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Dürrekatastrophe in Ostafrika: Bürokraten vereiteln Hilfe für Hungernde

Das Camp Dadaab in Kenia ist das größte Flüchtlingslager der Welt. 400.000 Menschen drängen sich in den überfüllten Hütten - und täglich kommen mehr Hungernde aus Somalia. Hundert Meter nebendran steht ein riesiges Lager mit Strom- und Wasseranschluss: menschenleer. Die Behörden wollen es so.

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baharini 27.07.2011, 18:39
1. kidu kidogo

Zitat von sysop
Das Camp Dadaab in Kenia ist das größte Flüchtlingslager der Welt. 400.000 Menschen drängen sich in den überfüllten Hütten - und täglich kommen mehr Hungernde aus Somalia. Hundert Meter nebendran steht ein riesiges Lager mit Strom- und Wasseranschluss: menschenleer. Die Behörden wollen es so.
gebt dem kibaki (kenyanischer president) 1mio € und das dorf ist morgen auf.
das ist der haken an der sache.

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hanspeter.b 27.07.2011, 18:40
2. kann man verstehen

Im Artikel steht doch die Erklärung

Zitat von
Zum einen könnten die Behörden wohl befürchten, dass sich Extremisten der somalischen Shabab-Milizen unter die Flüchtlinge mischen und nach Kenia einsickern. Zum anderen sorgen sie sich wohl, dass noch mehr vertriebene Somalier dauerhaft im Land bleiben.
Wer will schon Millionen Elends-Flüchtlinge und radikale Spinner vermutlich für die nächsten Jahrzehnte im Land haben.

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Umbriel 27.07.2011, 18:47
3. So ists eben

Somalia & Co sind eben so, ist nichts Neues. Nur weil jetzt zufällig mal ein paar Reporter da auftauchen, wird die afrikanische Normalität zur Neuigkeit erkoren.

In Afrika gibts Schandtaten vergleichbar Norwegen-Wahnsinnstat im Prinzip im Stundentakt, aber es ist keinem eine große Träne wert, weil man nichts tun kann, ohne schmutzige Finger zu bekommen.

In Afrika effektiv helfen wäre in vielen Regionen nur mit Gewaltmonopol und Krieg sowie Bereitschaft zur Durchsetzung eigener Überzeugungen gegen den Willen anderer möglich.

Da Kolonialismus allerdings als total Out gilt, da niemand den Multikulti-Kult anfassen will, wird sich auch nichts machen lassen.

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weltbetrachter 27.07.2011, 18:47
4. unvorstellbar

Wenn man diesen Bericht liest, dann kommen einem die "Probleme rund um den EURO" vor wie Sandkastenspiele im Kindergarten.

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hansjoki 27.07.2011, 18:50
5. überrascht diese "Erkenntnis" ?

Zitat von sysop
Das Camp Dadaab in Kenia ist das größte Flüchtlingslager der Welt. 400.000 Menschen drängen sich in den überfüllten Hütten - und täglich kommen mehr Hungernde aus Somalia. Hundert Meter nebendran steht ein riesiges Lager mit Strom- und Wasseranschluss: menschenleer. Die Behörden wollen es so.
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was mag wohl die Ursache für solch (nihilistisches) Fehlverhalten sein ???

Um nicht alle Ursachen erneut "herunterbeten" zu müssen, möchte ich nur auf die eher skandalöse Entwicklungshilfe-Politik der westlichen Staaten verweisen...
So erwarteten beispielsweise westliche Bürokraten (geradezu als "Naturgesetz"), dass die Menschen der Entwicklungs- länder dank des "Geldbeutels" aus einem mittelalterlichen Status (Bildung, Ökonomie, Demokratie) mit einem RUCK ins JETZT "geschleudert" werden.
Dass auf diese Weise gleichfalls ethische Prinzipien und Humanität der jeweiligen (dortigen) Machthaber als Manko zu verbuchen sind - wen wundert dies ?

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aufundabgeklaert 27.07.2011, 18:50
6. Bürokraten wollen es so

Falsch, die (Medien)- Industrie will es so.
Sehr empfehlenswert und erhellend: Linda Polman, Die Mitleidsindustrie
Das Problem lässt sich selbst in einem Buch nicht erhellen und in einem Artikel erst recht nicht.

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gerd1407 27.07.2011, 18:55
7. Zitat von Eugen Drewermann

"....Die Menscheitsvermehrung drückt auf die immer enger werdenden Wände dieser Welt und führt zu Brechungen immer größeren Elends,.....
Würden wir uns einmal vorstellen, dass unsere Lebensart sich über den Erdball ausbreiten würde, gerecht und allgemein so verteilt, das sie jeden erreichen könnte, dann würde beim derzeitigen Stand der Technik die Welt schon auseinander brechen, wen wir noch den Bevölkerungsstand von vor 40 Jahren hätten......"

Zitat aus WOZU RELIGION

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gaga007 27.07.2011, 18:58
8. Warum spenden ?

Der größte Empfänger von Spenden ist der afrikanische Kontinent. Eine Nachhaltigkeit der Spenden ist hier allerdings nicht immer gegeben, da die Regierungen vieler afrikanischer Länder in der Regel ihr Budget für die einzelnen Haushalte Bildung, Verkehr, Gesundheit, Wasserversorgung etc. auch in dem Maße kürzen, wie sich die Spendenvolumen aus dem Ausland vorher abschätzen lassen. Selbstbedienung der Politiker und Verwaltung (Versickerung), hohe Rüstungsausgaben und Prestigeprojekte ohne wirtschaftlichen Nutzen stehen an der Tagesordnung.

In vielen Regionen, in denen die Nothilfelieferungen über Jahre Routine angenommen haben, wissen die Menschen nicht mehr, wie man anbaut, lagert, verarbeitet und konserviert. Die subventionierten Lebensmittel und Kleider etc. unterlaufen zudem die heimische Wirtschaft, da die Bauern und Produzenten den industriellen importierten Massenwaren preislich und qualitativ nichts entgegenzusetzen haben.

Insgesamt ist das Spendenwesen kaum nachhaltig, da zwar stets regional geholfen wird, aber in der Regel eben diese Hilfen keine Nettowertschöpfung bedeuten bzw. eine additive Ergänzung für die afrikanischen Staatshaushaltsausgaben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Spende

Wenn man dann in den Medien verfolgen kann, dass es zwar einen Mangel an Nahrungsmitteln gibt, aber niemals fehlt es an Waffen und Munition.

Da machen weitere Spenden keinen Sinn !

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knochenmann 27.07.2011, 19:04
9. Einige Fragen...

... bleiben offen! Ich möchte nicht sarkastisch wirken, aber was bringt es auf Dauer, Lebensmittelhilfe in eine Region zu pumpen, die per se und von Natur aus diese Anzahl an Menschen nicht selbstständig versorgen kann, in eine Region, welche von Stammeskriegen geprägt ist und wo islamistische Randgruppen jede Hilfe blockieren, abgesehen von der dort herrschenden Korruption, die zum umgehen wohl mehr Mittel verschlingt als die Hilfe an sich! Wohlgemerkt: Die Menschen tun mir leid, die dort jetzt vor sich hin vegetieren müssen!!! Nur: Es bringt nichts, jetzt dort Lebensmittel für ein kurzfristiges Überleben einführen zu wollen, weil langfristig keine Chance besteht, dieser Masse an Menschen dort eine Zukunft zu sichern! Ich vermag es bis heute nicht zu verstehen, warum in dieser Region Frauen und Familien mit 3 oder 5 Säuglingen im Arm in irgendwelchen Flüchtlingscamps auftauchen, wohlwissend das den Kindern keine Zukunft offen steht und sie nicht einmal wissen, wie sie auch nur eines vernünftig ernähren! Die Bilder fast verhungerter Kinder mögen Mitleid erzeugen: Nicht bei mir! Ich habe für die Flutopfer in Pakistan gespendet, das war ein Unsegen von oben! Dem Aufruf die Hungerhilfe in Afrika zu unterstützen verweigere ich mich, das Problem ist hausgemacht!

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