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Empörung über US-Botschafter Grenell: Cool bleiben
DPA

Deutschland empört sich über den US-Botschafter Richard Grenell - zu recht. Aber Trumps Mann in Berlin des Landes zu verweisen, hieße Populismus mit Populismus zu beantworten.

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spiegerlguckerl 19.03.2019, 21:01
10. Nicht des Landes verweisen,

sondern medial und mit allen anderen Mitteln ignorieren.

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rosskal 19.03.2019, 21:05
11. Grenell

ist politisch impertinent in Reinkultur. Gingen die vorigen Botschafter diskret, diplomatisch geschickt und subversiv vor, um ihre Richtungsvorgaben und Handlungsanweisungen für die deutsche Politik zu vermitteln, kommen solche Strategievorgaben heute unverschämt unverblümt, geradezu mit dem Holzhammer, daher. Man sagt, wie der Herr, so das Gescherr. Ein solcher Mann wäre von Trump unbedingt zurückzuziehen. Wenn sich das nicht schleinigst politisch klären lässt, ist eine Ausweisung wohl unvermeidbar.

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Klarstellung 19.03.2019, 21:05
12.

Es scheint ja eine sehr Trump ähnliche Persönlichkeit zu sein, die wenig Rücksicht auf die Gepflogenheit der hohen Diplomatie nimmt. Damit fügt er nicht nur uns, sondern auch seinem Land großen Schaden zu, denn es bleibt wie auch schon Herr Kubicki folgerichtig beschrieben hat, der schlimme Eindruck bestehen, das er die Rolle des Botschafters, mit der des Hochkommissars der Alliierten vertauscht hat. Wir haben aber keinen Besatzungsstatus mehr, die Engländer, Franzosen, Belgier, Niederländer und Kanadier, sowie Russen sind allesamt fort, nur die Amerikaner sind noch vor Ort, wenn auch zahlenmäßig bedeutend geringer als zur Zeit des kalten Krieges. Wir sollten den Amerikanern für alles danken und sie mit Respekt und Wertschätzung behandeln. Aber auch liebevoll bitten zu gehen (können ja zu den Polen rüber machen, die freuen sich bestimmt) und dabei sollten sie auch ihre taktischen Atomwaffen und Drohnen (mit denen von deutschen Boden aus, aus völkerrechtswidrig Krieg geführt wird) gleich mit einpacken und mitnehmen, die in großer Zahl immer noch in Rheinland Pfalz verbunkert sind. Dann zahlen wir den Franzosen jährlich 10 Milliarden € aus der Portokasse und stellen uns unter deren Force de frappe atomaren Schild. Die Bundeswehr schaffen wir dann ab (ob sie da ist oder nicht ist dabei völlig uninteressant für jedweden Gegner, da sie nachweislich über keinerlei ernst zunehmende Kampfkraft verfügen kann, denn alles vom Schiff bis zum Hubschrauber und Flugzeug ist nicht einsatzfähig) und investieren das Geld besser in Bildung. Denn die Zukunft wird ohnehin für Alle sehr hart werden und wir sollten uns entsprechend auf KI und Co. intellektuell vorbereiten. Den Botschafter aktuell auszuweisen ist affig und Trump Niveau, ich würde ihn vielleicht wo immer es geht, gesellschaftlich ignorieren und auch nicht weiter medial beachten. Vielleicht kann auch Frau Merkel ihm mal die Leviten lesen:) Fall erledigt.

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ddcoe 19.03.2019, 21:08
13. Ich bin anderer Meinung

Für Botschafter gilt in ihrem Gastland ein ziemlich klarer Verhaltenskodex. Sicher, auch ein Botschafter kann Mal einen Fehler machen - Schwamm drüber. Aber in diesem Fall liegt der Fall anders. Vom ersten Tag an in Deutschland hat sich der Herr aufgespielt wie ein Herrscher in einem besetzten Land. Deutschland sollte wirklich genug Rückgrat haben, um die Ablösung dieses Botschafters zu verlangen.

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vulcan 19.03.2019, 21:09
14. Eigentlich...

....tut er nur das, was er eigentlich tun soll: US-Interessen vertreten. Dass sich dabei nicht gerade als Leisetreter aufführt, ist man in Berliner Selbstzufriedenheit nicht gewohnt, was nun ein oder zwei Krakeeler mit dem Ruf nach 'Ausweisung' für sich ausnutzen - schließlich sind viele Deutsche jetzt tödlich beleidigt, das kann man prima ausnutzen.
Man hört es auch nicht gerne, dass jemand das Herumgeeiere und das Hinhalten Deutschlands in Bezug auf Verteidigungsanstrengungen so deutlich anspricht; oder den ohnehin stattfindenden Ausverkauf Deutschlands an China. Dabei sind beide Punkte völlig korrekt dargestellt - höchstens bei den Verteidigungsausgaben könnte man noch dazu erwähnen, dass es wenig Sinn macht, vdL noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen, das sie dann gleich an Unternehmensberater weiterverteilen kann. Da wäre vorher noch einiges an Arbeit zu tun, bevor mehr Mittel auch wehrtechnisch Wirkung zeigten. Angefangen mit der Entlassung einer völlig unfähigen Ministerin. Aber da arbeitet man sich lieber an einem Rauhbauz wie Grenell ab, anstatt die wahren Probleme anzugehen. Ist ja auch viel leichter, viel publikumswirksamer und viel risikoärmer.

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chrismuc2011 19.03.2019, 21:13
15.

Das kann man so sehen, muss man aber nicht.

Sicherlich wäre es falsch, ihn zu bitten zu gehen oder ihm die Akkreditierung sofort zu entziehen. Aber eine Einladung ins Außenministerium fände ich schon angesagt.

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kp229 19.03.2019, 21:14
16. Warum sollte er auch?

Natürlich geht es Kubicki um das heimische Publikum, worum auch sonst? Er ist im Moment eh die seltene Ausnahme von der allgemeinen Heuchelei, die derzeit die Politik Deutschlands und die Bewertung derselben durch die Medien auszeichnet. Während Menschenrechtsverletzungen in Russland oder Iran zu Recht angeprangert und mit Saktionen bestraft werden, stört es niemand, wenn die USA Eltern von Immigranten die Kinder wegnehmen und in Lager sperren oder ein Drittel der männlichen Afroamerikanischen Bevölkerung unter großteils irregulären Vorwänden wegsperren, um die Geschäfte der privaten Gefängnisindustrie anzukurbeln, um nur zwei Beispiele von vielen zu nennen. Und nach außen spielen sich die USA als Verteidiger der "freien Welt" auf, dabei sind sie der größte Aggressor weltweit.

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enfield 19.03.2019, 21:14
17. Ja

Schöner Kommentar im schrillen Geschrei, Frau Hoffmann.
Der Mann hat ja keine Macht, nochweniger wenn sich immer weniger mit ihm blicken lassen wollen und wenn es das ist was die USA nun unter Diplomatie verstehen, dann müssen Sie wohl damit zurecht kommen, dass sie so eben nichts erreichen. Und ja, Kubicki hat auch nichts zu sagen oder zu bewegen und weiß dass er mit sowas aber Gehör mit minimalen Inhalt und Aufwand findet, bei den vielen Menschen, die Staaten mit Individuen und Diplomatie mit zwischenmenschlichen Beziehungen verwechseln bzw. gleichstellen. Genau wie Grenell.
Kleines Kino für kleine Geister ;-)

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widower+2 19.03.2019, 21:16
18. Richtige Strategie

Einfach gar nicht reagieren, den Typen komplett ignorieren und auf Provokationen nicht eingehen.

Und genau so dann auch mit seinem Chef, dem Trumpel. Wenn man mit solchen Figuren redet, dann nur aus eigener Initiative ohne auch nur mit einem Wort auf den Verbalmüll einzugehen, den die zuvor abgesondert haben.

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Steve.Joe 19.03.2019, 21:18
19. Mauerbau

Vielleicht sollte der deutsche Botschafter einmal Trumps Mauerbau kommentieren ... Ironie off ... Deutschland will/soll den Verteidigungshaushalt erhöhen, davon ist dem Haushaltsentwurf nichts anzumerken ... einen entsprechenden Kommentar finde ich unter den gegebenen Umständen nachvollziehbar ... nur die Häufung der Anmerkungen nimmt ein gewisses Ausmaß an. Irgendwann werden die Hinweise wohl nur noch zur Kenntnis genommen.

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