Forum: Politik
Einigung zwischen EU und Großbritannien: Brexit-Verlängerlängerlängerung
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Die EU hat den Brexit erneut verschoben - diesmal bis maximal zum 31. Oktober. Ob die Zeit genügt, damit die Briten sich endlich untereinander einigen, ist allerdings keineswegs sicher.

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bicyclerepairmen 11.04.2019, 10:09
240. Glauben Sie denn tatsächlich...

Zitat von taglöhner
Was ist Ihr Thema? Gassen-Ehre? Was ist daran unglaubwürdig, ein für alle schädliches, billionenteures, lebensgefährliches Chaos abzuwenden?
...das sich bis zum neuen Termin im Oktober grundlegend etwas ändert ? Eben, was in den letzten Jahren nicht zu Stande kam wird jetzt in dieser Zeit auch nicht "gerettet" werden können.

Die EU benimmt sich analog zu Cameron, "schaun wir mal " und hofft vielleicht auf ein 2 Referendum. Das ist schwach, sehr schwach und geht auf Sicher in die Hose.

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citi2010 11.04.2019, 10:10
241.

Zitat von hisch88
Ich bin Pro-Europäer, mach mir aber jetzt Gedanken eine Anti-EU-Partei zu wählen, nur um meinen Unmut über diese Entscheidung kund zu tun. Für mich wäre das Maximum Ende Mai 2019 gewesen und zwar vor der Wahl, als Verlängerung. Hier wurde von der EU-Politik eindeutig gegen die gefühlte Mehrheit der Bevölkerungen der EU entschieden.
Wir leben in einer repräsentativen Demokratie - oder auch parlamentarischen. Der Grundgedanke ist, dass die gewählten Vertreter sich mit den Dingen im Detail beschäftigen und dann das entscheiden, was auf Grund dessen Ihnen das richtigste erscheint, im Interesse der Wähler.

Gefühlte Mehrheiten sind eben genau nur das: gefühlt.

Das jede Entscheidung der Politik heute Zustimmung von allen Menschen finden soll und es ansonsten shit storms gibt, ist leider eine Begleiterscheinung der unsere Welt zersetzenden sozialen Medien.

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ghdstz 11.04.2019, 10:10
242. Eine Chance für die Vernunft: Europawahl = 2. Referendum

Anstatt weiterhin genervt über das Brexit-Chaos zu lamentieren sollte man lieber die sich jetzt bietende Chance nutzen: Die Briten haben sich nun verpflichtet bei der kommenden Europawahl mitzumachen, obwohl ein derzeit unbekannt großer Anteil der Bevölkerung gegen die EU-Mitgliedschaft ist. Da liegt es doch nahe, die Europawahl in UK mit dem offensichtlich notwendigen zweiten Referendum zu kombinieren.

Auf den britischen Stimmzetteln gibt es dann oben zunächst zwei Kästchen, eines für "Remain" und eines für "Leave". Wer für "Leave" stimmt kann wohl kein legitimes Interesse haben über die Zusammensetzung des Europaparlaments mitbestimmen zu wollen und hat somit keine weitere Stimme. Wer für "Remain" stimmt kann dann über die zur Wahl stehenden britischen Gruppierungen und Kandidaten abstimmen. Damit werden zwei Ziele erreicht: Zum einen wird endlich klar ob die Mehrheit der Briten Stand heute wirklich die EU verlassen will (angesichts des mittlerweile dreijährigen Brexit-Kasperltheaters und der bekannt gewordenen Manipulationen kann man wohl davon ausgehen dass viele Menschen dazugelernt haben und sich nunmehr anders entscheiden werden) - und zum anderen wird sichergestellt, dass dann keine EU-Feinde wie etwa die Herren Farage und Rees-Mogg im europäischen Parlament sitzen und die Arbeit der EU sabotieren können.

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HermannF. 11.04.2019, 10:10
243. @5 Wie kommen Sie denn darauf?

Die EU zeigt sich einig wie selten und kennt ihre Interessen. Und das EU-Interesse ist ganz klar, dass die Briten bleiben dürfen und bleiben sollen. Die Briten könnten gehen wenn sie wollen, auch morgen schon. Das wollen sie aber (noch) nicht. Weil die Interessenslage innerhalb Großbritannien noch nicht ausreichend geklärt ist.

Wie man daraus ableiten kann, dass sich die EU selbst zerlegt, ist mir schleierhaft. Und wie manch andere hier im Forum daraus ableiten, die EU lässt die Briten nicht gehen, ist mir auch schleierhaft. Und übrigens: es ist nicht "Brüssel" oder eine ominöse EU-Bürokratie, die da verhandelt. Es waren die in ihren jeweiligen Ländern demokratisch legitimierten Regierungschefs, die da gestern verhandelt haben.

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GunterKalinka 11.04.2019, 10:10
244. Am Nasenring der Briten...

Eigentlich bin ich für Europa und den europäischen Gedanken. Die EU ist allerdings auf dem besten Weg, auch noch das letzte Vertrauen zu verspielen. Und das wegen diesen größtenteils durchgeknallten Insulanern, die zu keiner Einigung kommen werden - auch nicht bis Oktober!

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citi2010 11.04.2019, 10:12
245.

Zitat von p002248
Die EU zerlegt sich selbst und gibt ihren Gegnern Auftrieb bei der nächsten Wahl. Anti EU Abgeordnete werden die Sieger sein. Bis jetzt war ich ein Verfechter der EU. Jetzt werde ich nicht mehr zur Wahl gehen.
Nachdem sie nun ihren Gefühlen freien Lauf gegeben haben begründen Sie bitte, warum mit der Entscheidung den Briten einen Aufschub zu gewähren, die EU sich zerlegt und wieso sie sich nicht zerlegt hätte, ihrer Meinung nach, wenn sie keinen Aufschub gewährt hätte.

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karend 11.04.2019, 10:13
246. .

"Die EU hat den Brexit erneut verschoben - diesmal bis maximal zum 31. Oktober"

Klar. Dieses Mal ist der Termin wirklich ernst gemeint ...

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theodtiger 11.04.2019, 10:13
247. Was haben Europaabgeordnete damit zu tun?

Zitat von tommit
Gehaltsbezüge im britischen Parlament auszusetzen, das beschleunigt die Entscheidungsfindung enorm. Bei den Possen der letzten Monate würde das auch einigen Europaabgeordneten gut tun.... dann reduzieren sich die kindischen Egoismen
Quatsch! Die Europaabgeordneten haben sich nach Abschluss der Autstrittsverhandlungen noch gar nicht richtig mit dem Austrittsvertrag befasst, da er im Unterhaus blockiert ist. Es ist allerdings klar, dass sie den Vertrag ratifizieren würden, denn die EU hat auch entsprechend den Resolutionen ihrer demokratischen Volksvertretung verhandelt.

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citi2010 11.04.2019, 10:13
248.

Zitat von haarer.15
Doch - gehen Sie besser ! Den Stimmzettel kann man auch ungültig machen. Das wäre dann demonstrierte Ablehnung dieses absurden Theaters.
Bitte begründen Sie, wieso die die Vorgehensweise der EU27 für absurdes Theater halten. Danke.

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elkacko 11.04.2019, 10:14
249.

Ein weiterer Tiefpunkt Im endlosen Brexit Theater. Nächsten Monat ist Europawahl und in der Berichterstattung wird dem genervten Wähler täglich in aller Bandbreite nur die Unfähigkeit der EU vor Augen geführt. Keine Zeile über die verschiedenen Wahlprogramme und Ziele, Interviews mit Kandidaten oder Experten - alles was irgendwie für die anstehende Wahl hilfreich wäre. Wäre das nicht der journalistische Auftrag zur politischen Willensbildung? Leider Fehlanzeige. Dafür gibt es Brot und Spiele für das Volk wie einst im alten Rom.

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