Forum: Politik
Eliten-Diskurs: Warum die Linke den Kampf gegen rechts verliert
Getty Images

Früher haben sich Politiker links der Mitte als Anwälte der einfachen Leute verstanden. Heute ist die breite Masse den Anführern eigentlich nur noch peinlich - sie gilt ihnen als vorurteilsbeladen, ungebildet und zu wenig weltgewandt.

Seite 2 von 23
fdb 25.01.2018, 16:45
10.

"Aber es macht eben einen gewaltigen Unterschied, ob man sich mit zwei Minijobs über Wasser hält, oder Papa einem unter die Arme greift, wenn man gerade mal wieder klamm ist.... Aber wie will man das Schicksal einer lesbischen Türkin lindern, die sich benachteiligt oder diskriminiert fühlt, obwohl sie an einer der besten Hochschulen des Landes studiert und damit über Privilegien verfügt, von denen man am unteren Rand der Gesellschaft nur träumen kann?" Für diese überspitzt treffenden Pointen werden Sie hysterisch verbal gelyncht werden. Die Linke ist nämlich nur denen gegenüber tolerant und weltoffen, die ihre Weltansicht teilen.

Beitrag melden
Max Super-Powers 25.01.2018, 16:45
11.

Lieber Fleischhauer, ich schätze Ihre Kolumnen in der Regel sehr. Mit dieser jedoch haben Sie die Scheibe so sehr in der Mitte getroffen, dass sie umgerissen wurde. Perfekt analysiert. Bravo!

Beitrag melden
Outdated 25.01.2018, 16:45
12. Fleischhauer hat immer einen guten Blick für die Probleme der Linken.

Insofern ist auch diese, wenn auch vielleicht nicht ganz so brilliante, Kolumne wieder einen Blick wert.
Nicht ganz so brilliant: weil der zentrale Kritikpunkt eigentlich seit jahren bekannt ist.
Die SPD verfeuert ihr politisches Kapital zur Befriedigung der Interessen winzger Randgruppen.
Das war in Zeit als 35% ein schlechtes Wahlergebniss waren vielleicht noch eine gute Idee, heute schon lange nicht mehr.
Es kommt aber noch eines dazu, die SPD muss sich, wie ich finde, dem Vorwurfstellen mit Wahlversprechen zu agieren.
Gut es mag im Wahlprogramm anders stehen, aber wenn ich eine Partei gewählt hätte, die unter dem Slogan "mehr Gerechtigkeit" antratt, dann würde ich mir bei diesem "Verhandlungserfolgen"
ziemlich belogen vorkommen.

Beitrag melden
dosmundos 25.01.2018, 16:45
13.

Jetzt bin ich aber mal gespannt!
Man muss nicht einer Meinung mit dem Autor sein, aber jeder Leser, der sich als aufrechten Linken betrachtet und diese Kolumne mit dem üblichen "Fleischhauer du Pfeife"-Kommentar abtut, hat im gerechten Kampf für die Sache eigentlich schon verloren. Vermutlich ist sein Jaulen das eines getroffenen Hundes...

Beitrag melden
Rapporteur 25.01.2018, 16:47
14. Schon abenteuerlich

wie Sie den Begriff "Identitätspolitik" umdefinieren/falsch verwenden und dann zum SPD-Bashing nutzen. Das hat mit der Realität nicht viel zu tun.

Beitrag melden
nomadas 25.01.2018, 16:49
15. links offline

Links ist böse, in dubio, rechts! Das ist ganz tief drin, unausrottbar. Die "linken Erfahrungen" sind allesamt unattraktiv für die Massen. Willy war so links, bis der DDR-Spion im Kanzleramt hockte. Helmut Schmidt links, bis Genschman ihn fallen lies und zum anderen Helmut schwenkte. Und last not least war der Basta-Kanzler nur noch pseudo-links, schon voll mittig, bis Hartz IV. so what? Und jetzt soll eine neue linke Bewegung rettend vom Himmel fallen und Frau Dr. Wagenknecht es telegen richten? Bitte, wo ist da was links? Wenn überhaupt, dann müsste es die SPD leisten, einen glaubwürdigen linken switch auf`s Parkett zu legen, für die gefühlt Abgehängten, für die kommenden Überflüssigen 4.0er, eine Vision bieten, eine Perspektive schaffen. Pustekuchen.

Beitrag melden
ahrweiler.goesta 25.01.2018, 16:51
16. Müssen es immer Versprechen sein...

... Die dann doch nicht eingehalten werden.
Früher gab es zum Beispiel die 7b Abschreibung damit sich auch ärmere das kleine Reihenhaus leisten und im Alter mit der Rente auskommen. Auf Antrag konnte man sich von der Grundsteuer befreien. Beides wurde gestrichen und die Rente gekürzt. Für die Brille und den Zahnersatz könnte man sich auf die Krankenkasse verlassen. Alles gestrichen dafür darf der "kleine Mann " IGL zusätzlich bezahlen und die Kosten für die Migranten muss voll die GKV übernehmen. Nur ein paar Beispiele um die sich die SPD hätte kümmern können statt Geld für Brüssel und den Familien Nachzug zu fordern. Ganz weit weg von der Basis.

Beitrag melden
Lykanthrop_ 25.01.2018, 16:59
17.

Ich glaube sowohl Herr Augstein als auch Herr Fleischhauer haben Recht.
Dem Pöbel geht der Neoliberalismus gegen den Strich, wie auch die Eliten Debatten.
Der Pöbel hat einfach größere Sorgen und es hilft ihm niemand.
Wir sollten die Vermögensunterschiede verringern, wie auch mehr konstruktiv und tolerant debattieren, mehr das Gemeinsame suchen und nicht eine Gruppe gegen die Andere hetzen und setzen.
Wo der Andere ist, ist man selbst, Freund und Feind zugleich.

Beitrag melden
Leser161 25.01.2018, 16:59
18. Ja

Die SPD macht eigentlich nur noch in Themen, die man eigentlich bei den Grünen verorten würde. Diese Themen reichen halt nicht für zwei Parteien und es erklärt auch, warum die Grünen in BaWü so stark sind. Sie sind da halt die neue SPD.

Die SPD war die Partei des kleinen Mannes. Und wenn sie sich vom kleinen Mann wegbewegt, dann bewegt sich der kleine Mann halt auch weg. Was ärgerlich ist, wenn man Teile der Agenda der sog. Alternative anschaut.

Beitrag melden
friedrich.grimm@gmx.de 25.01.2018, 17:03
19. Rätselhaft

Aus diesem wirren Beitrag von Herrn Fleischhauer kann ich keinerlei Erkenntnis zur gegenwärtigen Lage der Sozialdemokratie ziehen. Es sind Schreiber wie eben Fleischhauer, die immer wieder gerne alles was als links eingestuft wird herunterschreiben.

Beitrag melden
Seite 2 von 23
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!