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Elfenbeinküste: EU verschärft ihre Sanktionen

Der internationale Druck auf den renitenten ivorischen Wahlverlierer Gbagbo wächst. Die EU verschärft ihre Sanktionen. Die USA befürchten eine Eskalation des Machtkampfes: Sie bereiten bereits die Evakuierung ihrer Botschaft vor.

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Transmitter 29.12.2010, 20:08
1. Sanktionen?

Zitat von sysop
Der internationale Druck auf den renitenten ivorischen Wahlverlierer Gbagbo wächst. Die EU verschärft ihre Sanktionen. Die USA befürchten eine Eskalation des Machtkampfes: Sie bereiten bereits die Evakuierung ihrer Botschaft vor.
Sanktionen, die wieder nur die einfachen Bürger treffen? Blödsinn! Ein Battalion franzöischer Fremdenlegionäre entsenden und die Sache ist binnen einer Woche erledigt. Diese verrückte, realitätsfremde und feige Sanktionsdrohung der EU macht auf keinen Diktator dieser Welt auch nur den allergeringsten Eindruck. Da lacht der Despot. Die EU? Ein Haufen politisch beliebiger Bankrotteure, mehr nicht. Diese verlotterte Loser-Organisation hat die Achtung und den Respekt der internationalen Staategemeinschaft längst verloren.

"Man" achtet heute wohl besser auf die Reaktion der Chinesen. . . :-)

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Spinnosa 29.12.2010, 22:45
2. Na prima!

Zitat von sysop
Der internationale Druck auf den renitenten ivorischen Wahlverlierer Gbagbo wächst. Die EU verschärft ihre Sanktionen. Die USA befürchten eine Eskalation des Machtkampfes: Sie bereiten bereits die Evakuierung ihrer Botschaft vor.
Nur einem Monat nach der Wahl bzw. satten 3 Wochen, nachdem sich eigentlich alle einig sind, daß Quattara die Wahl gewonnen hat, kommt die EG also auf die Idee, die Konten von Gbagbo und seinen Crownies einzufrieren...
Das ist doch nicht zu fassen!
Es ist äußerst positiv, daß inzwischen innerhalb Afrikas nicht mehr toleriert wird, wenn sich jemand einfach so über Wahlergebnisse hinweg setzt.
Es ist äußerst kontraproduktiv, wenn das aus Europa trotz Sonntagsreden nicht zügiger unterstützt wird.

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schnuppe 30.12.2010, 00:12
3. Gbagbo braucht dringend Chaos

Zitat von Transmitter
Sanktionen, die wieder nur die einfachen Bürger treffen? Blödsinn! Ein Battalion franzöischer Fremdenlegionäre entsenden und die Sache ist binnen einer Woche erledigt...
Sie vergessen, dass ein Gutteil - wenn auch nicht die Mehrheit - der Bevölkerung diesen Halunken tatsächlich gewählt hat.
Ein Mordkommando würde dessen Verschwörungsbehauptungen bestätigen und erst recht einen Bürgerkrieg befördern.

Mal schauen, was ist, wenn Gbagbo die Soldatenlöhne für Januar zahlen muss...er weiss, dass seine Frist abläuft. Wenn er bis dahin keinen Bürgerkrieg angezettelt hat, hat er abgewirtschaftet. Er muss jetzt genau Chaos und Gewalt "hinkriegen", sonst ist es game over. Man lese was Goudé jetzt von sich gibt: Ouattaras Sitz stürmen. Ich hoffe, die Blauhelme sind bereit für den Ernstfall.

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betol 30.12.2010, 03:29
4. Die Wahrheit wird siegen.

Wir gehen davon aus, dass weil die EU, die USA und die UNO sich fuer Ouattara und gegen Gbagbo ausprechen, dass es auch richtig und stimmen muss. Dies ist aber ein GROSSER IRRTUM.

Wer sich ueber die Lage in der Elfenbeinkueste richtig informieren will soll zuerst auf die Depechen der AFP u.a. verzichten und andere unabhaegige Quellen recherchieren. Ich gebe keine Namen, wer interessiert ist, soll selber recherchieren.

Es ist sehr interressant und lustig zu sehen, wie EINSEITIG und hohl ueber diesen Konflikt in Europa berichtet wird.... Echt Lustig!

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MaliMali 30.12.2010, 04:47
5. Geht nicht

Zitat von Transmitter
Sanktionen, die wieder nur die einfachen Bürger treffen? Blödsinn! Ein Battalion franzöischer Fremdenlegionäre entsenden und die Sache ist binnen einer Woche erledigt.
Millionen von Westafrikanern denken ohnehin, dass die Franzosen alles tun, um die Elfenbeinkueste wieder in ihre Finger zu kriegen. Wenn dann die Franzosen da wieder einmarschieren, ist genau dieses Vorurteil bestaetigt und Outtara hat massive Probleme mit seiner Anerkennung unter seinem Volk. Wenn die afrikanischen Staatschefs Gbagbo zum Einlenken zwingen koennen, bringt das viel mehr.

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Mathias Roeder 30.12.2010, 08:56
6. Drohnen?

Also das wäre doch einmal ein mustergültiger Einsatz für die Drohnen des 21. Jahrhunderts; anstatt die Nummer 351 auf der Rangliste der Al Qaida heute anstatt nächste Woche zu liquidieren sollte man besser eine Drohne abzweigen und Gbagbo ausschalten.

Mit der Beseitigung dieses Demokratiefeindes könnte einem Land vermutlich ein Bürgerkrieg erspart bleiben.

Um diplomatische Verwicklungen zu vermeiden kann die Drohne ja die Hoheitsabzeichen von St. Claus (Made in Arctica) tragen.

Vollkommen glaubwürdiges Dementi, der Region angemessen!

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schnuppe 30.12.2010, 17:31
7. Gewissenloser Despot

Zitat von betol
Wir gehen davon aus, dass weil die EU, die USA und die UNO sich fuer Ouattara und gegen Gbagbo ausprechen, dass es auch richtig und stimmen muss. Dies ist aber ein GROSSER IRRTUM.
wenn Sie hier durchdringen wollen mit Ihrer Auffassung sollten Sie schon Begründungen anbringen. Das wäre das Mindeste. Die Verifizierung obliegt sowieso jedem unabhängig Denkenden (oder dies zumindest Versuchenden).

Was auch immer stimmte an der Wahl. Ein "Präsident", der sein Land so ins Chaos stürzt wie es Gbagbo derzeit tut und der seine Anhänger zu Mord und Totschlag anstiftet, hat meiner Meinung nach offensichtlich gemacht, dass er nicht in der Lage ist, dieses Land zum Besten aller Bewohner zu führen. Er muss abtreten - aus eben dem Grund, weil er auf das Land pfeift und nur an seine Macht denkt. Genau von diesen Politikern hat Afrika genug...

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Spinnosa 30.12.2010, 22:32
8. Ja, die Wahrheit wird siegen...

Zitat von betol
Wir gehen davon aus, dass weil die EU, die USA und die UNO sich fuer Ouattara und gegen Gbagbo ausprechen, dass es auch richtig und stimmen muss. Dies ist aber ein GROSSER IRRTUM.
"Wir" gehen aber auch davon aus, daß die Ecowas ebenfalls Quattara als Wahlsieger sieht, eine Kleinigkeit, die man vielleicht nicht unterschlagen sollte.
Auch wenn die nicht so perfekt ins eigene Bild paßt.

Zitat von betol
Wer sich ueber die Lage in der Elfenbeinkueste richtig informieren will soll zuerst auf die Depechen der AFP u.a. verzichten und andere unabhaegige Quellen recherchieren. Ich gebe keine Namen, wer interessiert ist, soll selber recherchieren.(...)
Ooch, jetzt machen Sie doch aus Ihrem Herzen keine Mördergrube! Sagen Sie uns doch bitte, bitte, wer im Besitz der von AFP, UNO, Ecowas, EG, BBC, SPIEGEL und anderen als durchaus seriös bekannten Medien und Organisationen abweichende alleinseeligmachende Wahrheit ist!

Vielleicht sollte man auch erwähnen, daß Gbagbo inzwischen zum Völkermord an den Baoulé und Dioula aufruft.
http://www.taz.de/1/politik/afrika/a...-voelkermords/
Das ist - jeder der sich mit Geschichte auch nur ein kleines bißchen auskennt, wird da zustimmen - das sichere Zeichen, daß jemand auf Demokratie und Wahrheit gleichermaßen pfeift und nur eins will: An der Macht bleiben.

Die Wahrheit siegt immer, nur meistens ein bißchen zu spät für sehr viele Leute.

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schnuppe 06.02.2011, 18:25
9. Verteidigung von Betol

So, Betol hat sich selber zwar keine Mühe gegeben hier aber ich habe einen O-Ton eines senegalesischen Journalisten (besser zu verstehen als der Interviewer, auf jeden Fall), der die These verficht: "es gibt keine Krise der Elfenbeinküste, es gibt nur eine Krise der französischen Interessen in Elfenbeinküste".

Solche Stimmen sind in unserem Medien-Einheitsbrei bisher überhaupt nicht zitiert worden. Ich find's nur noch peinlich. Woanders haben es Journalisten weitaus schwerer, ihre Arbeit zu machen - vielleicht geben sie sich deshalb mehr Mühe?

http://www.dailymotion.com/video/xgu...noel-seck_news

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