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Eliten-Diskurs: Warum die Linke den Kampf gegen rechts verliert
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Früher haben sich Politiker links der Mitte als Anwälte der einfachen Leute verstanden. Heute ist die breite Masse den Anführern eigentlich nur noch peinlich - sie gilt ihnen als vorurteilsbeladen, ungebildet und zu wenig weltgewandt.

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Larnaveux 25.01.2018, 18:41
60.

Zitat von demokrat2
Er schwebt wieder einmal über allen und weiß die richtigen Antworten. Dabei sind seine Betrachtungen ein Sammelsurium von Vorurteilen. Vor allem beschuldigt er - wie so oft - die Falschen, um von den wirklichen Versäumnissen der rechten Parteien in Deutschland - allen voran die Union - abzulenken.. Die Linken können sich nicht durchsetzen, weil so Leute wie Fleischhauer ein "falsches Zeugnis" von den Linken bewusst abgeben. Was soll der Einschub über Sexismus? Ist gerade aktuell hat aber mit den Linken nichts zu tun. Die wahren Sünder sind die vielen Messdiener, denen beigebracht wurde, dass sie etwas besseres seien im Namen des Herrn. Die Macht der Unionsparteien geht zu Ende. Deshalb hat die CDU/CSU auch mehr Wähler verloren, als die SPD:
Und wieder haben wir einen Beleg für die ach so lieb gewonnene These: Die Linken würden ja die Welt retten, wenn die anderen nicht immer so böse wären... Schuld an dem Misserfolg der linken Politikversuche sind IMMER die anderen, nie aber die linken selbst. Und im übrigen: Die UdSSR, die DDR, China und Nordkorea, das sind auch keine Linken. Das sind in Wirklichkeit alles Neofaschisten.

Und schon bleibt "links" wieder rein und unbefleckt wie ansonsten nur die Jungfrau Maria.

Warum ist der Wähler nur zu dumm, das zu begreifen, wie toll und makellos "links" ist?

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charlybird 25.01.2018, 18:46
61. Ich kann nicht umhin

und das als überzeugter Linker, JF in der Form Recht zu geben, dass die Linke gespalten ist und leider nicht an dem so wichtigen gemeinsamen Strang zieht, weil es einfach zu viele, zT. sogar reaktionäre Eitelkeiten gibt, bis hin zur Aufgabe der eigenen Ideale.
Nur eines ist dabei auch sichtbar, die dauernde Nörgelei der Konservativen über die so arg linksversiffte ( O-Ton Meuthen über die 68er) Presse wird dabei ad absurdum geführt .
Es gibt sie einfach nicht, die so böse gescholtene manipulative linksverdingste Presse.
Das Gegenteil ist der Fall. Die täglichen Printmedien sind fast ausschließlich und nahezu sakrosankt bürgerlich konservativ und in der Regel regierungsopportun.
Wie kommen ansonsten diese Wahlergebnisse zustande ?
Politische Überzeugung ??? Ähem.
Und da ist noch etwas, die Linke wird und wurde nie von der Mitte unterstützt.
Im Gegenteil die sogenannte ''Mitte'' hat sich in problempolitischen Prozessen, ob sozial, national oder international, immer nach rechts orientiert.
Mit anderen Worten, die Linke hat leider immer nur Klasse, statt Masse. :-)

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danduin 25.01.2018, 18:51
62. SPD ist unglaubwürdig. Einheitliches Rentensystem, Zwei Klassenmedizin

Einheitliches Rentensystem für alle,
Zwei Klassenmedizin abschaffen das sind Themen. Aber fällt gleich als erstes weg. Tut mir leid, aber die SPD hat ein Glaubwürdigkeitsproblem.
Ich glaube nicht dass die SPD für die einfachen Leute steht. Punkt.

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Heiner Hannappel 25.01.2018, 18:52
63. Wie immer, gut beobachtet Herr Fleischhauer!

Ja die Sozialdemokratie und nicht nur die ist weit von den Realitäten der Bürger entfernt! Ja, diese versteht die einfachen Bürger nicht mehr und setzt ständig auf grundfalsche Themen!
Wie "Bunt" will man diese Land, welches sich gerade wieder nach langen Jahren der Trennung zusammenfindet umbauen, wenn uns Bürgern dieses Land so gefällt wie es ist und sich die Einheimischen, also nach Merkels O-Ton diejenigen, "Die schon länger hier sind" für die nach Merkels-O-Ton "Die nun einmal jetzt da sind" eines Umbauens verweigern? Jenseits der SPD und UNION Parteizentralen wächst doch der Zorn darüber, dass über die Köpfe der Bürger hinweg eine Zuwanderung stattfindet, welche diese einfach nicht mehr wollen, weil diese nun quasi 18 kleine Großstädte a 100.000 Menschen alimentieren und beherbergen müssen. Und diese werden als SPD Mitglieder über die Koalitionergebnisse und die unsäglicher Kastrierung der Abgeorddneten auf Seite 29 des Sondierungspapiers abstimmen
In fast jeder politisch geprägten Diskussionsrunde, auch Talkshow genannt, stehen riesengroß seit 2015 zwei Elefanten, die mit ihren Rüsseln laut trompeten namens Migranten- und Europroblem und trotzdem wird von den Teilnehmern so getan, als stünden da zwei niedliche Kätzchen, welche zart miauend suggerieren, keine Elefanten zu sein. So diskutiert man von allen Seiten an den eigentlichen uns alle sorgenden und bedrückenden elefantösen Problemen wie Flüchtlinge und Eurokrise vorbei und hat gleichzeitig höllische Angst davor, dass die beiden ohne Kontrolle durchs Studio laufen.
Deutschland ist in einer Endlosschleife eines „Weiter so“ gefangen, und zwar so lange, bis diese Kanzlerin unser Parteiensystem derart seiner Koordinaten beraubt hat, dass es für die Volksparteien, so es dann noch welche gibt, kaum noch Koalitionsmöglichkeiten vorhanden sind.
Sollte diese fast von allen nachdenklichen Bürgern abgelehnte GROKO dennoch zustande kommen, wird es die Letzte sein, denn anschließend nach quälend langen 4 Jahren purer Politik des Verwaltens ohne neue Ideen und Auffrischungen in den Führungsetagen werden CDU/CSU/SPD zusammen keine parlamentarische Mehrheit mehr im Bundestag zusammenbekommen.

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im_ernst_56 25.01.2018, 18:53
64. Linke Macht über Medien

Zitat von muellerthomas
Naja die Grünen haben bei der BTW das zweitbeste Ergebnis ihrer Geschichte geholt und würden das bei Neuwahlen wohl noch übertreffen. Und linke Macht über Medien? Denken Sie dabei an Welt, Bild oder FAZ, um mal drei der vier auflagenstärksten Blätter in Deutschland zu nennen?
Natürlich meint Olaf die öffentlich-rechtlichen Rundfunk und Fernsehanstalten. Wer liest denn noch Zeitung? Im übrigen teile ich die Einschätzung von Herrn Fleischhauer, dass die Redaktionsstuben voll sind von Menschen, die R2G kräftig die Daumen drücken. Der Spiegel, Zeit und Süddeutsche gehören auch dazu.

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localpatriot 25.01.2018, 18:58
65. Links? Rechts? Die grosse Mitte?

In einer halbwegs funktionierenden Demokratie regiert man eigentlich aus der Mitte. Dementsprechend werden die Bedürfnisse aller Einkommensgruppen mehr oder weniger in Rechnung gestellt.

Eigentlich geht es bei Herrn Fleischhauer um 'Einkommen', 'Reichtum; und die Macht oder Ohnmacht welche aus solchen Umständen fliesst.

Die Politik der Mitte hat bisher zu einer Verschmelzung der politischen Gruppierungen geführt. So könnte die Bundeskanzlerin bequem in die Rolle der Parteiführung der SPD schlupfen ohne dass sie dabei die persönlichen Umstände und Prinzipien ändern müsste:
- sie ist nicht reich und sucht nicht unbedingt nach persönlichem Reichtum und
- sie bringt ein Gefühl der sozialen Verantwortung in die Regierung.

Herr Fleischhauer, es geht im Grossen und Ganzen ums Geld und die Bereitschaft die Macht des Stimmzettels anzuwenden. Die SPD ist der 'linke' Flügel der politischen Mitte und fühlt sich im Zentrum wohl und zufrieden. Links bleibt dabei von ihr unbearbeitet.

Dennoch, immer bedenken: allen im Lande geht es relativ gut. Besser als je seit dem Abzug er Roemer.

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fat_bob_ger 25.01.2018, 18:58
66. Ich stimme H. Fleischhauer, wie fast immer, in vollstem Umfang zu.

Sigmar Gabriel hat dieses Problem auf Grund seines pol. Instinkts richtig erkannt, ebenso Frau Nahles, die mir immer sympathischer wird, aber die große Mehrheit der Delegierten hat nicht erkannt, dass das alte SPD Schiff auf dem Holzweg ist. Jeder aus der SPD Parteiführung, der versucht die Partei aus der selbstgewählten Minderheitenprogrammatik herauszulösen, wird gemobbt und muss befürchten, dass er Parteiämter und Einfluss verliert. Die CDU hat geschickt in Teilbereichen die vormals rechten Positionen der SPD übernommen und gräbt der SPD in der Mitte das Wasser ab, dass sie am rechten Rand verliert. Die Linke wird nur dann Terrain zurückgewinnen, wenn sie dies der CDU entreißen kann. Mit einer Gerechtigkeitsdebatte kann man weder neue Wähler aus der Mitte gewinnen, noch Arbeitsplätze schaffen. Da muss man noch froh sein, wenn die EX SPD Wähler nicht gleich zur AfD abwandern, weil sie den Atem der Neubürger (Asylbewerber und EU Migranten aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn) auf dem Wohnungs- und Arbeitsmarkt im Nacken verspüren. Sie spüren, dass ein Mindestlohn wenig nützt, wenn Verstöße dagegen (a) nicht aufgedeckt und (b) bei Aufdeckung nicht massiv bestraft werden. Und auch das Versprechen einer Einklassenmedizin wird scheitern, wie in GB und anderen Ländern. Unter den Beamten hat man gerade auch viele Freunde verloren....

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kopi4 25.01.2018, 19:00
67.

Was den nun Herr Fleischhauer? Will die SPD den oberen was wegnehmen um es denen da unten zu geben schreibt er vom Klassenkampf von vorgestern der zeige das die Linken nie in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind. Und hier findet der gleiche Kolumnist, ein paar Kolumnen später, das die Sozen ihre Wurzeln verleugnen und die falsche Klientel bedient...

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Maria-Galeria 25.01.2018, 19:06
68. Will jemand die Linken mundtot machen

Will da jemand die Linken mundtot machen. Definitiv geht es nicht nur um Aufstiegsmöglichkeiten, denn es kann nicht jeder Professor, Doktor, Manager, sozusagen eine Führungspositition innehaben, früher oder später kapiert das jeder. Es geht darum dass sich die Zahl der Obdachlosen nicht noch vergrößert, sondern sich jeder ein Dach über dem Kopf leisten kann oder zur Verfügung gestellt bekommt, sich jeder die Energiekosten leisten kann, sich jeder anständig einkleiden, sich jeder Ökologisch gesunde Nahrungsmittel kaufen kann, kurz um in unserem Staat leben kann ohne diskriminiert zu werden, egal ob hell der Platte oder sonst was Gender, Mann oder Frau, dass er in Zukunft im Alter nicht von einer sogenannten Hungerrente leben muss, möglichst in einem Schlafsack am Rand der Straßen weil keine Wohnung drin ist und sich auch noch bespucken lassen darf von unseren sogenannten mental minderbemittelten Überfliegern (siehe Diskussion bei Maibrit Illner), den Profiteuren unserer Gesellschaft, die in der Tat in der Überzahl sind (sechzig Prozent der Gesellschaft geht es nachweislich gut). Diese sechzig Prozent haben kein Interesse daran dass sich für die vierzig Prozent finanziell Minderbemittelten etwa ändert aus der sich etliche Protestwähler rekrutieren, sie dienen dieser Klientel auch dazu sich selbst mental zu überhöhen, das Klassenbewusstsein braucht seine Bestätigung. Die einen sind von der Abstiegsangst geplagt die anderen sind sauer und in ihrer hoffnungslosen Situation gefangen. Deutschland ist, scheint es, ein reiches Land aber geistig von mental Minderbemittelten Leistungsträgern bewohnt denen es schwer fällt zu akzeptieren dass nicht jeder ein Überflieger sein kann und es Menschen gibt die auf Hilfen angewiesen sind z.B. wenn es darum geht ein Dach über dem Kopf zu haben. Gott sei Dank gibt es die Linken immer noch, leider sind ihr die Hände gebunden, da die Profiteure immer noch das Fahrwasser bestimmen. Aber wie heißt es so schön, stetes Wasser höhlt den Stein. Eine soziale linke Einstellung kann nicht verkehrt sein siehe die im Grundgesetz verankerten Menschenrechte, da steht nicht drin dass nur Leistungsträger ein Anrecht auf ein Dach über dem Kopf haben, danach sollte sich auch die Politik richten. Im Prinzip könnte jeder Steuerzahler darauf stolz sein dass keiner als abgehängtes Präkeriat leben müsste und sich Neidgefühle ersparen, solidarisch sein im Sinn von sozial, Geld ist, wie es immer wieder durch die Medien röhrt, genügend da.

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fördeanwohner 25.01.2018, 19:08
69.

Zitat von Larnaveux
Könnte es sein, dass ihre absolut arrogante Einstellung Teil des Problems ist? Manchen Leuten geht's wirklich schlecht, und Sie stellen sich hin und sagen dem: "Dir geht's noch viel zu gut!" Im Ernst? Was denken Sie sich dabei nur? Und zum Thema Obdachlosigkeit: Gerade kürzlich gab es einen Artikel, in dem die extreme Zunahme von ganzen Familien in der Obdachlosigkeit thematisiert wurde - sorry, leider sind viele dieser Familien biodeutsch (aber das sind ja die Dummen, Bösen). Gleichzeitig gibt es Demonstrationen in Bayern von Flüchtlingen gegen angeblich menschenunwürdige Notunterkünfte für Flüchtlinge, und manch Linker springt sofort auf den Zug auf. Oh, wie schrecklich! Ja, vielleicht gehören die Themen nicht zusammen, aber jedes einzelne Problem von Biodeutschen (ist ja auch so ein neu-linkes Schimpfwort. Ziemlich ausgrenzend übrigens, nicht wahr?) nicht mehr anzuhören, sondern ins Lächerliche zu ziehen nach dem Motto, "Du bist ein rechter Idiot", ja, möglicherweise ist Ihr extrem arrogantes Verhalten von oben herab, lieber Forist, ein Grund, warum rechte Rattenfänger so viel Zulauf bekommen. Denken Sie mal drüber nach, was Sie da eigentlich von sich geben.
Es gibt Menschen hierzulande, denen es nicht gut geht. Aber es sind all die vielen Menschen, denen es gut geht, die zwar immer erzählen, wie schlecht es der "deutschen Urbevölkerung" doch geht, die aber eben nie und nimmer links wählen würden.
Rechte Rattenfänger haben nicht Zulauf, weil es eine Minderheit gibt, der es nicht so gut geht, sondern weil leider zuviele Menschen latent fremdenfeindlich sind. Die gab's schon immer und die wird's immer geben. Leider dürfen sie es jetzt dank CSU und Sarrazin wieder offen sein.
Wem minderprivilegierte Menschen am Herzen liegen, wählt bestimmt nicht "deutsch-rechts".
Ja, die Arroganz nehme ich mir heraus, denn nie und nimmer würde ich AfD wählen. Ganz einfach, WEIL mir diese Menschen am Herzen liegen.

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