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Durchbruch neben Bosporus: Erdogan plant eigenen Panama-Kanal
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45 Kilometer lang, 14 Milliarden Euro teuer: Der türkische Präsident Erdogan wirbt im Wahlkampf für eines seiner Lieblingsprojekte - einen künstlichen Kanal am Bosporus.

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freddygrant 16.06.2018, 09:53
1. Es wird immer deutlicher ...

...der türkische Potus und seine AKP kommen gesellschaftlich und
wirtschaftlich nicht mehr weiter. Da müssen vor der aktuell anstehenden
Wahl monumentale Projekte auf den Tisch. Es wäre besser Erdogan
würde den Bosporus mal aufräumen und den ganzen Schrott dort
wegschaffen der in der Meerenge noch herumliegt.

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Ein_denkender_Querulant 16.06.2018, 10:07
2. Übertriebener Vergleich

Der Handel von Europa nach Fernost ist merklich relevanter, als der Handel mit Russland, darum sind vergleiche mit Suez- oder Panamakanal völlig übertrieben. Aber gut, dann wird Erdogan weitere 14 Milliarden geliehenes Geldes für ein tyisches Autokratenprojekt verschwenden.

Ein Aufschwung mit im Ausland geliehenem Geld führt selten zu einem stabilen System, die Geschichte zeigt andere Verläufe. Sein System droht jederzeit umzukippen mit resultierender massiver Destabilisierung des Nahen Osten. Ich will mir gar nicht ausmalen, was eine zerbrechende Türkei bedeuten würde, wenn internationale Geldgeber den Hahn zudrehen.

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muekno 16.06.2018, 10:11
3. Größenwahnsinn

sieht man ja schon an seinem Schloss in Ankara. Dass dieses Bauvorhaben nicht zu finanzieren ist bzw. die Lira ganz in den Keller schickt ist auch klar. jedoch es wird nicht kommen, denn Erdogans Dämmerung ist angebrochen, zwar noch nicht soweit fortgeschritten wie die Merkles aber immerhin.
Die Wahlen in kürze werden bei weitem nicht so ausgehen wie er hofft, so er sie überhaupt politisch überlebt,

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merluzzo 16.06.2018, 10:12
4. Reißerische Schlagzeile mit altem HUt

Es wäre erwähnenswert gewesen, dass der "Istanbul-Kanal" bereits Erdoğans Leuchturmprojekt seit dem Wahlkampf 2011 (!) ist. Vgl. https://www.n-tv.de/panorama/Erdogan-plant-zweiten-Bosporus-article3196291.html
Umfassende Information anstelle reißerischer (und irreführender) Überschriften bitte!

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mullertomas989 16.06.2018, 10:13
5. Tolle Infrastrukturprojekte = guter Staatschef??

Geht diese Gleichung wirklich auf?? Hm, mir kommt das irgendwie bekannt vor.... wo gab's das denn in der Geschichte schonmal.....???

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muttirichtets 16.06.2018, 10:15
6. Istanbul

5 Jahre Bauzeit 14 Mill. ? dann ist dieser Kanal früher fertig und günstiger als der BER .

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imlattig 16.06.2018, 10:16
7. das gibt...

ein geopolitisches spektakel. durch diesen kanal koennten dann mit erlaubnis der tuerkei flugzeugtraeger der nato oder russlands in das mittelmeer oder ins schwarze meer. das war so durch den bosporus laut internationalen vertraegen nicht moeglich.

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kalsu 16.06.2018, 10:22
8. Wer auch immer das für sich reklamiert...

... aber dieser Schifffahrtskanal ist sinnvoller, als manch Verkehrsprojekt hierzulande. Und nach dem Stand der Dinge ist der Kanal fertig noch bevor BER oder Stuttgart 21 in Betrieb gehen. Die Idee für so einen Kanal ist übrigens nicht neu, und schon gar nicht von Erdogan Pascha.

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whitewisent 16.06.2018, 10:24
9.

Der Artikel geht in die völlig falsche Richtung! Ein solcher Kanal ist nicht nur für den Warenverkehr der Türkei wichtig, sondern auch die Schwarzmeeranrainer. Also EU-Staaten wie Rumänien und Bulgarien genauso wie für die Ukraine, Rußland und Georgien. Nicht zu vergessen, daß damit die Erdöl und -gastransporte aus Aserbaidschan weiter verstärkt werden. Und natürlich national die bis heute unterentwickelte Schwarzmeerküste, wo eine überregionale Infrastruktur fehlt.

Es geht also gar nicht darum, ob dieser Kanal gebaut wird, sondern wo und wie schnell. Stuttgart 21 oder der BER sind ja nicht deshalb bessere Großprojekte, weil sie in einer Demokratie errichtet werden, welche die Belange aller Anwohner und Interessierten beachtet.

Und was das Geld angeht, so basiert nunmal unser Wirtschaftssystem auf Krediten, Fremdfinanzierung und Vertrauen. Das dort in kein potemkinsches Dorf, sondern ein Goldesel, auf Dauer, schon durch die Durchfahrtsgebühren und die nötige Infrastruktur zum Erhalt.

Also bitte bei Türkeiberichten nicht immer die Erdogankeule schwingen, sondern dem Leser auch mal die anderen, positiven Aspekte näherbringen. Denn wenn die Küste dort etwas genug hat, ist es Natur und Wald, nur eben nicht auf dem Gebiet Istanbuls.

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