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Einigung zwischen EU und Großbritannien: Brexit-Verlängerlängerlängerung
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Die EU hat den Brexit erneut verschoben - diesmal bis maximal zum 31. Oktober. Ob die Zeit genügt, damit die Briten sich endlich untereinander einigen, ist allerdings keineswegs sicher.

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Ezechiel 11.04.2019, 09:46
210. ... es läge an der EU, dass die Briten nicht austreten können.

Zitat von MissMorgan
wie auch hier einige Foristen meinen, es läge an der EU, dass die Briten nicht austreten können. Die Briten wollen seit Jahren austreten und wissen nicht wie? Das ist doch nicht das Problem der EU! Man sieht doch, wie uneins sich die Briten sind! Natürlich lässt die EU sie gehen, aber verdammt noch Mal, laufen müssen die Briten dann schon selber! Drei Jahre lang ackern wir an diesem Brexit herum, WEIL die Briten nicht in die Pötte kommen. Das hat nichts aber auch rein gar nichts mit den Briten zu tun. Das ist wie bei einer Ehescheidung. Der eine Partner (Brite) möchte gehen. Und zu seiner neuen Freundin ziehen. Aber natürlich will er nichts aufgeben. Eigentlich will er alles behalten, inklusive der Ehefrau (die versorgt und umsorgt ihn so nett, und alles ist so schön gewohnt) aber natürlich lockt auch die neue, junge Freundin - aufregend, da pocht das Herz, da kommt man sich selber so jung vor. Aber es ist natürlich auch bedrückend, das Neue und man merkt, es ist eben nicht so freundlich da draußen und dort wurde eben nicht auf diesen alten Mann gewartet, geschweige denn dass man ihm entgegen kommt. Und er zerrt an allem, was er mitnehmen will. Aber das Gericht hat eben entschieden, es gibt nur bestimmte Sachen. Traurig. Wir wissen ja auch, wie solche Geschichten meistens ausgehen.
Die EU muss den Briten nur den kostenfreien und bedingungslosen Verbleib im Binnenmarkt anbieten. Was glauben Sie wie schnell sich die Briten einig und draußen sind.

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mirage122 11.04.2019, 09:47
211. Nachtrag

Zu früh abgeschickt. Sorry! Deshalb nochmal ganz entscheidend, dass die EU so derartig eingeknickt ist. Nur Herr Macron hat sich kritisch geäußert. Ich finde es ungeheuerlich, dass die Briten nun auch noch an der Europa-Wahl teilnehmen. Dann sitzen sie im Parlament und bestimmen über Dinge, die sie dann gar nichts mehr angehen. Herr Kurz hat recht: Noch vor dem 22. Mai raus und sonst nichts! Von Frau Merkel konnte man nichts anderes erwarten. Die hat ja nie eine eigene Meinung, sondern wartet die Tendenzen der Mehrheit ab.

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panzerknacker 51 11.04.2019, 09:47
212. Befürchtung

Zitat von cobaea
Immer die gleichen Sprüche "werden die etablierten Parteien bei der Europawahl teuer bezahlen", "Quittung kommt bei der Wahl" etcpp. Was wollt Ihr denn wählen? Die AfD? Und weshalb? Hat die bisher irgendetwas Konstruktives zur Lösung des Problems gesagt? Ausser. dass die EU sowas wie "der Ring sie zu knechten" ist. Aber das sagt sie ja auch ohne Brexit. Wieso also jemanden wählen, der weder eine Idee noch einen Lösungsvorschlag hat? Glaubt irgendjemand, das britische Unterhaus reagiert schneller und besser, wenn Marine Le Pen und Jürg Meuthen im Europaparlament den Drückeberger Nigel Farage ans Herz drücken?
Ich vermute, durch dieses Affentheater wird die Wahlbeteiligung empfindlich zurückgehen, was natürlich bei den "Analysen" auf andere Gründe zurückgeführt werden wird. Ob die Extreme links und rechts Zulauf bekommen, ist sowieso nur am Rande interessant, da das EU-Parlament nur marginale exekutive und legislative Kompetenzen hat. Also für die Tagespolitik alles halb so wild; nur haben sich die Damen und Herren in Brüssel und Strassbourg mal wieder gründlich lächerlich gemacht und dem europäischen Gedanken einen Bärendienst erwiesen.

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jjcamera 11.04.2019, 09:48
213. Steuererklärung...

Nach meiner Erfahrung verschwindet ein Problem nicht dadurch, dass man es verschiebt. Ich denke da an die Steuererklärung...

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taglöhner 11.04.2019, 09:49
214.

Zitat von Vadomar
Diese "Appeasement-Politik" von Merkel, Tusk, Juncker und Konsorten setzt ein völlig falsches Signal und stärkt nur die politischen Ränder. Es beweist einmal mehr, dass selbst die "Führer Europas" die EU als nichts Anderes ansehen als einen Wirtschaftsverbund zur Durchsetzung nationaler Interessen der Wirtschaftslobbyisten. "Appeasement" hat schon in den 30er Jahren mal in die Katastrophe geführt. Viele werden die EU-Wahlen nun als "Denkzettelwahlen" ansehen und extreme, europafeindliche Parteien wählen. Unpersonen wie Farage, Rees-Mogg, Johnson und Radikale aus anderen Ländern wird's freuen. Ebenso die USA, Russland und China.
Das Gegenteil ist der Fall. Die Brexiteers sind gespalten, isoliert je radikaler, desto frustrierter. Es wird eher ein Ersatz-Referendum der nach wie vor hochmotivierten (und mehrheitsbildenden) Remainer.

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ctrader62 11.04.2019, 09:50
215. Sieg der EU27 und Demütigung des UK ?

Die Politiker im UK bieten im Moment ein sehr armseliges Bild. Aber man sollte nicht vergessen, dass in anderen EU-Ländern wie Italien und auch Frankreich die klassischen Parteien sich schon längst marginalisiert haben. Das Ergebnis und die Verfahrensweise des Gipfels in Brüssel mag so notwendig gewesen sein. Nur wie soll sich ein Brite fühlen ? Die EU27 diktieren die Bedingungen, ab und zu darf die Premierministerin das Ergebnis entgegen nehmen. Das UK ist Atommacht, ständiges Sicherheitsratsmitglieds und hat als einziges europäisches Land Nazi-Deutschland konsequent widerstanden. Ohne sie hätte es ein freies und demokratisches West-Europa vielleicht gar nicht gegeben. Ähnlich fühlen sich vermutlich viele Bürger aus Ost-Europa und vieler kleiner Mitgliedsländer, um die sich zuletzt Helmut Kohl gekümmert hat und danach gefühlt niemand mehr. Einstellungen und Handlungen sind meistens emotional getrieben, ich befürchte, dass die Einstellung vieler Bürger zu Brüssel sich gestern wieder verschlechtert hat.

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MisterD 11.04.2019, 09:50
216. Das ist schwerlich möglich...

Zitat von madameping
(...) denn ein harter unkontrollierter Brexit würde die EU und GB in weit schlimmere Turbulenzen bringen als ein weiterer Aufschub
die britische Wirtschaft ist schon jetzt am Boden, da keine Firma sich mehr traut auch nur einen einigen Cent auf britischem Boden zu investieren. Viele haben längst, mindestens, Nebensitze in der EU gegründet bzw. ihr Personal dort deutlich aufgestockt.

Für die Wirtschaft in Kontinentaleuropa wäre ein harter Brexit natürlich auch ein Schlag.

Was aber noch deutlich mehr schadet, als alles andere, ist die Hängepartie, jetzt seit nunmehr fast 3 Jahren läuft. Diese Hängepartie jetzt nochmal um 6 Monate zu verlängern, ist viel schlimmer, als alles, was selbst der härteste Brexit verursachen könnte...

Denn eins ist ja wohl klar. Wenn bis Ende Oktober kein Abkommen steht, dann wird wieder um 6 Monate verlängert. Wer soll bitteschön jetzt noch glauben, dass man dann den harten Brexit vollzieht?
Also jetzt aber wirklich... ehrlich das ist die letzte Chance... wenn ihr dann nicht wollt, dann... na gut, dann eben Mitte 2020...

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Ezechiel 11.04.2019, 09:50
217. Geben Sie mir einen Tipp.

Zitat von blaustift
Anti-EU? Das macht wenig Sinn. Umut kann man auch anders artikulieren.
Der Unmut hat sich auch bei mir eingestellt. Ich möchte ihm auch gerne Ausdruck verleihen. Viele Foristen möchten aus trotz die Partei wählen, deren Namen nicht genannte werden darf. Zeigen sie mir einen Ausweg auf. Danke im voraus.

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kbul 11.04.2019, 09:53
219. Unendlicher Verdruss

Auch als tief überzeugter EU-Anhänger muss ich sagen: "Brexit means Brexit!" GENUG IST GENUG.
Erschreckend und für alle Briten beschämend muss sein, was der unselige "Ries-Mock" da von sich gibt.
Also bitte, liefert den EU-Gegnern nicht noch mehr Argumentationshilfe und entlasst GB in seine "Freiheit".
Man könnte angesichts der derzeitigen Verfasstheit schier verzweifeln.

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