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Ehemaliger Gaddafi-Minister: Libysche Rebellen melden Tod ihres Militärchefs

Abdel Fattah Younes war libyscher Innenminister, lief nach Beginn des Aufstandes zu den Rebellen über und wurde deren Oberkommandierender. Jetzt starb er in Bengasi*unter mysteriösen Umständen kurz nach seiner* Festnahme. Er soll noch immer Kontakte zu Gaddafi gehabt haben.

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glücklicher südtiroler 29.07.2011, 23:55
10. Die libyschen Rebellen...

Zitat von sysop
Abdel Fattah Younes war libyscher Innenminister, lief nach Beginn des Aufstandes zu den Rebellen über und wurde deren Oberkommandierender. Jetzt starb er in Bengasi*unter mysteriösen Umständen kurz nach seiner* Festnahme. Er soll noch immer Kontakte zu Gaddafi gehabt haben.
Es verdichten sich Hinweise, daß die Risse innerhalb der Rebellen immer offener zutagetreten und es ist schon bezeichnend wenn laut Artikel Dschalil scheinbar unabhängige bewaffnete Gruppen in seinem Einflußgebiet dazu aufrufen muß, sich den eigenen Leuten anzuschließen. Inwieweit übt das TNC eine effektive Kontrolle über sein Territorium aus bzw. verfolgt nun in Zukunft jede Rebellengruppe ihre eigene Strategie..?
Die Koalition sollte sich Gedanken darüber machen wen sie hier eigentlich unterstützt und sollte in der Libyenfrage beginnen eine von einer Seite unabhängigere Strategie zu fahren...

Viele Grüße...

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hdudeck 29.07.2011, 23:57
11. Die Revolution

frisst ihre Kinder und die Nato mittendrin - jetzt wird deutlch, welche Hasardeure dort unterstuetzt werden

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xxyxx 29.07.2011, 00:00
12. Younis wird Opfer der Machtkämpfe in Benghazi

Zitat von sysop
Abdel Fattah Younes war libyscher Innenminister, lief nach Beginn des Aufstandes zu den Rebellen über und wurde deren Oberkommandierender. Jetzt starb er in Bengasi*unter mysteriösen Umständen kurz nach seiner* Festnahme. Er soll noch immer Kontakte zu Gaddafi gehabt haben...
Der Tod von Abdel Younis und zweier weiterer hoher Offiziere der Rebellenarmee zeigt schwere Risse zwischen den einzelnen Fraktionen in der Rebellenhochburg Benghazi und es ist im Moment nicht ausgeschlossen, daß diese in den nächsten Tagen in bewaffnete Auseinandersetzungen umschlagen. Die Entwicklung war den ganzen Donnerstag über mit höchst irritierenden Meldungen auf Aljazeera verfolgbar. Im wesentlichen wurden im Lauf des Tages folgende Informationen bekannt.

1. Am frühen Nachmittag wurde gemeldet, daß Abdel Younis, der Oberkommandierende der Rebellenarmee auf Veranlassung des NTC verhaftet worden sei. Laut unbestätigten Angaben wurden ihm "nicht autorisierte Konakte" zur Regierung in Tripolis vorgeworfen.

2. Am späteren Nachmittag dementiert das NTC die Festnahme von Younis. Stattdessen erklärt das NTC, Younis wäre zu einer Befragung wegen der unbefriedigenden Situation vor Brega nach Benghazi vorgeladen worden. Gleichzeitig recherchiert Aljazeera auf eigene Faust, daß Younis tatsächlich festgenommen ist und offensichtlich von den "17. February Brigades" festgehalten wird. In einem Aljazeera Artikel heißt es, daß Anhänger von Younis von der Brega-Front nach Benghazi kommen, um möglicherweise die Freilassung von Younis zu erreichen.

3. Gegen 22:00 (MESZ) erklärt der Vorsitzende des NTC, Abdel Jalil, daß Stabschef Abdel Younis zusammen mit zwei weiteren hohen Offizieren durch einen Angriff durch "Anhänger Gaddafis", angeblich noch vor seinem Eintreffen in Benghazi getötet worden ist. Dies paßt nicht zu Informationen, daß Younis bereits am Nachmittag in Benghazi war. Seltsam wäre auch, daß Younis, der normalerweise Dutzende von Sicherheitsleuten um sich hatte, durch einen Hinterhalt von Regierungstruppen hätte getötet werden können, ohne daß man von weiteren schweren Verlusten gehört hätte. Auffällig ist auch, daß Jalil mehrmals auf dieser Pressekonferenz von "Aufständischen in unseren Städten" spricht, und diese auffordert, sich sofort zu ergeben. Jalil stellt sich postum hinter Younis und verkündet eine dreitägige Staatstrauer. Möglicherweise sind mit "den Aufständischen" die "17. February Brigades" gemeint, die ohnehin lange gezögert hatten, sich dem Kommando des NTC zu unterstellen.

4. Donnerstag, 23:30 (MESZ); Aljazeera berichtet über Feuergefechte in der Innenstadt von Benghazi

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puqio 29.07.2011, 00:10
13. Verräter

Verräter werden schon immer auf irgendeine Weise kalt gestellt.
Das ist gut und richtig.
Und es ist der neue Stil in Libyen.

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Analogkäse 29.07.2011, 00:34
14. Was ist da wirklich los ?

Gaddafi sitzt offenbar sehr fest im Sattel- trotz der Intervention des Westens. Dies kann m.E. nur möglich sein, weil er breite Teile Lybiens ( und nicht nur Söldner, Armee und Geld) hinter sich hat.
Offenbar hat sich der Westen bei der Einschätzung der Lage völlig geirrt ( und /oder die westliche Öffentlichkeit wurde wieder einmal gründlich "verarscht" ) : Wer so fest im Sattel sitzt und offenbar auf solch starke Unterstützung im eigenem Land bauen kann, der ist legitim !

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Wolfes74 29.07.2011, 00:53
15. Mal ganz ehrlich???

Ich lach mich kaputt!!!

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Wolfes74 29.07.2011, 01:11
16. hehe

Zitat von sysop
Dschalil nannte Younes "einen der Helden der Revolution". Er warf Gaddafi vor, die Einheit der Aufständischen brechen zu wollen - warf dem libyschen Machthaber jedoch nicht direkt vor, für den Vorfall verantwortlich zu sein. Er sprach aber eine Warnung an "bewaffnete Gruppen" im Einflussgebiet der Rebellen aus. Sie müssten sich dem Kampf gegen Gaddafi anschließen oder würden ihre Festnahme riskieren.
Wer nicht für uns ist, ist gegen uns und wird festgenommen.
Was bei Festnahmen durch die Rebellen passiert sieht man unter aktueller Meldung.
Wahrhafte Demokraten - diese Rebellen.
Ich muss immer noch lachen...

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hugahuga 29.07.2011, 01:18
17. Mysteriös

mag der Tod dieser ehemaligen Nummer zwei in Gaddafis Apparat sein. Bisher ist zu wenig Information über Hintergründe und Beteiligte bekannt, als dass man sich ein Urteil bilden könnte.
Soviel, so glaube ich, kann an aber bereits jetzt sagen:
Alle, die meinten, sich von Gaddafi weg- und den Rebellen zuwenden zu müssen, werden sich noch schwer wundern.

Dass der Westen - entgegen der Resolution - seine Bomben einsetzt, um Gaddafi zu schwächen und nicht, zum Schutz der Zivilbevölkerung, ist ein Verbrechen.

Dass er ferner diese Rebellen mit Waffen und Geld unterstützt, ist angesichts der Tatsache, dass es sich zumindest zum Teil, um abgehalfterte Gaddafi Getreue, Abenteurer oder kriminelle Elemente handelt, mehr als dumm.

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faguo888 29.07.2011, 05:53
18. Lemminge

Wir haben zwar eine leidlich funktionierende GASP innerhalb der EU. Die zwingt uns aber nicht, unsinnige Beschlüsse nachzuahmen. Warum bieten wir den Rebellen eine Gegenbotschaft in Berlin an? Warum können wir nicht das Ende der Auseinandersetzung abwarten? So unschuldig wie Pastorentöchter scheinen die Rebellen nicht zu sein.

Und wie kommt ein Rechtsstaat dazu, aus eingefrorenen libyschen Konten unbefangen 100 Mio € zu entnehmen und den Rebellen als Darlehen anzubieten?

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Koltschak 29.07.2011, 06:56
19. Mysteriöse Umstände sind das letzte was die "Rebellen" jetzt brauchen

Jetzt starb er in Bengasi*unter mysteriösen Umständen kurz nach seiner* Festnahme.

Das erinnert fatal an das Moskau Stalins. Nur 25% der deutschen "Kommunisten" sind von dort zurück gekommen.

Jetzt fangen sie schon offiziell an, sich gegenseitig zu töten.

Moskau Stalins, Spanien 1936, die eine Seite meuchelt sich der wahren Lehre wegen gegenseitig ab.

Ist das der Anfang vom Ende der sogenannten "Rebellen"?

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