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Einigung zwischen EU und Großbritannien: Brexit-Verlängerlängerlängerung
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Die EU hat den Brexit erneut verschoben - diesmal bis maximal zum 31. Oktober. Ob die Zeit genügt, damit die Briten sich endlich untereinander einigen, ist allerdings keineswegs sicher.

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hisch88 11.04.2019, 03:57
1. Die unendliche Geschichte ....

Ich bin Pro-Europäer, mach mir aber jetzt Gedanken eine Anti-EU-Partei zu wählen, nur um meinen Unmut über diese Entscheidung kund zu tun.

Für mich wäre das Maximum Ende Mai 2019 gewesen und zwar vor der Wahl, als Verlängerung.

Hier wurde von der EU-Politik eindeutig gegen die gefühlte Mehrheit der Bevölkerungen der EU entschieden.

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egcphantom 11.04.2019, 04:00
2. Ungalublich....

kann die EU auch gleich auf ewig verlängern spart Zeit und Geld. Rechnung gibt es bei der Wahl.

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pjotrmorgen 11.04.2019, 04:06
3. Vage Hoffnung

Da der Markt doch alles regelt, sollte man die Englaender jetzt auch sofort gehen lassen bzw. aus der EU kicken (Schotten, Waliser und Nordiren wollen sicher in der EU bleiben). Jahrzehntelang haben sie die Einigkeit der EU behindert, auch zum Nutzen der USA. Nun zeigen sich aber erste positive Effekte des kommenden Brexits: Die EU ist einig wie nie zuvor, konzentriert sich auf das Wesentliche und ist zielstrebig un d man glaubt es kaum weitgehend kompromisslos. Allein dafuer muss man den Englaendern danken. Die absurde Haengepartie nutzt niemandem, ausser vielleicht einigen Tories, die vage darauf hoffen, die EU noch in einem grandiosen Turnaround so austricksen zu koennen, dass alle neoliberalen Traeume von tollen Wirtschaftsdeals mit anderen Staaten noch wahr werden. Die naerrischen Stimmen in Deutschland besonders aus der Wirtschaft schueren Aengste von "wirtschaftlichen Nachteilen" fuer Deutschland, obwohl das gegnteil der Fall sein wird. Die Eng;aender muessen noch mehr fuer deutsche Produkte zahlen, womit unsere Gewinne noch steigen werden.

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AZ1 11.04.2019, 04:35
4. Schrecken ohne Ende :(

Warum kann man nicht das demokratische Votum der Briten respektieren und sie gehen lassen? Zwei Jahre auf die Umsetzung zu warten ist schon übel, warum jetzt noch länger? Dann gäbe es eben einen harten Brexit -- die Welt würde nicht untergehen, auch die Insel nicht, und man wäre endlich wieder in einem definierten Zustand. Sowohl EU als auch VK haben genug echte Probleme, um die sich die Regierenden kümmern müssen, statt dieses Brexit- Theaters.

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p002248 11.04.2019, 04:38
5. Wählen ohne mich

Die EU zerlegt sich selbst und gibt ihren Gegnern Auftrieb bei der nächsten Wahl. Anti EU Abgeordnete werden die Sieger sein.
Bis jetzt war ich ein Verfechter der EU. Jetzt werde ich nicht mehr zur Wahl gehen.

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Teddi 11.04.2019, 05:03
6. Der Brech-xit

Was erhoffen sich die Briten eigentlich aus diesem zum kotz- äh, brechen hinausgezogenen Exit? Glauben sie, doch noch einmal als glorisose Kolonien-Weltmacht aufsteigen zu können? Oder ist es einfach, dass sie es schier unerträglich finden, in einem vereinten Europa neben einem sehr starken Deutschland sitzen zu müssen? Den Polen geht es ja eigentlich auch so. Sie haben alle noch nicht den Groll über WK II so richtig überwunden, was ja auch verständlich ist. Da sich aber Deutschland wegen der Sache oft schon übermäßig nach hinten lehnt, und überdies sich bemüht, ein glänzendes Beispiel für soziale Gerechtigkeit abzugeben, sollten sich die Beleidigten doch auch ein wenig mehr in Sachen Verzeihung üben. Ohne dass man irgendwie versuchen will, das Schlimme in dem Kapitel zu schönen. Das haben doch die Holländer und Franzosen auch hingekriegt, weil sie wissen, dass Deutschland nie mehr als Weltmacht auftreten will. Dagegen wäre aber ein starkes Europa mit all seinen Ländern schon ein Vorteil für alle Europäer. Aber verstehe mir einer die Briten. Sie sind eben unsere liebenswerten, aber etwas schrulligen, Ober-Insulaner. Wat willste maken, sagt da der Kölner. Vielleicht besinnen sie sich sogar noch und veranstalten einen weiteren Volksentscheid und bleiben drin. Das wäre noch immer die leichteste Lösung. Warum auch nicht, lächerlich gemacht haben sie sich doch eh schon so, dass es wie spukig durch den ganzen Westen schallt. Kommt auf noch einen Lacher mehr jetzt auch nicht mehr an. Dann könnte man sich aber endlich wieder wichtigeren Themen zuwenden.

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the great sparky 11.04.2019, 05:13
7. 31.10.2019, und dann?

zugegeben, die britische regierung inkl. parlament scheint ein trauerspiel abzuliefern - so wird es überall medial verbreitet und es stimmt auch, zumindest teileweise.
die hauptschuld trifft jedoch die eu als ganzes, die zwar einen austritt vorsieht aber nicht in der lage war, die bedingungen dafür zu regeln. sich nun daran zu weiden, wie sich die briten - zugegebenerweise dilettantisch - abmühen, spricht für sich.
was kommt nun nach dem 31.10.2019 wenn man sich immer noch nicht über den austritt geeinigt haben sollte? nach der allerletzten frist die dann alllerallerletzte?
man sollte nicht vergessen, dass die eu den austritt verschiebt; sie könnte die verlängerung auch ablehnen - tut sie aber nicht und nimmt so ebenso aktiv an dem trauerspiel teil wie die austrittswilligen.
ein paradebeispiel der unfähigkeit bei der eu probleme zu lösen und wasser auf die mühlen der eu-gegner.
wenn man dem ganzen etwas humoristisches abgewinnenen möchte sollte man den austrittstermin der briten wie den eröffnungstermin des ber betrachten - als eine art running gag.
vermutlich werden uns beide termine noch ein paar jahre begleiten - denn mittlerweile haben die verantwortlichen jegliche hemmungen und oder scham verloren. so geht politik heute, einfach nur erbärmlich und zugleich unverschämt.

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markus.pfeiffer@gmx.com 11.04.2019, 05:18
8. Was das bedeutet: 2. Staffel des TV-Ereignisses "Brexit"

Macron und Kurz hatten mit ihrer Linie (30.06., bzw. 22.05. ) vermutlich Recht.
Denn was jetzt in London passieren wird: bis zum Ende der parlamentarischen Sommerpause vermutlich gar nichts: Erst dann wird wieder hektische Aktivität in Sachen Brexit ausbrechen, vermutlich weiterhin ohne eine Chance, dass das Parlament sich auf irgendetwas einigt.

Hatten wir alles schon im "Finale der ersten Staffel" und wird bei Wiederholung nicht spannender oder amüsanter...
Ab Mitte Oktober dann dramatische Zuspitzung und 1-2 EU-Sondergipfel - und ich wette auf einen erneuten Chliffhanger und mindestens eine dritte Staffel - denn die Briten haben an den Europawahlen teilgenommen, sooo schlimm wird ihre Mitsprache beim EU-Haushalt auch nicht werden und sonstige Termine, die die Deadline 31.10. (oder eine andere in zeitlicher Nähe) begründen würden, sind auch nicht zu sehen.

Warten wir's ab!

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tommit 11.04.2019, 05:24
9. Man sollte vielleicht mal beginnen

Gehaltsbezüge im britischen Parlament auszusetzen, das beschleunigt die Entscheidungsfindung enorm.
Bei den Possen der letzten Monate würde das auch einigen Europaabgeordneten gut tun.... dann reduzieren sich die kindischen Egoismen

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