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DVU-Vergangenheit: CDU schmeißt Rügen-Kandidaten raus

Nach der Wahlschlappe in Mecklenburg-Vorpommern muss die CDU ein weiteres Debakel richten: Ihr Direktkandidat für die Ferieninsel Rügen pflegte jahrelang Kontakte zur rechtsextremen DVU, bekleidete offenbar mehrere Ämter - jetzt wird er aus der Partei ausgeschlossen.

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hirnbenutzer 05.09.2011, 16:20
1. ....

Kretschmann war beim Kommunistischen Bund Westdeutschland und Maoist. Er bezeichnete dies auch als Jugendsünden. Komisch, bei den Grünen lässt man so etwas durch gehen. Zweierlei Maßstäbe????

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Sysiphos110 05.09.2011, 16:27
2. Folgerichtig

Zitat von hirnbenutzer
Kretschmann war beim Kommunistischen Bund Westdeutschland und Maoist...
...Unsinn, was den Maoisten betrifft.

Kretschmann engagierte sich während seines Studiums für den KBW. Der ist inzwischen aufgelöst, seine politische Tätigkeit hat er bereits seit 1982 eingestellt.

Die DVU ist nach wie vor aktiv - und hat mit der FDGO nichts gemeinsam.

Ein Ausschluß ist nur folgerichtig. So ein faules Ei will man vor/während einer Wahl nicht im Nest haben. Ob's hilft.... .

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Flari 05.09.2011, 16:39
3. Unterschied? Oder mangelndes Denkvermögen?

Zitat von hirnbenutzer
Kretschmann war beim Kommunistischen Bund Westdeutschland und Maoist. Er bezeichnete dies auch als Jugendsünden. Komisch, bei den Grünen lässt man so etwas durch gehen. Zweierlei Maßstäbe????
Sehen Sie keinen gravierenden Unterschied, wenn jemand vor 37 Jahren für 2 Jahre dort Mitglied war und dieses auch nie verschwiegen hat, und wenn nun jemand anderes für lange Zeit, und das zuletzt vor 10 Jahren, führendes Mitglied einer entsprechenden Organisation auf der anderen Seite war und dieses verschwiegen hat?

Und es ist die CDU, die Thomas Gens jetzt rausgeschmissen hat.
Wo könnte die CDU den Winfried Kretschmann nun rausschmeissen?
Wo ist da "zweierlei Mass"?

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0175transalp 05.09.2011, 16:51
4. ...

Zitat von hirnbenutzer
Kretschmann war beim Kommunistischen Bund Westdeutschland und Maoist. Er bezeichnete dies auch als Jugendsünden. Komisch, bei den Grünen lässt man so etwas durch gehen. Zweierlei Maßstäbe????
Herr Hirnbenutzer, einfach mal das Hirn benutzen. Wer wen rausschmeißt, ist Sache der jeweiligen Partei. Das ist das eine. Das andere ist die Tatsache, dass der KBW Geschichte ist, die "wilde Zeit" des Herrn Kretschmann seit mehr als 30 Jahren ebenfalls Geschichte ist, dass diese auch nicht verschwiegen wurde.

Genau das war aber hier der Fall: da hat einer seine braune politische Vergangenheit verschwiegen. Schön blöd. Er hätte auch sagen können: "ich war verblendet und bin geleutert und würde mich gerne bei Dir, CDU, engagieren. Gebt Ihr mir eine Chance, zu beweisen, dass ich auf dem Boden des Grundgesetzes stehe und ein ganz braver konservativer Mensch geworden bin?"

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_unwissender 05.09.2011, 17:01
5. Hmmm

Was soll man dazu sagen?
Da wird mit großem Tamtam die Trommel gegen die NPD gerührt.
Und dann bringen die "bürgerlichen" Parteien ihre braune Brut gleich selbst ein?
Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man fast lachen...

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brassica 05.09.2011, 17:02
6. ...

Zitat von Sysiphos110
...Unsinn, was den Maoisten betrifft.
Leider kein Unsinn. Kretschmann war tatsächlich Maoist.

Zitat von Sysiphos110
Die DVU ist nach wie vor aktiv - und hat mit der FDGO nichts gemeinsam.
Die DVU gibt es nicht mehr. - Und nun?

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brassica 05.09.2011, 17:05
7. .

Zitat von 0175transalp
Das andere ist die Tatsache, dass der KBW Geschichte ist,
Die DVU ist auch Geschichte.

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Sysiphos110 06.09.2011, 14:36
8. Oh nein...

Zitat von brassica
Die DVU ist auch Geschichte.
Mitnichten:

Staatlicher Raubzug. Verfasst von AD unter Deutschland, Europa & Welt, Wirtschaft & Soziales am 03.09.11

Somit war der Rauswurf dieses CDU-Mitgliedes absolut gerechtfertigt.

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nordost 06.09.2011, 16:31
9. Die drei Affen-Stategie der CDU

Maßlos enttäuscht könnte man eher von der Rügener-CDU sein, denn der Mann war ja nicht irgendein DVU Mitläufer sondern 'neben seiner Funktion als Vorsitzender des DVU-Kreisverbandes Nordvorpommern bekleidete er dem NDR zufolge offenbar auch das Amt des geschäftsführenden Landesvorsitzenden.' Da Nordvorpommern ja recht überschaubar ist, hätten die Christdemokraten sehr wohl wissen müssen wer da bei ihnen Mitglied wird - geschweige denn Wahlkampfkandidat. Da die Rügen CDU aber wahrscheinlich mal wieder schwer mit der Postenvergabe und dem Verfolgen regionaler Wirtschaftsinteressen beschäftigt war, war wohl keine Zeit für einen Blick über den Christdemokratischen Tellerrand. Das erinnert fatal an den Kreistag Uecker-Randow, in den im März 2011 ein wegen schwerer Körperverletztung verurteilter Jungnazi ohne Gegenstimmen als Berufener Bürger in den Ausschuss für Familie und Soziales gewählt wurde. Kreistagspräsident (und Nebenbei bemerkt Ordnungsamtchef der Gemeinde aus der der Schläger stammte)war Andreas Texter - frisch gekürter Landtagsabgeordneter der CDU. Auch hier wußte man nicht wen man da vor sich hatte. Sic!

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