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Einbußen bei Europawahl: Die CDU-Chefin und ihre Fehler
Michael Kappeler/ DPA

Annegret Kramp-Karrenbauer wollte sich zunächst nur um die CDU kümmern - auf die Gefahr hin, dass Wähler verloren gehen: Genau das ist bei der Europawahl passiert, die Risse in der Partei sind nun sichtbar.

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mgrevenstein 28.05.2019, 07:27
60. Als

es hier im SPON über den Parteivorsitz ging hat man, im Sinne des unlauteren Wettbewerbs, immer wieder die Vergangenheit von Herrn Merz beleuchtet. Wenn genau das die Zukunft der medialen Bereiche in Deutschland sein soll und die damit einhergehende Beeinflussung der Konsumenten dessen zunimmt, dann werden wir dafür bestraft. Und zwar genau so wie jüngst fest zu stellen. Das AKK sich selber anzählt hätte ich mir von den Kollegen der AFD gewünscht und das REZO früher angefangen hätte auch. Vieles ist einfach zu konservativ und nicht aggressiv genug um sich auch ein europäisches Gehör zu verschaffen. Die Zeiten der permanenten Verwaltung sind längst vorbei und ich glaube das auch Merkel verstanden hat das man zukunftsorientierte Entscheidungen beschleunigen muss um wieder in die Spur zu kommen. Das Problem ist aber das die Christdemokraten genau das nicht können und wohl mit einer Zukunft leben müssen die den Sozialdemokraten ähnlich ist.

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Navygo 28.05.2019, 08:05
61.

Zitat von Pless1
Ja, die Positionen der Werteunion waren mal der Markenkern der Union - zu Kohls Zeiten. Dahin zurück zu wollen mag man sich in sentimentalen Momenten gönnen, aber damit kann man weder Wahlen gewinnen noch die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen. Man stelle sich vor, VW wolle den Dieselskandal mit der Rückkehr zum Käfer lösen. Der war auch mal Markenkern.
Es ging mir um die Aussage die WU sei "Ultra-konservativ" und SOGAR die sei eingeladen worden (was als Fehler aufgezählt wurde).

Meine Wertung dazu, wie Sie schon richtig bemerkten, die WU ist nichts anderes als die Kohl-CDU - war die auch "Ultra"-konservativ?
Und die WU ist nicht mehr oder weniger als EINE Positionierung innerhalb einer (noch) großen Partei. In jeder Partei gibt es verschiedene Flügel. Auch die SPD hat einen linken Flügel (Parlamentarische Linke) und dann den eher konservativen "Seeheimer Kreis". Die Grünen haben sich jahrzehntelang zwischen Fundis und Realos zerfleischt - dies ist seit einiger Zeit passee und wohl ein Teil des Erfolges in der Außendarstellung, dass man geschlossen auftritt.
Generell stelle ich in Frage ob es so klug ist, eine Gruppierung der eigenen Partei in die Schmuddelecke stellen zu wollen. Ich fürchte, damit treibt man eher Leute zur AfD als alles Andere. Würden die SPD so mit ihren "Parlamentarischen Linken" umgehen, würden die über kurz oder lang auch bei der "Linken" landen. Das ist der einzige Fehler den die SPD bisher aber NICHT macht ^^

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Ontologix II 28.05.2019, 08:52
62. Einfach mal bei der SPD nachfragen

Zitat von josho
Die Wchwierigkeit wird nur sein, wie die CDU diese Dame in angemessener Weise wieder loswerden will...
Die hat mehrere glück- und erfolglose Parteivorsitzende am Fließband verschlissen. Und je schneller sie Nahles abschießt, um so besser.
Es scheint ja im Augenblick ein weltweites Phänomen zu sein, dass begabte und charakterlich geeignete Politiker Mangelware sind. Vorbei sind offensichtlich die Zeiten, als ein Willy Brandt, Jimmy Carter, Olof Palme, Anwar al Sadat, Nelson Mandela, Helmut Schmidt, Giscard d'Estaing, Gorbatschow, Obama die Welt wenigstens ein Stückchen besser machten. Die augenblickliche Riege von Trump. Putin, Merkel, Boris Johnson, Salvini, AKK, Netanjahu, Victor Orban und wie sie alle heißen, kann man nur als Schreckenskabinett bezeichnen. Aber die Welt hat auch die Zeiten von Stalin, Mussolini, Hitler, Franco und Mao überlebt, wenn auch unter unsäglichen Opfern.

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sy.bergmann 28.05.2019, 09:11
63. Wahl-akk

AKK - Kampf-schreiende Bewerbungs-Reden sind nicht mein Ding!
Sie hat sich derzeit, so meine ich, sehr vor Merkels Karren spannen lassen (möchte daran keine Bewertung koppeln), damit eine Position einnehmend die wenig authentisch (inhaltl./persönl. bei mir ankam).

War enttäuscht von der Nicht-Wahl Merz, damit dieser einmaligen wie besonderen Gelegenheit, der CDU eine neue Kontur zu verleihen.

Die Reden von AKK - bespickt mit zu vielen Phrasen, bemüht um überzeugend Qualität u. Inhalte, dies schick verpackt, reißerisch dargeboten. "So wirkte manch Darbietung bei Bewerbung um Vorsitz, eher wie eine Einladung zum Wühltisch einer SSV-Veranstaltung".

Merz ging es um qualitativ wertig aufgestellten Inhalt mit gut gewählt vorausschauenden Aspekten - klar, interessant...greifbar vorgetragen. Auf mich wirkte eine Person mit vielschichtiger Erfahrung, natürlicher Überzeugungskraft - in Verbindung mit der Fähigkeit eine wohlgeformte Sprache, passend zu einer ansprechenden Tonlage, nutzen zu können,

Sofern man verstand, was er beabsichtigte zu vermitteln!!
Anscheinend haben seine Überlegungen (evtl. Art d. Ausführung u. Anspruch) nicht alle Zuhörer (ausreichend?) verstanden, damit eine interessante gute Chance zum richtigen Zeitpunkt nicht ergriffen, was (mehr als!!) bedauerlich.
Bedauerlich, dass Schäuble sich so derart ungeschickt (kurz vorab noch) eingebracht!!
AKK (27.05.) - Aussage zu Video, bzw. "Aktivität REZO mittels YouTube"? .

Merz war also klar mein Favorit - weil tendenz. zukunftsweisend die Person mit Blick auf wichtige Inhalte vielschichtig umrissen, erwähnt.

"Akk halte ich momentan nicht für die Person die ausreichend überzeugend - ihre Partei auf gute Weise nach vorne bringen zu können. Bzw. die Partei in eine gute (und nächste) Wahl-Runde" - so meine Einschätzung Dez 2018.

Viele der zu dieser Entscheidung betragend Wählenden - schienen mir nicht kompetent in ihrer Wahl u. Verantwortung - eine Wahl zu treffen, die frei von Einflüssen, ob akt., kurzfristig od. rückblickend betrachtet.
Die Entscheidung AKK löste eher Unbehagen als Zuversicht in mir aus.

Und ein Abwenden meiner Person - "von dieser Art WEITBLICK".
Und aber -wohin dann sich orientieren?
"Nur" mit "Klima-Krise" - kann ich nicht!
Sehe die Belastung - Gefährdung d. Umwelt/Gesundheit vielschichtig, viele Politiker sind diesbezügl. wie inaktiv, verhalten sich unwissend u./od. nicht mutig genug - einfachste u. kluge Gesamt-Konzepte zu betrachten, etc.!

Viele gute Lösungen sind mit geringen Investitionen/Steuergeldern, gestaltbar - alle unsinnigen Ausgaben vernichten Investitionen wichtigerer Art - das ist es auch was viele Leute aufregt!!
Fehlverhalten in der Politik - bietet weder Anreiz noch ist dies Vorbild!

Warum sagt man eigentl. nicht - "Politik für Leben & Umwelt"?
Anstatt "Klima-Schutz"! Feinstaub u. einiges anderes mehr wiegen schwerwiegender als dies "rein CO2 betrachtende Übel".
Bessere Luft durch mehr Begrünung, Schaffung konsequenter Kaltschneißen innerstädtisch, mehr Raum zur freiem Gestaltung (Räume ohne Vorgaben) für JUNG & ALT, etc.!
Weg von überholten Überlegungen, Konzepten!

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vincentaurelius 28.05.2019, 09:30
64. Altbacken und Rückwärtsgewandt

Wie eine Fahne im Wind, erst sich nach und nach versucht der AFD an zu nähern, um die rechten Abtrünnigen zurück zu gewinnen.
Kaum geschafft, nun auch noch das, diese grüne Welle / Bewegung.
Das man da als Parteivorsitzende anhand von fehlender Linie, Führungsstärke und Willen schonmal sich selbst zerreisst, liegt auf der Hand. Der nächste Schwung an Veränderung wird sicher kommen,
mal sehen wohin die Partei dann taumelt. Gilt übrigens auch für die SPD. Offensichtlich sind die Etablierten nicht in der Lage, mit dem Internet um zu gehen. Und damit eben auch die jungen Menschen und deren Ideale ab zu holen. Markige überhebliche Sprüche sind das erste Zeichen von Hilflosigkeit und keiner Ahnung.

M.E. wird die Zukunft nicht mehr durch grosse sogenannte Volksparteien regiert. Die vielen Themen und Probleme dieser Welt, die eben diese (Alt-) Parteien direkt und indirekt mit zu verantworten haben, werden nicht mehr von grossen Volksvertreter verhandelt.

Es wird an der Politik liegen sich den Umständen an zu passen.
Vielleicht muss sich auch unserer Demokratiegedanke verändern.
Viele kleine Interessensgruppen die Ihre Ziele einfordern und dabei gegenseitig immer bemüht sein werden, die Interessen der anderen Gruppen zu wahren.
Eben mit Respekt, Emphatie und der logisch rationellen Komponente
mit Vernunft zu entscheiden.
Vielleicht muss die Welt per se beginnen, anders zu denken und zu handeln.

Wir bewegen uns in einem Zeitalter in wir die Weichen legen, entweder in eine
Diktatur alá China und zunehmend auch der USA, oder schaffen wir es unter den gewonnen Freiheiten für jeden Einzelnen, eine Demokratie zu schaffen, die liberal, tolerant und zum Wohle der Menschen da ist?

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Pless1 28.05.2019, 10:07
65.

Zitat von Flauschie
Eine Partei kann nicht die Rechtsaussen in den oestlichen Bundeslaendern bedienen und gleichzeitig attraktiv fuer die Jugend sein. Das Prinzip Volkspartei kann es so eigentlich gar nicht mehr in Deutschland geben - dafuer sind die regionalen und demografischen Unterschiede mittlerweile viel zu gross geworden.
Die regionalen und demografischen Unterschiede waren früher viel größer als heute, das ist also nicht die Ursache für das Ende der Volksparteien. Das hat andere Gründe und die liegen im Wandel der Menschen. Es wird heute vom Wähler einfach nicht mehr akzeptiert, dass eine Partei, die maßgeblich gestalten will, so viele Interessen unter einen Hut bekommen muss, dass alle zu Abstrichen bei den eigenen Interessen bereit sein müssen. Das führt dann zu vielen kleinen Parteien die gegenläufige Partikularinteressen vertreten.

Gut ist diese Entwicklung nicht. Das Parteienspektrum spiegelt diesbezüglich aber den gesellschaftlichen Wandel wider, das kann man den Parteien also nur bedingt vorwerfen.

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erespondek 28.05.2019, 10:32
66. Elitenpartei?

Zitat von Newspeak
Das mit der Volkspartei ist doch eigentlich ganz einfach. Macht Politik für das Volk, und ihr werdet vom Volk gewählt. CDU und SPD sind aber nur noch Klientelparteien. Elitenparteien. Parteien der Bosse. Deren Anteil an der Gesellschaft beträgt weniger als 10%. Und dort werden entsprechend auch die "Volks"parteien landen, wenn sie sich nicht ändern. Gilt für die CDU genauso, wie für die SPD.
DIE Partei der Eliten ist immernoch die AfD, gell. Von den Eliten gegründet, von den Eliten finanziert und inmer berrit die Gegenleistung zu bringrn für die sie gegründet wurden.

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Bergbauernbua 28.05.2019, 10:51
67. Youtuber

Mein Gott, es wird doch noch einen jungen Mensch geben, hoch gebildet, der Elite nachstehend, der mit Fakten die Ideen der Grünen so im Netz zerpflückt, das die "Friday for Future" Generation in den Schulen
bleibt und das Kampf-Kaninchen auf dem Teller landet.
Einfach filmisches Material aus "Mad Max" verwenden.
Die Grünen wollen ja offene Grenzen und Zuflucht für jeden.
Da muss der Youtuber eben entsprechende Wohnsilos verdichtet
aus Elendsquartieren zeigen, getreu dem Motto:
Wohnen im Grünen war gestern, heute wohnen die Grünen verdichtet.
Na und ein paar Fotos mit Radlern ohne Autos auf der Autobahn werden sich aus der letzten Ölkrise mit Sonntagsfahrverboten doch auch noch finden lassen. Verödete leere Fabrikhallen stehen im Osten genug herum. Und Bilder aus den 30 er Jahren mit endlosen Arbeitslosenschlangen vor dem Arbeitsamt lassen sich auch technisch auf HD Niveau aufmöbeln.
Nur Mut AKK, zeig den Wählern und Wählerinnen wie es aussieht, getreu dem Motto einer Schülerin bei der RWE Hauptversammlung:
Eine 5 in Mathe ist mir lieber wie ein schlechter Klima (Tagesschau-Bild).

Und wenn die CDU das nicht kann? Neuwahlen und Merz statt Karrenbauer wählen.

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mostly_harmless 28.05.2019, 11:02
68.

Zitat von Pless1
Ja, die Positionen der Werteunion waren mal der Markenkern der Union - zu Kohls Zeiten. [...]
Nein, auch zu Kohls Zeiten was das der rechte Flügel der CDU. Damals standen die Herren Czaja, Hupka oder Dregger für diesen Flügel. Und heute eben andere Ewiggestrige.

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anboes 28.05.2019, 12:54
69. Die Werte-Union

passt sich dem Zeitgeist an und ist damit nicht nach links gerückt. Bereits die Tatsache, dass die Einen den linken Ruck zu erkennen glauben und andererseits die Anderen den rechten Ruck sehen, zumal weder die Einen noch die Andere einen greifbaren Beleg beibringen.

Diese Tatsache belegt aber die in Wirklichkeit schmallippige und doppelzüngige Politik der Kanzlerin! Jeder kann sie verstehen, wie es passt.

Was sagt uns die EU-Kandidatur des Manfred Weber? Er steht für 2 Parteirichtungen? Wenn Merkel eine nennenswerte Politik machen würde, würde sie ihre Wähler aufklären. Tut sie aber nicht, kann sie offenbar auch nicht! Der Werbeslogan der CDU/CSU lautet: Wer bietet mehr?

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