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Einigung mit Iran: Genfer Atomdeal schwächt Hardliner
REUTERS

Irans Außenminister Mohammed Sarif hat es geschafft. Die Einigung in Genf ist ein Meilenstein der Geschichte. Der Deal mit den Weltmächten zementiert den Niedergang der iranischen Hardliner und Irans Status als Regionalmacht.

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aljoschu 24.11.2013, 15:18
1. Ein Glücksfall für die Welt

Zitat: "Sarif ist volles Risiko eingegangen." Zitat Ende.

Das ist ein absoluter Glücksfall für den Iran und für die Welt! Ein Grund zum Feiern.

Aber jetzt muss der Westen gemeinsam mit seinen Verbündeten ebenfalls "liefern", und zwar:
- Israel muss abrüsten! Die Atomwaffen müssen weg. Darin darf der Westen keinerlei Kompromisse mehr eingehen. Es wird sehr viel und massiven Druck brauchen, um Israel dazu zu bringen. Aber dazu gibt es keine Alternative.
- Es muss verhindert werden, dass sich Saudi Arabien oder die Vereinigten Emirate mit ihren gigantischen Geldvolumina eine Bombe besorgen. Wenn der Westen das nun zuließe, wäre das ein Dolch in den Rücken der Iraner.

An diesen beiden nicht verhandelbaren Wegpunkten wird man deutlich erkennen können, ob es dem Westen ernst ist mit dem Abkommen, das heute erzielt worden ist. Man wird sehen, ob der Westen - und damit sind gemeint die USA, Großbritannien, Frankreich und natürlich auch Deutschland - gleichermaßen bereit ist, die Risiken auf beiden Seiten in einer Balance zu halten.

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joG 24.11.2013, 15:21
2. Hätte Iran gute Absichten.....

....hätte es sich kurz nach Carter und zu jeder Zeit danach positives Mitglied der Weltgemeinschaft werden können. Stattdessen hat es Terroristen unterstützt, Bedungene Mörder in die Welt geschickt, Unruhe in der Region verbreitet und ein Atomwaffenprogramm entweder betrieben oder sehr glaubhaft vorgetäuscht.

Die Iraner nun zu trauen und entgegenzugehen ohne Vorleistung ist da schon etwas naiv. Scheint dies zumindest zu sein.

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adal_ 24.11.2013, 15:26
3. Teherans Rechnung ist aufgegangen

Zitat von sysop
Irans Außenminister Mohammed Sarif hat es geschafft. Die Einigung in Genf ist ein Meilenstein der Geschichte. Der Deal mit den Weltmächten zementiert den Niedergang der iranischen Hardliner und Irans Status als Regionalmacht.
Mittels angedrohter Atomrüstung hat der Mullahstaat seine Anerkennung als Regionalmacht erpresst und kann jetzt im Libanon, im Irak, in Syrien und darüber hinaus schalten und walten, wie er will. Dafür braucht er keine Atombomben mehr

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atech 24.11.2013, 15:28
4. gelockerte Sanktionen

Jetzt kann Deutschland den Iranern seine Solarenergietechnik verkaufen und so weiter dazu beitragen, dass die Iraner keine Atomenergie brauchen. Atomreaktoren in einem Erdbeben-gefährdeten Gebiet wie dem Iran zu bauen ist lebensgefährlicher Unsinn.

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bennysalomon 24.11.2013, 15:29
5. Katastrophe

Zitat von sysop
Irans Außenminister Mohammed Sarif hat es geschafft. Die Einigung in Genf ist ein Meilenstein der Geschichte. Der Deal mit den Weltmächten zementiert den Niedergang der iranischen Hardliner und Irans Status als Regionalmacht.
Nein, dieser Deal ist der Anfang von Iran als Atommacht. Die Konsequenzen werden nicht nur für den Nahen Osten sondern auch für Europa eine Katastrophe sein. Und bitte kein "das konnte doch niemand wissen".

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normalo3006 24.11.2013, 15:30
6. Allgemeine Fehleinschätzung eines 'Gottesstaates'

Der islamische Gottesstaat kann aus seiner hausgemachten Opferrolle gar nicht raus. Nur ein äußerer Feind rechtfertigt das eigene Versagen in allen Bereichen, nur eine ‘Dauer-Revolution‘ hält die Regime-Mitläufer bei Laune. Ohne Perspektive im Frieden da global nicht wettbewerbsfähig. Wie jede Diktatur erstickt auch Iran in Kosten politischer Unterdrückung Andersdenkender und ausufernder Korruption. Diese Tatsache kann nur ein Dauerkonflikt mit überlegenen Gegnern wie Israel oder USA übertünchen. Oder verkürzt – wenn in Teheran wieder mal die Klospülungen nicht funktionieren sind die Juden schuld. Gut dass die sich bestens auch ohne dem ‘schwarzem Jimmy Carter‘ Obama zu schützen wissen. Denn die allgemeine Fehleinschätzung der iranischen Taktiererei bedroht vor allem Israel. Und dann alle anderen Nachbarn …

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bennysalomon 24.11.2013, 15:32
7. Kniefall

So ist es. Der Kniefall von Genf hat die Hoffnung auf eine friedliche Lösung im Atomstreit mit Iran erheblich erschwert. Die Folgen sind unabsehbar.

Matthias Küntzel: Der Kniefall von Genf

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gandhiforever 24.11.2013, 15:34
8. In der Tat

Zitat von sysop
Irans Außenminister Mohammed Sarif hat es geschafft. Die Einigung in Genf ist ein Meilenstein der Geschichte. Der Deal mit den Weltmächten zementiert den Niedergang der iranischen Hardliner und Irans Status als Regionalmacht.
Die Einigung schwaecht die Hardliner, insbesondere weil sie Erleichterungen fuer die iranische Bevoelkerung mit sich bringt.

Die Hardliner werden daher noch sturer werden, sich weiter isolieren.

Und das ist gut so.

Ich moechte es jedoch nicht verfehlen darauf hinzuweisen, dass dies nicht nur fuer die iranischen Hardliner gilt.

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spielerisch 24.11.2013, 15:37
9. Ein Schritt in eine friedliche Richtung

Zitat von sysop
Irans Außenminister Mohammed Sarif hat es geschafft. Die Einigung in Genf ist ein Meilenstein der Geschichte. Der Deal mit den Weltmächten zementiert den Niedergang der iranischen Hardliner und Irans Status als Regionalmacht.
So sehr wie man Verständnis für die Ängste der Israelischen Regierung haben mag -ich habe es zumindest- diese Entscheidung ist ein Schritt in eine friedliche Richtung.
Israels Regierung sollte langsam akzeptieren, dass Angst kein guter Berater ist.
Das israelische Volk -oder zumindest ein großer Teil davon- hat es längst verstanden.
Die Gefahr von Islamisten-Terroristen bleibt, aber diese Gefahr betrifft auch die ganze christliche Welt.

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