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Durchbruch neben Bosporus: Erdogan plant eigenen Panama-Kanal
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45 Kilometer lang, 14 Milliarden Euro teuer: Der türkische Präsident Erdogan wirbt im Wahlkampf für eines seiner Lieblingsprojekte - einen künstlichen Kanal am Bosporus.

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weisserb 16.06.2018, 12:45
50. Nachdem die Osmanen damals den Bau des Suezkanals massiv

sabotierten, zu verhindern drohten und auch vor Mord nicht zurück schreckten, wird es interessant zu sehen, ob man den Türken den Bau so einfach erlaubt oder nicht gewisse Rachegelüste hegt.

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Alois Candis 16.06.2018, 12:47
51. Warum sind wir nun alle Erdogan kenner?

Es ist in der tat erschreckend, welche Ausmaß der Erdogan / Türkei Kritik angenommen hat.
Aufgrund der paretischen Meldungen und Berichten, hat komischerweise jeder etwas gegen Erdogan zu berichten. Die meisten wissen nicht einmal wie seinen Namen geschrieben wird. Aber schnell mal die Meinung die man hat irgendwie teilen.

Die Mehrheit der Türken sind mit der Situation glücklich. Denn, sie haben lieber eine Staatspräsidenten, der die Stirn bietet, anstatt sich von anderen Staatsmänner dirigieren lassen, was ja oft und lange genug gewesen ist.

Der Großteil der Türken, die in Europa leben haben ja auch Erdogan gewählt, weil Sie sich endlich beachtet fühlen, für die meisten Vorgänger von Erdogan waren die Europäischen Türken nichts anderes als Devisen Lieferanten.

Wir deutschen würden am liebsten die Welt in 3 Kategorien aufteilen.
1: Die Länder denen wir emporschauen.
2: Die Länder denen wir herabschauen.
3. Die Länder, in denen man am besten billigst Urlaub macht und sich einheimischen bewirten lässt.
Also, Mensch 1. Klasse, Mensch 2. Klasse und Mensch 3. Klasse.

Vorhin kam in Ausländischen Online Zeitungen die Meldung, auf das Auto von Ilkay Gündogan wurde einen Anschlag verübt.

Es war so schön, als die Deutschen als Dichter und Denker gesehen wurden. Leider werden wir nach und nach immer mehr zu Richtern und Henkern.

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tales.dom 16.06.2018, 12:52
52. Man kann

wirklich nur hoffen, dass die Türken jetzt den Kopf einschalten und auch an die Zukunft ihrer Kinder denken. Eine streng islamische Türkei wird kaum noch ein Urlaubsziel sein. Auch wenn jetzt vorgegaukelt wird, der Tourismus hätte sich normalisiert, ist das wohl eher Wunschdenken. Die Türkei steht wirtschaftlich so schlecht da, wie noch nie. Investoren, ja selbst die eigenen Bürger haben das Vertrauen in die "Künste" Erdogans verloren. Der Kurs der Lira lässt viele Schuldner verzweifeln. Viele Kredite sind nicht mehr zu bedienen. Die privat Verschuldung ist exorbitant.

Bei all diesen Fakten, jetzt mit solch einem Projekt zu kommen, ist schon gewagt.

Nun gut liebe Türken. Es ist an Euch, die Türkei für die Zukunft aufzustellen. Einerseits könnte die Türkei in ein demokratisches Land mit Rechtstaatlichkeit und vor allem mit gleichen Rechten für alle ohne ständige Angst, verhaftet zu werden überführt werden, oder in ein streng islamisches Land, dass dann wohl den in den letzten Jahren bekannten Wohlstand abgeben müsste. Wobei bei letzterem die Ausnutzung des Landes allein zugunsten des Erdogan-Clans im Vordergrund stehen würde.

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oldman2016 16.06.2018, 13:04
53. Was kostet der neue Flughafen in Istanbul

Kann mir jemand einmal nur zum Vergleich, die Dauer der Bauzeit und die Kosten für den neuen Flughafen in Istanbul nennen? Dann vergleichen wir mal mit BER und halten einfach den Mund.

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dieter_montanez 16.06.2018, 13:07
54. na ja

Zitat von Alois Candis
Es ist in der tat erschreckend, welche Ausmaß der Erdogan / Türkei Kritik angenommen hat. Aufgrund der paretischen Meldungen und Berichten, hat komischerweise jeder etwas gegen Erdogan zu berichten. Die meisten wissen nicht einmal wie seinen Namen geschrieben wird. Aber schnell mal die Meinung die man hat irgendwie teilen. Die Mehrheit der Türken sind mit der Situation glücklich. Denn, sie haben lieber eine Staatspräsidenten, der die Stirn bietet, anstatt sich von anderen Staatsmänner dirigieren lassen, was ja oft und lange genug gewesen ist. Der Großteil der Türken, die in Europa leben haben ja auch Erdogan gewählt, weil Sie sich endlich beachtet fühlen, für die meisten Vorgänger von Erdogan waren die Europäischen Türken nichts anderes als Devisen Lieferanten. Wir deutschen würden am liebsten die Welt in 3 Kategorien aufteilen. 1: Die Länder denen wir emporschauen. 2: Die Länder denen wir herabschauen. 3. Die Länder, in denen man am besten billigst Urlaub macht und sich einheimischen bewirten lässt. Also, Mensch 1. Klasse, Mensch 2. Klasse und Mensch 3. Klasse. Vorhin kam in Ausländischen Online Zeitungen die Meldung, auf das Auto von Ilkay Gündogan wurde einen Anschlag verübt. Es war so schön, als die Deutschen als Dichter und Denker gesehen wurden. Leider werden wir nach und nach immer mehr zu Richtern und Henkern.
wen Urlaub ihre groesste sorge ist ... dann gute Nacht

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eugen.steinfels 16.06.2018, 13:13
55. Krankhaftes Erdogan-Bashing!

Erdogan-Bashing nimmt in Deutschland langsam, aber sicher pathologische Dimensionen an. Wie sonst könnte ein derart primitiver Forist (siehe „tomrobert“, der von „Ziegen penetrieren“ schreibt) unzensiert durchkommen?!
Dieser neue Kanal macht durchaus Sinn, da er eine Art By-pass darstellt und den bevölkerungsreichen und historischen Teil der Stadt entlastet. Der Bosporus ist aufgrund seiner riskanten Strömungen (zw. Marmara-Meer und Schwarzmeer) eine gefährliche Meeresenge. Um den geplanten Kanal soll ein neuer Stadtteil mit nur ca. 0.5 Millionen Anwohnern entstehen. Finanzierung erfolgt durch BOT (Build-Operate-Transfer), d.h. der Staat muss keine Schulden aufnehmen.

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Alois Candis 16.06.2018, 13:19
56.

Zitat von oldman2016
Kann mir jemand einmal nur zum Vergleich, die Dauer der Bauzeit und die Kosten für den neuen Flughafen in Istanbul nennen? Dann vergleichen wir mal mit BER und halten einfach den Mund.
Es wird insgesamt 22.1 Mrd. Euro kosten.
Ein Teil wird bereits dieses Jahr in betrieb gehen, zweite Hälfte wird auch Planmäßig fertiggestellt.
Es wird der Größte der Welt, was ein Vergleich mit BER nicht leicht macht.

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MtSchiara 16.06.2018, 13:21
57. die Türkei braucht diesen Kanal infrastrukturpolitisch nicht

Wenn diesen Kanal jemand infrastrukturell braucht, dann sind es (die anderen) Anrainer des Schwarzen Meeres. Wenn diese Anrainer einen solchen Kanal für sinnvoll halten, dann sollen sie ein Konsortium gründen, das die Planung, Finanzierung und die Finanzrisiken übernimmt. Dieses Konsortium kann dann mit der Türkei aushandeln, wo es den Kanal bauen und unter welchen Konditionen es ihn betreiben kann.

Die Türkei bräuchte sich also um diesen Kanal garnicht zu kümmern - es sei denn, sie sieht darin eine Möglichkeit, ohne große Risiken viel Geld zu verdienen. Die Frage nach den Risiken ist dabei auch eine Frage nach den Alternativen: könnte es in der Zukunft möglich sein, durch künstliche Intelligenz mehr Schiffe durch den Bosporus zu steuern, als es bisher möglich war, und damit den Kanal überflüssig zu machen?

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wolly21 16.06.2018, 13:39
58. Die Zahl der Unfälle

Zitat von uhahn
wäre eine durchaus realistische Überschrift gewesen. Es gibt zwar nicht viele Quellen, aber es ist klar, dass der Mega-Flughafen Istanbul III als Massengrab bezeichnet werden kann. Die Zahl der Arbeitsunfälle mit tödlichem Ausgang ist esorbitant. Aber was schert das einen Despoten, der seine Nachbarn überfällt und auch damit dafür sorgt, dass die türkische Bestattungsindustrie floriert wie noch nie. In den europäischen Medien kommt auch davon nichts an, doch auf Youtube finden sich fast täglich neue Bilder von Familien, die ihren Märtyrer begraben.
mit tödlichem Ausgang beim Istanbuler Flughafen-Neubau beträgt lt. Gewerkschaften 32. Das sind zwar 32 zu viel, aber beim BER gab es auch schon 4 Todresopfer, 46 Schwerverletzte.
Offenbar geht auch Nichts-Fertigbringen nicht ohne tödliche Unfälle ab.

Und sollte man die Autobahnbaustellen "abschaffen", weil es dort immerwieder auch zu tödlichen Unfällen kommt?

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arr68 16.06.2018, 13:45
59. mit Lotsen

wären die Unfälle schon mal eingedämmt. Aber das ist es doch gar nicht. zum Ersten müsste der Kanal schon fertig sein, versprochen wurde er schon groß 2011. Zum Zweiten interessiert es die Bevölkerung mal gar nicht, wie schnell und wie viele Schiffe an Ihnen vorbeifahren. Fragen Sie mal Autobahnanwohner. Selbst der Bau kommt nur einigen Firmen zu Gute, ansonsten merken es nur die Grundstücksbesitzer, denen der Grund abgenommen wird.

Vergleiche mit hiesigen Bauprojekten sind durchaus gestattet. Würde man Versagen bestrafen, wären die Prestigepolitiker und Wirtschaftsbosse wahrscheinlich eifriger dabei gewesen. Aber hier in Deutschland haben zwar viele viel Verantwortung, sind bei Fehlern aber nie verantwortlich.

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