Forum: Politik
Emmanuel Macrons Appell : "Wir dürfen nicht Schlafwandler in einem erschlafften Europ
AFP

Mit einem Essay richtet sich Frankreichs Präsident Macron an die Bürger aller EU- Mitgliedsstaaten. Es ist ein Plädoyer für ein geeintes Europa - die Nationalisten dürften die "Wut der Völker" nicht ausnutzen.

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fletcherfahrer 05.03.2019, 14:51
230. Ist doch ganz einfach!

Zitat von Beat Adler
Die EU ist wenig demokratisch? Verbessungsvorschlaege, bitte! Danke im voraus. Fuer jemanden mit 2 Studiengaengen sollte es ein Leichtes sein, aufzuzeigen, wie die EU vermehrt "demokratisiert" werden koennte. Also bitte darum. mfG Beat
Das EU-Parlament hat das Sagen, und nicht die EU-Kommission, die ja nicht gewählt wird.

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thunderstorm305 05.03.2019, 14:51
231. Geht es darum dem französischen Präsidenten sein Amt zu retten?

M.E. aber das ist der Appell eines Präsidenten, der im eigenen Land das Volk nicht mehr hinter sich hat. Er möchte mit diesen Forderungen davon ablenken, dass es er und seine Regierung zu weit getrieben hat. Angefangen hat es mit der Erhöhung der Spritsteuer und dem Argument, dass er dafür den öffentlichen Nahverkehr ausbauen möchte. Für die Landbevölkerung ist das schlicht eine direkte Steuererhöhung. Klar ist mir auch nicht was man darunter verstehen soll die EU zu vertiefen? Was ist das Ziel? Einen EU Superstaat etwa? Das würde ich nicht unterstützen, denn dafür sind die Abgeordneten in Brüssel viel zu weit weg von uns Wählern. Wenn wir die neuen Kontonummern, den NOX Grenzwert oder die Datenschutzverordnung betrachten, sollten wir solch ein Vorhaben nicht unterstützen. Wir müssen statt dessen wieder mehr Entscheidungen zu den Einzelstaaten ziehen.

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bernd.muecke 05.03.2019, 14:54
232.

Zitat von claus7447
Macron hat recht. Man möge mal seinen anfangfehler nicht zu hochaufhängen (Streichung der vermögenssteuer), das war ungeschickt und nicht auf der prio Liste. Ich möchte es einmal anders herum nennen: was wäre, wenn sich Europa, d.h. die EU, auflöst. Ist jedem die Konsequenz bekannt? Wir gehen zurück zur Kleinstaaterei, Grenzen mit allem was notwendig ist werden wieder errichtet, zollabfertigungen, den die Freihandelszone wird es nicht geben. So wie heute einige osteuropäische Länder die EU nur als Subventionsapparat sehen, werden sie auch keinen ungehinderten handelnwollen (Ausfuhr schon, aber keine einfuhr). Allein der Aufbau einer entsprechenden Zollbehörde mit Personal nicht zu stemmen. Der Euro entfällt. Mit Einführung einer neuen DM wird diese aufgewertet, ich schätze um die 20%, damit ist der Export Boom vorbei. Das ganze endet in einem schwarzen Oktober. Deutschland muss dich bewegen. Wenn wir glauben, die handelsüberschüsse sind nur unser Verdienst dann verhalten wir uns wie Länder die nicht bereit sind Flüchtlinge aufzunehmen.
Ich stimme Ihnen zu und möchte hinzufügen, dass es allen Europäern um ein Kräftegleichgewicht der großen Märkte gehen sollte - USA, Europa, China. Verfällt Europa in Nationalstaaterei geht das Kräftegleichgewicht kaputt. Das Vertrauen der großen Unternehmen in europäische Staaten sinkt. Die Produktion wird wieder teurer, der Verwaltungsoverhead wächst.


Die EU beschäftigt in etwa so viele Beamte wie die Landesverwaltung Berlins. Ich kann das Argument eines bürokratischen Europas nicht mehr hören. Man stelle sich vor jedes Land müsste einzeln mit jedem anderen EU-Land Einfuhrbestimmungen, Qualitätsstandards, Handelsverträge, Produktzulassungen verhandeln. Man muss kein großer Prophet sein um zu erkennen, dass ein Zerfall der EU eine Explosion des administrativen (bürokratischen) Aufwandes bedeuten würde.
--> Die Produktion wird uneffektiver. Die Einzelstaaten der EU werden hinsichtlich des Welthandels marginalisiert. Das Verhandlungsgewicht auf globaler Ebene sinkt. Der Binnenmarkt innerhalb Europas wird geschwächt. Schadenersatzklagen oder einfach Vertrauensverlust wenn die Nationalstaaten die Schadenersatzansprüche der Konzerne ignorieren. Ich spreche hier vom Investorenschutz.

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kado1 05.03.2019, 14:55
233. Was Sie nicht sagen

Zitat von go-west
Hoffentlich gehen die demokratischen Kräfte Europas auf seine Vorschläge ein. Ansonsten könnte es ganz schnell zu spät sein. Ich sehe diesen absoluten Ausnahmepolitiker Macron sehr gut in einem europäischen Spitzenamt. Ansonsten muss ich sagen, daß uns die sich immer gleichenden Forenbeiträge der Ewiglinken in keinster Weise voranbringen. Wer lieber bequem in seinen liebgewonnenen ideologischen Wolkenkuckucksheim kuscheln mag als sich den ändernden Zeiten mit mutigen, visionären und auch realistischen Zukunftsplänen zu stellen leistet nun mal keinen lösungsorientierten Beitrag.
Macron will einen EU-Finanzminister mit eigenem Budget, eine EU Arbeitslosenversicherung, die gemeinsame Haftung für Kredite, eine Transfer-EU u.v.a.m.
Super für F und die Pleiteländer, aber nicht für uns.
Kürzlich wollte sogar der noch Nettoeinzahler Italien 250 Mrd erlassen bekommen
F und I sind die neuen EU-Sorgenländer, alle brauchen Reformen unter denen man in Wahrheit eine Art Agenda 2010 versteht mit der SPD und Grüne unter Schröder die Steuern der Reichen um 10 Prozent senkten, die Kleinen stark belasteten, nur so wurde D wieder fit.
Alle anderen lassen sich das nicht gefallen, schon bei den kleinsten Reförmchen bekommt Macron massiven Widerstand und ist bei der nächsten Wahl weg.

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Artognou 05.03.2019, 14:56
234. Schritt in die richtige Richtung

Das ist jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung, denn nur zusammen wird Europa (EU) erfolgreich sein können.
Ich finde das gut und hoffentlich wird einiges davon wahr werden!

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BigBang 05.03.2019, 15:01
235. Ich bin Sprachlos :-(

Italien will die Grenzen schützen da spricht Herr Macron von Populisten und Rassisten, jetzt will er das gleiche tun ? Er hat Tausende Minderjährige Flüchtlinge an der Grenze zurückgewiesen und spricht von "Grenze bedeute Freiheit in Sicherheit". Er hat Illegale Einwanderer "Nachts" in italienischen Wäldern abgesetzt und spielt den Moral Apostel ? Noch Nie habe ich so einen falschen Politiker gesehen wie Macron! Die EU soll sich vor genau solchen (RotSchild) Politiker in acht nehmen !! Macht bitte endlich die Augen auf, oder Europa wird kaputt gehen.

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Eisinuk 05.03.2019, 15:06
236. Link

Zitat von bernd.muecke
https://www.elysee.fr/emmanuel-macron/2019/03/04/fur-einen-neubeginn-in-europa.de Gut gesagt. Das geht auch kostenlos direkt aus erster Hand.
Nett, Herr Bernd Muecke, dass Sie den Link gepostet haben.
Danke.

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theodtiger 05.03.2019, 15:20
237. Deshalb

Zitat von anitawulfel
Ja, wirklich sehr gute Analyse von Macron. Da Macron so kompetent ist, sollte Frankreich der Leuchtturm Europas sein, oder?
1) Frankreich steht gar nicht mal so schlecht dar - politisch und sozial, insbesondere wenn man es mit den neo-nationalistischen Regimes in Polen und Ungarn vergleicht. 2) Das Richtige an Macrons Analyse ist, dass KEIN Land in Europa, die alle betreffenden Probleme allein und nur mit Schielen auf den kurzfristen eigenen Vorteil lösen kann. 3) Macron zeigt einen Weg auf, wie wir alle von gemeinsamem Vorgehen in der EU profitieren können - angesichts der globalen Bedrohungen (Klimawandel, Handelskriege, russischer Subversion, kommender Dominanz durch China, etc).

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taglöhner 05.03.2019, 15:26
238. Strenge Düfte

Zitat von BigBang
Italien will die Grenzen schützen da spricht Herr Macron von Populisten und Rassisten, jetzt will er das gleiche tun ? Er hat Tausende Minderjährige Flüchtlinge an der Grenze zurückgewiesen und spricht von "Grenze bedeute Freiheit in Sicherheit". Er hat Illegale Einwanderer "Nachts" in italienischen Wäldern abgesetzt und spielt den Moral Apostel ? Noch Nie habe ich so einen falschen Politiker gesehen wie Macron! Die EU soll sich vor genau solchen (RotSchild) Politiker in acht nehmen !! Macht bitte endlich die Augen auf, oder Europa wird kaputt gehen.
Was sind RotSchild Politiker?

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theodtiger 05.03.2019, 15:26
239. EU Demokratie erklärt

Zitat von fletcherfahrer
Das EU-Parlament hat das Sagen, und nicht die EU-Kommission, die ja nicht gewählt wird.
Das "Sagen" in der EU hat das demokratisch gewählte Europaparlament zusammen mit dem Rat, in dem die demokratisch gewählten Regierungen von 28 (demnächst 27) Mitgliedstaaten vertreten sind. Das sind die EU Gesetzgeber. Daneben gibt es noch die vom EU Parlament demokratisch gewählte EU Kommission (sowohl hinsichtlich deren Präsidenten (einer der Spitzenkandidaten bei der Europawahl) sowie der einzelnen Kommissare, die sich einer Befragung (auch mit Ablehnung) durch das EU Parlament unterziehen müssen). Das ist daher sogar noch mehr demokratisch legitimiert als die Wahl der Bundesregierung, wo allein der Bundeskanzler bestimmt wer Minister wird.

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