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Empörung über US-Botschafter Grenell: Cool bleiben
DPA

Deutschland empört sich über den US-Botschafter Richard Grenell - zu recht. Aber Trumps Mann in Berlin des Landes zu verweisen, hieße Populismus mit Populismus zu beantworten.

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KingTut 20.03.2019, 10:22
150. So ist es

Zitat von sven2016
Genau auf solchen Verhaltensweisen beruht die Politik der harten Rechten. Und die sehen - wie die Straßengangster an der Ecke - vernünftige Argumentation als Schwäche an.
Wer (wie der große und der kleine Trump) ein rechtsradikales und nachweislich rassistisches Nachrichtenportal wie Breitbart dadurch aufwertet, indem er ihm als Interviewpartner zur Verfügung steht, der zeigt, wes Geistes Kind er ist. Aber selbst wenn eine Ausweisung nur das letzte Mittel wäre, zu dem man zum derzeitigen Zeitpunkt nicht bereit ist, dann würde ich mir unterhalb dieser Schwelle ein sehr viel entschiedeneres Auftreten unserer Regierung wünschen. Das wird uns nämlich ansonsten als unterwürfig und Schwäche ausgelegt. Die diesbezüglichen, frustrierenden Erfahrung mit einem anderen Quertreiber am Bosporus sollte doch unsere Regierung längst zum Umdenken bewegt haben. Man kann auch adäquat kontern, ohne sich gleich auf dieselbe Stufe mit solchen Leuten zu stellen.

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gorlois7 20.03.2019, 10:25
151.

Zitat von Post-postfaktisch
Aber schneiden. Deutlich machen, dass hier jeder alles sagen darf, aber niemand verpflichtet ist, zuzuhören.
Das wäre die Maßnahme! Bloß kann sich dann kein einheimischer Politiker mit entrüsteten Äusserungen profilieren!

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mwroer 20.03.2019, 10:27
152.

Zitat von enfield
1) weil Staaten keine Unternehmen sind (und nachrangig Diplomatie kein Marketing ist.). Auch wenn z.B. Trump das wohl anders sieht. 2) Weil hier keine eindeutigen Verstöße gegen eindeutige Regeln oder Gesetze vorliegen. Egal was hier Kreti&Pleti so alles zitieren oder meinen. Betonung liegt auf Eindeutigkeit.
Es gibt auch keine eindeutigen Regeln oder Gesetze in diesem Bereich - es ist ausschließlich Sache des Gastlandes wann es einem Diplomaten die Akkreditierung entzieht.

Man kann dies tun wenn er sich auf unübliche Weise in die inneren Angelegenheiten einmischt, man kann warten bis er jemanden in der Botschaft umbringen lässt ... alles eine Ermessensfrage die eben *nicht* gesetzlich geregelt ist.

Von daher sollten Sie 'Kreti&Pleti' schon ein bisschen ernster nehmen.

Übrigens irren Sie - Diplomatie ist nichts anderes als Marketing.

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misterknowitall2 20.03.2019, 10:32
153. Populismus?

Wird dieser Begriff nicht langsam zu inflationär eingesetzt?

Das Grenell aus populistischen Motiven agiert, kann ich nicht erkennen. Er handelt eindeutig im Sinne von Trump und nicht im Sinne des amerikanischen Volkes und schon gar nicht im Sinne des deutschen Volkes.

Bei Kubicki liegt die Lage anders, der hingegen zumindest eine "Volksmeinung" aufgreift, die sich ziemlich deutlich gegen den Wichtigtuer aus den Staaten richtet und sich damit in die Öffentlichkeit drängt.

Das nur nebenbei. Meiner Meinung nach sollte man den Botschafter in Zukunft schlicht ignorieren. Der Mann ist eine arme Wurst und sicher auch nicht freiwillig in Deutschland. Wahrscheinlich will er sogar erreichen, dass man ihn zurückschickt. Den Gefallen sollte man ihm nicht tun. Auch Trump würde so eine Aktion wieder mit Lügen und Behauptungen gegenüber Deutschland beantworten und das angeschlagene Verhältnis würde weitere Risse bekommen.

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biber01 20.03.2019, 10:36
154. Geht nicht.

Der US-Botschafter gehört eingenordet. Von seinen US-Chefs.
Ersatzweise von Frau Merkel. Da darf der Ton ruhig etwas schärfer werden. Keine Angst, Frau Merkel, deswegen werden keine US-Träger vor der Nordseeküste auftauchen!
Grundsätzlich hat der Mann aber Recht. D. kündigt massive Steigerung der Rüstungsausgaben an u. zieht dann wieder zurück. Das kostet Vertrauen u. Respekt bei den Verbündeten.

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enfield 20.03.2019, 10:43
155. sag ich doch

Zitat von mwroer
Es gibt auch keine eindeutigen Regeln oder Gesetze in diesem Bereich - es ist ausschließlich Sache des Gastlandes wann es einem Diplomaten die Akkreditierung entzieht. Man kann dies tun wenn er sich auf unübliche Weise in die inneren Angelegenheiten einmischt, man kann warten bis er jemanden in der Botschaft umbringen lässt ... alles eine Ermessensfrage die eben *nicht* gesetzlich geregelt ist. Von daher sollten Sie 'Kreti&Pleti' schon ein bisschen ernster nehmen. Übrigens irren Sie - Diplomatie ist nichts anderes als Marketing.
1) Warum sollte ich das Ermessen von irgendwelchen Bürgern ernster nehmen, wenn ich auf einen Beitrag antworte, der sich auf Regeln und Gesetze bezieht und aufgrund dessen irgendwelche Abmahnungen aussprechen - lassen - will?!
2) Dass Sie Diplomatie so sehen, überrascht mich nicht. Das ändert aber nichts daran, dass ich nach allen gängigen Definitionen uneingeschränkt recht habe. Wer sich allerdings nicht um "gängige" Definitionen, Konventionen und Konsense schert und stattdessen die eigenen heranzieht, so wie das ja auch z.B. Trump hält, ist deshalb auch nicht konkret zu belangen weil s.o. Da schließt sich der Kreis :-)

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issernichsüss 20.03.2019, 10:48
156. Das Gegenteil von Rausschmeißen wäre richtig!

Also den kleinen Stellvertreter Trumps auf Erden einfach immer wieder einbestellen und zwar in jedes Ressort, welches es gerade betrifft. Also nicht immer ins Außenministerium, sondern in jeden Bereich, der gerade einem Bashing unterzogen wurde: Verteidigungs-, Wirtschafts- oder Finanzministerium, etc.
Dort könnte man Grenell versuchen es ihm nahezubringen, wie deutsche Politik und deren Umsetzung in jeglichem Ressort stattfindet. Aber vor allem, dass hier nicht die Lobbyverbände oder verhaltensauffällige Personen auf Zuruf die Politik vorgeben, sondern achherrje! die Parlamente, mit ihren demokratisch gewählten Vertretern!
Wenn er das nun nicht versteht, dann einbestellen, immer wieder einbestellen, bis er es vielleicht kapiert, wie das Ganze hier funktioniert...
;-)

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Mikrator 20.03.2019, 10:49
157. Ist Grenell das dringenste Problem der deutschen Regierung ?

Hier wird gegen das unverschämte und auch unkluge Auftreten des US Botschafters so reagiert, als ob Deutschland schon ein eigenes Konzept zum Wehretat und der Nato - Arbeitsteilung hätte.
Wenn dem so wäre, könnte man aber
gelassener reagieren.
Stärke zeigt man , indem man sich innenpolitisch endlich entscheidet : für ein kontrolliertes Kostenmanagement und gegen Verschwendung im Verteidungsministerium . Dann hätte man auch einen Investionsplan und echtes Projektmanagement.
Aber im Bundestag sitzen ja weniger Vertreter mit Wirtschaftskenntnissen , sondern Soziale Etatisten und Kaminkarrieristen. Da verbittet man sich von vornherein Einmischung in die sozialpolitischen Angelegenheiten als Primärobjekt der politischen Begierde.

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esotico 20.03.2019, 10:59
158. Karl Valentin

Da fällt mir nur Karl Valentin ein: "Des ignoriern ma net amoi!"

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vonox 20.03.2019, 11:00
159. In der Sache richtig

Abgesehen davon ob es angebracht ist sich als Botschafter so zu äußern, in der Sache hat er doch nicht unrecht?
Oder liege ich da komplett falsch, dass der Wehretat von Deutschland schon seit Jahren nicht annähernd ausreicht, um eine gut ausgerüstete und „funktionierende“ Armee zu gewährleisten?

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