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Eingreifen in Libyen: Der Westen droht den richtigen Moment zu verpassen

Die EU ringt um die richtige Libyen-Strategie, Kanzlerin Merkel verlangt Gaddafis Rückzug. Doch der Despot gewinnt im Bürgerkrieg langsam die Oberhand. Die Planspiele der internationalen Gemeinschaft für ein Eingreifen könnten von der Realität überholt werden - mit problematischen Folgen.

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diaula 11.03.2011, 13:43
20. Sorgen haben die Leute bei SPON

Zitat von sysop
Die EU ringt um die richtige Libyen-Strategie, Kanzlerin Merkel verlangt Gaddafis Rückzug. Doch der Despot gewinnt im Bürgerkrieg langsam die Oberhand. Die Planspiele der internationalen Gemeinschaft für ein Eingreifen könnten von der Realität überholt werden - mit problematischen Folgen.

Wenn das euere grössten Sorgen sind, möglicherweise einen Krieg zu verpassen ....
In Ghadaffi-Land war/ist die medizinische Versorgung für jedermann kostenfrei; kommen wir erst einmal soweit in unserem schönen Deutschland.

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Blauaeugig 11.03.2011, 13:44
21. nachhaltiges Handeln ist gefragt

Ein nachhaltiges Handeln ist gefragt.
Das betrifft zum einen militärische Optionen. Diese müssen geeignet sein und sich an einem konkreten Ziel messen lassen. Wenn bspw. ein Flugverbot durchgesetzt wird, dann muss es geeignet sein, die Kampfhandlungen zu Gunsten der des lybischen Volkes zu beenden. Falls sich damit die Kampfhandlungen nur in die Länge ziehen und diese in einen Krieg münden, ist nichts gewonnen.
Zum anderen muss es ein klares Szenario geben, wie ein "neues" Libyen aussehen soll, wie es, staatlich, wirtschaftlich, infrastrukturell etc. so aufgebaut werden kann, dass alle Volksgruppen / Parteien dieses neue Libyen unterstützen.
Abschließend muss klar sein, dass der Konflikt in Libyen und dessen weiterer Verlauf auf alle übrigen, in der Region derzeit auftretenden Veränderungen einen großen Einfluss hat.
Fazit ist: neben dem Aufbau, einer realen militärischen Drohkulisse, dieses ist ohne UNO Mandat möglich.
Ist ein echtes Engagement und echte Arbeit erforderlich, um für Libyen eine echte Perspektive zu schaffen. Nur die Länder welche, diese Arbeit nicht scheuen, werden im Nachgang mit Stolz und auch nicht ganz ohne wirtschaftlichen und politischen Eigennutzen aus dieser Situation hervorgehen.
Die EU und Deutschland verschlafen gerade eine historische Gelegenheit, Wandel zu Freiheit und Demokratie mit zu gestalten. Wer nichts sät, kann auch nichts ernten.
Bleibt zu hoffen, dass sofort auf allen notwendigen Arbeitsebenen (bspw. dem Außenministerium, oder eine aktuelle Stunde im Parlament etc… ) die Gremien und Strukturen geschaffen werden, welche benötigt werden, um sich sinnvoll mit dem Wandel Nordafrikas und Arabiens auseinander zu setzen und nachhaltige Konzepte zu schaffen.
Neben der moralischen Verdammnis bei diesem Gemetzel hilflos zusehen zu müssen, ärgert es mich ungemein, dass die Leute, die ich mit meinen Steuern bezahle Ihren Job mal wieder nicht machen.

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katharina-d.g. 11.03.2011, 13:47
22. Das Verbrechen...

...an der Menschlichkeit wird sicher nicht der Grund für ein Eingreifen des Westens in das barbarische Geschehen in Libyen sein. Erst wenn's an die Rohstoffe, also an die "Kohle" geht, dann wird eingeschritten!

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orion4713 11.03.2011, 13:48
23. Dieser Titel wurde durch die Uni Bayreuth verliehen...

Zitat von sysop
Die EU ringt um die richtige Libyen-Strategie, Kanzlerin Merkel verlangt Gaddafis Rückzug. Doch der Despot gewinnt im Bürgerkrieg langsam die Oberhand. Die Planspiele der internationalen Gemeinschaft für ein Eingreifen könnten von der Realität überholt werden - mit problematischen Folgen.
Nun, wenn Gaddafi siegen sollte, werden die EU-Regierungen nach Tripolis pilgern und Gaddafi erklären, dass so ein blöder Regierungssprecher die Meinung der Regierung total mißverstanden hat und deshalb auch schon gefeuert wurde...

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stefan kaitschick 11.03.2011, 13:49
24. Aussitzen bis zum Abwinken

Danke für diesen Artikel. Genau so ist es.
Gestern noch wurde Sarkozy ein Kreigstreiber geschollten.
Hoffentlich nimmt Frau Merkel jetzt langsam mal den Fuss von der Bremse.
Deutschland hat jedenfalls keinen Platz im Sicherheitsrat verdient mit diesem rumgeeier.
Die Logik in diesem Artikel begreift jeder Zehnjährige.
Aber unsere Politiker begreifen halt nur was sie begreifen wollen.
Deutschland ist ja wahrlich keine militärische Supermacht.
Aber dank unserer Wirschaftsmacht kann das deutsche "njet" genau das Zünglein an der Waage sein, dass einen rechtzeitigen Eingriff verhindert.

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mischpot 11.03.2011, 13:49
25. and the winner is

Entscheidungsfindung in der Frage die Libysche Revolution zu unterstützen dauert viel zu lange. Bis es ein gangbarer Weg gefunden wird gibt es keine Opposition mehr. Nordafrika wird ein gespaltenes Land. Gaddafi fördert die Ausreise von Afrikanern nach Europa sein Öl verkauft er nach China, die Waffen bekommt er von China.
Man muß die Sache nur vom Ende her denken oder wie war das Aktionen müssen bis zum Ende gedacht werden, naja abwarten und Tee trinken.

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Faust27 11.03.2011, 13:50
26. Ein Mensch, der Böses dabei denkt...

Zuallererst: es ist unausprechlich perfide, die Not von Menschen und Bevölkerungen gegeneinander aufzuwiegen. Auf der einen Seite eine schreckliche Naturkatastrophe - hier wird sicher und unproblematisch internationale Hilfe geleistet - auf der anderen eine Revolution, ein Bürgerkrieg. Die Lage ist absolut nicht vergleichbar. Hier die Natur, auf der anderen Seite Flugzeugangriffe, auch auf Zivilisten und Demonstranten.

Der Westen und seine Intervention. Schöne Planspiele im Artikel, aber was ist die andere Seite? Der Westen greift ein - mit einer Flugverbotszone wird es sicher nicht getan sein. Eine militärische Intervention birgt unfassbar viele Risiken, nicht zuletzt, dass der so genannten "Westen" nicht unbedingt gerne gesehen wird von den arabisch-revolutionären - zumeist schiitischen - Kräften. Diese Szenarien sollten in einem ausgewogenen Kommentar auch beleuchtet werden. So ist der Artikel doch sehr einseitig. Man kann sagen, der "Westen" macht definitiv alles falsch, welche Strategie er auch wählt. Sehr gefährlich!

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observatorius 11.03.2011, 13:50
27. Der richtige Moment für Krieg?

Es wäre der richtige Moment um anzuerkennen, das "der Westen" keine Legitmation hat unter fadenscheinigen Gründen militärisch zu intervenieren.
Diplomatischer Druck auf ALLE Konfliktparteien wäre das einzig sinnvolle, gefolgt von Waffenstillstand und Reformen, die vor allem durch die Libyer zu führen sein werden.
Dass Frankreich und auch GB hier mit einer sehr speziellen nationalen Agenda auch ganz gezielt die Ansätze einer europäischen Außenpolitik tropedieren, sollte im Interesse Europas nicht hingenommen werden.
Insofern stellt sich wirklich die Frage
Zitat von Doctor Feelgood
[Warum] gibt sich der Spiegel für Kriegspropaganda her? Etwas anderes ist dieser Artikel doch nicht!

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oliver twist aka maga 11.03.2011, 13:51
28. ...

Zitat von Hypotheker
Das ist nur die Angelegenheit von Lybischen Rebellen. Die haben gegen die Gesetze verstossen und unruhe gestiftet. Jetzt werden Sie vom Staat dafür belangt...
Mein Gott, meinen Sie das ernst, was Sie da schreiben oder trollen Sie nur?

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milk_milk 11.03.2011, 13:51
29. Kein Krieg, sondern Intervention

Zitat von diaula
Wenn das euere grössten Sorgen sind, möglicherweise einen Krieg zu verpassen .... In Ghadaffi-Land war/ist die medizinische Versorgung für jedermann kostenfrei; kommen wir erst einmal soweit in unserem schönen Deutschland.
Dafür gibts Folter, Terror etc. Da verzicht ich im Gegenzug gerne auf kostenfreie medizinische Versorgung...
Wie zynisch viele Menschen hier sind. Es geht doch darum einen Völkermord zu verhindern. Klar war das Verhalten des Westens bisher heuchlerisch und egoistisch, aber die Chanc besteht etwas zu ändern.

Es geht nicht darum einen Krieg zu beginnen, sondern schlimmeres zu verhindern. Ich denke nicht, dass arabische Staaten in der Lage wären einzugreifen. Im Gegensatz zu Irak oder Afghanistan gibts hier 1. globale Unterstützung, 2. keine internen Extremisten und 3. ein internes Rufen nach westlicher Hilfe.


Kein Eingreifen des Westens hat meiner Meinung nach nur die Folge mit einer zynischen langfristig katastrophalen Politik weiterzufahren. Auch in der internationalen Politik darf man ruhig mal idealistisch denken wenn sich die Chance schon mal ergibt...

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