl auch intensiver um die Wahrheitsfindung bemüht. Dass ein Krieg für "andere" kein Risiko darstellt, ist mal ansichtssache. Also irgendwo in New York, Chicago oder LA sicherlich ein begrenztes für Leib und Leben. Aber ob sich das Ganze wirklich lohnen/rechnen würde, ist eine Frage längerfristiger Zielsetzungen und ob diese nicht auch "günstiger" erreicht werden könnten, wenn es denn schon ein klar definiertes Ziel gibt. Wäre ja auch interessant, wenn die demokratische Öffentlichkeit mehr über ihre^^ eigenen von irgendjemandem geplanten Zukunftsperspektiven erfahren könnte.
hat überhaupt kein Interesse an einer militärischen Eskalation. Zu unterstellen, dass die Revolutionsgarden mit solchen geheimen Aktionen gegen ihre eigene Führung eine militärische Eskalation provozieren, ist sehr gewagt. Andererseits wissen wir ja nicht erst seit der Tonking-Affäre, dass die USA immer gern vermeintlich "feindliche" Aktionen nutzen, um Grund für eine militärische Intervention zu haben.
US-Angaben in solchen Angelegenheiten muss grundsätzlich misstraut werden, die USA haben schon viel zu oft in solchen Dingen gelogen.
Auch Israel hat zweifellos ein ureigenes Interesse, die Spannungen zwischen Iran und den Saudis zu schüren, um den Iran und damit die Hisbollah in Syrien zu schwächen, und kann sich dabei auf die Unterstützung der USA verlassen - auch dabei, die Sache dem Iran unterzuschieben.
Die Saudis würden sich die Hände reiben, wenn es zwischen den USA und Iran knallt.
Sonderbarerweise ist Putin dort der einzige, der keine konkreten Interessen hat, vielleicht aber nur so zum Spaß ein bißchen zündelt...

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see_baer 16.06.2019, 23:51
152. Realität

Zitat von lautlos
Der Schuldige ist derart offensichtlich, dass man sich schon fragt, warum das hier nicht thematisiert wird. Ich habe mehrere Jahre auf einer Fregatte gedient in der Ortung. Wer glaubt, dass der Iran an dieser Stelle Angriffe fremder Mächte auf diese Schiffe nicht bemerkt hätte, der ist deppert. Aktive und passive Sensoren, ganz zu schweigen von Luftüberwachung analog der Amerikaner stellt eine lückenlose Überwachung dar. Wenn es eine fremde Macht gewesen wäre außer dem Iran, niemals an dieser Stelle............
Mein lieber Marineoffizier, hier überschätzen Sie die Möglichkeiten einer drittklassigen iranischen Marine bei weitem.

Als langjährig in diesem Seegebiet tätiger Seemann würde ich die Schuldigen in Saudi Arabien oder den mit den USA verbündeten Mächten suchen - für die Iranischen Revolutionsgarden ist es eine Nummer zu Groß

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2bing 16.06.2019, 23:57
153. Bitte lieber Spiegel bringt dieses Video

https://www.youtube.com/watch?v=MjePsuLneqw

Der Mann hat so recht. Wir sollten kritisch sein.

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lautlos 17.06.2019, 00:05
154. Das?

Zitat von gruen99
Es geht ja gar nicht darum "Sauerreien" zu relativieren. Man ist, ja man sollte eigentlich unbedingt mit deutschem Geschichtshintergrund und nach der Erfahrung mit der US Aussenpolitik so ab Anfang der 50er Jahre über die brandgefährlichen vorschnellen Schuldzuweisungen entsetzt sein. Und, so frei oder unfreidie US Presse auch ist, sie hat durchaus sehr viele Skandale offengelegt. Das ist auch nicht das Problem. Das wirkliche Problem ist, dass nach Nixon (Watergat), Tonkin, Irak (2), Cuba, Iran-Contra, Mudschahedin Unterstützung, Chile, ... es den entscheidenden Strippenziehern immer noch völlig egal ist ob sie später auffliegen. Deswegen zieht das Argument mit der freien Presse gerade in der USA nicht. Ja schlimmer noch: Whistleblower riskieren hohe Haftstrafen in den USA, nicht unähnlich der Türkei oder Russland.
Das meinen Sie nicht im Ernst, oder?

Wann wurde denn Putin das letzte mal durch die Presse in Rußland entlarvt? Ohhhh, in Rußland und in der Türkei werden Journalisten entweder reihenweise gemeuchelt oder ins Gefängnis geworfen. Aber klar, genau wie in Amerika. Und dann landen sie in Area 51. Ich weiß und Sie wissen es!!!!

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Nordschwabe 17.06.2019, 00:08
155. Den Amis glaube ich nur eines:

dass die nämlich mit allen Mitteln einen Vorwand brauchen, mal einen kleinen Angriff auf den Iran zu machen. O.k., die Regierung von Iran sind keine Sonntagsschüler, und ich traue denen auch so einiges zu. Aber diejenigen, die Jamal Khashoggi auf fremdem Territorium ermordet haben, könnten ja auch mal alternative Ideen haben, wie man den gelbhaarigen Idioten gegen ihren Erzfeind ausspielen könnte; nur mal als Beispiel. Ansonsten gibt es genügend andere Gruppierungen und auch Staaten, denen ein solcher Dreck zuzumuten wäre (Mossad wurde da auch schon genannt - Israel ist z.B. mit der allgemein kritischen Einstellung der skandinavischen Länder gegenüber der Behandlung der Palestinenser durch Israel auch nicht gerade entzückt, ein norwegischer Tanker, ja, das gibt zu denken ...). Der Angriff muss von einer neutralen und unabhängigen Institution untersucht werden, ansonsten glaube ich niemanden was. Und was die Briten jetzt in dem Zusammenhang glauben, ist eigentlich genau so Wurst wie die bescheidene persönliche Meinung jedes Stammtischpolitikers. Übrigens darf daran erinnert werden, dass Tony Blair es hinterher zutiefst bereut hat, GB mit in den Irakkrieg hineingezogen zu haben. Hätte eben gut daran getan, die "Beweise" der USA damals kritischer zu betrachten.

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lautlos 17.06.2019, 00:10
156. So

Zitat von PeaceNow
Hat niemand behauptet. Lesen Sie nochmal meinen Kommentar gnau. Sie sollten schon halbwegs in der Lage sein das Gelesene auch zu verstehen, sonst ist jegliche Diskussion zweck und sinnlos. Das Trägersystem, U-Boot, Boot oder Flugkörper, muss zumindest so groß und stark sein, um mind 2, wenn es denn Hellfires o.ä. waren, zu tragen, was insgesamt mind. rd. 100 Kg nur an Waffenlast sind. Somit wären diese leicht zu orten auf diese für Seeziele kurze Entfernung. Nun zu Ihrem dürftigen Kommentar. Die Erdkrümmung ist auf so kurze Distanz gering, abgesehen davon haben die US Kriegschiffe nicht nur sog. Over Horizont Radare, sondern sind eingebunden in die gesamte regionale Luftraumüberwachung incl. U-Boote, Drohnen, AWACS, Satelliten usw. was dazu dient auch auf hunderte Seemeilen Gegner zu orten und zu bekämpfen. 45 Seemeilen sind und bleiben daher eine lächerliche Entfernung, vor allem weil es ja nicheinmal 45 Seemeilen zum Abschusobjekt waren, da dieses sicher nicht direkt vor dem Tanker stand. Fazit, die USA waren es somit entweder selber oder wissen was und wer es war. Das sie es weder selber waren noch weder wissen wer, noch irgend etwas auf dem Radar haben, bewegt sich im Bereich von unmöglich.
So ein Unsinn. Nie zur See gefahren der Herr. In der OPZ eines großen Kampfschiffes herrscht Hochbetrieb und Verunsicherung in einer so viel befahrenen Wasserstrasse. Nur die besten können in dem Echochaos Sinn stiften. 45 sm ein Klacks???? Null Ahnung haben Sie............

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hansriedl 17.06.2019, 00:11
157. Trump zündelt am atomaren Pulverfass

Der Bruch der Atomvereinbarung mit Iran birgt die Gefahr einer neuen Eskalation am Golf. Die Zeit drängt, gegenüber Teheran eine breit abgestützte Strategie zu finden, die nicht nur von den Launen im Weissen Haus getrieben wird.
China, Indien und Südkorea sind die größten Abnehmer iranischen Erdöls. Ein Importverbot würde vor allen ihre Wirtschaft treffen.
Bei China, den neuen Erzfeind Trumps ist dies sicherlich gewollt.
Die Allianz für den Irankrieg, die bösen vier, USA, Der Pudel GB, Israel
u. Trumps bester Freund der Prinz stehen parat.
Es ist an der zeit für den Rest der Welt, eine Allianz gegen diese Allianz zu schmieden.
Ein erneuter Ansturm von Millionen Flüchtlingen würde die EU nicht
verkraften.

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lautlos 17.06.2019, 00:14
158. Sorry

Zitat von gruen99
Sorry, Wehrpflicht geleistet, Mehrfach in Emirates und auch einfach Bahrain, Kuwait, Oman abgefahren. Glauben Sie mir einfach, ich hab Ahnung, aber der depperte Vorschlag, Iraner könnten noch mehr Aufklärung als die USA, und das in diesem Zusammenhang, na da musste ich gegenhalten. Sie verstehen, Sergant !
Sorry auch an Sie. Keine Ahnung was Sie gelesen haben. Aber der Vorfall war in küstennähe und in iranischem Hoheitsgewässer. Waren Sie einmal z. B. im Ärmelkanal in der OPZ? 100% nicht. Die Amis hatten ja ne Drohne in der Luft. Aber in iranischen Hoheitsgewässern haben sie wohl nicht so viele Sonar- und Horchbojen wie die Iraner. Auch keine langestütze Aufklärung werden sie dort haben. Die Amerikaner überwachen 7 Weltmeere, keine Ahnung was das mit den paar Metern an der iranischen Küste zu tun hat.......

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see_baer 17.06.2019, 00:15
159. Schaun wir mal auf diese Video von dem Iranischen Boot

sieht aus wie eine Drohnenaufnahme - ist auf jedem Fall nicht von dem angegriffenen Schiff aus aufgenommen.

Wer wußte hier vor dem Vorfall, wo er mit der Drohne zu suchen hatte?

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