Forum: Politik
Eklat zwischen Saudi-Arabien und Kanada: Der dünnhäutige Kronprinz
AFP PHOTO / SAUDI ROYAL PALACE / BANDAR AL-JALOUD

Saudi-Arabien nimmt zwei Frauenrechtlerinnen fest, Kanada protestiert - und Riad reagiert scharf. Der diplomatische Eklat zeigt: Kronprinz Mohammed duldet keine Kritik.

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keine-#-ahnung 06.08.2018, 19:45
50. "Es geht um das NATO Mitglied Kanada."

Zitat von -su-
Mann O Mann. Wenn Sie sich schon so aufführen, dann sollten Sie lesen können. Es geht um das NATO Mitglied Kanada. Das geht eindeutig aus den von Ihnen zitierten Beitrag hervor. Wie Sie darauf kommen, dass Saudi-Arabien mit NATO MItglied gemeint sein könnte, ist absolut unverständlich. Ansonsten sollten Sie sich auch mit dem Thema beschäftigen. Die Saudis haben eine kanadische Staatsbürgerin festgenommen und deshalb werden die Saudis kritisiert. Es wurde Zeit, dass auch unsere Medien kritischer mit dem Prinzen werden. Die letzten Wochne wurden doch unzählige Lobeshymnen auf diesen "Reformer" gesungen. Der Mann ist für die Kriese mit Katar verantwortlich und ebenso für die Hungerblockade des Jemens.
Da bin ich mir nicht wirklich sicher ... :-)
"Die Saudis haben eine kanadische Staatsbürgerin festgenommen und deshalb werden die Saudis kritisiert. "
Was haben die Saudis? Eine Kanadierin festgenommen? Wie kommen Sie auf diesen Unfug??

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gorlois7 06.08.2018, 19:48
51.

So geht das!
Wird nicht mehr allzulange dauern, bis Europa und der Rest-Westen, sich nicht mehr wagen darf, irgendwelche philosophischen Statements abzugeben. Auf der einen Seite Trump auf der anderen die sensible islamische Welt, alles in wirtschaftlichem Sanktionismus vereint...
vielleicht sollte man sich langsam an die übriggebliebenen Staaten annähern, die noch ein Bisschen was von Vertragstreue hält: China und Russland!

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TheFunk 06.08.2018, 20:11
52. 48 fixik

Kanada ist eine Bananenrepublik? Steile These. Wie kommen Sie auf was verschobenes?
Nein, so offensichtliche Tatsachen wie Menschenrechte darf man öffentlich ansprechen. Muss man sogar! Verrückt für viele, aber auch Frauen sind Menschen.

Solche Zustände wie in Saudi-Arabien würde es im Iran nie geben.

Deutsche sind in S-A noch immer nicht willkommen, nachdem der damalige Außenminister Gabriel kritisiert hat, das Staatschef anderer Länder nicht als Geisel festgehalten werden sollten. Eigentlich selbstverständlich.

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adal_ 06.08.2018, 20:11
53. Menschenrechtsrelativismus getarnt als Anti-Kolonialismus

Zitat von viwaldi
Kanada hat kein Recht, seine Wertvorstellungen in anderen Ländern einzufordern. Wenn die Saudis so böse sind, warum hat man dann erst ein Abkommen geschlossen? Die Zustände und Gesetzte haben sich ja nicht geändert und dürften Kanadas Regierung auch vorher bekannt gewesen sein. Kanada kann in seinem Land die Normen und Gesetze festlegen, und auf deren Einhaltung pochen, aber in anderen Ländern nicht. Auch Kulturkolonialsmus ist Kolonialismus.
Die UN-Menschenrechtsabkommen sind nicht nur für Kanada verbindlich, sondern auch für das UN-Mitglied Saudi-Arabien. Kanada hat daher jedes Recht, darauf zu pochen.

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-su- 06.08.2018, 20:13
54.

Zitat von keine-#-ahnung
Da bin ich mir nicht wirklich sicher ... :-) "Die Saudis haben eine kanadische Staatsbürgerin festgenommen und deshalb werden die Saudis kritisiert. " Was haben die Saudis? Eine Kanadierin festgenommen? Wie kommen Sie auf diesen Unfug??
Sie bezweifeln das Kanada Nato-Mitglied ist? Wirklich?

Habe die Frauen verwechselt, war ein Fehler. Jedoch darf man Kritik an diesen Festnahmen äußern. Der Bruder der Festgenommenen, ist ja zu 1000 Peitschenhieben und Haft verurteilt worden, weil er es wagte Kritik zu äußern.

Aber Kritik an Saudi-Arabien, ist für Sie ja was ganz böses.

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fackelimohr 06.08.2018, 20:14
55. Wird an den Widersprüchen scheitern

MBS wird an den Widersprüchen seiner Politik scheitern: die wahabitischen Hardliner werden ihm nicht vergeben, die Jugend sieht in ihm nichts anderes als einen Autokraten, und kaltgestellte Prinzen und Oligarchen, die viel Geld als Geiselzahlung verloren haben sinnen auf Rache gegen den Emporkömmling. Wenn die Interessen dieser Lager an der Beseitigung von MBS konvergieren ist schnell Schluss mit Schall und Rauch. Der Geheimdienstchef hat wohl schon jetzt alle Hände voll zu tun. Warum sonst hat MBS eine so dünne Haut?

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Haarfoen 06.08.2018, 20:15
56. Kurzinfo

Laut Amnesty wurden in SA im Jahre 2017 mindestens 146 Menschen hingerichtet, zumeist durch öffentliche Enthauptung. Teils auch wegen Delikten, wie z. B. "Hexerei". Auf der Skala der Freiheitsrechte steht SA auf Platz 7 - die Skala reicht von 7 (total unfrei) bis 1 (frei). Geständnisse werden teils erzwungen, auf Geschlechtsverkehr zwischen Homosexuellen gibt es bis zu 7.000 Peitschenhiebe. Minderjährige genießen keinen besonderen Schutz und werden ebenfalls hingerichtet. Es ist sehr schwer, die Opferzahlen von ISIS einzugrenzen, es werden einige Hunderttausende sein - finanziell wesentlich durch SA unterstützt. SA hat wesentlich dabei mitgewirkt, den Nahen Osten und Nordafrika mit sunnitischem Terror zu überziehen und Millionen von Menschen leiden zu lassen: Verlust der Heimat, Verlust von Angehörigen, Vertreibung, Diskriminierung, Terror.
Nur nochmal zur Info: Und wenn man nur über einen kleinen Funken an Empathie oder Mitmenschlichkeit verfügt, wird einem richtig übel - spei- übel.

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skeptikerjörg 06.08.2018, 20:16
57.

Zitat von viwaldi
Kanada hat kein Recht, seine Wertvorstellungen in anderen Ländern einzufordern. Wenn die Saudis so böse sind, warum hat man dann erst ein Abkommen geschlossen? Die Zustände und Gesetzte haben sich ja nicht geändert und dürften Kanadas Regierung auch vorher bekannt gewesen sein. Kanada kann in seinem Land die Normen und Gesetze festlegen, und auf deren Einhaltung pochen, aber in anderen Ländern nicht. Auch Kulturkolonialsmus ist Kolonialismus.
Und deshalb sind alle post-kolonialen Diktatoren und im Recht uns unantastbar, wenn sie ihre eigene Bevölkerung drangsalieren, misshandeln, umbringen? PolPot, Mugabe, Saddam Hussein, Gaddafi, Mohammed bin Saud, Idi Amin, Hugo Chaves, alle unantastbar? Nein! Das, was Sie Kulturkolonialismus nennen, müssen die schon ertragen - wenn sie schon niemand vor den Internationalen Gerichtshof bringt.

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cipo 06.08.2018, 20:17
58.

Zitat von keine-#-ahnung
Wer Saudi-Arabien für ein NATO-Mitglied hält, sollte sich sein Schulgeld (so entrichtet) zurückgeben lassen ... IMHO haben die Saudis aber Recht, die stete Masche der Hypermoralisten, sich in interne Angelegenheiten souveräner Staaten einmischen zu wollen, scheint jetzt auch in der Spitze der kanadischen Diplomatie angekommen zu sein ...
Psst, nur unter uns: Heinze bezog sich da auf das NATO-Mitglied Kanada. Mit ein bisschen Grips sollten Sie da aber selber draufgekommen sein.

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matimax 06.08.2018, 20:28
59. Bisher ist jede Schreckensherrschaft irgendwann untergegangen

Zitat von viwaldi
Kanada hat kein Recht, seine Wertvorstellungen in anderen Ländern einzufordern. Wenn die Saudis so böse sind, warum hat man dann erst ein Abkommen geschlossen? Die Zustände und Gesetzte haben sich ja nicht geändert und dürften Kanadas Regierung auch vorher bekannt gewesen sein. Kanada kann in seinem Land die Normen und Gesetze festlegen, und auf deren Einhaltung pochen, aber in anderen Ländern nicht. Auch Kulturkolonialsmus ist Kolonialismus.
Jeder klar denkende Mensch hat das Recht, eine der grässlichsten Schreckensherrschaften unser Zeit zu kritisieren - auch die Saudi-Despotie.

Genau wie die Vorfahren unserer sogenannten adeligen Familien mittels Raubrittertum zu unvorstellbarem Reichtum kamen und sich durch rücksichtslose Brutalität als gottgegebene Herrscher über ihre Mitmenschen aufschwangen, hat sich der Saudi Clan fast die gesamte arabische Halbinsel unter den Nagel gerissen - das gehört jetzt alles uns!

Die saudische Königsfamilie nebst 5.000 - oder sind es etwa 7.000? - Prinzen und Prinzessinnen hat nicht die Absicht, ihre Beute freiwillig wieder herzugeben.

Dafür kollaboriert der bigotte arabische Groß-Clan ohne Skrupel mit einer perversen Ausprägung des Islam, dem Wahabismus.
Religion war schon immer gut, um das "dumme" Volk in Schach zu halten - bis vor Kurzem weitgehend auch in unseren Regionen.

Sie mögen hoffen, dass ihnen niemand ihren Reichtum aus Tausendundeiner Nacht streitig macht oder gar auf Freiheitsideen kommt und die steinreichen Despoten nebst ihren korrumpierten Auspeitschern, Hand-, Fuß- und Kopfabhackern zum Teufel jagt.

Mag sein, dass der zum Größenwahn erzogene Jungherrscher nicht der letzte seiner Sippe war, der sich an der Macht hält - jedoch,
ewig wird das perverse Regime nicht existieren.

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