Forum: Politik
Ein Jahr Österreich unter Sebastian Kurz: Der Schweigekanzler
JULIEN WARNAND/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Seit einem Jahr ist Sebastian Kurz Bundeskanzler von Österreich. Er regiert mit Rechtspopulisten, das Klima im Land hat sich verändert. Dennoch - oder gerade deswegen - feiern ihn viele.

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Shelly 18.12.2018, 14:51
40. So, wie sie das mit den 14 Monatseinkommen

Zitat von jennerwein
Bei BMW, Audi, überall in der deutschen Industrie ist sowas üblich. Ebenso freiwillig wie jetzt in Österreich. Und unser Staat selbst? Fragen wir mal, welcher Polizist, welche Krankenschwester usw. keine 'freiwilligen' Überstunden schiebt. Weitere, wesentlich Besseres in Österreich als bei uns verschweigt der Bericht: Prinzipiell 14 Monatseinkommmen für jeden! Und Rentenhöhen, von denen wir nur träumen können.
schreiben, stimmt es nicht ganz.
Das Jahresgehalt wird durch 14 geteilt, die übrigen 2 14tel werden im November als Weihnachtsgeld ausgezahlt, weil in Österreich auf Sonderzahlungen nur 6% Steuer fällig sind.
Ich bin Deutsche, arbeite in Deutschland, wohne gleich jenseits der Grenze in Österreich und zahle deswegen in Österreich auch (gerne)* Steuer.
Auch mein Jahresgehalt wird gevierzehntelt und so durch die Sonderzahlung "Weihnachtsgeld" etwas Steuer gespart.
*gern nicht nur deswegen, weil ich so etwas Steuern sparen kann, sondern weil ich in Österreich auch die bessere, pragmatischere Regierung habe, die sich eher mit Sacharbeit beschäftigt, statt sich mit überfüssigen Ideologiesprüchen abzugeben.
Dass das den Linken Eliten (wie es ein Kommentar ausspricht, wobei für mich die beiden Wörter nie und nimmer kombinierbar sind) nicht passt, ist eher ein Kompliment für die Regierung Kurz.

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kontra-aus-Wien 18.12.2018, 14:56
41. Es wird leider immer wieder vergessen, dass

es nach den Wahken 2017 keine Refierung ihne FPÖ hat geben können, da sich die SPÖ unter Kern strikt einer Koalition mit der ÖVP als Juniorpartner verweigert hat, selbst aber sehr wohl, so wie im Burgenland gerne eine Koaltion mit der FPÖ eingegangen wäre.

Diese Regierung ist somit ein Kind der Demokratie und nicht ein Ausdruck der Gesinnung des heutigen Bundeskanzlers.

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schwaebischehausfrau 18.12.2018, 15:03
42. @mostly harmless: Das sagt auch keiner...

Zitat von mostly_harmless
Bei keinem deutschen Autobauer sind 60-Stunden-Wochen üblich. Die Behauptung ist einfach Blödsinn. Und die Überstunden in wenigen Bereichen hierzulande sind dem neoliberalen Irrsinn der letzten Jahrzehnte zu verdanken und keineswegs der Normalfall. Im Durchschnitt macht man ......
..., dass bei deutschen Autobauern 60-Stunden-Wochen "üblich" sind - auch nicht der Forist, auf den Sie sich beziehen. Genauso untauglich und sinnfrei in diesem Kontext ist ein Vergleich mit den "durchschnittlichen Überstunden", denn auch wenn Sie an einigen Tagen im Jahr (Weihnachtsgeschäft, Erntezeit, krankheitsbedingter Ausfall eines Kollegen) tatsächlich mal 12 Stunden arbeiten und den Rest des Jahres grundsätzlich 8 Stunden, dann haben sie "im Durchschnitt" ebenfalls weniger als 1 Überstunde pro Woche. In Österreich ist weder der 8-Stunden-Arbeitstag noch die 40-Stunden-Woche als Normalarbeitszeit ausser Kraft gesetzt worden, sondern eine Lösung geschaffen worden, dass man in Not- und Ausnahmefällen eben auch länger arbeiten "darf".

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kuhndi 18.12.2018, 15:04
43. Interessanter Arikel in der FAZ

Olli Ökonom:
ie wegen Klagen für Diesel-Fahrverbote heftig kritisierte Deutsche Umwelthilfe (DUH) prüft die Chancen für ein Tempolimit von 120 auf deutschen Autobahnen. Damit lasse sich Klimaschutz im Verkehr auch bei denjenigen Autos erreichen, die schon auf der Straße seien, sagte DUH-Chef

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uboot84 18.12.2018, 15:08
44. Es ist einfach nur peinlich

wenn Journalisten aus dem sozialromantischen Lager eine demokratisch legitimierte Regierung, welche konservative Werte aufrecht erhält ins neofaschistische Abseits schreiben will. Fahrt selbst nach Österreich und schaut nach mit wieviel Engagement und Herzenswärme dort mit Geflüchteten umgegangen wird. Ich erlebe es als auch nicht so beliebter Deutscher jedes Jahr wieder. Mein Lieblingsbier zapft ein Inder mit steirischem Dialekt....

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power.piefke 18.12.2018, 15:16
45. @jennerwein

"wesentlich Besseres in Österreich als bei uns verschweigt der Bericht: Prinzipiell 14 Monatseinkommmen für jeden! Und Rentenhöhen, von denen wir nur träumen können." ja, nur Stammtischparolen bringen einen in einer sachlichen Diskussion nicht weiter. Das Jahresbrutto ist nämlich allenfalls mit dem deutschen Vergleichbar - bei höheren Lebenshaltungskosten. Ob sie 12, 14 oder 78 Monatsgehälter bekommen, ist da wurscht. Ausserdem zahle ich in Österreich auch mehr Rentenbeitrag - z. t. als Steuer.
Das Loblied auf Kurz und seine Spießgesellen kann ich nicht teilen - wobei ich persönlich profitiere - da er vor allem Politik für die Besserverdienenden macht. Seine neoliberalen Partner der FPÖ versucht dem "kleinen Mann" wo es nur geht zu schaden: Krankenkasse Leistung kürzen, Familienbeihilfe bei der nur gut verdienende etwas beskommen etc... aber der kleine mann, der merkts nicht. Unter Kern gabs die letzte vernünftige Entlastung - aber gedankt hat es ihm keiner.

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obersterhofnarr 18.12.2018, 15:32
46. Wie in Ungarn

ja, die Rechten. So sind sie halt; erst die Einengung auf ein Aufregerthema mit dem sie Wahlen gewinnen können. Sind sie dann in der Regierung, werden Presse und Justiz gleichgeschaltet um kritische Aufklärung und juristischen Widerstand zu unterbinden. Wenn das geschafft ist wird die eigentliche Agenda durchgesetzt: Turboneokapitalismus zu Lasten der Arbeitnehmer, Abbau der Sozialleistungen zur Druckerhöhung und als Sahnehäubchen mit Schokostreusel, Kleptokratie und Nepotismus.
Wichtig sind immer weiter Nebelkerzen zu werfen, also immer schön die Themen Migration, Gender und Islam am Blubbern halten um von den wahren Zielen abzulenken. Und die Leute fallen darauf rein. Besser noch; die Leute verteidigen sogar noch diese Politiker, bis sie dann am eigenen Leib / Portmonee feststellen feststellen, daß man der Gekniffene ist, weil man plötzlich länger für weniger Geld arbeiten muß oder andere sozialpolitische Lustigkeiten stattfinden. ABER gleichzeitig alle möglichen Politikergünstlinge plötzlich Posten und Pöstchen bekommen haben und die Konzerne weniger Steuern zahlen brauchen, was dann die Arbeitnehmer und Konsumenten ausgleichen müssen.
Schaut auch mal genau in das Programm von AbgeFuckeD rein, und betrachtet dieses nicht in den Details sondern macht mal aus den Details ein Gesamtbild. Und dann schaut mal nach Ungarn und in die USA.

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Neustädter_02 18.12.2018, 15:40
47. Einspruch...

Zitat von Olli Ökonom
Blödsinn: Natürlich sind 60 Stundenwochen in der freien Wirtschaft nichts Ungewöhnliches. Natürlich nicht für den einfachen Bandarbeiter aber in den höheren Chargen .....
Ich glaube kaum, dass es dem Foristen jennerwein um Führungskräfte ging, eher denke ich, wollte er hervorheben, wie viel schlechter es den lohnabhängig Beschäftigten in der "linken BRD" geht als im "freiheitlichen Österreich" - eine beliebte Methode der Alternativen Kräfte(TM): erst schlechtreden, um ihresgleichen dann als Retter darzustellen.

Was die 0,005% "Leistungsträger" in den Chefetagen so treiben, interessiert da eher weniger, die meisten Kollegen bei BMW und Audi gehen pünktlich nach Hause.

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mostly_harmless 18.12.2018, 15:51
48.

Zitat von schwaebischehausfrau
..., dass bei deutschen Autobauern 60-Stunden-Wochen "üblich" sind - auch nicht der Forist, auf den Sie sich beziehen. Genauso untauglich und sinnfrei in diesem Kontext ist ein Vergleich mit den "durchschnittlichen Überstunden", denn auch wenn Sie an einigen Tagen im Jahr.....
Vielleicht LESEN Sie mal, bevor Sie kommentieren, das erspart nämlich Peinlichkeiten. Der Beitrag des Foristen, den ich kommentierte beginnt mit dem Satz "Bei BMW, Audi, überall in der deutschen Industrie ist sowas üblich. " Und selbstverständlich sagt die durchschnittliche Zahl an Überstunden etwas darüber aus, ob eine definierte Zahl an Überstunden "üblich" sind. Und wenn an zit "einigen Tagen im Jahr" große Mengen an Überstunden gemacht werden, sagt das - und das weiss man, wenn man die Definition von "üblich" kennt - dass es eben NICHT üblich ist.

Und in Österreich sind gemäß der Gesetze der Rechtsregierung dort nun keineswegs "im Ausnahmefall" die 60-Stunden-Woche möglich, sondern auf ANORDNUNG des Arbeitgebers. Es bedarf - genau das wurde abgeschafft - keinerlei Vereinbarung oder Genehmigung mehr. Wann die 60-Stunden-Woche gilt. liegt nun aussschliesslich im Ermessen des Arbeitgebers. DAS sind die Fakten.

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hell53 18.12.2018, 15:56
49. Übertragbar?

Übertragbar sind die Verhältnisse aus einem Land in ein anderes nie ganz, auch - und gerade dann - nicht, wenn es sich um ein Nachbarland handelt. Vielfach zählt außerdem nur, was die jeweilige Bevölkerung von ihrer eigenen Regierung hält: wenn die Zustimmungswerte recht hoch sind, macht sie wohl das meiste richtig. Wir Deutschen brauchen uns von außen also nicht anzumaßen, andere darüber zu belehren, was sie für richtig halten - oder ablehnen sollen. Hochmütige Fingerzeige sind eine andere Form von subalternem Hohn. - DAvon abgesehen, herrscht in Österreich offenbar eine Art Aufbruchs-, bei uns eher eine Abbruchsstimmung mit mehrheitlich ewiggleichen Abnickern, loyalen Durchwinkern und Schnarchzapfen in einem nur noch geriatrisch definierbaren Kabinett und Bundestag.

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