Forum: Politik
Empörung in Thüringen: CDU-Politiker verheddert sich in Nationalstolz-Debatte

Thüringens CDU-Fraktionschef Mohring wirbt für ein Nachdenken über "unsere Nation" - ausgerechnet in der rechtslastigen Zeitung "Junge Freiheit". Opposition und Koalitionspartner SPD sind entsetzt. Die Ministerpräsidentin müsse Mohring "zurückpfeifen".

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suum.cuique 14.01.2010, 21:34
20. komisch,

Zitat von fritzes_flitze
... hat bereits 1851 in "Parerga und Paralipomena" alles Notwendige dazu gesagt. Für die, die es gerade nicht greifbar haben, anbei das Zitat -- hier nicht aus ideologischen Gründen zerstückelt: Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz, denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen. Jede menschliche Vollkommenheit ist einem Fehler verwandt, in welchen überzugehen sie droht; jedoch auch umgekehrt, jeder Fehler, einer Vollkommenheit. Die Barbarei kommt wieder, trotz Eisenbahnen, elektrischen Drähten und Luftballons. Dem ist eigentlich wenig bis nichts hinzuzufügen. Mahlzeit.
dass Hitler ein Verehrer von A. Schopenhauer war, Danzigs groesster Sohn.

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Panasonic 14.01.2010, 21:34
21. Pc

Zitat von gelegentlicher Leser
Ach, Gottchen, wenn ich für jeden SPD-Politiker, der sich "entsetzt", "entrüstet" oder "empört" gibt, 10 Cent bekäme, wäre ich länst Millionär. Ferner: Gibt es irgendein Gesetz, dass einen zwingt nur linkslastigen Zeitungen Interviews geben?
Ja. Das Gesetz der "political correctness", welches in Europa und ganz besonders in Deutschland herrscht. Ein Blockierungsgesetz, welches die freie Sicht vernebelt, Probleme schafft, wo keine sind - und gravierende Probleme einfach ignoriert, versteckt.

Die politische Korrektheit ist die Atombombe des 21. Jahrhunderts.

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Hugh 14.01.2010, 21:35
22. Wer tatsächlich Demokrat ist, tut sowas nicht

Es hat sich unter den demokratisch gesinnten Bürgern dieses Staates über die Jahrzehnte ein Konsens gebildet, was man als Demokrat tut und was nicht.
Man wählt keine rechtsradikalen Parteien und man gibt Publikationen am rechten Rand keine Interviews.

Wer sich dennoch so verhält zeigt an, dass er nicht dazu gehören will. Dann sollte er aber auch den Posten niederlegen mit dem in die Demokratie alimentiert.

SPON wirkt mit der Veröffentlichung dieser Schande als das Sturmgeschütz der Demokratie die Der Spiegel schon war.

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gelegentlicher Leser 14.01.2010, 21:38
23. Der erste Mensch auf der Welt

Zitat von ErwinLottemann
"Die wohlfeilste Art des Stolzes ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt." -Arthur Schopenhauer- ..so sieht´s nämlich aus. Auf irgendetwas stolz zu sein, was man nicht unmittelbar selbst erreicht hat, ist jawohl das Allerletzte! Habe ich den Porsche erfunden? Nein! Braue ich täglich fantastisches Bier von Weltruf? Nein! Habe ich das Heidelberger Schloss gebaut? Nein! Habe ich sechs Millionen Menschen umgebracht? Auch nein! Habe ich mal hart gearbeitet und bin dafür belohnt worden? Ja! Darauf bin ich stolz!
Und alles, was Sie heute haben, haben Sie selbst geschaffen?

Sie haben die Schule, in die Sie gegangen sind selbst gebaut, den Computer, den Sie benutzen selbst erfunden, das Rechtssystem, von dem Sie profitieren, selbst erdacht?

Sie scheinen ein sehr egozentrisches Weltbild zu haben.
Ihre harte Arbeit baut auf der Arbeit anderer auf, daher könnten Sie Ihren Vorfahren, wenn Sie schon nicht stolz auf sie sind, doch immerhin dankbar sein, was sie Ihnen hinterlassen haben.

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wrdlbrnfd 14.01.2010, 21:38
24. Ominös.

Das muß doch schon vor Wochen gewesen sein. Nur gut, daß SPOn mal die Werbetrommel rührt.
"Zurückpfeifen" ist auch so ein toller Ausdruck aus dem "demokratischen Spektrum"

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fritzes_flitze 14.01.2010, 21:39
25. Was ist das denn für ein ...

Zitat von suum.cuique
dass Hitler ein Verehrer von A. Schopenhauer war, Danzigs groesster Sohn.
... sinnfreier Hohlbatz? Hitler war ebenfalls hin und wieder beim Frisör, stand auf Hunde & aß gelegentlich auch Schweinsbraten mit Semmelknödel. Das hat er gemein mit ca. 15 Billiarden Mitgeschöpfen, so what?

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onkel_e 14.01.2010, 21:39
26. oje

Zitat von FreiburgerJurist
Da verwundert es mich nicht mehr, dass immer mehr die JUNGE FREIHEIT lesen. Dieser Artikel des Spiegels ist unsachlich und versucht dem Leser seine Meinung aufzudrücken und zwar auf eine Weise, die an Plumpheit grenzt. Ich überlege Ernsthaft die Zeitung zu kaufen und das Interview mal ungekürzt und ohne Kommentar zu lesen.
Diesen Schritt kann ich nur empfelen.
Im Mainstream der Wochenblätter eine Ausnahmezeitung.
Bin über ein Schnupperabbo dazu gekommen und möchte die Zeitung heute nicht mehr missen.

Zum Artikel von Herrn Mohring kann ich nur sagen: "Recht hat er!" Es ist nichts verwerfliches in seinen Aussagen.
Als Thüringer bin ich hoch erfreut über seine Worte.

Und lieber Spiegel mit Überschriften wie "CDU- Politiker verheddert sich in Nationalstolzdebatte" macht man keinen objektiven Journalismus. Das ist populistische Meinungsmache.

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parcius 14.01.2010, 21:40
27. Glückwunsch!

Endlich mal jemand der ein Thema anspricht, das in Deutschland seit vielen Jahren tabuisiert wird. Es ist schon traurig wie deutsche Politiker ihre nationale Identität verdrängen, ja sogar leugnen. In den letzten 40 Jahren hat der zunehmende Wohlstand die Diskussion um einen angemessenen Nationalstolz überflüssig werden lassen. Die Insignien des stolzen Teutonen waren Qualität "Made in Germany", die D-Mark und das Wirtschaftswunder. Doch wer oder was ersetzt diese Symbolik, wenn es nicht mehr so gut läuft? Religion, eher nicht, in einem säkularisierten Staat der sich von Glaubensgrundsätzen immer weiter entfernt. Bliebe die Rückbesinnung auf die glorreiche deutsche Geschichte! Sicher gibt es die, aber der gesellschaftliche Focus jeder deutschen Geschichtsauseinandersetzung steht und fällt mit der Diskussion über das dritten Reich. Und da alle Politiker im Geiste dieser Geschichtsbetrachtung gefangen sind, kann und wird es von ihnen keine Neuinterpretation deutscher Geschichte im Sinne einer objektiveren Interpretation nationaler Identität geben. Es sei denn, man ist jung, patriotisch, unverdorben und hat ein Gespür, für das, was vielen Deutschen am Herzen liegt. Nämlich eine ehrliche Debatte über das, was unsere Kultur und Identität ausmacht.

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Panasonic 14.01.2010, 21:42
28. Irrglaube

Zitat von gelegentlicher Leser
Und alles, was Sie heute haben, haben Sie selbst geschaffen? Sie haben die Schule, in die Sie gegangen sind selbst gebaut, den Computer, den Sie benutzen selbst erfunden, das Rechtssystem, von dem Sie profitieren, selbst erdacht? Sie scheinen ein sehr egozentrisches Weltbild zu haben. Ihre harte Arbeit baut auf der Arbeit anderer auf, daher könnten Sie Ihren Vorfahren, wenn Sie schon nicht stolz auf sie sind, doch immerhin dankbar sein, was sie Ihnen hinterlassen haben.
Eine Kultur, eine Gesellschaft, ein System wird nicht mal eben "erdacht" und "erfunden" und bleibt dann ewig gültig. Wir leben dieses System, es existiert nur, weil wir daran gemeinschaftlich arbeiten. Jeder Mensch in einer Demokratie trägt einen Teil dazu bei und daher darf jeder Mensch, der unser System, unsere Kultur lebt, auch darauf stolz sein.

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suum.cuique 14.01.2010, 21:44
29. Einfach zu verstehen

Zitat von fritzes_flitze
... sinnfreier Hohlbatz? Hitler war ebenfalls hin und wieder beim Frisör, stand auf Hunde & aß gelegentlich auch Schweinsbraten mit Semmelknödel. Das hat er gemein mit ca. 15 Billiarden Mitgeschöpfen, so what?
Die Diskrepanz zwischen Schpenhauers Philosophie und Hitler's Weltanschauung.

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