Forum: Politik
Empörung über US-Botschafter Grenell: Cool bleiben
DPA

Deutschland empört sich über den US-Botschafter Richard Grenell - zu recht. Aber Trumps Mann in Berlin des Landes zu verweisen, hieße Populismus mit Populismus zu beantworten.

Seite 3 von 20
Atheist_Crusader 19.03.2019, 21:19
20.

Ich sehe den Populismus dabei nicht. Der Mann hat entweder keine Ahnung was sein Job umfasst oder er ignoriert dies willentlich. Er bedroht deutsche Unternehmen, er versucht die europäische Rechte zu stärken, er versucht unsere Politik zu diktieren.
Ihn dafür rauszuwerfen ist kein Populismus, sondern eine angemessene Antwort auf die grobe und wiederholte Verletzung seiner Pflichten.

Wo hat die Kanzlerin Trump denn anderweitig Paroli geboten? Sie hat eine eloquente Rede gehalten? Als ob das irgendetwas geändert hätte, selbst wenn Trump sie gehört hätte. Frau Merkel ist der Klassenstreber der mit Selbstbeherrschung und Argumenten versucht gegen den Klassenrüpel zu bestehen. Da kann sie nicht gewinnen. Für jeden fundierten und durchdachten Punkt übertönt Trump sie mit einem lauten Furz.
Manchmal bedeutet Souveränität sich nicht darum zu scheren was die Störenfriede so von sich geben. Aber manchmal bedeutet es eben auch die Störenfriede mit einem Tritt in den Hintern vor die Tür zu setzen. Wer wird uns das negativ anrechen? Ja, Trump, aber der mag uns eh nicht. Der Rest der EU, Himmel, der Rest der geistig gesunden Welt würde es wahrscheinlich beklatschen. Allen voran die Niederlande, die wahrscheinlich noch unzufriedener mit ihrem Statthalter sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PeterAlef 19.03.2019, 21:19
21. was schreiben Sie da, Frau Hoffmann....?...

die gesamte NATO läuft Trump und Grenell hinterher, sie vertreten exakt alle deren Positionen. Altmaier beschwört fast jeden Tag und Beinehe hündisch den Wunsch der Deutschen, so oder so einen Deal mit den AMIS hinzukriegen. Einzelne Unternehmen steigen ja schon liebedienerisch aus der wackeligen Beziehung zu IRAN aus....Northstream? YES...und Herr Altmaier tut noch ne Schippe steuerfinanzierter GAS-Terminals für die US-Fracker oben drauf...Und abwarten,,,solange Altmaier am Drücker ist, hat Huawei noch keinen einzigen Auftrag an Land gezogen.
Grenell-Bashing, Frau Hoffmann ist wie in Ihrem Fall, nicht angesagt...vielmehr, ausweisen wie beim Holdrio-Kubicki auch nicht. Aber eine zeltlang ruhigstellen, ständig einbestellen und bei Nato-Verunglimpfungen einfach mal die Mitarbeit mit den Amis einstellen, das könnt man schon mal erwägen.
Dagegen spricht natürlich, mit Erdogan, Sisi und Orban machen wir's ja auch nicht....
Aber unser Chamberlainisieren hilft uns keinen Millimeter weiter.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 19.03.2019, 21:22
22.

Ich sehe den Populismus dabei nicht. Der Mann hat entweder keine Ahnung was sein Job umfasst oder er ignoriert dies willentlich. Er bedroht deutsche Unternehmen, er versucht die europäische Rechte zu stärken, er versucht unsere Politik zu diktieren.
Ihn dafür rauszuwerfen ist kein Populismus, sondern eine angemessene Antwort auf die grobe und wiederholte Verletzung seiner Pflichten.

Wo hat die Kanzlerin Trump denn anderweitig Paroli geboten? Sie hat eine eloquente Rede gehalten? Als ob das irgendetwas geändert hätte, selbst wenn Trump sie gehört hätte. Frau Merkel ist der Klassenstreber der mit Selbstbeherrschung und Argumenten versucht gegen den Klassenrüpel zu bestehen. Da kann sie nicht gewinnen. Für jeden fundierten und durchdachten Punkt übertönt Trump sie mit einem lauten Furz.
Manchmal bedeutet Souveränität sich nicht darum zu scheren was die Störenfriede so von sich geben. Aber manchmal bedeutet es eben auch die Störenfriede mit einem Tritt in den Hintern vor die Tür zu setzen. Wer wird uns das negativ anrechen? Ja, Trump, aber der mag uns eh nicht. Der Rest der EU, Himmel, der Rest der geistig gesunden Welt würde es wahrscheinlich beklatschen. Allen voran die Niederlande, die wahrscheinlich noch unzufriedener mit ihrem Statthalter sind.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vorundnachdenker 19.03.2019, 21:23
23. Graber Klotz - Grober Keil

Frau Hoffmann hat sicher recht, was das Motiv von Herrn Kubicki angeht, und auch ansonsten stimme ich ihr weitgehend zu. Dennoch finde ich es gut, dass jetzt von einem relativ bekannten deutschen Politiker diese Forderung erhoben wird. Die moderateren Kräfte in der amerikanischen Politik bekommen damit "Munition", sie können sagen: "Nun schaut euch an, was für einen "Elefanten im Porzellanlader" der Präsident nach Deutschland geschickt hat, einem jahrzehntelang guten Verbündeten. Das geht schon soweit, dass ein bekannter Oppositionspolitiker, der möglicherweise sogar ein Mitglied der nächsten Regierung sein wird, seine Ausweisung fordert. Der Mann ist untragbar!" Schluss dann wieder identisch: cool bleiben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
irobot 19.03.2019, 21:27
24. Richtig!

Was kümmert es eine deutsche Eiche, wenn sich ein Wildschwein an ihr reibt. Lasst die Proleten toben und wartet einfach, bis dieser komische Kerl mit dem toten Tier auf dem Kopf das Weiße Haus verlassen muss. Danach kann man weitersehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thobie2 19.03.2019, 21:34
25. Der schlechteste US-Botschafter aller Zeiten

Herr Grenell hat mal wieder bewiesen, dass er es nicht kann. So etwas wird in der Welt der Diplomaten hinter verschlossenen Türen verhandelt. Das Einzige was er erreicht hat: Jedes Nachgeben und Entgegenkommen der Bundesregierung wird nun in der Bevölkerung als Schwäche ausgelegt. Game over. Und so wie sich Grenell gegeben hat, wird es auch keinen Neuanfang mit ihm geben. So etwas straft man ab, aber mit diplomatischen Mitteln. Der Botschafter bekommt keine Termine mehr beim Außenminster oder einem der Staatssekretäre. Sein Ansprechpartner wird allenfalls ein Abteilungsleiter im Auswärtigen Amt sein. DAS sind die kleinen diplomatischen Nadelstiche. Wer bewußt das Protokoll ignoriert, darf nicht die Einhaltung des Protokolls einfordern. Das, was Grenell gemacht hat, ist kein Zeichen der Schwäche, sondern die Darlegung, dass er sich auf diplomatischen Parkett nicht zu benehmen weiß. Ein Gesandte hat Bismarck mal gefragt: Bin ich ein Gesandter oder ein Geschickter. Und dieser hat geantwortet: Nun, mein Freund, Sie sind ein Gesandter, aber gewiss kein geschickter. Und das trifft auch Grenell auch zu. Das kommt eben davon, wenn man Amateure auf solche Posten schickt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ziehenimbein 19.03.2019, 21:35
26. Jemanden, den man nicht ernst nimmt,

braucht niemand ausweisen! Ein Nachfolger wäre wohl auch nicht wesentlich heller. Dann sollte man doch besser diesen Clown behalten. Ich sehe das sehr entspannt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
olli0816 19.03.2019, 21:39
27. Äh, nein

Im Grunde schaut sich die deutsche Regierung das viel zu lange an. Trump hat sowieso keine Wertschätzung für Europa und für Deutschland oder der jetzigen Regierung sowieso nicht. Gut, das ist momentan wohl nicht zu ändern, solange der Mann weiter Präsident sein darf. Grenell ist überflüssig in Deutschland, er schafft nur Unfrieden und genau deswegen hat er die rote Karte verdient. Das ist auch ein Zeichen an Herrn Trump, dass er sich nicht alles erlauben kann. Eine Ausweisung dieses unseligen Menschen, der - falls das stimmen sollte - nur Pluspunkte bei seinem Herrn sammeln möchte, ist schon lange überfällig. Wir sind weder für die Befindlichkeiten Trumps noch für die Karriere Grenells verantwortlich. Grenell kann ja Botschafter in der Antarktis spielen und versuchen, den Pinguinen etwas vorzuschreiben. Das ist seiner Person absolut angemessen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Atheist_Crusader 19.03.2019, 21:44
28.

Zitat von vulcan
Eigentlich tut er nur das, was er eigentlich tun soll: US-Interessen vertreten. Dass sich dabei nicht gerade als Leisetreter aufführt, ist man in Berliner Selbstzufriedenheit nicht gewohnt, was nun ein oder zwei Krakeeler mit dem Ruf nach 'Ausweisung' für sich ausnutzen - schließlich sind viele Deutsche jetzt tödlich beleidigt, das kann man prima ausnutzen. Man hört es auch nicht gerne, dass jemand das Herumgeeiere und das Hinhalten Deutschlands in Bezug auf Verteidigungsanstrengungen so deutlich anspricht; oder den ohnehin stattfindenden Ausverkauf Deutschlands an China. Dabei sind beide Punkte völlig korrekt dargestellt - höchstens bei den Verteidigungsausgaben könnte man noch dazu erwähnen, dass es wenig Sinn macht, vdL noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen, das sie dann gleich an Unternehmensberater weiterverteilen kann. Da wäre vorher noch einiges an Arbeit zu tun, bevor mehr Mittel auch wehrtechnisch Wirkung zeigten. Angefangen mit der Entlassung einer völlig unfähigen Ministerin. Aber da arbeitet man sich lieber an einem Rauhbauz wie Grenell ab, anstatt die wahren Probleme anzugehen. Ist ja auch viel leichter, viel publikumswirksamer und viel risikoärmer.
Blödsinn. Das diplomatische Protokoll sieht sehr genau vor wie ein Botschafter die Interessen seines Landes vertreten darf und wie nicht. Und dagegen hat Grenell wiederholt verstoßen. Ihn rauszuschmeißen ist vollkommen legitim.

Natürlich invalidiert das nicht berechtigte Kritik von seiner Seite. Aber man muss diesen Fatzke nicht im Land haben um darüber diskutieren zu können.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
latimer 19.03.2019, 21:46
29.

Sehr geehrte Frau Hoffmann,
Das ist Oppositionspolitik und daher normaler Alltag. Ihr Kommentar wäre richtig, wenn ein Mitglied der Regierung es sagen würde.
Mit besten Wünschen

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 20