Forum: Politik
Emmanuel Macron vor dem Brexit-Gipfel: "Noch ist alles offen"
REUTERS

In Brüssel hat der 13. Brexit-Gipfel begonnen. Vieles deutet darauf hin, dass der EU-Austritt der Briten ein weiteres Mal verschoben wird. Frankreichs Präsident Macron äußerte allerdings nochmals Vorbehalte.

Seite 1 von 2
selbst_denkend 10.04.2019, 20:43
1. Handlungsunfähigkeit

„nichts dürfe die EU mehr daran hindern, das europäische Projekt voranzutreiben“. - Und eben darum darf es keine weitere Verlängerung geben, welche die UK-Bürger an den anstehenden EU-Wahlen teilnehmen lassen würde! Was bitte glaubt Frau Merkel wäre das Ergebnis der Wahlen in UK? Noch mehr Vertreter a la Rees-Mogg, der ja nun schon ganz klar gemacht hat, wie gewählte Vertreter des UK sich im zukünftigen EU-Parlament verhalten würden... - Blockade auf Jahre hinaus! Wenn unsere Kanzlerin dann von sich gibt, dass eine Wahlbeteiligung der UK WählerInnen zu begrüßen wäre, dann zeugt das meines Erachtens nach im besten Falle von einer politischen Naivität die ich ihr tatsächlich nicht zugetraut hätte, im schlimmsten Fall allerdings von totaler Verblendung und zunehmenden Realitätsverlust!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
artep 10.04.2019, 20:43
2. Merkwürdig

Es hieß doch, dass die EU keine neuen Verhandlungen in bezug auf den ausgehandelten Vertrag führen würde. Und jetzt heißt es, dass B eine Verlängerung der Bedenkzeit von bis zu einem Jahr erhalten soll, vorausgesetzt, es beteiligt sich an der EU-Wahl! Damit legt die EU sich doch selbst ein Kuckucksei ins Nest, indem sie extreme Brexiteers ins EU- Parlament aufnimmt, die den ganzen Laden lahmlegen können und werden. Oder war das wieder mal eine Lüge, die die EU- Politiker so oder so auslegen können, gibt es Bereitschaft in der EU einen neuen Vertrag auszuhandeln ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Vikings 10.04.2019, 20:53
3. Korrekt müßte es heißen:

Auf einem Sondergipfel in Brüssel wird entschieden,
ob den Briten noch einmal Aufschub gewährt wird,
und ihnen morgen zum zweiten Mal eine Entscheidung
zwischen der Rücknaheme des Artikel 50
und dem Austrittsabkommen erspart bleibt,
um einen Hard Brexit zu vermeiden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
macarthur996 10.04.2019, 20:56
4. brexit

es ist wichtig zu verstehen, das sich die Engländer nicht als Europäer sehen, sondern als Engländer. die paar Engländer, die ich kenne, sehen sich als Engländer und nicht als Europäer. mein Kollege Mike aus London sagte mir auf meine Frage, wie das für ihn sei, wenn er nach Europa kommt ? Er sagte: "this is the first step to the continent !"

Beitrag melden Antworten / Zitieren
derhey 10.04.2019, 20:57
5. Auch er wird nachgeben

wobei es Gründe gäbe, hart zu bleiben: Was ist, wenn die Briten sich nicht konstruktiv verhalten, die EU versuchen zu torpetieren (wohl realistisch)? Dann geht das Geschacher doch darum, wir (Briten) verhalten uns doch konstruktiv, wir torpetieren doch gar nicht.....
Dann neue Gipfel, raus mit den Briten, Verlängerung wird annulliert......Zulässig? europ. Gerichtshof (akzeptieren die Briten diesen noch trotz Mitgleidschaft).....
Wenn die Briten sich so verhalten wie im Unterhaus - dann Malzeit für die Arbeit der EU, dazu die Probleme mit Italien, Polen, Ungarn etc.
Dagegen ist ein harter Brexit ein Kinderspiel.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tucson58 10.04.2019, 21:20
6. Nichts ist offen

Es kommt wie immer zur Terminverschiebung und wenn es sein dann wieder ..usw...

Die EU wird den Briten immer wieder eine neue Fristen geben, egal was die vorher so von sich geben und mit irgend welchen Bedingungen verknüpfen, die sowieso nie eingehalten werden .

Nun die Krönung das die Briten an der EU Wahl teilnehmen ! eine super Lösung ...

Nun ich werde dafür nicht teilnehmen, das wird zwar niemand jucken , aber ich gehe davon aus, das diese Wahl eine Antwort der EU Bürger auf das ganze Theater sein wird !

Ich glaube auch, das ich nicht der einzige bin , der nun absolut kein Verständnis mehr für diesen 3 jährigen Affenzirkus hat, dessen Ende ja immer noch nicht feststeht und nun schon wieder verlängert wird !

Ob die überhaupt schon mitbekommen haben, das Trump mit weiteren Strafzöllen daherkommt ? Oder ist das jetzt völlig egal?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shardan 10.04.2019, 21:21
7. Nicht auszuhalten...

Die Betriebsblindheit ist nicht mehr auszuhalten. Mittlerweile beklagen öffentliche Betriebe den Eiertanz um den Brexit, die Unsicherheit wird mittlerweile als schlimmer gesehen als ein harter Brexit. Egal, Merkel macht "weiter so". Es wird den Populisten die Wähler in die Arme treiben - egal, weiter so. Man knüpft, Gipfel des Lächerlichen, die Erwartung an eine Verlängerung, dass sich GB-Abgeordnete im Parlament denn benehmen und konstruktiv mitarbeiten - nachdem einige schon angekündigt haben, dass sie nur noch Ärger machen wollen... Good Bye, Europa. War 'ne schöne Idee, doch Politiker wie unsere Kanzlette "Miss Griff" Merkel haben sie mit völligem Mangel an Konsequenz und einem Übermaß an Kurzsichtigkeit totgeritten. Von diesen Parteien werde ich keine mehr wählen. weder bei der EU-Wahl, noch bei anderen Wahlen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Watschn 10.04.2019, 21:30
8. Das sind nichts anderes als Rückzugsgefechte...

Der Möchte-gern-Neo-Napoleon würde ein Hard-Brexit am stärksten treffen. Die Zusammenarbeit der grossen Industrieprojekte Airbus, Thomson, Areva, BA-Systems usw. wäre stark betroffen. Die ungenügend mit Mannstärken gestellen Zollabfertigungen in Calais, Dünkirchen u. Boulogne würden zusammenbrechen...
Es ist fast wie in Zeiten der Kontinentalsperre. Napoleon wollte UK abriegeln u. schurigeln, aber bekam schlussendlich den Knockout...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m.klagge 10.04.2019, 21:45
9. Herr Macron ist vom französischen Messias

zu einer weiteren beliebigen neoliberalen Handpuppe geschrumpft und übernimmt hier den Part des "Bad Cop" in der farce um den Brexit. Trotz all des Medien Hype, der allerdings eine brauchbare Nebelwand vor den wahren Absichten der Kommissare aufgebaut hat, ist aber eigentlich klar, dass es beiden Seiten darum geht einen Brexit zu verhindern. Das ist der Auftrag der "Wirtschaft" an die Politik. Und nur die "Wirtschaft" kann ihre Forderungen politisch durchsetzen. Bürger dürfen abstimmen und das war es dann.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2