Forum: Politik
Ein Jahr #MeToo: Die Dunkelfrauen
DPA

Viele #MeToo-Verfahren gleichen dem Pranger des Mittelalters, an dem der Delinquent öffentlich ausgestellt wurde. Der wesentliche Unterschied: Der Gepeinigte im Mittelalter konnte denAnklägern ins Gesicht sehen.

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GoranBaranac 11.10.2018, 16:33
20. Neuer Job gefällig?

Sie stoßen hier in ein Wespennest bei dem viele Ihrer Kollegen keinen Spaß verstehen Herr Fleischhauer. Neben der Klimarettung (siehe die "Meinung" Ihres Kollegen Becker) in der der Glaube vorherrscht wenn alle Deutschen morgen e-Autos und Bus fahren sei das 1,5°C-Ziel schon fast erreicht gibt es nirgends solche Hybris und feste Überzeugung wie beim Thema "Geschlechtergerechtigkeit". In Ihrem berufsmäßigen Umfeld bewegen Sie sich da in einem Minenfeld, dass ich keinem/r auf seinem/ihrem Arbeitsplatz wünsche. Leider werden die Damen (und ihre weichgespülten Unterstützer) erst in Zukunft merken was sie angerichtet haben, wenn nämlich jeglicher beeufliche Austausch zwischen den Geschlechtern nicht mehr unter mindestens 3 Anwesenden stattfinden darf. Die ersten "Erfolge" hat #metoo ja schon erreicht: in den USA verzichten Chefs vermehrt auf die Einladung weiblicher Angestellter zu Netzwerk-Veranstaltungen und auf die Einstellung von Frauen - Vorsicht ist besser als hinterher als Schwein im Internet zu stehen. Quelle googeln Sie bitte selber. Alles Gute...

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rieberger 11.10.2018, 16:33
21.

Zitat von williwi
Die sich jetzt über das Urteil empören sind diejenigen, die sonst vehement Selbstjustiz anprangern.
Die Politikerin hat für mich angemessen und nachvollziehbar reagiert. Zudem hat sie niemanden bestraft. Sie leitete obszöne Mails weiter und machte sie öffentlich, was ihr als Person des öffentlichen Lebens IMO zusteht.
Die Verantwortung über den Rechner hat der unflätige Cafébesitzer, der, so sieht es auch das Gericht, der Urheber und Verfasser ist. Das Urteil ist schlichtweg feige und ein Schlag in das Gesicht des Opfers. Und mit Opfer meine ich nicht den Cafébesitzer!

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Bondurant 11.10.2018, 16:35
22. Alles wird vergessen.

Die meisten Vorwürfe gelangen aus dem Schatten der Anonymität heraus an die Öffentlichkeit, strikte Anonymität ist gewissermaßen das Signet dieser Art von Gerichtsbarkeit. Die Problematik dabei ist auch den Verfechtern bewusst, weshalb sie die Schwäche ihrer Position in eine moralische Stärke umzudeuten versuchen: Dass sie aus dem Dunkel heraus operieren, beweist gerade die Dringlichkeit ihres Anliegens.

So machte man das früher mit demVorwurf der Homosexualität, wenn man jemandem schaden wollte. Ganz genau so. Besorgt, dass der Beschuldigte anderen schaden könnte, sah man sich leider gezwungen, dessen Charakter aufzudecken, um Schlimmeres zu verhüten. Eben auch anonym. Komisch, wie leicht die Muster wiederkehren.

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Stefan_Schmidt 11.10.2018, 16:44
23. Freue mich auf Nachhilfe für Fleischhauer durch ...

... seine Kollegin Stokowski. Die wird ihm sicher mühsam auseinandernehmen, worauf man auch alleine kommen könnte: Bisher ist es leider noch Alltag, dass fast jede Frau, die sich gegen männliche Übergriffe/Sexismen/Belästigung verbal zur Wehr setzt, anschließend mit einem Shitstorm überschüttet wird aus den Mündern derjenigen Männer, die sich zu Recht ertappt fühlen oder die ihr gefühltes Recht auf beliebiges Verfügen über Frauen und ihre Körper verteidigen wollen. Das Mittel der Wahl sind meist übelste sexistische Herabwürdigungen bis hin zu Vergewaltigungsdrohungen. Lieber Herr Fleischhauer, wenn Sie eine Frau wären, die begrapscht wird oder schlimmeres und Sie die Wahl hätten zwischen namentlicher Anklage inklusive des folgenden Donnergewitters der Penisfraktion oder eben einer anonymen Anklage, glaube ich nicht, dass Sie die Kraft hätten, sich jedesmal dem Shitstorm auszusetzen. Und dass Sie vielleicht trotzdem nicht einfach nur stumm ertragen wollen würden, was Ihnen widerfährt. Und dann würden auch Sie mitunter anonym die Schweine als solche bezeichnen, nicht zuletzt damit diese nicht genauso weitermachen, auch mit anderen Frauen.

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hareck 11.10.2018, 16:47
24. Mal ein

erstaunlich guter und differenzierter Kommentar vom Fleischhauer.

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Oihme 11.10.2018, 16:49
25. Als Kind ...

.... der 60iger und 70iger Jahre kann ich mich noch lebhaft daran erinnern, dass vieles vom "skandanlösen" Männerverhalten von heute damals als hochmoderne Lockerheit und Überwindung der sexuellen Verklemmtheit der Adenauer-Ära gefeiert wurde.
Man muss sich nur mal einen "Musikladen" von damals ansehen, nackte Busen überall und für die dortigen Bemerkungen Manfred Sexauers über Kolleginnen und Künstlerinnen wäre jeder heutige Moderator innerhalb von Sekunden seinen Job los.
So ändern sich die Zeiten.

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DrRettich 11.10.2018, 16:49
26. Abgeschrieben

Mir scheint die AFD hat von MeToo gelernt. Intoleranz ist in.... Auf allen Seiten. Deutschland braucht mehr Liberale!

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three-horses 11.10.2018, 16:51
27. Das Andere ist Privatsache.

Zitat von meresi
Dazu muss man geboren sein. In meiner Jugend war ich höflich und zuvorkommend jedem gegenüber. Inkl. Türe aufhalten oder älteren Personen, inkl. Frauen beim Einsteigen in Busse oder Tramways behilflich. Das mach ich auch heute noch. Frauen die jünger sind, sind sich selbst überlassen seit 1968 als sie vehement nach Gleichberechtigung riefen. Die bekamen sie von mir, bis zum heutigen Tag. Wo ich vorbehaltlos zustimme ist das Thema Sex am Arbeitsplatz. Man hat keine Affären am Arbeitsplatz und äußert keine schlüpfrigen Witze dortselbst. #Metoo ist etwas das ich nicht ganz nachvollziehen kann. Jahre später nach ungustiösen Ereignissen an die Öffentlichkeit zu gehen finde ich nicht richtig. Denn, nach so langer Zeit wird die Beweisführung schwammig. step forward right away or stay in your closet. Das ist auch die Meinung vieler amerikanischer Frauen die ich zu diesem Thema befragt habe. Nun gut, es könnte sich um Trumpwählerinnen handeln, ich hab nicht nachgehakt. Was Gleichberechtigung betrifft, ich kenne viele Frauen die sich als Rosinenpickerinnnen entpuppten, das brauch ich nicht. Was Sigi Mauer betrifft, nun, diese Dame muss man persönlich kennen um die derzeitige Angelegenheit exakt beurteilen zu können. Lt. Hörensagen kann sie schon kräftig austeilen, manchmal auch unter der Gürtellinie. Man sollte vielleicht ein paar ihrer Ex-Kollegen dazu befragen. Das hat ja offensichtlich noch niemand gemacht. Sonst wird ja auch immer in der nächsten Umgebung einer Person nach Informationen gegraben. Übrigens, sie hätte auch die Straßenseite wechseln können, was sie aber nicht wollte. Naja, vielleicht suchte sie die Konfrontation, ist ja ein Teil von ihr wie mir scheint. Aber wie gesagt, bin kein Frauenversteher. Männer reden in klaren Sätzen, wohingegen die Damen unserer Herzen immer um den Brei herumreden. Die Frauenversteher die ich persönlich kenne, wollen auch nur das Eine, die Dame ihres Herzen zwischen die Laken zu bekommen. Sie gehen die Dinge halt nur anders an. Sind gute Zuhörer, zeigen immense Sympathie und Verständnis für all die geäußerten Wehwehchen und Sorgen um an Ende die erschöpfte Erzählerin erfolgreich zu trösten. So schauts aus, zumindest in Österreich
"Wo ich vorbehaltlos zustimme ist das Thema Sex am Arbeitsplatz. Man hat keine Affären am Arbeitsplatz und äußert keine schlüpfrigen Witze dortselbst. " Massenweise. Und verheiratet. Oder auch nicht.
Und ohne Abhaendigkeiten. Aber Witze sind echt gefaehrlich. Kommt unter Mobbing. Und da versteht die Firma kein Spass. Das Andere ist Privatsache.

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az26 11.10.2018, 16:52
28. Ich bin ein "Produkt" meines Vaters

Er sprach grundsätzlich nie schlecht oder abwertend über Frauen. Er sah sie als gleichberechtigt an, war charmant zu Frauen, bezahlte sie in der Firma gleich, sah sie aber auchnicht als zu bevorzugende Wesen. Ihn als ärgerlichen weißen alten Mann mit Privilegien zu bezeichnen, wäre tatsächlich eine Beleidigung gewesen. Ich bin nach ihm geraten und betrachte feministische Generalbeschuldigungen ebenso als Beleidigung.

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Suppenelse 11.10.2018, 16:53
29.

Danke, Herr Fleischhauer. Was für den Neonazi der kriminelle Ausländer ist, ist für die Feministin der privilegierte, übergriffige weiße Mann. Die Dumichauch-Kampagne hat dieser vorurteilsbeladenen, pauschalen Denkweise eine beispiellose Plattform geboten, und die Medien haben sich nur teilweise getraut, kritisch nachzufragen, statt einfach nur mitzumachen. Zum Davonlaufen.

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