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Dürre in Ostafrika: Wie es zur Jahrhundertkatastrophe kam

Tausende Menschen drohen zu verhungern, Millionen Männer, Frauen und Kinder sind bedroht und auf Hilfe angewiesen: Die Uno warnt vor einer Jahrhundertdürre in Ostafrika. Wie konnte es zu der Krise kommen?

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heinrichp 13.07.2011, 15:32
1. Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung

Zitat von neuroheaven
mein gott, das thema ist doch schon soooo ausgelutscht. das war schon in meiner schulzeit so, dass "die da unten" alle am verhungern sind. na und. leben doch immer noch. und draus gelernt haben sie anscheinend auch nix. ich werde, auf meinen individualluxus sicher nicht verzichten. schönen tag noch.
Brauchen Sie auch nicht, keiner will ihnen was wegnehmen. Selbst wenn ich hungern würde, von ihnen würde ich nichts annehmen, lieber würde ich sterben.
Die Beseitigung von Hunger und Elend als moralischer Imperativ unserer Zeit. Das aufrüttelnde Plädoyer des engagierten Globalisierungskritikers.
„Jean Zieglers neues Buch ist ein ungemütliches Buch. Es berichtet über Dinge, die wir als wohlhabende NordländerInnen lieber nicht wissen möchten.“
JEAN ZIEGLER
Das Imperium der Schande
Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung
"Mit Politik und Diplomatie rechnet Jean Ziegler inzwischen nicht mehr. Stattdessen setzt er, ganz Sozialromantiker ob des Welthungers, auf das ganz persönliche Gefühl der Scham. Wohl vergeblich. Wir schämen uns über andere Dinge. Zum Beispiel darüber, dass unsere Kinder, trotz teurer Nachhilfestunden, es nicht auf das Gymnasium schafften. Dass wir noch immer ein altes Auto fahren. Oder dass unsere neue Hose schon wieder eine Nummer größer ist, weil auch die zehnte Hungerkur nicht geholfen hat." (Weltwoche )

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sappelkopp 13.07.2011, 15:33
2. Dreister Beitrag....

Zitat von neuroheaven
mein gott, das thema ist doch schon soooo ausgelutscht. das war schon in meiner schulzeit so, dass "die da unten" alle am verhungern sind. na und. leben doch immer noch. und draus gelernt haben sie anscheinend auch nix. ich werde, auf meinen individualluxus sicher nicht verzichten. schönen tag noch.
...den sie da vom Stapel lassen. Er ist exemplarisch für unsere System. Wir leben auf Kosten der Armen der Welt und kriegen den Hals nicht voll. Wenn sie dann Hilfe brauchen, wenden wir uns ab.
Insofern sind Sie nur ein Beispiel für unser Land, ein armseliges zwar, aber ein Beispiel.

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papayu 13.07.2011, 15:34
3. Angela(die)nette

hat spon(tan) eine Million Euro gespendet, nein nicht sie, WIR! Da kommt nicht ein cent am Bestimmungsort an.
Wie lange haben wir eigentlich schon ein Entwicklungsministerium?? Und wieviele Milliarden sind schon nach Afrika geflossen?? Nasenbohrer, nicht Brunnenbohrer allesamt. Wollten da Weizen anbauen, anstatt Hirse.
Aber vielleicht kommt die Spende ja bald wieder zurueck in Form von Kaeufen. So drei Maybachs waeren doch schon drin.

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heinrichp 13.07.2011, 15:35
4. die Probleme nicht an den Wurzeln anpackt.

Zitat von sysop
Tausende Menschen drohen zu verhungern, Millionen Männer, Frauen und Kinder sind bedroht und auf Hilfe angewiesen: Die Uno warnt vor einer Jahrhundertdürre in Ostafrika. Wie konnte es zu der Krise kommen?
Die Wüstenbildung nimmt rasant weiter zu, die grüne Welle, also die Ausbreitung des Regens vom Äquator, zieht sich seit den sechziger Jahren Jahr für Jahr stärker nach Süden zurück. Zugleich wird in Zentralafrika der Urwald im großen Umfang abgeholzt. Naturschätze und Rohstoffe vieler Länder sind Objekt der Begierde großer Staaten, insbesondere Edelmetalle und mineralische Ressourcen. Afrika ist von einem neuen, von einem ökologischen Kolonialismus bedroht.

Natürlich müssen sich auch die Afrikanerinnen und Afrikaner selbst weitaus mehr um den Schutz der Natur, um mehr Gerechtigkeit und um eine selbst tragende wirtschaftliche Entwicklung bemühen. Afrika muss mit Korruption und Unterdrückung aufräumen. Internationale Firmen dürfen sich nicht länger wie Kraken aufführen.
Aber dafür brauchen die Menschen dort auch die Freiheit, einen eigenständigen Weg gehen zu können.

Tatsache ist, dass die Afrikaner die Hauptbetroffenen des vom Menschen verursachten Klimawandels sind, obwohl sie selbst nur wenig dazu beigetragen haben. Heute ist Afrika der Testfall für globale Verantwortung.
Klimaschutz ist kein Selbstzweck. Er ist die Voraussetzung, dass die Menschheit nicht ins Unglück stürzt. Vor allem die Europäerinnen und Europäer werden massiv betroffen sein, wenn es, wie absehbar, zu massiven Flüchtlingsbewegungen kommt. Die Frontex, die europäische Polizei zur Verhinderung einer großen Flüchtlingswelle, kann dagegen nichts ausrichten. Zumal sie die Probleme nicht an den Wurzeln anpackt.
http://die-welt-der-reichen.over-blog.de/

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Jurx 13.07.2011, 15:39
5. Mehr Biosprit - mehr Hungertote

Wenn auf der Welt immer mehr Agrarflächen für den Anbau von Arar-Energiepflanzen genutzt werden, zur Beimischung als "Bio-Sprit" (z.B. E10 im Superbenzin), dann fehlen diese Agrarflächen für die Nahrungsmittelproduktion.

Knappheit führt zu steigenden Preisen.
Wer sich die steigenden Preise nicht leisten kann, der verhungert.
Die im Artikel angeprangerte Mißwirtschaft gibt es nicht nur in den katastrophal geführten Ländern am Horn von Afrika, die Mißwirtschaft ist global - und sie wird von den führenden Industrienationen forciert!

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Politikum 13.07.2011, 15:40
6. ...

Egal wie viele Lebensmittel in die Krisengebiete gebracht werden, nächstes Jahr ist der Hunger genauso wieder da. Ich glaube nicht, dass die Weltgemeinschaft angesichts eigener Probleme genügend Mitleid aufbringen wird, um ganze afrikanische Staaten mit Lebensmitteln zu versorgen.

Dass ein paar Industriestaaten recht luxuriös auf Pump leben, bedeutet ja nicht, dass die es sich auf Dauer leisten können, einen ganzen Kontinent zu füttern.
Man muss es leider so hart sagen: je weniger Hunger, desto mehr Kinder werden geboren/überleben. Je mehr Kinder allerdings, desto größer der Hunger im nächsten Jahr. Das ist ein Fass ohne Boden. Ein seit Jahrzehnten existierendes Problem, das noch niemand lösen konnte.

Ein Dilemma, fürwahr. Egal, wieviele Tonnen Grundnahrungsmittel gespendet werden, es wird immer eine gewisse Teilmenge am untersten Ende der Hierarchie hungern.

Und den Nachwuchs an Kindersoldaten für die Bürgerkriege sponsern - nein danke. Solange noch Geld für Waffen da ist, kann davon auch Mais usw. gekauft werden.

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leuca11 13.07.2011, 15:41
7. Unglaublich!

Zitat von neuroheaven
mein gott, das thema ist doch schon soooo ausgelutscht. das war schon in meiner schulzeit so, dass "die da unten" alle am verhungern sind. na und. leben doch immer noch. und draus gelernt haben sie anscheinend auch nix. ich werde, auf meinen individualluxus sicher nicht verzichten. schönen tag noch.
Leider gibt es in unserer Welt wohl immer Vollidioten wie Sie.
Verblödeter kann man nicht mehr argumentieren, oder?
Also wenn ich mir nur schon die Fotostrecke anschaue, speziell das erste Foto, bekomm ich eine Gänsehaut.
Und was macht unser Murksel gestern?...sichert schnell eine Million € Soforthilfe zu.
Die Hauptsache ist wir fangen Grossbanken mit Millarden auf.

Wenn es konsequent in den letzten 30 Jahren Geld nicht nur zur direkten Bekämpfung des Hungerleids verwendet worden wäre, sondern auch in die Schaffung von Perspektiven, dann denk ich würden wir heute keinen Beitrag wie diesen imSPON lesen müssen.

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SaschaRB 13.07.2011, 15:44
8. Afrika interessiert leider niemanden mehr

Aus der konfortablen Sicherheit unserer Wohnzimmer ist es so leicht, die Menschen in Afrika einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Interessant - aus wirtschaftlicher Sicht - ist Afrika für den westen nicht. Daher ist es einfach nur zynisch, wenn Frau Merkel großzügig 1 Mio. EUR zusagt. Sie hätte auch 10x500ml Volvic spenden können, das hätte den gleichen Effekt. Aber: Hauptsache, wir haben Kohle um heruntergewirtschaftete Banken zu retten...

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Zereus 13.07.2011, 15:51
9. ...

Also müssen wir jetzt zehntausende Tonnen Hilfsgüter ans Horn von Afrika schicken, auf dass auch der letzte Bewohner der Region sich daran gewöhnt, dass das Essen und das Wasser aus Transportflugzeugen irgendwelcher westlichen Länder kommt.

Herauskommen wird das Gleiche wie nach der Erdbebenkatastrophe von Haiti: Auch nach Jahren wird sich vor Ort absolut nichts zum besseren geändert haben, man wird ja schon irgendwie vor dem Hungertod bewahrt und das Zelt der UN ist so unbequem eigentlich garnicht - eigentlich sogar viel besser als die Lehmhütte, die man vorher bewohnt hat. Es wird also auch in einigen Jahren keinen Grund für die Menschen dort geben, ihre Probleme selbst lösen zu wollen.

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