Forum: Politik
Emmanuel Macron: Ein neuer Ton der Hoffnung
AFP

Die ersten Stunden geben den Ton für die kommenden fünf Jahre vor: Emmanuel Macron zeigt sich demütig, hoffnungsvoll und spricht mit nahezu klassischem Pathos - wie man es lange nicht gehört hat in Europa.

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peter.vandyk 08.05.2017, 20:07
1. Danke

Vielen Dank für diesen mutmachenden, progressiven Kommentar. Europa ist eine Vision, keine Behörde. Darauf ein Glas Bordeaux.

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theodtiger 08.05.2017, 20:48
2. Interessanter Kommentar mit guter Schlussfolgerung

Insbesondere der Schlussfolgerung kann voll zugestimmt werden. Die schwarze Null in Deutschland und die einseitige Betonung von Einsparungen ist europapolitisch kontraproduktiv. Die Wahl Macrons mit seinen Reformbestrebungen bietet eine große Chance für Deutschland, das so stark auf eine wirtschaftlich prosperierende EU angewiesen ist. Jetzt ist Zeit, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und durch Stärkung der Binnennachfrage (insbesondere öffentliche Investitionen) die in der Eurozone destabilisierenden, exorbitanten und chronischen Exportüberschüsse abzubauen. Hoffentlich wird diese Chance nicht vertan!

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Leblanc 08.05.2017, 20:52
3. Lieber einen Calva....

Europa ist Vision und bisher Garant für Frieden: Waffengänge sind KEINE Option mehr!!
Mir fällt auf, dass Anteilnahme unter den Gesellschaften real wichtiger wird: es ist nicht mehr egal, was die Franzosen/etc. zum Brexit, zu Rechtsruck in D, usw. meinen. Die gegenseitige "Beeinflussung" wird gelingen müssen, nicht nur auf oberster Politikebene.

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clara78 08.05.2017, 21:37
4.

Ich glaube, dass der EU besser täte, sie nicht derart zu überfrachten - auch wenn das keiner hören will. Das wird auch nicht funktionieren, weil die EU-Fans auch mit Macron ganz schnell wieder hart auf dem Boden der Tatsachen landen wird, dann seine Vorstellungen von Eurobonds und "gemeinsamer Arbeitslosenversicherung" müssen eigentlich automatisch in einen Konflikt mit Deutschland führen. Man kann natürlich drüber - sollte man vielleicht sogar. Das ist dann aber auch der Beginn von Kerneuropa und Ende der Erweiterungen, was auch wieder neue Probleme bedeutet. Konzepte sich ewig erweiterten Transfernunion sind absolut nicht mehr realistisch - nach dem Brexit schon gar nicht mehr. Wenn die EU irgendetwas braucht, ist aus meiner Sicht nicht dieser Kitsch, sondern ein solides Konzept. Es ist nicht die Lösung, sondern eher das Problem, dass die EU immer wieder von Größenwahn zum Katzenjammer kippt und vom Euro zum Ukraine-Konflikt in erster Linie Probleme verursacht hat. Die EU muss auf den Boden der Tatsachen kommen. Dazu gehört auch, dass es eine wirklichen Staatsbildung vermutlich nie geben wird - oder eben nur einem sehr begrenzten Kerneuropa.
Auch werden die Kritiker nicht verschwinden, sondern vermutlich eine Art Schatten der EU bleiben, und sie auf absehbarer Zeit immer misstrauisch beäugen. Sie sind keine "Welle", sondern die Erben der Nationalstaaten, die immer darauf achten werden, in Europa nicht zu kurz zu kommen, was der Vergemeinschaftung auch Grenzen setzen wird.
Insofern bin ich eher skeptisch mit Macron. Das wirkt alles eine Nummer zu inszeniert, zu perfekt - und wird auch falsch verstanden. Macron ist ein Vertreter französischer Interessen, aus dessen Programm gar nicht abzulesen ist, dass er wirklich vorhätte, die Nation aufzugeben, sondern er denkt nur, deren Interessen in der EU besser vertreten zu können. Mit ihm wird aber auch das ewige Problem der EU bleiben - gegen die eigenen Interessen handeln die Staaten nur in Ausnahmefällen und der Großteil der Staaten gar nicht.

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Ranus 08.05.2017, 21:56
5. Totale Erleichterung

bei meiner französischen Frau und mir über den Sieg von Macron. Einer, der die deutsch-französischen Beziehungen für essentiell hält und Europa will. Aber jetzt kommen die bangen Fragen: Wird er bei der Parlamentswahl im Juni genug politische Mitstreiter hinter sich versammeln? Wird er die aufmüpfigen Franzosen zu den bitter nötigen Reformen führen können? Wird er es schaffen, mit Merkel und Schäuble die EU zu retten? Egal ob mit Bordeaux oder Calvados, wir drücken diesem jungen Hoffnungsträger alle Daumen!

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nomade 08.05.2017, 22:27
6. Super Macron

Dieser ehrliche, junge, intelligente Mensch guten Willens, kann sicher viel erreichen. Dazu müsste er aber den Euro abschaffen. Dann könnten Frankreich und weitere Staaten ihre Wirtschaft ankurbeln.

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Holzhausbau 08.05.2017, 22:38
7. Eben nicht!

Zitat von peter.vandyk
Vielen Dank für diesen mutmachenden, progressiven Kommentar. Europa ist eine Vision, keine Behörde. Darauf ein Glas Bordeaux.
Europa ist ein Kontinent. EU ist eine Behörde. Eine Geld vernichtende, Lobby hörige, korrupte Behörde, die der Finanzmafia dient und die Bürger in Europa zu Schuldensklaven macht.
Ihr Glas Bordeaux dürfen Sie sich trotzdem schmecken lassen.

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wschmeling 08.05.2017, 22:47
8. Präsidentschaftswahlen F

Endlich ein Politiker mit Weitsicht.
Wir müssen in Europa die Köpfe frei bekommen uns über Nationalstaaten zu definieren.
Auch wenn wir dadurch weniger Parlamente und weniger Provinzfürsten haben werden. Nur das Ende der Nationalstaaten hin zu einem vereinten Europa kann die nationalistischen und egoistischen Politiker zum Schweigen bringen.

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rainer82 08.05.2017, 22:52
9. Macron und Schulz (ggfs. auch noch Merkel)

werden mit einer französisch-deutschen Achse die EU (und damit ganz Europa) stärken. Für GB bedeutet dieser Wahlausgang allerdings die zweite Katastrophe nach dem selbstverschuldeten Brexit: Stupid Isolation. Der erstarkten Gemeinschaft tut das allerdings keinen Abbruch.

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