Forum: Politik
Emmanuel Macrons Appell : "Wir dürfen nicht Schlafwandler in einem erschlafften Europ
AFP

Mit einem Essay richtet sich Frankreichs Präsident Macron an die Bürger aller EU- Mitgliedsstaaten. Es ist ein Plädoyer für ein geeintes Europa - die Nationalisten dürften die "Wut der Völker" nicht ausnutzen.

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taglöhner 05.03.2019, 12:21
190.

Zitat von andtimestoodstill1
Der Mann ist der größte Blender den Europa seit 1945 gesehen hat. Gewählt aus einem einzigen Grund. Um Le pen zu verhindern. Der ist vielleicht sogar noch ahnungsloser als Merkel.
Und Sie? Wovon haben Sie denn Ahnung

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Magentasalex 05.03.2019, 12:21
191. Lesen bildet...

Zitat von christiansteiffen
Das ist natürlich Quatsch, was sie schreiben. Es müssen natürlich nicht 1,2 Mio KM bewacht werden. Schon mal was von Schiffen gehört? Die Stellen, an denen Menschen übersetzen können, kann man an einer Hand abzählen. Die Landgrenze zwischen Bulgarien / Griechenland mit der Türkei beträgt gerade mal 400 km.
Ich habe außer der Grenze des Ostens ausschließlich nur von Grenzen gesprochen, die direkte Verbindung zum Meer haben:
Und die beträgt nun mal etwa 1,2 Millionen Kilometer. Von allen Weltmeeren aus kann ich jede europäische Küste erreichen.
Von größeren Schiffen aus kann man mit kleineren Booten fast alle Küsten erreichen.

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hps 05.03.2019, 12:24
192. Wir wollen kein Schlafwandler in einem Traum sein

Macron, bewunderungswürdig. Natürlich weiß auch jeder Einzelne, wie man die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Völker und Nationen, insbesondere der nachbarlichen, hinbekommt. Da hast Du, und Du, und auch Du, gute Antworten drauf. Kann es aber eine vereinende Idee geben? Ist es wohl der angelsächsische Individualismus? Oder ist der östliche Kolektivismus verbindender, ausdauernder? Oder muß man bis in alle Ewigkeit das eine, und dann das andere versuchen, und mit ständiger Veränderung im kulturellen wie im zivilisatorischen Prozess sich so dem Vorbild des Veränderns der Natur angleichen?

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Mara Cash 05.03.2019, 12:25
193. Historische Entwicklung der EU

Die EU hat sich nach dem 2.Weltkrieg durch 70 Jahren Frieden aus starken, friedlich zusammen lebenden Nationalstaaten wirtschaftlich (durch kalten Krieg und Unterstützung der USA) nach vorne entwickelt. Seitdem man jedoch versucht hat, Europa immer mehr zentralistisch aus Brüssel heraus zu regulieren und die Nationalstaaten in ihrer Entwicklung einzuengen, ist definitiv der Wurm drin. Macron sollte also zuerst einmal in Frankreich seine Hausaufgaben machen, bevor er sich noch mehr aufs Glatteis begibt und erneut auf die Schnauze fällt. Seine Vorschläge teilen in Europa nicht viele Menschen, umfassen keine gemeinsamen grundlegenden Ziele und sind folglich nicht umsetzbar. Weshalb sollte von EU-Grenzstaaten z.B. die Außengrenzen kontrolliert werden, wenn die Migranten ohnehin nach Kerneuropa weiter wandern, weil sie dort mehr geboten bekommen?

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Anna156464641156 05.03.2019, 12:26
194.

Zitat von Emderfriese
Warum er der Einzige ist? Weil zu viele der "Anderen" nicht mitspielen werden! Und das weiß Herr Macron sehr genau. Deshalb sind seine Vorschläge reine Luftnummern, die keinen Hintergrund haben. Europaweiter Mindestlohn und Grundsicherung? Dem steht die CDU zum Beispiel schon in Deutschland negativ gegenüber - und Frau Merkel ist die beste Freundin von Macron. Sichere Grenzen um die EU-Region? Ist das kein "Nationalismus", nur unter vergrößerten Bedingungen? Was soll das Geblubber also?
Wieso denn Luftnummern ohne Hintergrund? Was der französische Präsident von sich gibt hat in Europa selbstverständlich Gewicht. Nur weil Berlin und andere mal wieder auf der Bremse stehen heißt das nicht das die Vorschläge unrealistisch und schlecht sind. Mit dieser Einstellung würden Sie auch heute noch daran glauben, daß sich die Sonne um die Erde dreht. Anzuerkennen, daß die Erde nicht der Mittelpunkt des Universums ist, stoßte auf enormen Widerstand und war für viele auch eine Luftnummer die keinen Hintergrund hatte. Was soll das Geblubber also?

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taglöhner 05.03.2019, 12:28
195. Dichtung und Wahrheit

Zitat von artep
kämpft um sein politisches Überleben. Da sind Aussagen wie ein "erschlafftes Europa" durchaus als persönliche Aussagen zu werten. Und auch "Nationalisten, die die Wut der Völker ausnutzen", treffen ihn nah am Hemd. Da fragt man sich doch, warum diese "Völker" wütend sind und wieso er die Gelbwesten als "Völker" bezeichnet. Kann es sein, dass er in der Bedrängnis den Überblick verloren hat ? Eine weitere Aussage, nämlich: "Europa ist keine Macht zweiten Ranges", ist nachweislich falsch. Schon lange hat Europa den Anschluss an die weltweite Entwicklung verloren. (Ich sage nur Kupferkabel ! ) Da ist bei ihm wohl der Wunsch Vater des Gedanken. Macron ist eine Eintagsfliege, deren Macht sich nach der nächsten Wahl in Frankreich erledigen wird.
"...Freiheit, Schutz, Fortschritt. Auf diesen Säulen muss unser Neubeginn in Europa ruhen. Wir dürfen nicht zulassen, dass die Nationalisten, die keine Lösungen anzubieten haben, die Wut der Völker ausnutzen. Wir dürfen nicht Schlafwandler in einem erschlafften Europa sein. Wir dürfen nicht weitermachen wie bisher und uns auf Beschwörungsformeln beschränken. Der europäische Humanismus erfordert Handeln. Und überall möchten die Bürgerinnen und Bürger am Wandel teilhaben. Deshalb sollten wir noch vor Ende dieses Jahres mit den Vertretern der EU-Institutionen und der Staaten eine Europakonferenz ins Leben rufen, um alle für unser politisches Projekt erforderlichen Änderungen vorzuschlagen, ohne Tabus, einschließlich einer Überarbeitung der Verträge. Zu dieser Konferenz sollten Bürgerpanels hinzugezogen und Akademiker, Sozialpartner und Vertreter der Religionen gehört werden. Sie wird einen Fahrplan für die Europäische Union festlegen, indem sie die wichtigsten Prioritäten in konkrete Maßnahmen umsetzt. Wir werden uns nicht in allem einig sein, aber was ist besser: ein erstarrtes Europa oder ein Europa, das voranschreitet, zwar nicht immer im Gleichschritt, aber offen für alle?..."

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vera gehlkiel 05.03.2019, 12:29
196.

Zitat von jdirker
wenden sich einige Bürger von der EU ab? Diese Frage müßte gestellt werden. Die Defizite der EU sind mit Händen greifbar. Aber die Elite will nur ein weiter so hin zu noch mehr Integration. Das Ziel von Macron und den Südländern ist klar: Durch die Fiskalunion hin zur Transferunion. Anstatt die EU zu demokratisieren, sollen die Nordländer für den Reformunwillen der Südländer bezahlen.
Sie selbst, ich auch, sind "die Elite". Ihr Text ist folglich eine veritable Selbstbeschimpfung. Wir hier, niemand anderes, haben maximal von der EU profitiert. Jetzt gilt es, umzuverteilen. Und zwar nicht von Nord nach Süd, sondern von "wenig Profiteure" hin zu "viele Profiteure". Das Nord- Süd- Ding wird von den Marktradikalen eingepflegt, damit Sie weiterhin schön viel Angst und die dafür die Kontrolle haben.

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marcohass 05.03.2019, 12:32
197. Lasst uns mit Offenheit und Mut Macrons Vorschläge umsetzen.

Wie es ist, kann es nicht bleiben.
Nur Kritisieren und sich in Details verlieren heißt Stillstand.
Die Vorschläge Macrons sind gut und entwickeln Werte, Zusammenleben, Demokratie und Zukunftsfähigkeit Europas in eine Richtung die ich persönlich gut finde.

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WoRiDD 05.03.2019, 12:33
198. Hat Macron...

... nicht genug im eigenen Land zu tun, bevor er von den "Vereinten Staaten von Europa" träumt? Gerade seine Politik im eigenen Land zeigt doch mehr als deutlich, wohin das führt. Und der "Rechtsruck" in fast allen europäischen Ländern ist doch das Ergebnis von Politikern, die am Volk vorbei regieren.

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Stephan H. 05.03.2019, 12:35
199. Ich weiß nicht

Zitat von stevens-82
Diese "immensen Kosten" beschränken sich primär auf das Absichern von Währungsrisiken wie das beim Handel mit dem Nicht-Euroraum seit je her gang und gäbe ist. Zudem funktionieren Freihandelszonen auch über verschieden Währungsräume hinweg tadellos wie man weltweit beobachten kann.
wie sie die Welt so sehen. So friedfertig ist sie auf jeden Fall nicht! Große Wirtschafträume in Asien werten ihre Währungen künstlich ab um möglichst viel zu exportieren. Auch die USA nutzt die Stärke/Schwäche des Dollar politisch und steuert seine Währung wie es gerade gebraucht wird. Zudem kommt, dass mit immensen Summen auf Währungen spekuliert wird. Einzelne Länder sind dafür sehr stark anfällig (die DM wäre auch anfällig... das hatten wir schon in den 90zigern). Alleine sind die EU Länder ohne Euro zu schwach um Währungsattaken von anderen Ländern oder Spekulanten effektiv kontern zu können.

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