Forum: Politik
Dürrekatastrophe in Ostafrika: Bürokraten vereiteln Hilfe für Hungernde

Das Camp Dadaab in Kenia ist das größte Flüchtlingslager der Welt. 400.000 Menschen drängen sich in den überfüllten Hütten - und täglich kommen mehr Hungernde aus Somalia. Hundert Meter nebendran steht ein riesiges Lager mit Strom- und Wasseranschluss: menschenleer. Die Behörden wollen es so.

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gerd1407 27.07.2011, 19:51
20. Oh Gott,

Zitat von Newspeak
Na ja, besonders geistreich ist Drewermann nicht. Er beschreibt ein Problem, aber versucht er sich auch an der Lösung? Gerade die christliche Religion trägt doch in vielfacher Weise zu den Problemen Afrikas bei. Die Überbevölkerung ist Teil einer Politik auf katholischer Seite, Kondome zu verteufeln. Gleichzeitig hat man sich immer gern mit den jeweiligen Machthabern gemein gemacht, natürlich nur zum Besten, und dabei die Afrikaner ständig nur bevormundet. Man sollte sämtliche Missionen schließen, sämtliche Hilfskräfte abziehen, außer vielleicht ein paar Technikern und solchen, die echte Aufbauhilfe leisten können, indem sie den Afrikanern zeigen, wie man es macht, statt es für sie zu tun. Afrika kann sich nur selber helfen. Jede Hilfe von außen hält die Menschen nur noch länger unmündig.
da wagt es endlich ein katholischer Theologe Fragen aufzuwerfen die der Katholischen Kirche unangenehm sind und die sie weit von sich weist, er wagt es in diesen Fragen zu denken und sie bezeichnen ihn als nicht geistreich. Eigentlich würde ich dies, gerade in Bezug auf Drewermann als Geistesarm bezeichnen. Vielleicht hätte ich aber auch die Frage dazu zitieren sollen: "Spielt die wachsende Weltbevölkerung nicht auch eine entscheidende Rolle in diesem System?....Wie beurteilen sie das Szenario der Zukunft, das sich daraus ergibt?".

Ich denke Drewermann denkt und fragt unbequem. Ihn deshalb als nicht geistreich zu bezeichnen...na ja

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Vergissesnicht 27.07.2011, 19:56
21. Menschliche Interessen?

Zitat von franks meinung
Die Weltgemeinschaft müsste nur einmal konsequent handeln. Alle kenianischen Regierungsmitglieder in allen Ländern zur unerwünschten Person erklären und alle Auslandskonten einfrieren. Innerhalb von 24h würden mindestens 400.000 Menschen in diesem Flüchtlingslager wohnen. Garantiert! Aber was will man schon von Politikern erwarten, die nur die eigene Karriere im Hinterkopf haben und nicht mal eine Dissertation alleine und ohne Betrug bewältigen? Hier muss man sich nicht lange hinter diplomatischen Floskeln verstecken. Es geht um zig tausende Menschenleben. Gibt es Interessen, die wichtiger sind? Ich denke, nein. Also wäre jeder Christ und Muslim zum Handeln gezwungen. Die UNO mit ihrer blau behelmten Schlumpfenarmee sollte man besser abschaffen. Kostet viel und leistet wenig.
Es gibt keine Interessen, die wichtiger sein könnten, als Menschenleben zu retten.

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serottner 27.07.2011, 19:56
22. Für Ihre Sicht der Dinge...

Zitat von knochenmann
... bleiben offen! Ich möchte nicht sarkastisch wirken, aber was bringt es auf Dauer, Lebensmittelhilfe in eine Region zu pumpen, die per se und von Natur aus diese Anzahl an Menschen nicht selbstständig versorgen kann, in eine Region, welche von Stammeskriegen geprägt ist und wo islamistische Randgruppen jede Hilfe blockieren, abgesehen von der dort herrschenden Korruption, die zum umgehen wohl mehr Mittel verschlingt als die Hilfe an sich! Wohlgemerkt: Die Menschen tun mir leid, die dort jetzt vor sich hin vegetieren müssen!!! Nur: Es bringt nichts, jetzt dort Lebensmittel für ein kurzfristiges Überleben einführen zu wollen, weil langfristig keine Chance besteht, dieser Masse an Menschen dort eine Zukunft zu sichern! Ich vermag es bis heute nicht zu verstehen, warum in dieser Region Frauen und Familien mit 3 oder 5 Säuglingen im Arm in irgendwelchen Flüchtlingscamps auftauchen, wohlwissend das den Kindern keine Zukunft offen steht und sie nicht einmal wissen, wie sie auch nur eines vernünftig ernähren! Die Bilder fast verhungerter Kinder mögen Mitleid erzeugen: Nicht bei mir! Ich habe für die Flutopfer in Pakistan gespendet, das war ein Unsegen von oben! Dem Aufruf die Hungerhilfe in Afrika zu unterstützen verweigere ich mich, das Problem ist hausgemacht!
...reicht ein gut ausgebildetes Rückenmark. Wozu sich also mit einem Kilo schweren Hirn belasten, das einen darauf aufmerksam machen könnte, dass Europa und der Rest der entwickelten Welt erheblichen Anteil an dem afrikanischen Desaster hat. Mit Verträgen, die Europa mit den korrupten Regimen gemacht hat werden die Afrikanischen Küsten leergefischt. Die billigen Lebensmittel, die aus Europa nach Afrika geschickt werden, machen eine eigene agrare Wirtschaftsstruktur unrentabel.Der Dreck, der gerade vor Somalias Küsten seit Jahren von der internationalen Schifffahrt ausgfekübelt wird hat sicher auch nichts mit dem Exodus der natürlichen Ressourcen zu tun?! Und jetzt fragen Sie sich mal, was ein "hausgemachtes Problem" ist.Es scheint mir in jedem Fall schon mal das fehlende Interesse über Ursachen und deren Wirkungen nachzudenken. Dass Sie mich nicht falsch verstehen. Ich habe überhaupt nichts für afrikanische Despoten übrig. Allerdings auch nicht für populistisches Geschwurbel im Netz. Sie sollten sich entweder etwas schlauer machen, oder bei Themen wie Fußball oder Formel 1 bleiben.

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nbwDocSnyder 27.07.2011, 20:00
23.

Zitat von Hook_
Nicht mehr lange und die Menschenströme stehen vor Europas Küsten. Die Sprüche derjenigen, die jetzt über die Kenianer lästern kennen wir bereits aus den Vorfällen mit den Flüchlingsströnen über Griechenland und zB über Italien nach Europa. Mal schauen, wie verroht unsere Zivilisation bis zu diesem Zeitpunkt noch wird und wir dann mit diesen Mitmenschen auf Mutter Erde machen. Bei der kaputten Gesinnung mancher Forumsteilnehmer nicht Gutes.
Es mag zynisch klingen, aber es ist etwas wahres dran an dem was knochenmann sagt: Wenn wir dauerhaft Lebensmittel nach Afrika spenden und damit gleichzeitig die lokale Landwirtschaft unrentabel machen sowie trotzdem das Bevölkerungswachstum unterstützen, dann stehen bald um so größere Menschenströme vor unseren Toren. Und zwar genau dann, wenn wir mal wegen $Katastrophe nichts entbehren können.

Der Hunger in Somalia ist "hausgemacht", und auch ich sehe es nicht ein zu Spenden, wenn damit im Endeffekt irgendwelche Milizen gestützt werden. Denen sollen ruhig die Leute davon laufen, dann können sie am Ende in einem leeren, trockenen Land sitzen und versuchen, ihre Waffen zu essen.

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hanspeter.b 27.07.2011, 20:01
24. tolle idee

Zitat von franks meinung
Die Weltgemeinschaft müsste nur einmal konsequent handeln. Alle kenianischen Regierungsmitglieder in allen Ländern zur unerwünschten Person erklären und alle Auslandskonten einfrieren. Innerhalb von 24h würden mindestens 400.000 Menschen in diesem Flüchtlingslager wohnen. Garantiert! Aber was will man schon von Politikern erwarten, die nur die eigene Karriere im Hinterkopf haben und nicht mal eine Dissertation alleine und ohne Betrug bewältigen? Hier muss man sich nicht lange hinter diplomatischen Floskeln verstecken. Es geht um zig tausende Menschenleben. Gibt es Interessen, die wichtiger sind? Ich denke, nein. Also wäre jeder Christ und Muslim zum Handeln gezwungen. Die UNO mit ihrer blau behelmten Schlumpfenarmee sollte man besser abschaffen. Kostet viel und leistet wenig.
Ist Ihnen eigentlich klar, dass in dieser Region seit mindestens 30 Jahren eine Dürre/Hungersnot die nächste jagt.
Gleichzeitig wächst die Bevölkerung so schnell wie sonst nirgends auf der Welt, was das Problem natürlich weiter verschärft.
Zu allem Überfluss treiben dort (offenbar mit Rückendeckung aus der Bevölkerung) auch noch Warlords und Islamisten ihr Unwesen.

Und Sie wollen Nahrungsmittel hinkarren und die Kenianer, die selbst genug eigene Probleme haben zwingen sich diese Zustände auf Dauer auch noch ins eigene Land zu holen?

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ridgleylisp 27.07.2011, 20:02
25. Bürokraten?

Zitat von sysop
Das Camp Dadaab in Kenia ist das größte Flüchtlingslager der Welt. 400.000 Menschen drängen sich in den überfüllten Hütten - und täglich kommen mehr Hungernde aus Somalia. Hundert Meter nebendran steht ein riesiges Lager mit Strom- und Wasseranschluss: menschenleer. Die Behörden wollen es so.
Bürokraten? Bisher hieß es doch es seien Islamisten. Was stimmt?

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serottner 27.07.2011, 20:05
26. Den Haag

Zitat von franks meinung
Die Weltgemeinschaft müsste nur einmal konsequent handeln. Alle kenianischen Regierungsmitglieder in allen Ländern zur unerwünschten Person erklären und alle Auslandskonten einfrieren. Innerhalb von 24h würden mindestens 400.000 Menschen in diesem Flüchtlingslager wohnen. Garantiert! Aber was will man schon von Politikern erwarten, die nur die eigene Karriere im Hinterkopf haben und nicht mal eine Dissertation alleine und ohne Betrug bewältigen? Hier muss man sich nicht lange hinter diplomatischen Floskeln verstecken. Es geht um zig tausende Menschenleben. Gibt es Interessen, die wichtiger sind? Ich denke, nein. Also wäre jeder Christ und Muslim zum Handeln gezwungen. Die UNO mit ihrer blau behelmten Schlumpfenarmee sollte man besser abschaffen. Kostet viel und leistet wenig.
Ich meine sogar in Ergänzung zu Ihrem Beitrag, dass eine solche Bande am Gerichtshof in Den Haag namentlich wegen Massenmord angezeigt gehört. Mal sehen ob die dann noch Ihren "Softvölkermord" weiter betreiben.
Im übrigen müssen natürlich die europäischen Länder endlich ernsthaft damit beginnen, ihre Politik in Afrika nachhaltig zu gestalten und sich nicht länger von billigen Profitinteressen leiten zu lassen.

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faguo888 27.07.2011, 20:09
27. Solidartät der Auslandssomalier?

Es wäre doch hilfreich, wenn sich die Auslandssomalier bemühen würden, Ihren Landsleuten zu helfen. Wahrscheinlich fühlen sie sich nicht sonderlich bemüßigt, da doch WFP und NGO so eifrig sammeln und geben.

In D. lebende 90.000 Afghanen waren auch nie sonderlich bemüht, etwas für ihre drangsalierten und darbenden Landsleute daheim zu tun. Für die Gutsituierten waren es schlicht unzivilisierte Bergvölker. Sie waren allerdings immer in vorderster Linie dabei, wenn es darum ging, ihre baufälligen Häuser in Kabul und sonstwo teuer an Ausländer zu vermieten.

Die Sichtweisen sind eben unterschiedlich. Wir sehen Länder, andere sehen ihre eigene Familie und den Clan.

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Seba O 27.07.2011, 20:14
28. Oh mann

Ohne hier den Weltverbesserer oder Alternativen geben zu wollen, finde ich das wir mal darüber nachdenken sollten ob wir uns, mit Hinblick auf Afrika, auch in Zukunft eine derart schwersubventionierte Agrarökonomie leisten könne, daß diese ihre massiven Überproduktionen zu Schleuderpreisen auf den Afrikanischen Markt drücken kann. Und zwar so sehr, daß die Afrikanische Wirtschaft völlig im Argen liegt. Läßt man jetzt mal die Kausalität vom Anker, kann man erkennen, daß dies die Wurzel allen Übels ist, bis hoch zu den fiesen Warlords etc.. Natürlich sind hier auch andere Branchen (Rotes Kreuz, etc.) beteiligt.
Solange wir uns hier die Tüte Salami für unter einem Euro leisten wollen, kann es in Afrika gar nicht besser werden.

Nur mal so meine Sicht der Dinge

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Willi_Wildschwein 27.07.2011, 20:26
29. Franks Meinung

Warum soll den das arme Kenia gezwungen werden die Flüchtlinge aufzunehmen?
Mann sollte den Kenianern dankbar sein dass sie ihre Grenze nicht dichtmachen wir wir es tun.
Vorschlag:
Bringen wir sie doch alle nach Europa. Wir in Deutschland sollten doch kein Problem damit haben, 1 Million Flüchtlinge unterzubringen und zu versorgen. Und mit den paar Milizkämpfern werden wir sicher auch fertig. Weitere 3-4 Mio Leute kann man dann noch auf die anderen EU-Länder verteilen.

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