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Durchbruch im Atomstreit: Obama gewährt Iran Probezeit
REUTERS

US-Präsident Barack Obama und sein Außenminister John Kerry haben die Atom-Verhandlungen mit Iran vorangetrieben, die Gunst der Stunde einer moderateren Regierung in Teheran genutzt. Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: Den Kalten Krieg mit Iran beenden, einen echten Atom-Deal schmieden.

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fr.rottenmeier 24.11.2013, 09:29
1. Atomwaffen, nein danke.

Zitat von sysop
Es biete sich die Chance, den Weg in eine sicherere Welt zu beschreiten. Iran müsse nun beweisen, dass es tatsächlich ein ziviles und kein militärisches Atomprogramm anstrebe; dass es bereit sei für einen neuen Anfang in der Völkergemeinschaft, statt in die Isolation zu gehen.
Es ist dennoch schon sehr zynisch und dreist, wenn ich als Regierung selbst über unzählige Atomwaffen verfüge und sie (vermutlich)als einziges Land der Erde bereits mehrfach eingesetzt habe, mit grausamen Folgen deren Auswirkungen bis heute sichtbar sind und dann von einer anderen Regierung das Aussetzen des Programms zur Herstellung dieser Waffen fordere.

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wibbeline 24.11.2013, 09:30
2. Irans Atomtest

Zitat von sysop
US-Präsident Barack Obama und sein Außenminister John Kerry haben die Atom-Verhandlungen mit Iran vorangetrieben, die Gunst der Stunde einer moderateren Regierung in Teheran genutzt. Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: Den Kalten Krieg mit Iran beenden, einen echten Atom-Deal schmieden.
Die Iraner haben es jetzt in der Hand. Entweder sie halten sich an die Vereunbarung und deren geplante Fortschreibung oder sie versuchen, ihre Nachbarn und "den Westen" zu überlisten, wie gehabt während der vergangenen zehn Jahre. Jerusalem wird mit Argusaugen zusehen; und hoffentlich sich nicht gezwungen sehen, seine Zähne zu zeigen.

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zeitmax 24.11.2013, 09:43
3. Das Land fest im Würgegriff,

und zwar sehr fest, wird dieser etwas gelockert, damit der Gener das messer aus der Hand legt - völlig im unklaren, ob er zustechen oder Brot schneiden will. Das sit die Lage.

Der Iran ist umgeben von Nachbarn, die ihren Dolch teils ganz offen, teils verdeckt und ihn abstreitend, tragen. Sein schiere, aus Besatzersicht unhandelbare Größe verhindert den begehrliche Zugtriff des Hegemin auf die Rohstoffe.

Mit Freiheit und Demokratie hat das so wenig zu tun wie ein Obama als Verkünder bzw. Verschweiger der wahren Interessen der weltumspannenden Finanzkleptokratie.

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discipulus_neu 24.11.2013, 10:00
4. !

Zitat von wibbeline
... Jerusalem wird mit Argusaugen zusehen; und hoffentlich sich nicht gezwungen sehen, seine Zähne zu zeigen.
Die israelische Regierung hat doch schon angekündigt, kein Abkommen mit dem Iran akzeptieren zu wollen. Obama war damit einverstanden.

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Ha.Maulwurf 24.11.2013, 10:09
5.

Zitat von sysop
Denn den USA geht es jetzt erstmal mehr um Annäherung als um Wandel. Nicht "regime change" ist das Ziel, sondern die Verhinderung nuklearer Bewaffnung.
Und das ist der entscheidende Unterschied zu Kriegstreibern wie Bush Jr. und Netanjahu. Wenn "regime change" das Ziel ist, dann wird der Iran natürlich nach besserer Verteidigung streben. Das mag dann auch Atomwaffen einschließen. Wenn er hingegen Sicherheitsgarantien bekommt, dann sind derartige Waffen unnötig.

Als Angriffswaffen taugen sie ohnehin nicht. Sie treiben nur den Preis für eine potentielle militärische Invasion nach oben. Das ist natürlich unschön für agressive Staaten, weil ihre riesige militärische Bedrohungsmaschinerie dann teilweise entwertet wird.

Fazit: Wer das Existenzrecht des Irans in Frage stellt, muss sich über Aufrüstung nicht wundern.

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inoodles 24.11.2013, 10:18
6. Barack Chamberlain

Zitat von discipulus_neu
Die israelische Regierung hat doch schon angekündigt, kein Abkommen mit dem Iran akzeptieren zu wollen. Obama war damit einverstanden.
Gerade mal 75 Jahre ist es her, dass M. Chamberlain am 30. 9.38 das Münchner Abkommen signierte. Zurück in England sagte er: "I'll bring you peace".
Ähnlich formuliert es jetzt der US-President.
Ironie der Geschichte: der Vertrag wurde heute früh unterzeichnet - am Totensonntag.

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Michels Pierre 24.11.2013, 10:24
7.

Zitat von sysop
US-Präsident Barack Obama und sein Außenminister John Kerry haben die Atom-Verhandlungen mit Iran vorangetrieben, die Gunst der Stunde einer moderateren Regierung in Teheran genutzt. Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: Den Kalten Krieg mit Iran beenden, einen echten Atom-Deal schmieden.
Sollte dieser Deal klappen wäre das ein gutes Zeichen für den nahen Osten denn es gilt Israel zu überzeuegen.

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kogno 24.11.2013, 10:33
8. Israel verletzt die UN Charta

Zitat von wibbeline
Die Iraner haben es jetzt in der Hand. Entweder sie halten sich an die Vereunbarung und deren geplante Fortschreibung oder sie versuchen, ihre Nachbarn und "den Westen" zu überlisten, wie gehabt während der vergangenen zehn Jahre. Jerusalem wird mit Argusaugen zusehen; und hoffentlich sich nicht gezwungen sehen, seine Zähne zu zeigen.
Die UN-Charta verbietet auch die Androhung von Gewalt. Israel und die USA verletzten sie ständig gegenüber dem Iran. Israel hält sich überhaupt nicht an internationales Recht. Es ist dem Atomwaffensperrvertrag im Gegenstz zum Iran schon gar nicht beigetreten. Und die Vernichtungsdrohung des früheren iranischen Präsidenten gegenüber Israel ist eine Zeitungsente, eine Fehlübersetzung westlicher Nachrichtenagenturen. Vom eigentlichen Staatsoberhaupt des Iran wurde auch sofort betont, dass der Iran kein anderes Land bedrohe. Trotzdem wird die Vernichtungslüge immer wieder benutzt, um die Agression (durch Geheimaktionen, extreme Wirtschaftssanktionen und die Androhung einer Bombardierung) gegen den Iran zu rechtfertigen.

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fred_krug 24.11.2013, 10:38
9. Durfter "er" das?

Zitat von sysop
US-Präsident Barack Obama und sein Außenminister John Kerry haben die Atom-Verhandlungen mit Iran vorangetrieben, die Gunst der Stunde einer moderateren Regierung in Teheran genutzt. Jetzt kommt die eigentliche Herausforderung: Den Kalten Krieg mit Iran beenden, einen echten Atom-Deal schmieden.
Ich frage mich gerade, ob die BRD Bedingungen gestellt hat. Und wenn ja, durfte der amtierende kommissarische Außenminister das überhaupt?

Ich habe da so meine Zweifel.

Das Ergebnis der internationalen Verhandlungen finde ich unter dem Gesichtspunkt der Abschaffung und Vermeidung von Nuklearwaffen vertretbar. Vor dem Hintergrund, dass die USA neue und andere Nationen überhaupt nukleare Waffensysteme entwickeln, habe ich aber Zweifel, weshalb dem Iran dieses "Recht" genommen werden soll - wobei "Recht" ein kaum passender Begriff dafür ist.

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