Forum: Politik
Einwanderung: Ein deutscher Traum
DPA

Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken? Durch Einwanderung könnte Deutschland zum neuen, besseren Amerika werden. Wir müssten uns nur von lieben Gewohnheiten verabschieden - zum Beispiel vom Sozialstaat, wie wir ihn kennen.

Seite 10 von 38
mkaemmer 09.07.2018, 17:38
90. "Warum nicht mal zur Abwechslung positiv denken?"

Positiv hatte ich bis vor ein paar Jahre gedacht, zur Abwechselung denke ich jetzt sehr negativ.

Beitrag melden
Knossos 09.07.2018, 17:38
91. Tiefer graben

Ich bin definitiv kein Rechter. Und ich glaube auch nicht, daß Broder einer ist.

Er und ich sind uns allerdings eines Phänomens bewußt, das sich "Kultur" nennt. Wir wissen sowohl darum, welch langwieriger Geschichte und Entbehrung es bedurfte, westlichem Verstand Objektivität und Humanismus angedeihen zu lassen, als auch, wie schnell die Errungenschaft wieder über den Jordan geht -siehe ethische und soziale Rückläufigkeit seit den sechziger Jahren, oder auch neudeutsche Phänomene seit 2015-.

Ihren Traum hatte ich als Kind, Herr Augstein.
Wenn Sie sich dazu überwinden könnten, wenigstens zwei Jahre lang ohne Abschirmung in Übersee inmitten üblicher Umgebung in Asien und Afrika zu leben, erschlösse sich auch Ihnen, was Deutschland überhaupt nicht gut tut.

Überdecken desolater Mentalität, während Lösung wie Zügelung europäischer Wirtschaftsstrategien in Übersee und Einsatz daheim destruktiv verwendeter Mittel alternativ und kausal wirksam in Herkunftsländern überhaupt keine Erwägung findet, ist unausgegoren und kurzsichtig.

Bertelsmann stellt überdies keine sachliche Quelle zum Thema dar. Denn deren Organe blasen in das Horn deutscher Industrie, welche oberflächliche Egalität und "Philanthropie" ebenso zur Kampagne machte wie erstmals in den Fünfzigern, als sie Einwanderung von Prekariat zur Lohndrückerei einfädelte.

Auch diesmal wieder gleicher Hintergrund in Grün.

Denken Sie doch einmal über Phänomene namens "Mehrwert" und "Demokratie" sowohl daheim wie in Übersee nach, Herr Augstein. DARIN liegt effektive Liebe zum Menschen und zu Humanistischer Gesellschaft begraben.

Bislang so tief und beflissentlich überdeckt, daß sich signifikante Faktoren dem flüchtigen Überblick entziehen und grundfalsche Ansätze global sozialer Rückentwicklung ratsam erscheinen lassen.

Nicht zuletzt werden Wirtschaftsflüchtlinge mit (wie auch immer qualifizierender) Berufsausbildung in ihrer Heimat gebraucht. Spätestens dieser Umstand dürfte verirrter Philanthropie doch auf die Sprünge helfen, wenn sie nicht tiefer graben möchte.

Beitrag melden
woffi22 09.07.2018, 17:38
92. Nette Satire

Wenn man aber haufenweise deutsche Türken im Land hat, die sich lieber in eigenen Stadtvierteln separieren und ihrem Präsident huldige, dann wird das schwierig.
Und wenn man lauter Angehörige einer Religion aufnimmt, die die Regeln ihrer Religion über unsere Gesetze stellen, wird es auch schwierig.

Beitrag melden
diezweitemeinung 09.07.2018, 17:39
93. Fremdschämen

Wie kommt es nur, dass ich mich bei den Augstein-Kolumnen immer fremdschäme?
Sich als Links definierende Menschen wie Augstein haben nicht eine einzige praktikable Alternative zu den von ihnen so bekäpften "rechten Positionen" vorzuweisen, über die man nachdenken, bzw. diskutieren könnte. Auch diese Kolumne ist wieder einmal hohl und liefert außer Appellen an das Gute und Edle im Menschen keine Idee, die man aufgreifen und bedenken könnte.
Dabei ist die Situation eigentlich ganz simpel. Aber nach dem Motto "Eyes wide shut" werden die Fakten des Lebens einfach nicht zur Kenntnis genommen, bzw. angesprochen. Die Problemkette liegt offen vor uns: ungebremste Überbevölkerung führt zu vielen Millionen Möchte-gern-Zuwanderern. Zuwnderer fühlen sich selbst dann in Deutschalnd noch relativ wohl, wenn es hier Hungerrevolten der einheimischen Bevölkerung gäbe. Kriege werden nicht nur von kleinen Ländern geführt, sondern auch von großen. Das würde aber dazu führen, dass plötzlich 100 Millionen oder mehr asylberechtigte Kriegsflüchtlinge vor der Tür zu Europa stehen würden. Szenarien, die von Linken und Rechten nicht zu lösen wären.
Die Massenzuwanderung wäre auch dann nicht zu verkraften, wenn es sich um Schweizer, Niederländer oder Skandinavier handeln würde. Wir haben bereits zehntausende von hochqualifizierten arbeitslosen Akademiker. Man befrage nur einmal 100 Taxifahrer. Es kommen aber von allen denkbaren Menschengruppen ausgerechnet jene, die wir überhaupt nicht gebrauchen können und die niemand hier haben möchte - sehen wir mal von Herrn Augstein und seinen Satelliten ab. Was Asiaten mit ihrem geradezu abartigen Fleiss auf die Beine stellen können, sehen wir in Ländern wie Süd-Korea, China, Vietnam oder Japan. Die könnten wir zwar auch nicht in Massen hier integrieren - aber was die Araber und Afrikaner leisten können -und wollen -sehen wir in Syrien, dem Irak, Ruanda, Kongo oder Somalia. Die könnten wir in Deutschland selbst dann nicht gebrauchen, wenn 95% weniger ins Land strömen würden. Wer möchte sich schon von einem Araber pflegen lassen, wenn er alt und schwach ist ? Von einem Menschen, der Frauen verabscheut und europäische Menschen männlichen Geschlechts verachtet? Fazit: es sind zu viele Menschen aus Ländern, die sie für jeden vernünftigen Umgang mit ihnen untauglich machen. Nein, Herr Augstein - Sie sind keine Stütze in schwierigen Zeiten. Leider. Ihre Traden wären glaubwürdiger, wenn Sie Ihr Vermögen für Entwicklungshilfe-Projekte einsetzen würden. Sie könnten ja auch wie eine Verkäuferin bei Aldi von 8000 Euro netto im Monat gut leben (Ironie)- Gelle?

Beitrag melden
Schmidt24 09.07.2018, 17:39
94. @ Nr. 2 xxbigj

Ja - und wer meint, die halbe Welt in D und Europa aufnehmen zu können, der hat auch etwas nicht verstanden.

Beitrag melden
hippie.jonny 09.07.2018, 17:40
95. Darf...

Zitat von jeby
Wenn man mit einem goldenen Löffel im Mund geboren wurde und Multimillionär ist, kann man leicht von einem "anderen Sozialstaat" reden. https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_Augstein "Augstein vertritt als alleinvertretungsberechtigter Dauertestamentsvollstrecker in der Gesellschafterversammlung des Spiegel-Verlags den 24-Prozent-Anteil der Familie Augstein, dessen Wert im Jahr 2015 auf rund 160 Mio. Euro taxiert wurde."
...man das deswegen nicht? Sie sind neidisch? Seien wir doch froh, dass es solche Leute gibt, die nicht auf die Armen runterschauen, sondern sich Gedanken machen. Er kann ja nix dafür dass sie es nicht verstehen und diese Art von Moral und Ethik nicht sehen...

Beitrag melden
Mikle 09.07.2018, 17:41
96.

Augstein sprüht mal wieder geradezu vor linksutopistischem Unfug. Hat er die Idee womöglich bei einer bekannten Politologin zumindest in Teilen abgekupfert, die von neuen Städten wie „Kleinaleppo“ oder „Kleinkalkutta“ in Nachbarschaft zu München, Berlin usw. faselt?
Die Träumer vom „Schmelztiegel Europa“ haben wohl vergessen, wie der „Schmelztiegel Amerika“ entstanden ist.: durch Raub, Völkermord und Versklavung. 10 Jahre nachdem der erste Spanier Südamerika betreten hatte, waren 90% der Ureinwohner tot, ihr Gold in Spanien und ihre Tempel zu katholischen Kathedralen umgebaut. Auch die paar noch lebenden nordamerikanische Indianer sind nur noch bettelarme Reservatsbewohner. Im amerikanischen Genpool finden sich keine indianischen Abdrücke mehr. Träume lieber Augstein, träume.
Deutschland , das klassische Einwanderungsland?
Klar! Um unsere Gewässer weiter zu überlasten, um unsere Böden weiter zu verdrecken, um unsere Luft weiter zu verpesten, brauchen wir millionenfache Zuwanderung. Und mit den Steuereinnahmen können wir uns alle Atemschutzmasken und Chemikalien zur Wasseraufbereitung kaufen. Auch über alle anderen Umweltproble, sozialen Probleme brauchen wir uns keine Gedanken mehr zu machen. Mit Millionen bunter Neuankömmlingen gibts für die Viecher einfach keinen grünen Platz mehr, um glücklich zu sein.
Mann, Mann, Mann Augstein haben sie auch nur einmal 1 Sekunde über die Machbarkeit Ihrer Utopie nachgedacht?

Beitrag melden
iffelsine 09.07.2018, 17:42
97. Jeder Ausländer ist willkommen, der als

Gast kommt und seinen Aufenthalt selbst bezahlt. Jeder andere soll draussen bleiben. Wir sind nicht das Armenhaus der EU zu dem uns Merkel machen will. Wir nehmen nicht unseren eigenen Armen und Geringverdienern die Bleibe weg, um sie den Wirtschaftsflüchtlingen dieser Welt kostenfrei zu überlassen. Das genau passiert: hier in Berlin haben plötzlich Flüchtlinge bei GEWOBAG & Co schöne Wohnungen und unsereiner steht an 50ter Stelle im Treppenhaus bei Neuvermietung und bekommt keine Wohnung. Folge: ich stelle hier als Deutscher einen Asylantrag, dann bekomme ich eine Wohnung ! Zudem fühle ich mich von Merkel politisch verfolgt, ich kann schon nicht mehr schlafen !

Beitrag melden
habu 09.07.2018, 17:45
98. Wohlfeiler Stuss aus dem geschützten Habitat

Da hat aber mal ein Linker, auch wenn es nur ein Salonmarxist ist, die Hosen runtergelassen! Eine Melodieführung der "wir schaffen das"-Fraktion mit Merkel vorneweg war stets, niemand wird etwas weggenommen. Dass vor allem geringqualifizierten Sozialhilfeempfängern ein Kampf um Wohnraum und Ressourcen bevorsteht wurde auf's entschiedenste negiert, auch wenn man sich an fünf Fingern abzählen konnte, dass das nur substanzloses Geschwätz war. Und jetzt Freund Augstein, von Beruf Millionenerbe, der anregt, den blöden Sozialstaat doch einfach abzuschaffen, wo er dem erträumten Multikulti im Wege steht. Der Meinung sind heimlich zwar viele gut versorgte Willkommensfreunde, vor allem bei den häufig pensionsberechtigten Grünen, aber so klar hat das noch keiner gesagt. Fast muss man Augstein für seine offenen Worte dankbar sein.

Beitrag melden
Katzazi 09.07.2018, 17:46
99.

Zitat von hbb258
Lieber Herr Augstein. Einwanderung kann funktionieren und die USA sind historisch betrachtet das absolut beste Beispiel dafür - hier wurde eine enorme Wirtschaftskraft nicht zuletzt durch Einwanderung geschaffen. Sowas kann auch in Deutschland funktionieren - aber dafür brauchen wir ruhigere Zeiten und ein Einwanderungsgesetz. Im Moment ist es doch wichtig zu betonen, dass der größte Teil der Migranten seit 2015 Flüchtlinge sind, die aus humintären Gründen aufgenommen wurden. Einwanderung und Flucht ist erstmal nicht dasselbe. Die Bertelsmann-Studie die Sie zitieren, wurde im Jahr 2014 - also vor der Flüchtlingskrise veröffentlicht. Damals war die Einwanderung aus Afrika etc. in Europa sehr gering. Einwanderer kamen eher aus dem Osten, fanden schnell einen Job in der Industrie etc. Daher auch das Ergebnis, dass es dem Staat finanziell etwas bringt. Denn für diese Menschen fallen für den Staat keine Bildungsausgaben etc. an, wir bekommen stattdessen sofort Wirtschaftskraft. Eine tolle Sache. Selbstverständlich ist die Datenlage heute komplett anders. Wie auch schon in der Studie gefordert, muss für die vielen Vorteile der Einwanderung eine gut gesteuerte Einwanderungspolitik erfolgen. Dies ist bei den Flüchtlingsströmen natürlich nicht möglich gewesen, denn wichtig war diese Menschen ersteinmal aufzunehmen um ihnen zu helfen. Selbstverständlich kriegen sie hier nicht ihre 3300 Euro pro Mensch und Jahr wieder raus.. das sollen sie aber auch gar nicht - hier geht es um humanitäre Hilfe, denn die Menschen Flüchten vor Krieg und Zerstörung. Herr Augstein, ich bin beim Thema Einwanderung kann gut funktionieren und große Vorteile haben voll bei Ihnen. Aber ich glaube man muss die zwei Debatten Einwanderung und Flüchtlingsstrom getrennt betrachten. Für Einwanderung brauchen wir ein gutes Einwanderungsgesetz, einen gezielten Plan (wer hat eine reelle Chance und wer nicht) und - da geb ich Ihnen Recht - ein entsprechendes gesellschaftliches Klima. So wie im USA der früheren Jahre. Um so ein Projekt aber als Staat und Gesellschaft anzugehen brauchen wir Zeit, Geduld und ruhiges Fahrwasser. Ich glaube im Moment ist es wichtiger, den humanitären Flüchtlingen zu helfen (die wie gesagt nicht zwangsläufig Einwanderer sind - nicht jeder möchte in Europa bleiben) und Fluchtursachen zu bekämpfen. Wenn wir dann irgendwann im ruhigeren Fahrwasser sind und die rechten Parteien wieder am Boden sind, dann sollten wir uns dem Projekt Einwanderung und Melting Pot widmen.
Nur so am Rande. Aber viele der ersten und ein paar weiterer Siedler-Wellen in den USA sind durchaus dort hin, weil sie auf der Flucht waren. Insbesondere die Iren. Aber auch andere. Häufig wegen religiösen/politischen Hintergründen. Häufig weil sie von ihren Staaten oder den dort Herrschenden verfolgt wurden. In Cork (Irland) gibt es ein Auswanderungsmuseum, das dass ziemlich gut beschreibt. Nur als ein Beispiel. Aber auch aus Deutschland sind ziemlich viele aus den gleichen Gründen gekommen.

Beitrag melden
Seite 10 von 38
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!