Forum: Politik
Dürre in Äthiopien: Später Regen
Jens Grossmann / Welthungerhilfe

Äthiopien durchleidet die schwerste Dürre seit 50 Jahren. Zwar hat es nun angefangen zu regnen, aber die Folgen der Trockenheit werden lange nachwirken. Das liegt auch an Fehlern der Regierung.

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hansulrich47 11.05.2016, 09:35
1. Der vorletzte Satz ist wichtig!!!

Eine durchdachte Familienplanung. Leider steht im Artikel kein Wort darüber, wieviele Menschen früher in der Region gelebt haben. Vermutlich erheblich weniger. Dieses aride Land kann schlicht nur wenige Menschen ernähren. Es hilft auf Dauer eben nicht, immer tiefere Brunnen zu bohren. Die Grenzen des Wachstums erlauben es schlicht nicht auf unserer Erde planlos Kinder in die Welt zu setzen. Die Vorhersage für Afrika ist eine Verdopplung der Bevölkerung in wenigen Jahren von 500 Millionen auf 1 Milliarde. Hungersnöte sind so programmiert. Und Massenwanderungen in Richtung Europa auch. Mich irritiert, dass dies kein "Entwicklungspolitiker" offen als Problem anspricht. Nur Geburtenkontrolle wird Wohlstand für wenige bringen, unbegrenztes weiteres Wachstum dagegen Armut und Hunger für fast alle! Unsere Überschüsse dort hinschicken löst das grundsätzliche Problem nicht!

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uweschmitz 11.05.2016, 09:39
2. das Problem ist der Mensch

sein wir doch mal ehrlich!

der Mensch ist das Problem, es gibt einfach zu viele!

Es wird uns eingeredet: besser Produktivität heißt mehr Verpflegung, aber irgendwann kann unser Kosmos nicht mehr aufnehmen. Warum immer mehr und mehr?

die Lösung stand ganz zum Schluß, fast verlegen!

Bildung und vor allem Familienplanung!

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von winkelried 11.05.2016, 10:00
3. Unfähige Regierung

In Äthiopien ist in den letzten 50 Jahren 98 Prozent des Waldes abgeholzt wurden. Die Bevölkerung hat sich vervierfacht. Die Herden überweiden alles. Die Regierung ist autokratisch. Ist doch kein Wunder dass da eine Dürre herrscht? Immerhin konnte die Geburtenrate langsam gesenkt werden.

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FrankBennesch 11.05.2016, 10:03
4. So ist das nun mal

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten etwa 11 Millionen Menschen in Äthiopien, bis 1960 hat sich die Bevölkerung auf etwa 22 Millionen Menschen verdoppelt, um 1987 lebten etwa 44 Millionen Menschen im Land und für das Jahr 2010 wurden 80 Millionen geschätzt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Äthiopien

Wo soll das Land herkommen um die Bevölkerung zu ernähren. Das ist leider fast überall so, bei Staaten, die auch Wüsten bzw. Halbwüsten haben. Irgendwann ist ein Punkt erreicht, da kann das zur Katastrophe werden, wenn der Regen aus bleibt. Durch Platz schaffen von Ackerfläche etc., wurde auch der Wald gerodet, der als Wasserspeicher fungieren soll, sowie durch Brunnen ein absenken des Grundwasserspiegels.
Solche Länder haben dann Probleme ihre eigene Bevölkerung zu ernähren. Mann sieht ja noch die Auswirkungen von der Bronzezeit/Eisenzeit um den Mittelmeerraum, die Natur hat sich bis heute nicht mehr erholt - und das ist schon ein paar Tage her.
Also, was sollen Spenden bringen außer kurzfristige Linderung.

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peter_freiburg 11.05.2016, 10:05
5. Vermehrung

Die Menschheit vermehrt sich in manchen Regionen viel zu schnell. DAS ist das größte Problem der Menschheit. Nicht Klimawandel, nicht Kriege oder Konflikte.
Wie will man die alle adäquat ernähren, versorgen etc.?

Darf man als Politiker aber nicht sagen...

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Lisa_can_do 11.05.2016, 10:08
6. Besuch

Bei meinem Besuch in M'ekele, Großstadt im Nord-Osten im Uniklinikum konnte ich lernen, wie sehr das Thema Ernährung bis in jeden medizinischen Bereich Einfluss hat. Aber das Management, die unfassbar starren politischen Strukturen, eine nicht vorhandene Bürokratie, nichts ist irgendwie organisiert und strukturiert. Übertrieben "sozialistisch" mit hohen Ansprüchen der Arbeitnehmer. So fand ich zum Beispiel die Kinderstation und auch die Intensiv-Station ohne Ärzte und Pflege über die Mittagszeit, weil jeder AN die Klinik verlässt, um zu Hause Mittag zu kochen und zu essen. Die Klinik schafft es nicht, eine Cafeteria mit Essenpreisen zu installieren, die jeder bezahlen kann. In M'kele bis hin zu Adis befindet sich das Land im Mittelalter und das bei relativ gut ausgebildeten (und sehr sympathischen) Leuten. Korruption, fehlende Strukturen und eine sozialistische Ausprägung, die man sich eigentlich nicht leisten kann. Und deutsche Strukturen (wie DAAD) unterstützen dieses Chaos leider. Natürlich gibt es auch viele deutsche Organisationen, die viel machen, viel gutes, aber alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein, weil fast alles Gute im Sand verläuft, im wahrsten Sinn des Wortes....

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Msc 11.05.2016, 10:09
7.

Solange die Bevölkerung wächst, gibt es keine Hungersnot. Menschen wachsen und vermehren sich nicht, wenn sie nichts zu essen/trinken haben. Sie sterben dann. Tragische Einzelfälle, wenn jemand hungert, aber statistischer Unsinn.

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ein-berliner 11.05.2016, 10:18
8. Genau, das ist das Problem

Zitat von sunsan
wenn sich die Äthiopier nicht innerhalb der letzten 50 Jahre in der Anzahl vervierfacht hättmn. Laut UN-Statistiken betrug die Anzahl der Menschen 25,0 Mio. im Jahre 1966 und 99,3 Mio. im Jahre 2015. Wer sich also in einem ariden Land ungeniert vermehrt, den Naturgesetzen zuwiderläuft, keine Geburtenregelung einführt, braucht sich nicht beklagen, wenn bei regelmässig auftretenden Dürren und auch sonst täglich tausende Kinder verhungern.
Die Welthungerhilfe sollte sich um eine wirkungsvolle Geburtenkontrolle kümmern und nicht um die dauerhafte Durchfütterung von immer mehr Hungerleider. Sonst wird sich nie etwas ändern, Hilfe geht nur durch Selbsthilfe.

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mona_k. 11.05.2016, 10:21
9. 40 Jahre Welthungerhilfe

Wo ist das ganze Geld denn hingeflossen? Die Regierungschefs Äthiopiens müssen bestimmt nicht hungern. Die Probleme (Überpopulation) sind hausgemacht und können nur im Land selbst gelöst werden. Aber sag das mal einem ungebildeten Nomaden! Viele Kinder bedeutet für die Reichtum!

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