Forum: Politik
Empörung über US-Botschafter Grenell: Cool bleiben
DPA

Deutschland empört sich über den US-Botschafter Richard Grenell - zu recht. Aber Trumps Mann in Berlin des Landes zu verweisen, hieße Populismus mit Populismus zu beantworten.

Seite 20 von 20
Badischer Revoluzzer 20.03.2019, 21:44
190. Müssen wir immer erst

die rechte Wange hinhalten, um uns hinterher eine Klatsche auf die linke Wange geben zu lassen? Nein. Es wird Zeit selbstbewßt zu sagen, daß wi nicht mehr besetzt sind. Kubicki von der FDP hat mich hier mit seinen Kommentaren echt angenehm überrascht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
5b- 21.03.2019, 07:18
191. Populismus?

Naja. Dass man einen Botschafter einer solchen Nation wegen so etwas nicht des Landes verweist, ist selbstverständlich, dass es aber unter deutschen Politikern öffentlichkeitswirksam gefordert wird aber auch.

Wenn man darüber berichtet, sollte man auch von Präzedenzfällen berichten oder zumindest davon, wie eine Zuspitzung aussähe. Ich nehme an, dass im Falle einer schwierigen Person nicht der Amtsinhaber und damit das Amt ausgewiesen wird, sondern nach einem Nachfolger angesucht wird. Ein Botschafter wird doch normalerweise dann des Landes verwiesen, wenn es politisch zwischen den Staaten kracht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wernerortmann 21.03.2019, 15:18
192. US-Botschafter Richard Grenell

Der US-Botschafter Richard Grenell ist zwar ein "Gesandter" des US-Präsidenten Donald Trump, jedoch kein geschickter.
Als "Trumpel-Tier" hat er schon mehrmals ins diplomatische "Fettnäpfchen" getreten.
Daher muss er nicht erst zur "Persona non grata" erklärt werden; in Deutschland ist er es bereits, weil er sich immer wieder undiplomatisch in die deutsche Politik einmischt.
Statt die bestehenden Differenzen zu verstärken, sollte sich Mr. Grenell als Diplomat mehr und intensiver um den Abbau des bestehenden Misstrauens bemühen, welches sein Chef durch sein tölpelhaftes Verhalten nicht nur in Deutschland verursacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knut.koenig 22.03.2019, 00:01
193. Quatsch mit irgendwas!

Ein Diplomat, der sich wiederholt derart daneben benimmt, sollte in seine Schranken verwiesen werden. Es widerspricht der modernen Bedeutung von Diplomatie, was der Mensch da macht. Es kommt eher in die Nähe der Kanonenbootdiplomatie des 18. und 19. Jahrhunderts. Wie sollen diplomatische Beziehungen mit einem Partner in Vermittlung einer solchen Person aufrecht erhalten werden. Den USA sollte also schon nahegelegt werden, eine akzeptable Figur zu uns zu senden, eine Persönlichkeit, die ernst verhandeln kann, die man ernst nimmt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
knut.koenig 22.03.2019, 00:12
194. Das ist ein interessanter Ansatz

Zitat von Klarstellung
Es scheint ja eine sehr Trump ähnliche Persönlichkeit zu sein, die wenig Rücksicht auf die Gepflogenheit der hohen Diplomatie nimmt. Damit fügt er nicht nur uns, sondern auch seinem Land großen Schaden zu, denn es bleibt wie auch schon Herr Kubicki folgerichtig beschrieben hat, der schlimme Eindruck bestehen, das er die Rolle des Botschafters, mit der des Hochkommissars der Alliierten vertauscht hat. Wir haben aber keinen Besatzungsstatus mehr, die Engländer, Franzosen, Belgier, Niederländer und Kanadier, sowie Russen sind allesamt fort, nur die Amerikaner sind noch vor Ort, wenn auch zahlenmäßig bedeutend geringer als zur Zeit des kalten Krieges. Wir sollten den Amerikanern für alles danken und sie mit Respekt und Wertschätzung behandeln. Aber auch liebevoll bitten zu gehen (können ja zu den Polen rüber machen, die freuen sich bestimmt) und dabei sollten sie auch ihre taktischen Atomwaffen und Drohnen (mit denen von deutschen Boden aus, aus völkerrechtswidrig Krieg geführt wird) gleich mit einpacken und mitnehmen, die in großer Zahl immer noch in Rheinland Pfalz verbunkert sind. Dann zahlen wir den Franzosen jährlich 10 Milliarden € aus der Portokasse und stellen uns unter deren Force de frappe atomaren Schild. Die Bundeswehr schaffen wir dann ab (ob sie da ist oder nicht ist dabei völlig uninteressant für jedweden Gegner, da sie nachweislich über keinerlei ernst zunehmende Kampfkraft verfügen kann, denn alles vom Schiff bis zum Hubschrauber und Flugzeug ist nicht einsatzfähig) und investieren das Geld besser in Bildung. Denn die Zukunft wird ohnehin für Alle sehr hart werden und wir sollten uns entsprechend auf KI und Co. intellektuell vorbereiten. Den Botschafter aktuell auszuweisen ist affig und Trump Niveau, ich würde ihn vielleicht wo immer es geht, gesellschaftlich ignorieren und auch nicht weiter medial beachten. Vielleicht kann auch Frau Merkel ihm mal die Leviten lesen:) Fall erledigt.
es könnte durchaus hilfreich sein, den Herren Botschafter und seinem Präsidenten mal die Rechnung für das Vorhalten der Infrastruktur im militärischen Bereich in Deutschland als Ausgleich für die 2% Militärhaushalt zur Disposition zu stellen. Wieso bezahlen wir das eigentlich, dass die von hier aus Verbrechen gegen das Völkerrecht begehen können? Da läuft ja gerade ein interessanter Prozess, der ein gewisses Umdenken bewirken könnte, oder sogar ein rechtliches Druckmittel gegen die Herren der Welt? Sicher, da sind dann noch die Russen und die Chinesen, aber die werden uns eher nicht ... oder doch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 20 von 20