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Elfenbeinküste: Französische Soldaten attackieren Gbagbo-Residenz

Laurent Gbagbo soll zum Rückzug gezwungen werden: Französische Soldaten haben die Residenz des abgewählten Präsidenten der Elfenbeinküste angegriffen - der Despot hat sich in einem Bunker verschanzt und lässt seine Truppen gegen Wahlsieger Ouattara kämpfen.

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Koltschak 06.04.2011, 16:08
40. Das alte Spiel Islam gegen Christentum.....

....und wen da die UNO unterstützt kann man sich an fünf Fingern ausrechnen.
Die Elfenbeinküste wird so enden wie Nigeria.
Ein Land, in dem Muslime die Mehrheit stellen wird unbeherrschar. Siehe Libanon, in den 60ern, die Demokratie und die "Schweiz des Nahen Ostens"!
Seit der Bevölkerungszunahme der Muslims nicht mehr regierbar, ein Bürgerkrieg jagt den nächsten.
Das gleiche wird in der Elfenbeinküste passieren.

Zitat von rod
Und so werden Sie immer wieder von den Medien manipuliert.. Es gab eine uno resolution die besagt die rebellen im norden des landes sollten entwaffnet werden eher die wahl beginnt...ergebnis fehlanzeige.. dennoch drängelt wieder einmal Frankreich zur wahl..also geht man wählen..im norden werden die sympathisanten von gbagbo bedroht, ermordet..und dort werden die EU Wahlbeobachter bei ihrer arbeit massiv gehindert...die gaben dies auch in einer pressekonferenz zu...die Afrikanische beobachter haben auch die gleiche erfahrung gemacht..und auch öffentlich gesagt die wahl im norden des landes sollte auf grund von mordrohung, von folter und entführung sowie gefälschte wahlzettel annuliert werden...
Und Rod hat total Recht. Es nimmt ein schlimmes Ende mit Cote d'Ivoire und das angesichts all der bekannten Fakten!

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donbernd 06.04.2011, 16:11
41. Kehrseite der Medallie

Der nun von Frankreich unterstütze Outtara hat bereits eine ganze Geschichte an Massakern zu verantworten, und das nciht erst seit gestern.

Zitat von
Die Rebellen, die sich im Zentrum der Elfenbeinküste, in Bouaké festgesetzt hatten, gaben sich zunächst freundlich und zuvorkommend. So hatten die Rebellen wenigstens die internationale Presse rasch für sich eingenommen. Aber das sollte sich ändern, denn in den von den Rebellen besetzten Gebieten reihte sich plötzlich Massaker an Massaker
http://www.faz.net/s/Rub6AC8BEDB983D...~Scontent.html

Zitat von
Gbagbo verlangte damals den Einsatz der französischen Armee und berief sich dabei auf das geheime Verteidigungsabkommen, das Paris mit der Elfenbeinküste wie mit vielen anderen Kolonien geschlossen hat. Doch Paris weigerte sich zunächst, in einen „innerivorischen“ Konflikt einzugreifen
Aber für Islamisten ergreift Sarkozy nun sofort Partei


Auch zur Wahl gibt es unterschiedliche Meinungen .

Zitat von
Dass der ivorische Verfassungsrat die Ergebnisse aus drei nordivorischen Wahlkreisen für nichtig und Gbagbo zum Sieger erklärte, wurde als Manipulation zurückgewiesen: Die höchste juristische Instanz des Landes sei von Gbagbo unterwandert. Viele Ivorer aus dem Süden sehen deshalb keinen Unterschied zwischen der UN-Mission und einer Kolonialmacht.
Das genau eine solche Überwachung der Wahlkomission zu den Aufgaben des verfassungsrates gehört ist auf einmal irrelevant.
So langsam muss man an Sarkozys Geisteszustand zweifeln, wenn er islamisten unterstützt die bereits in der jüngeren vergangenheit ettliche Massaker verübten und nach Aussagen des roten Kreuzes vor einigen Tagen nun wieder auf diesen Pfaden wandeln. Noch seltsamer mutet es an das man ausländische Medien bemühen muss um über die Verbrechen der Islamisten informiert zu werden.

http://derstandard.at/1297822123603/...-an-Zivilisten

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erbseneintopf 06.04.2011, 16:13
42. jepp

Zitat von hurricane
Tja, Afrika wird wieder kolonialisiert - und die alten Kolonialmächte (GB, Frankreich, Italien) sind ja auch wieder dabei... Ob die Sklavenhaltung auch wieder kommt?

die Sklavenhaltung führt D bereits erfolgreich wieder ein. Stichwort : Zeitarbeit

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rod 06.04.2011, 16:13
43. Gbagbo ist kein Diktator

Zitat von BonChauvi
Es ist vollkommen egal, wer die Wahl gewonnwn hat. Fakt ist: Hier wird mal wieder mit Waffengewalt ein Diktator durch den anderen ersetzt.
Nein Gbagbo ist kein Diktator SONST würde er ein guter Kumpel Frankreichs sein, wie es üblich üblich in anderen französisch sprechende Länder in Afrika ist.

Schauen wir uns mal um:
in Burkina Faso: Der Compaore vor etwa 6 Monaten eine Präsidentwahl mit mehr als 90% gewonnen. Der ist an der Macht sein 1985. Sein Land dient als Rückzugsort für die Rebellen von Ouattara. Der ist ein guter Kumpel Frankreich

Senegal: Wade hat schon die Verfassung ändern lassen, um erneut zu kandidieren. Der ist ebenfalls ein guter Kumpel frankreichs.

Togo: der Sohn des alten Diktators ist jetzt an der Macht. Nach der Wahlen (vor ca 6 Jahren), die ihm zur Macht gebracht hat, wurde im Tagesschauf des Fernsehkanal TF1 gezeigt, wie Soldaten in ein Wahllokal aufgekreuzt sind und die Urnen mitgenommen. Im selben Tagesschauf 3 Minuten später, zeigt man Chirac, wo er den den Sohn des alten Diktators zum Sieg gratuliert.

Gabun: Bongo (der Sohn des anderen) wurde einfach von Frankreich an die Macht gesetzt, die Ergebnisse der Wahl wurde einfach durch die französische Geheimdienste vertauscht. Das hat ein hochrangige französische Geheimdienstler vor laufenden Kamera in einem Interview auf Fernsehkanal France2 vor 3 Monaten zugegeben.

Congo (Brazaville) NICHT RDC: Der general Sassou Nguesso wurde durch Frankreich zurück an die Macht gebracht, weil der demokratisch gewählte Präsident mehr Geld für Öl von der Firma Elf wollte.

soll ich mit der Liste weitermachen?

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eulenspiegel 47 06.04.2011, 16:15
44. ***

Wieso müssen immer Hunderte oder Tausende sterben, anstatt einfach mal den Despoten selbst umzulegen. Die größten Lumpen überleben in der Regel das Gemetzel und genießen ihr Leben schlimmstenfalls mit einem Haufen geraubter Kohle im Asyl.

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rod 06.04.2011, 16:16
45. was soll daran gut sein?

Zitat von J-Créme
Frankreich macht was und riskiert was. Das finde ich gut. Frankreich ist nicht unbedingt unparteiisch, aber man kann nicht sagen, dass es sich für die falsche Seite einsetzte, was für Elfenbeinküste und Libyen gilt. Als .....
Und was Gbagbo denn so böse getan, können Sie mir Fakten liefern, oder mir weiter plappern was die Massenmedien erzählen?

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ofelas 06.04.2011, 16:16
46. Aus reiner Naechstenliebe sind die Franzosen nicht in Afrika

Zitat von niepmann
Die Franzosen sollten beide, Gbagbo und Outtara wegfangen und unschädlich machen. Dann wäre ein französischer Verwaltungsfachmann mit UN-Mandat kommissarisch mit der Regierungsbildung zu beauftragen. Irgendwer muss doch mal den Afrikanern erklären, wie man vermeidet, dass ein Staat in die Hände von Banditen fällt! Mhmmm - ein gefährlicher Job! Nichts für meiner Mutter Sohn! Aber ich bin ja auch nicht Angehöriger der Grande Nation .....
Den Bock zum Gaertner machen, gerade die Franzosen haben in Afrika viel unheil vollbracht, nicht zuletzt in Ruanda wo mit Mithilfe hunderttaussende umgebracht wurde.

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-æ- 06.04.2011, 16:34
47. Blödsinniges Konzept: "Ivorité"

Hier taucht die Argumentationslinie auf, Outtara sei Burkina-bé und könne gar nicht Präsident werden.

In so ein Horn hab ich Leute schon schonmal 2002/2003 tuten gehört, da sind die Burkina-bé im Land auch als Sündenböcke gejagt worden. (Jagen war dabei z.T. wörtlich zu nehmen.)
Ich erinner mich da an einen tp-artikel.
<such> Ah, da isser... </such>
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/27/27545/1.html

Stinkende Nationalistenscheiße, so siehts aus. Erst mal schreien "die Einwanderer sind an allem Schuld", eine "Ivorité" ins Volksempfinden pflanzene, schnell noch ein bisschen Religion beimengen. Prima, wer auf dem Niveau weiterdiskutieren will, findet bestimmt hier noch ein paar Leute, die gern mittun. Goodwin's law ist nicht weit, und "Kolonialismus" schreit's auch an allen Ecken.

Disclaimer:
Mir ist nicht ersichtlich, wie in CdI Rechtsstaatlichkeit eintreten soll, wenn man's nicht hinbekommt, die eigenen Wahlen ordentlich abzuhalten (und das Ergebnis anzuerkennen). Militärisches Eingreifen (=Krieg) ist sicher kein zielführendes Mittel. IMHO.

Ich würde vermuten, dass der Kampfeinsatz in der CdI den "großen" Bürgerkrieg verhindern soll, damit nicht die ganze Region in Unruhen versinkt. Bleibt uns nur abzuwarten, was jetzt passiert. Das Franzosen beteiligt sind, wird's nicht einfacher machen, die öffentliche Meinung wir sicher in vielen Staaten kochen. Aber die Nachbarstaaten sind jetzt schon überfordert, mit der Flüchtlingssituation wie mit der wirtschaftlichen Lage durch die zunehmede Export/Importprobleme. CdI ist ein Schwergewicht in der Region, nicht nur für das Luxusprodukt Kakao.

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rod 06.04.2011, 16:46
48. Erfinder der Ivoirité ist nicht Gbagbo

Zitat von -æ-
Hier taucht die Argumentationslinie auf, Outtara sei Burkina-bé und könne gar nicht Präsident werden. In so ein Horn hab ich Leute schon schonmal 2002/2003 tuten gehört, da sind die Burkina-bé im Land auch als Sündenböcke......
Das Prinzip der Ivoirité wurde von Bédié (der heutige Allierte von Ouattara) erfunden, UND NICHT VON GBAGBO.

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ruplanb 06.04.2011, 17:42
49. Hier könnte Ihre Werbung stehen

Zitat von donbernd
Der nun von Frankreich unterstütze Outtara hat bereits eine ganze Geschichte an Massakern zu verantworten, und das nciht erst seit.....
Der gute Sarkozy hat den Massenmörder Ouattara schließlich getraut, da kann er doch keinen Rückzieher mehr machen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Alassane_Ouattara

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