Forum: Politik
Ehe für alle: Und sie bewegen sich doch
DPA

Plötzlich scheint die Ehe für alle kein Problem mehr zu sein. Warum erst jetzt?

Seite 5 von 16
gerhard.heinzmann 27.06.2017, 21:17
40. Weiter denken ...

Ehe für alle? Finde ich gut. Aber dann bitte konsequent zu Ende denken und nicht nur zu Mann+ Frau noch Mann + Mann und Frau + Frau hinzufügen. Es heißt doch FÜR ALLE! Also warum nicht Mann + Mann + Frau, Frau + Frau + Mann, ... (ich fürchte bei mehr als drei Beteiligten wird die Zahl der möglichen Varianten schon sehr groß). Alle Personen müssen sich doch nur lieben damit sie heiraten dürfen. Man könnte jetzt auch noch an weitere Varianten denken denn die Liebe fällt ja an manch seltsamen Ort aber das wäre zynisch. Für mich war die Ehe einmal das Versprechen eines Mannes und einer Frau ein Leben lang füreinander da zu sein, in guten wie in schlechten Zeiten. Irgendwie gehörten auch Kinder dazu. Aber da das ohnehin schon lange nicht mehr zeitgemäß ist fände ich es viel vernünftiger wenn man die Ehe in Ihrer jetzigen Form einfach komplett abschaffen und durch zwischen den Beteiligten frei verhandelbare Verträge ersetzen würde. Dann könnte jeder machen was er möchte und dieses unsägliche Gerangel um das leere Wort "EHE" (Errare Humanum Est) wäre endgültig vorbei.

Beitrag melden
Leser 007 27.06.2017, 21:17
41. So wird ein Schuh daraus

Zitat von jan07
Das ist natürlich nur die halbe Miete. Es wird höchste Zeit, endlich das Ehegattensplitting zugunsten eines Familiensplittings abzuschaffen. Es war schon falsch, kinderlose heterosexuellen Paare steuerlich zu begünstigen. Wenn Schwule unbedingt ihre Partnerschaft 'Ehe' nennen müssen, sollen sie es künftig tun. Es ändert aber nichts, dass die Ehe nur durch Kinder ihren wirklichen Sinn bekommt.
... und deswegen plädiere ich sowohl für die Abschaffung des Ehegattensplittings zugunsten eines Familiensplittings mit der klaren Definition: Familie = Kinder (ob selbst gemacht oder adoptiert) und der gleichzeitigen Erweiterung der Ehe auch dahigehend, dass Geschwister, die sich im Alter pflegen, die Ehe eingehen können sollten, als auch mehr als zwei Personen einen solchen Bund schließen können dürfen. Natürlich mit allen Pflichten und entsprechenden Kosten im Falle einer Scheidung.
So stellt man dann das Thema wieder vom Kopf auf die Füße!

Beitrag melden
Sophie Amrain 27.06.2017, 21:18
42.

Zitat von garfield53
Alles nur Wahl-Scheinaktionen .... ist für mediale Entertaiment einer Scheindemokratie gut. .... immer mehr Bürger werden sich diesen Spielchen verweigern, weil die einzigen Alternativen "dämonisiert" werden.
Haben Sie es doch wieder zielsicher geschafft, das Stichwort in Ihren Text einzubauen
Ja ja, die traurige "Dämonisierung" der einzigen Alternativen, um nicht zu sagen der AfD. Ist Ihnen aufgefallen, dass Anführungszeichen bedeuten, dass man sich von dem Begriff distanziert? Mit anderen Worten, die AfD wird gar nicht dämonisiert, sie tut nur so. Da haben Sie aus Versehen was Wahres gesagt.

Beitrag melden
AFH 27.06.2017, 21:18
43.

Warum kommt das erst jetzt? Weil gewisse Parteien mal halt wieder religiösen Fanatikern hofieren.

Die Welt wäre sehr viel besser, wenn man Religionen nicht mehr Sonderrechte gewähren würde, sondern gleich wie allen anderen Meinungen behandeln würde.

Beitrag melden
Tolotos 27.06.2017, 21:23
44. Das ist doch ganz klar!

Bisher konnte die Beinahe-Staatspartei CDU-CSU auch bei den Thema ohne Nachteile das machen, was sie auch sonst gerne macht, nämlich ihr koservativ-marktkonformes Weltbild durchsetzen.

Jetzt gibt es aber keinen Koalitionspartner mehr, mit dem sie weiter blockieren könnte, und bevor sie die lukrativen Regierungsposten aufgibt, gibt sie doch lieber bei der Homoehe nach!

Beitrag melden
spdf 27.06.2017, 21:29
45. re

Zitat von hornochse
Sie irren lesen Sie Artikel 6 des Grundgesetzes und lesen Sie die Definition des Bundesverfassungsgesetztes zur Ehe. All ihre Ausführungen sind damit obsolet.
In Artikel 6 GG steht nicht drin, dass Kinder Bestandteil einer Ehe sein müssen. Da steht nur drin, dass die Ehe und die Familie unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung stehen. Gleichzeitig regelt der Artikel , dass Pflege und Erziehung der Kinder das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht sind. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. Außerdem kommt Müttern ein besonderer Schutz zu. Uneheliche Kinder und eheliche Kinder sind gleichgestellt.

Da steht nichts drin, was es homosexuellen Paaren verbieten würde zu heiraten. Auch ist Religion nicht Bestandteil einer Ehe.

Beitrag melden
Sophie Amrain 27.06.2017, 21:30
46.

Zitat von gerhard.heinzmann
Ehe für alle? Finde ich gut. Aber dann bitte konsequent zu Ende denken und nicht nur zu Mann+ Frau noch Mann + Mann und Frau + Frau hinzufügen. Es heißt doch FÜR ALLE! Also warum nicht Mann + Mann + Frau, Frau + Frau + Mann, ...
If it ain't broken, don't fix it - wenn kein Problem da ist, soll man es nicht lösen
Soweit mir bekannt, gibt es keine sexuelle Orientierung, die nur in der Konstellation 2 Männer und drei Frauen etc befriedigt werden kann. Es gibt aber homosexuelle Leute. Die können jetzt hoffentlich bald ihre Partnerschaft höchstoffiziell ernst genommen sehen. Was ist falsch daran?

Im übrigen folgt die Rechtsprechung in solchen Dingen immer der gesellschaftlichen Entwicklung - aus guten Gründen. Wenn wir mal die Situation bekommen werden, dass zwei Männer-und-eine-Frau-Beziehungen häufig werden, dann wird die von Ihnen nicht ganz ernsthaft losgetretene Diskussion wirklich geführt werden müssen. Jetzt nicht.

In etlichen Weltgegenden meint Ehe auch heute noch ein-Mann-und-bis-zu-vier-Frauen. Allerdings ist das ein Konzept aus Weltanschauungen, die es mit der Gleichberechtigung der Geschlechter nicht so haben. Da wollen Sie hoffentlich nicht hin.

Beitrag melden
kalim.karemi 27.06.2017, 21:32
47. Es geht nur um eines

Sich die Stimmen der 10% homos im Lande zu sichern, wer denkt, Schulzens Nächstenliebe hat ihn die Ehe für alle entdecken lassen, der ist mit dem Klammerbeutel gepudert. Merkel hat dem nur die Luft aus den Reifen gelassen und einfach nachgezogen. Schachmatt Martin. Wären die Zuwanderer eine homogene Wahlberechtigte Gesellschaftsschicht, wären alle erstaunt, was für Zugeständnisse es seitens aller koalitionsgeilen Parteien gäbe

Beitrag melden
Spiegelsicher 27.06.2017, 21:36
48. Herr Kuzmany, hätten Sie einmal geschwiegen.

"Jahrzehntelang wurde einer Minderheit ein Grundrecht verweigert, jetzt plötzlich gesteht man es ihr zu".

Soso, zwar schützt das Grundgesetz Ehe und Familie institutionell, aber es ist noch lange kein GrundRECHT. Aber interessiert das überhaupt noch, dass selbst die vorgeblich führenden Köpfe bei SPON nicht mehr exakt formulieren können, nur noch vage dahin fabulieren?

Beitrag melden
123Valentino 27.06.2017, 21:38
49. Wie wäre ....,

es mit einem wahlversprechen, mit uns geht Regierung nur , mit einem sicheren Rentenkonzept für die Jahre nach 2030.
Ehe für alle , da haben sich die kreativen, von SPD, PDS "ups" und grünen, wieder selbst übertroffen.
Die Nation , ist kurz davor zu kollabieren, weil ich nicht heiraten kann was ich will.

Beitrag melden
Seite 5 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!