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Einigung zwischen EU und Großbritannien: Brexit-Verlängerlängerlängerung
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Die EU hat den Brexit erneut verschoben - diesmal bis maximal zum 31. Oktober. Ob die Zeit genügt, damit die Briten sich endlich untereinander einigen, ist allerdings keineswegs sicher.

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Vadomar 11.04.2019, 09:20
170. Ohje....

Diese "Appeasement-Politik" von Merkel, Tusk, Juncker und Konsorten setzt ein völlig falsches Signal und stärkt nur die politischen Ränder.
Es beweist einmal mehr, dass selbst die "Führer Europas" die EU als nichts Anderes ansehen als einen Wirtschaftsverbund zur Durchsetzung nationaler Interessen der Wirtschaftslobbyisten.
"Appeasement" hat schon in den 30er Jahren mal in die Katastrophe geführt.
Viele werden die EU-Wahlen nun als "Denkzettelwahlen" ansehen und extreme, europafeindliche Parteien wählen.
Unpersonen wie Farage, Rees-Mogg, Johnson und Radikale aus anderen Ländern wird's freuen.
Ebenso die USA, Russland und China.

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vanderil 11.04.2019, 09:20
171. So wird das leider nichts...

...in den letzten Jahren haben die Austrittswilligen nichts hinbekommen. Stattdessen wurde leider ein übles britisches Kasperletheater mit Hilfe der europäischen Seppels aufgeführt. Mein Eindruck des britischen Ziels: Wir wollen die Rosinen ohne zu zahlen.

Die EU hat in meinen Augen bewiesen, dass sie nicht den Mut und den Willen besitzt, durchzuziehen. Traurig. Und leider auch wie immer. Das Verhalten, was hier seitens aller Beteiligten an den Tag gelegt wird , wird weitere Folgen haben. Und jeder EU-Gegner sieht sich bestätigt... Die Folgen und der Schaden dieses Schauspiels durch die "gewählte" Klasse sind unabsehbar.

Ich wiederhole mich: Einfach nur sehr traurig.

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burgundy 11.04.2019, 09:21
172.

Zitat von p002248
Die EU zerlegt sich selbst und gibt ihren Gegnern Auftrieb bei der nächsten Wahl. Anti EU Abgeordnete werden die Sieger sein. Bis jetzt war ich ein Verfechter der EU. Jetzt werde ich nicht mehr zur Wahl gehen.
Sehe ich genauso. Der ganze Hickhack von GB UND EU ist für den einfachen Wähler schlicht zu orientierungslos und ermüdend. Auch ich werde wohl nicht wählen, man weiss ja derzeit nicht einmal, was man da wählt, ausser netten Parolen. Als Franzose enttäuscht mich besonders die Haltung Deutschlands, das wohl seine wirtschaftlichen Interessen über die politischen, zukunftsorientierten Interessen der EU stellt, wie sie von Macron vertreten werden. Ja, es sieht nach einem Europa der zwei Geschwindigkeiten aus, aber nicht, wie es sinnvoll wäre, mit einem deutsch-französischen Motor auf der einen Seite und den zu unterstützenden Mitgliedern auf der anderen, sondern es ist wohl so, dass sich Frankreich und Deutschland in unterschiedliche Lager bewegen, mit einem zukunfts- und EU-orientierten Frankreich Macrons und einem eher auf sich selbst bezogenen, bremsenden Deutschland Merkels und ihrer Nachfolger.

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lathea 11.04.2019, 09:21
173. @Objectives Nr.80. "Abstrafen bei Europawahl!" ???

"Nach dieser erneuten Brexitposse werde ich die etablierte Politik bei der kommenden Europawahl abstrafen." >>>> Möchten Sie dann in der EU das gleiche Chaos auslösen wie Farage und die Brexiteers in England? Sollen dann unsere Unternehmen ihre Arbeitsplätze und vielleicht auch Ihren Arbeitsplatz nach USA, China oder Russland verlagern? Eine solches dummes "Abstraf"-Denken hat in GB erst dieses Chaos ausgelöst. Die Wählerstimmen sind die grösste Macht in einer Demokratie. Deshalb muss man seine Stimme verantwortungsvoll abgeben. Wenn Sie in einem Betrieb arbeiten würden, in dem die Geschäftsführung von der Belegschaft gewählt werden könnte, würden Sie doch auch nicht den Kantinen-Koch oder den Pförtner zum Geschäftsführer wählen und zusehen, wie die Firma pleite geht und Sie Ihren Job verlieren, nur weil die Geschäftsleitung etwas getan hat, was Ihre Gefühle durcheinander gebracht hat. In der Politik und in der Demokratie muss man sich ständig anpassen. Nur in Diktaturen braucht man es nicht, da genügt es, dem Diktator zu folgen und da braucht man auch bei Wahlen keine "Abstrafungen" zu machen, weil es entweder keine echten Wahlen mehr gibt oder weil man dann im Knast landet.

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Lollen 11.04.2019, 09:22
174. Was für ein albernes Spiel

Das englische Parlament will den Brexit verhindern und führt deshalb dieses unwürdige Schauspiel auf.

Die EU-Führung war noch nie eine von den "hellsten" und merkt es immer noch nicht, wie sie von der Frau May am Nasenring durch die Manege geführt werden.

Demokratie? Was Demokratie ist, bestimmen die. Die, die in Brüssel alleine 6.000 Lobbyisten auf die Funktionsträger angesetzt haben. Um zu korrumpieren und zu bestechen.

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M. Vikings 11.04.2019, 09:22
175. Eurovision Politics Contest.

Zitat von Neandiausdemtal
Ich verstehe mich zuallererst als Europäer und gerade deswegen bin auch ich über alle Maßen enttäuscht. Die 27 Regierungschefs gefährden das phantastische Friedensprojekt EU massiv, eben weil sie erklärten EU-Feinden immer und immer und nochmal entgegenkommen. Den Vogel schießt mal wieder Merkel ab, die den ohnehin schon irren Termin Ende Oktober gleich wieder ad absurdum geführt und beliebig gemacht hat. Und das völlig ohne Not.
Mir geht es auch so.

Art. 50 will/kann May nicht zurückziehen.
Das Austrittsabkommen ist mausetot,
weil es eigentlich niemand von den anderen 27 will.
Einen No-Deal-Brexit will auch niemand.

Dann bleibt logischerweise nur noch eine Option - Fristverlängerung.

Deshalb wurde auch so früh der Dampf aus dem Kessel gelassen.
Am 24. Februar auf dem Gipfel in Scharm El-Scheich von Tusk,
immerhin gut einen Monat vor dem 29. März,
mit dem Angebot einer längeren Fristverlängerung.

Ich habe das auch nicht ernst genommen,
Ich hätte nicht gedacht,
dass Tusk damals schon damals
die Rückendeckung der Regierungs- und Staatschefs hatte.

Was Macron gestern auf dem Gipfel veranstaltet hat,
war für die Galerie.

Die politischen Schäden sind diese Leute bereit in Kauf zunehmen.

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taglöhner 11.04.2019, 09:23
176. Putins Cyberwar

Zitat von p002248
Die EU zerlegt sich selbst und gibt ihren Gegnern Auftrieb bei der nächsten Wahl. Anti EU Abgeordnete werden die Sieger sein. Bis jetzt war ich ein Verfechter der EU. Jetzt werde ich nicht mehr zur Wahl gehen.
Hoi, damit zeigen Sie's ihnen aber. Ist das der neue Spin bei RT?

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Athlonpower 11.04.2019, 09:23
177. Diese EU ist zum vergessen, aber restlos

Da bleibt einem nur noch zu schreiben: "Stell dir vor es ist Wahl zum EU-Parlament und keiner geht hin, weil es keinen mehr interessiert",

einfach unfaßbar, Merkel, Tusk und Juncker haben sich wieder durchgesetzt in ihrem Wurschtigkeitsdenken, was vorher gefaßte Beschlüsse anbetrifft, übrigens alle 3 Protagonisten sind Auslaufmodelle und werden bald von der politischen Bühne abtreten, aber den Schaden den diese - wieder mal - letzte Verlängerung auslösen wird müssen dann die anderen ausbaden, bzw. in ihren Ländern sich den immer stärker werdenden Anti-EU-Parteien entgegenstellen.

Diese EU kannste knicken und vergessen, in China und den USA wird es heute wohl den ganzen Tag Champagner geben!

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cobaea 11.04.2019, 09:23
178.

Zitat von suplesse
Was denn für ein Friedensprojekt? Woran erkkenn Sie das? Etwa an der unglaublichen internen Geschlossenheit (Ironie)? Meinen Sie das dient dem Frieden in Europa? Das man KEINE Entscheidungen fällt die mal nützlich wären. Brüssel ist ein großer Spielplatz wo nur Egoisten ihr DIng durchsetzen wollen und wenn das nicht klappt alles blockieren. Oder erkennen Sie "das phantastische Friedensprojekt" an den enormen Rüstungsexporten, z.B. nach Saudi Arabien.
Ja, es gehört auch zu einem Friedensprojekt, nach Lösungen, Alternativen und Kompromissen zu suchen - und einzelnen Mitgliedern Zeit einzuräumen, das auch zu tun. Der Ruf nach "harter Hand" ist verständlich, aber falsch. Was brächte denn ein ungeregelter Brexit? Der EU einen Haufen Probleme - grosser Verwaltungsaufwand, Kosten für Grenzsicherungen, wirtschaftliche Einbrüche verbunden mit der Gefährdung von Arbeitsplätzen und - im günstigsten Fall - sehr grosse wirtschaftliche Probleme für die Republik Irland. Dem UK brächte der Hard Brexot höchstwahrscheinlich massive wirtschaftliche Probleme und die Gefahr des Wiederaufflammens der "Troubles" in Nordirland. Und wofür? Dafür, dass man sich ein paar Monate nervendes Verhalten des Unterhauses erspart? Oder die Tatsache, dass wieder EU-Gegner aus dem UK ins Europaparlament einziehen? Solche sitzen dort heute schon und nicht nur aus dem UK.
(Die Rüstungsexcporte nach Saudiarabien hat die nicht die EU zu verantworten - das ist Sache der einzelnen Staaten. Dafür muss man die eigene Regierung anmotzen und nicht die EU)

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scratchpatch 11.04.2019, 09:24
179. Mays Chance

Jetzt ist es von Vorteil, dass May nichts mehr zu verlieren hat und praktisch schon ihren Rücktritt eingereicht hat, sobald sie den Brexit hinter sich hat. Vermutlich ist sie die Einzige, die jetzt mit Corbyn verhandeln kann, ohne auf die ständig meckernden Hardliner in der eigenen Partei mehr Rücksicht zu nehmen. So befreit auftretend, erarbeitet sie sich wieder mehr Respekt und würde wohl gar nicht mehr so eine schlechte Figur machen, wenn es ihr wirklich gelänge, mit einer Einigung mit Labour und etwa einer Zollunion den Austritt Großbritanniens aus der EU zu bewältigen. Damit würde sie vieles wiedergutmachen, was sie vorher mit ihrer Zickzacklinie an Ansehen verloren hat.
Ansonsten bin ich wieder mal froh, dass wir Merkel haben.

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