Forum: Politik
Emmanuel Macrons Appell : "Wir dürfen nicht Schlafwandler in einem erschlafften Europ
AFP

Mit einem Essay richtet sich Frankreichs Präsident Macron an die Bürger aller EU- Mitgliedsstaaten. Es ist ein Plädoyer für ein geeintes Europa - die Nationalisten dürften die "Wut der Völker" nicht ausnutzen.

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frankcrx 05.03.2019, 12:53
210.

Zitat von frank57
dürfen sich nicht die Wut der Bürger zu eigen machen"? Woher kommt diese Wut denn, Herr Macron? Warum sollen die Rüstungsausgaben erhöht werden? Ihr Essay ist Nato-Populismus!
Die Rüstungsausgaben müssen erhöht werden. Schon allein wegen Russland. (Ja ich weiß die sind ganz lieb und wollen nur spielen - so ein Blödsinn).

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Stephan H. 05.03.2019, 12:59
211. Auch nicht richtig

Zitat von christoph_schlobies
Ach-darum haben wir nun die geringsten Vermögen in der EU in Deutschland - Googlen Sie einfach-die Zyprioten haben fast 6 mal mehr Eigentum- und weshalb mussten wir dann deren Banken mit deutschen Mrd stützen? Weil die Zyprer doch dafür nicht ihre eigenen Vermögen nehmen wollten,solange die Deutschen blöd genug sind.
Die privaten Anleger in Zypern wurden gezwungen sich an den Bankenrettungen zu beteiligen. Außerdem haben die Zyprioten eine Schuldenquote von 141% des BIPs. Wurden die Schulden in ihre Aussage zu 6 Mal mehr Vermögen überhaupt eingerechnet?

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emcioran 05.03.2019, 13:05
212. Leidenschaftlicher Europäer

Sehr geehrter Herr Macron,
viele Ihrer Ideen, Forderungen und Reformen teile ich, insbesondere das Zurückdrängen des elenden Nationalismus. Für völlig falsch hingegen halte ich jede Steigerung der sog. Verteidigungsausgaben. Und natürlich Anbindung und Stärkung der NATO. Immerhin hat die NATO den ersten Angriffskrieg nach dem II. Weltkrieg in Europa geführt: den Krieg gegen Serbien. Auch hat Serbien das Kosovo nicht hergegeben; es wurde ihm genommen, weil die USA dort einen riesigen Militärstützpunkt einrichten wollten: Stichwort Camp Bondsteel. Weg von der unkritischen Anbindung Europas an eine krigerische und aggressive USA!
Ja, Europa - Ich meine jetzt wirklich Europa und nicht nur EU-Europa, muss gestärkt werden. Und das heißt die Einbeziehung von Rußland. Nicht umsonst heißt es, dass Sicherheit in Europa nur mit und nicht gegen Rußland möglich ist. Dass sich in diesem Prozeß in Rußland vieles ändern muss, ist selbstverständlich.
Auch muss die Macht der sog. Finanzmärkte, die eigentlich eine Finanzmafia sind, mindestens deutlich beschränkt oder, noch besser, gebrochen werden. So könnte Groß-Europa entstehen. Es wäre das Europa in dem ich gerne leben würde - am besten mit einer europäischen Staatsangehörigkeit

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Tolotos 05.03.2019, 13:18
213. Es geht auf jeden Fall in die richtige Richtung!

Die derzeitige EU, in der soziale Umverteilung im Wesentlichen über die EU-Steueroasen geregelt wird, hat sicher keine Zukunft.

Die Zuwächse für EU-kritische, auf Eigennutz setzende Parteien, sind auch eine Antwort darauf, dass die Wähler beobachten müssen, dass auch die etablierte Politik im Wesentlichen durch Eigennutz geprägt ist. Der Eigennutz ist zwar weniger nationalistisch organisiert, aber er sorgt sehr effektiv dafür, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich in der EU und global systematisch angehoben wird!

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luiasogi 05.03.2019, 13:23
214. Das sehe ich auch so

Zitat von ludwig49
...sollte den Europäern daran gelegen sein, ein stabiles Gegengewicht zu anderen Nationen und Märkten aufzubauen. Da Problem ist nur, dass sich die europäische Politik in Brüssel auf eine Art und Weise darstellt, die die Bürger nicht zu begeistern vermag. Dazu kommen Mitgliedsländer, deren politisches, soziales und wirtschaftliches Niveau auch in zwanzig Jahren noch nicht zu einem starken Europa passt.
Das stimmt. Aber letztendlich wird kein Staat gegen seine nationalen Interessen verstossen.
Auch Frankreich nicht.
Es fehlt an der Bereitschaft (oder an der Möglichkeit) notwendige Reformen durchzuführen.
Keine (Öko)Steuer rechtfertigt die Spaltung der Gesellschaft. Sagte die Regierung und nahm notwendige Massnahmen zurück.
Also keine Reformen in Frankreich auf unabsehbare Zeit.
In Italien das gleiche Lied.
Eine von Macron gewünschte Einheit wird es so schnell nicht geben, obwohl das aus meiner Sicht dringend wünschenswert wäre.
Zu unterschiedlich die Geschichte und die Mentalität der Völker.
Europa muss evolutionär zusammen wachsen.
Nicht unter Zwang. Das ist in der Geschichte noch selten nachhaltig gewesen.
Leider fehlt uns in dieser komischen Welt, mit ihren noch komischeren Protagonisten, die Zeit dazu.
Lasst uns das Machbare machen. Eine Art optimierte EWG

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Magentasalex 05.03.2019, 13:31
215. "Was geht eigentlich in solchen Köpfen vor?"

Zitat von taglöhner
...Die Küste der EU ist 68 000 km lang... https://www.eea.europa.eu/de/themes/coast_sea/intro Was geht eigentlich in solchen Köpfen vor?
Lesen bildet immer noch...

Allein die Küstenlänge Norwegens beträgt 25.148 Kilometer.
Ich sprach auch nicht von den EU Grenzen, sondern von den europäischen Grenzen. Und Europa ist bekanntlich nicht nur die EU.

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RaKader 05.03.2019, 13:33
216. Macron als Partei

Schon Macrons Rede an der Sorbonne, später dann in Aachen konkretisierte eine Roadmap für Europa, die weit über das hinaus geht, was sonst in akademischen Zirkeln als Ziel ausgegeben wird. Dort wird gern über die Wünsche diskutiert, nicht aber über deren Umsetzung. Man ist dann doch zu weit weg von den operativen Stellschrauben Brüssels.

Ganz platt frage ich mich, warum gibt es keine Macron-Partei im zögerlichen Deutschland?

Selbst wenn ich mir das Programm der deutschen Sektion von Volt, der transeuropäischen Parteiinitiative anschaue, so wirkt dieses doch seltsam blutleer und vage. Wie wohltuend ist da dieser Franzose, der Europa neu denkt, Dinge klar fordert und offenkundig auch keine Angst davor hat, dass der politischen Klasse Konkurrenz erwächst. Damit meine ich nicht den versteckten Rassisten in Form des Wutbürgers mit seinem "Man wird doch noch fragen dürfen", dem jede andere Meinung als seine eigene verdächtig ist, nein, ich meine jene ungenutzte Kompetenz von Fachleuten außerhalb der Apparate, landläufig auch Technokraten genannt (im positiven Sinn). Für Macron zahlt sich das zur Zeit aus, denn er heuchelt nicht nur Interesse, sondern ist an der Souveränität des Bürgers ehrlich interessiert, wie sich gerade bei einen Dialogen in Frankreich zeigt.

Keine Angst vor den Bürgern, könnte sein Signal an die 32.000 Beamten der EU-Kommission und nationalen Ministerien und Regierungen lauten. Statistisken reichen nicht aus, um die Welt zu verwalten - Interaktion ist nötig.

Ich habe die Angst, dass sieben Jahre Präsidentschaft Macron nicht reichen, um Europa einen Fußtritt zu geben. Leider ist Macron derzeit ein Solospieler. Leider sind Tusk, Juncker, Weber, Timmermans, Asselborn, Verhofstadt – so verdienstvoll sie sich für Europa in die Bresche werfen – zu sehr ihrer Blase verhaftet, als dass sie Impulse setzen könnten. Der rote Dani wäre ein grüner Mitstreiter Macrons gewesen, er will leider nicht mehr.

Bei der Europawahl lassen sich mehr Impulse setzen, als viele vermuten. Dazu muss man sich aber aus althergebrachten Parteischemata lösen. Die Glaubwürdigkeit der Person ist bei der Europawahl wichtiger, will man etwas verändern. Parteitaktiker, die in EP-Posten einer Versorgungsmentalität anhängen, werden das nie begreifen. Es gilt aber die echten EU-Köpfe im Europaparlament zu stärken, damit einer wie Macron keine singuläre Erscheinung bleibt.

Macron ist eine Chance für Europa. Eins ums andere lässt die deutsche Regierung ihn am ausgestreckten Finger verhungern. Und ihm platzt langssam der Kragen, platt formuliert. Hoffentlich rächt sich das nicht. Zur Zeit muss man sich als deutscher Europäer für seine Regierung fremdschämen.

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artep 05.03.2019, 13:40
217.

Zitat von demokrat2
Fast ein Jahr kamen von ihr zu den Vorschlägen Mocrons keine Antworten. Gefangen in den eigenen Machtkämpfen innerhalb ihrer Partei, der CDU/CSU, nicht mal eine Geste der Anerkennung für Macron. Auch diesen Kampf hat sie verloren. Die CDU/CSU ist die Partei der Bremser, der Zögerer, des Stillstands geworden. Das merkt man an den Attacken gegenüber der SPD, deren Profil deutlicher ist, als das der CDU. Darum drängt die Presse so auf das Scheitern der Koalition. Andererseits kann die CDU/CSU keine Neuwahlen wagen, weil sie selbst in der "Krise", die man immer wieder der SPD anhängen möchte, ist. Es vergeht keine Talkshow, in der nicht die Vertreter der Wirtschaftsverbände - und ihrer Medien - nicht an dieser Koalition herummäkeln, in der Hoffnung die SPD würde die Koalition selbst infragestellen. Warum sollte sie es tun, wenn es zur Zeit gut laüft? Ziehen wir bei den Umfragen für die CDU/CSU ruhig einmal die Abweichungsquote von rund 3 Prozent ab, dann streift die CDU/CSU 28 bis 29 Prozent der Stimmen. Das ist realistisch.
Nein ! Merkel hat sofort erkannt, wess´ Geistes Kind Macron ist und sich auf so einen Balanceact nicht eingelassen. Macron als Banker geht mit dem französischen Finanzkapital zusammen und auch die französischen Gelbwesten haben das erkannt.

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t.roth 05.03.2019, 13:59
218.

Zitat von qoderrat
Tja, Hr. Macron, ein guter Ansatz dazu wäre, wenn man die Bürger erst gar nicht wütend macht. Zum Beispiel indem man die Reichsten von der Vermögenssteuer entlastet und die Ärmsten bei Verbrauchssteuern ausnimmt. Solange die EU sich als Verein zur Durchsetzung der Lobbyinteressen von Konzernen, Verlegern und Grosskapital versteht, wird der Ärger bei den Bürgern nicht nachlassen, und zwar berechtigterweise. Und ganz ehrlich, so wirklich überzeugt bin ich inzwischen auch nicht mehr, ob eine EU in der aktuellen Form und Ausrichtung noch reformierbar ist. Vielleicht wäre ein Neustart mit einem kleinsten gemeinsamen Nenner auf den man sich wirklich einigen kann, und dem sich dann auch alle verpflichten, ggfs. auch unter Wegfall mancher Randstaaten der schnellere und sinnvollere Weg.
Sehr polemischer Kommentar.
Es ist nicht die Politik Schuld, dass die Bürgwer wütend sind.
Jeder ist auch seines eigenes Glückes Schmied. Selber Verantwortung übernehmen, anstelle andere für die eigene Lage verantwortlich zu machen. Auch wenn es mal hart auf hart kommt.

Es ist betreffend, dass viele, die den einfachen Antworten auf komplexe Fragen glauben schenken, es selber gerne einfach haben.

Ich weiß nicht, woher diese "Hand auf" Mentalität kommt. Unsere Großeltern mussten alles selber aufbauen und schuften und keiner hat gejammert.

Wir leben in einem der freiesten und am wenigsten regulierten Regionen der Erde. Wir leben im Luxus. Wo, wenn nicht hier, hat man die Chance auf eine positive Zukunft. Dazu muss man aber eben auch selber mit anpacken.

Ich kann diese Meckerei und das mittlerweile bei vielen fest verankerte Anspruchsdenken nicht mehr hören.

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BurgRitter 05.03.2019, 14:00
219. Jesus

und Macron können sich selber nicht helfen, aber retten die Welt/die EU. Müssen die Medien dies Geschwafel übernehmen?

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