Forum: Politik
Eingreifen in Libyen: Der Westen droht den richtigen Moment zu verpassen

Die EU ringt um die richtige Libyen-Strategie, Kanzlerin Merkel verlangt Gaddafis Rückzug. Doch der Despot gewinnt im Bürgerkrieg langsam die Oberhand. Die Planspiele der internationalen Gemeinschaft für ein Eingreifen könnten von der Realität überholt werden - mit problematischen Folgen.

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pfeifffer 11.03.2011, 13:52
30.

Zitat von wanderprediger
Nochmals, warum helfen die Araber nicht? Genug Waffen haben sie in der Vergangenheit ja gekauft. Warum soll immer nur der Westen bluten und die Kastanien aus dem Feuer holen?
Die helfen doch, all die Söldner, die Gaddafi angeheurt hat!
Bloß nicht auf der Seite, auf der wir uns das wünschen würden.

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f.siemer 11.03.2011, 13:54
31. Raushalten, das geht uns nichts an ...!!!

Meiner Meinung nach dürfen wir uns keinesfalls in den Krieg reinziehen lassen. Das wird uns in einigen Monaten wieder als imperialistischer Angriff auf ein ölreiches islamisches Land ausgelegt. Wie immer... Diejenigen die jetzt nach militärischen Eingreifen schreien, werden wieder umschwenken und es als völkerrechtswidrigen Angriff erklären ...

Wenn irgendwer dort eingreifen sollte, dann die Afrikanische Union oder Arabische Staaten inkl. der Türkei. Wir sollten uns da definitiv heraushalten !!

Ägypten, die Türkei oder auch Saudi Arabien hätten die militärischen Mittel um das nach ihrem erachten notwendige zu tun, ob Flugverbot durchsetzen oder den Einsatz von Bodentruppen.

Wir sollten die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen und uns aus innerislamischen Angelegenheiten komplett heraushalten. Letztlich werden wir zwar eh Schuld sein, egal ob wir helfen oder nicht... aber so kostet uns die Schuld nicht auch noch Milliarden ...

Wir sollten auch definitiv keine Waffen, Munition oder andere militärische Ausrüstung liefern. Die wird über kurz oder lang eh gegen uns verwendet. Nur humanitäre / medizinische Hilfe sollte im vollem Umfang geleistet werden.

Wenn ich mir Videoberichte über die Rebellen anschaue, frage ich mich ohnehin wie die überhaupt auch nur eine Stadt erobern konnten. Die rennen planlos in Siegerpose durch die Straßen und ballern verplant in die Luft... die Rebellion ist eigentlich schon verloren... denn mit den Rebellen kann man nicht mal ein Dixiklo erobern / verteidigen. Nur weil man AKs an jeden Mann verteilt der sie tragen kann, hat man noch keine Armee...

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Blauaeugig 11.03.2011, 13:57
32. Prost

Zitat von Hypotheker
Das ist nur die Angelegenheit von Lybischen Rebellen. Die haben gegen die Gesetze verstossen und unruhe gestiftet. Jetzt werden Sie vom Staat dafür belangt. Warum sollten wir kriminellen helfen. Sollen das doch die Araber selber tun. Immerhin tönen die ja groß.. Der Westen kann dabei nur verlieren. Es sei denn unsere Freiheit wird in Bengasie verteidigt, neuerdings..
- Ja, genau und und am besten noch ein Schade, dass die DDR Führung und die NVA zur Wende nicht das Selbe gemacht haben und die kriminelle Bevölkerung niedergemetzelt haben -
Wenn Sie dann demnächst einmal wissen, dass sich Libyen nicht Lybien schreibt, sind Sie schon mal einen Schritt weiter.

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milk_milk 11.03.2011, 13:57
33. +1!

Zitat von Blauaeugig
Ein nachhaltiges Handeln ist gefragt. Das betrifft zum einen militärische Optionen. Diese müssen geeignet sein und sich an einem konkreten Ziel messen lassen. Wenn bspw. ein Flugverbot .....
+1, ganz Ihrer Meinung.

Ich bin der Ansicht es sollte versucht werden eine Legitimation zu erreichen (via UNO oder lybische/arabische Zustimmung) einzugreifen. Und zwar schnell, hart und konsequent. Die Vorbereitungen sind wichtig. Das Regime Ghaddaffi kann schnell entfernt werden, die Etablierung einer Demokratie danach muss unterstützt werden. Der Westen sollte als eine Art Wächter/Beschützer auftreten. Ohne Bedingungen, ohne eigene Interessen (man wird langfristig von einer westfreundlichen lybischen Regierung profitieren, diese wirds aber nur geben wenn sich der Westen richtig verhält).

Kosten/Risiko mässig wirds ein Bruchteil von Afghanistan oder Irak sein. Ganz andere demographische und regionale Bedingungen, auch ist kein Bürgerkrieg oder keine Revolte zu erwarten nach einem Sturz Ghadaffis (Meines Wissens gibts keine internen Religionskonflikte etc. oder?)

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buddy2011 11.03.2011, 13:57
34. Bitte?

Zitat von Rodri
Die Lybier haben einen Krieg angefangen und sollen sich da gefälligst selbst drum kümmern oder ihre arabischen Freunde fragen, aber wir sollte lieber den Leuten in Japan, Hawaii etc. helfen !! Die haben es 1000x nötiger als ein paar Dorfsheriffs in Lybien.
Das ist ja wohl der wahnsinn - genau sehen wir zu wie so ein Irrer sein Volk ausrottet - echt ohne wort

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MrChance 11.03.2011, 13:58
35. Kriminelle

Zitat von Hypotheker
Das ist nur die Angelegenheit von Lybischen Rebellen. Die haben gegen die Gesetze verstossen und unruhe gestiftet. Jetzt werden Sie vom Staat dafür belangt. Warum sollten wir kriminellen helfen. Sollen das doch die Araber selber tun. Immerhin tönen die ja groß.. Der Westen kann dabei nur verlieren. Es sei denn unsere Freiheit wird in Bengasie verteidigt, neuerdings..
"Die weiße Rose" waren auch Kriminelle und deren Hinrichtung durch den Staat nur gesetzesmäßig - nicht wahr?

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localpatriot 11.03.2011, 14:03
36. Niemand will ein blaues Auge

Zitat von Blauaeugig
Abschließend muss klar sein, dass der Konflikt in Libyen und dessen weiterer Verlauf auf alle übrigen, in der Region derzeit auftretenden Veränderungen einen großen Einfluss hat. Fazit ist: neben dem Aufbau, einer realen militärischen Drohkulisse, dieses ist ohne UNO Mandat möglich.
Sie haben recht. Libyen ist fuer das uebrige Arabien unheimlich wichtig und die kritische strategische Situation zur Zeit ist die Erhaltung der Stabilitaet in Saudi Arabien und den anderen Oelstaaten und die Welt scheint der Meinung zu sein dass ein stabiles Libyen unter Gadafi mit Bremskloetzen, der Weg des geringsten Uebels sei.

Nicht fair, aber so scheint es zu sein.

Ein militaerisches Aufgebot ohne UNO Mandat ist kaum moeglich. Keiner unter den fuehrenden Politikern des Westens will sich einer richterlichen Klage in Den Haag aussetzen, denn diese Moeglichkeit kommt in Bezug auf Irak immer wieder zur Sprache.

Und eine Drohkulisse ohne Handlungsbereitschaft ist gegenproduktiv.

Was bleibt: Das Gadafi Regime wird so weit wie moeglich isoliert. Keine offiziellen Handelsverbindungen, keine Oelkaeufe?

Und die mutigen Menschen die heute bereits als Rebellen bezeichnet werden? Kaempfen, fliehen oder sterben.

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RaMaDa 11.03.2011, 14:03
37. ?!

Zitat von Zwergnase
In Japan sind Menschen wirklich in Not.
...und in Libyen spielen die Menschen nur Totschießen oder was? Wie abgebrüht muss man sein?

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born47 11.03.2011, 14:04
38. Blauaeugig ?

Zitat von Blauaeugig
...bei diesem Gemetzel hilflos zusehen zu müssen, ärgert es mich ungemein, dass die Leute, die ich mit meinen Steuern bezahle Ihren Job mal wieder nicht machen.
Darf man Sie darauf aufmerksam machen das die “Freiheitskämpfer“ das Gemetzel an den schwarzafrikanischen Arbeitern verüben oder schreiben sie nur weil Spon sich dafür hergibt das zu veröffentlichen.

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gunman 11.03.2011, 14:04
39. ... aber nicht vom Brot allein.

Zitat von diaula
Wenn das euere grössten Sorgen sind, möglicherweise einen Krieg zu verpassen .... In Ghadaffi-Land war/ist die medizinische Versorgung für jedermann kostenfrei; kommen wir erst einmal soweit in unserem schönen Deutschland.
Wenn über Google-Earth kurbelt, sieht ein aufgeräumtes Land, das infrastrukturell gut versorgt scheint aus. Da wird jetzt einiges kaputt gehen und Gadaffi wird entsprechend sauer sein.
Allerdings ist einzuräumen, dass der Mensch nicht vom Brot allein lebt. Gaffafi hätte seinem „Nachwuchs“ auf jeden Fall mehr bieten sollen, als nur freie med. Versorgung.

BTW, die Bilder zum Völkermord fehlen noch immer. Was ich nach wie vor sehe, sind schwer bewaffnete Jugendliche, die sich mit ihrer Regierung schießen, Leute, die Frankreich als Gesprächspartner bereits anerkannt hat. Liegt das evtl. an den französischen Vorstädten? Dort ist ja ähnliches Volk unterwegs, wenn auch – noch – nicht bis an die Zähne bewaffnet. Jedenfalls haben die Franzosen Erfahrung mit solchen Menschen.

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