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Empörung über US-Botschafter Grenell: Cool bleiben
DPA

Deutschland empört sich über den US-Botschafter Richard Grenell - zu recht. Aber Trumps Mann in Berlin des Landes zu verweisen, hieße Populismus mit Populismus zu beantworten.

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mmmc126668331558129 19.03.2019, 21:49
30. Der "Eddie the Eagle" der Diplomatie...

...nicht sonderlich erfolgreich, aber Unterhaltungswert hat er. Allerdings war Eddie klüger und sah auch besser aus. Und seine Haltungsnoten waren auch besser!

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Farhad 19.03.2019, 21:55
31. Ausweisung ist destruktiv. Krisenmanagement und Verachtung.

Grenell ist genau wie sein verstörter Boss ein trauriger Verlierer. Eine denkbare Möglichkeit wäre, dass die Kanzlerin oder Beamten mit höheren Positionen nicht direkt auf den Idioten reagieren sondern z.B. ein Beamter im Auswärtigen Dienst mit entsprechend etwas "normaler" Position. Grenell muss eine politische Degradierung in diplomatischen Kreisen in Berlin spüren. Er hat bislang trotz seiner unkonventionellen Interventionen wenig bis nichts erreicht. Sein D-Bashing kann sich als psychologische Konfliktführung zur Einschüchterung der Führung in Berlin verstehen. Die Signale dürfen deshalb genau das Gegenteil darstellen, damit seine Frust umso größer wird. Seine Ausweisung oder eine Eskalation wäre ein Trigger, den genau Trump für weitere Eskalationsstufen gegen Berlin sucht. Man sollte Trump doch den Vorwand nicht schenken. Deutschland und Europa haben wichtigere Herausforderungen, als sich mit diesem Clown zu beschäftigen.

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VadidWyle 19.03.2019, 21:58
32. Sehe ich anders

Grenell benimmt sich, als wäre er der Große Bestimmer in Deutschland.
Das ist er ganz sicher nicht!
Und ihn wegen seiner Vermessenheiten als Botschafter aus dem Land zu verweisen, wäre garantiert kein "nationaler" Populismus - sondern vielmehr ein Zeichen von Selbstbewusstsein einer starken deutschen und europäischen Politik.
Dieser Mann hat hier absolut nichts zu melden! Vielleicht sollte ihm das mal jemand erklären.
Und immer nur zu drohen hat auch s rein gar nichts mit Diplomatie zu tun.
Aber was kann man bei dem Dienstherrn schon erwarten... So sad! And stupid...

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Farhad 19.03.2019, 22:07
33. In welcher Welt leben Sie selbst denn?

Zitat von makubo24
Sehr geehrte Frau Hoffmann, in welcher Welt leben Sie? Grenell hat viel zu viel erreicht. Das Iran-Geschäft ist faktisch zum Erliegen gekommen, wir bauen Terminals für gnadenlos überteuertes, amerikanisches Flüssiggas, machen Zusagen für Rüstingsausgaben (Kanonen statt Rente) und wer glaubt noch daran, das Huawei am G5 Netz beteiligt wird. Wir sollten uns endlich mal aufraffen, unseren Kopf aus dem Hintern der Amerikaner herausziehen, dabei die Gelegenheit nutzen unser Rückrad vom Boden aufzuheben und mal an UNS zu denken und diesem ganzen Spuk Grenzen setzen, denn nur diese Sprache wird von Grenell und Trump verstanden. P.S. ich bin kein Troll oder Bott und jeder Zeit bereit mich zu verifizieren Guten Abend
Die Pipeline NordStream 2 wird zur Gunst der deutschen und europäischen Interessen weiterhin voran getrieben. Trotz allem, was bisher der verstörte Kasper im Weißen Haus versucht und gedroht hat, werden deutsche Autos unverändert nach wie vor in den USA verkauft. Die Bundeswehr muss in jedem Fall modernisiert und wirkungsvoll ausgerüstet werden. Dies ist unabhängig von Trump. Berlin ist trotz vieler Gegebenheiten und Einschränkungen, welche die Öffentlichkeit davon wenig erfährt, erfolgreich gewesen. Ein wenig Fairness und realistische Erwartungshaltung wären angebracht.

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EnoughTime 19.03.2019, 22:19
34. Dieser Kommentar ist ziemlich dürftig.

Die Einleitung ist gut und schön aber einen Politiker von der FDP dafür zu kritisieren, dass er vermeintlich übereilt reagiert, nur um Punkte für seine Partei bei den Wählern zu bekommen ist ziemlich bemerkenswert.
Ich darf eben kurz aus diesem Kommentar zitieren: "Aber !gleich! die schärfste Waffe einsetzen, die der Diplomatie zur Verfügung steht? "
In dem gleichen Atemzug führt die Autorin alle Verfehlungen von Grenell an, die in den letzten Monaten passiert sind, was gleichermaßen impliziert, dass es keine Überreaktion seitens Herrn Kubicki ist.
Ich stimme der Autorin zu, dass Grenells "Gehabe" nur mit der Situation in Amerika zu tun hat und er sich bei dem Tweediot in Chief einschleimen will.
Ich kann es nur nicht leiden, dass dieser Kommentar dazu missbraucht wird, Herrn Kubicki in den Dreck zu ziehen, während die Autorin selber klar gestellt hat, dass er nicht grundlos zu dieser Aussage kam.
Was bei all dem noch dazu kommt ist, dass die Autorin das zu tiefst abstoßende Verhalten eines Diplomaten normalisiert und im Gegenzug ist Herr Kubicki der "Böse. Bravo Frau Hoffmann, gute Arbeit.

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thunderstorm305 19.03.2019, 22:24
35. Die Argumente stimmen aber schon!

M.E. aber so ganz Unrecht hat der US-Botschafter aber nicht. Wenn man sich die militärischen Fähigkeiten der Bundeswehr so ansieht, dann ist das ja ein Witz. Und das hat auch SPON schon kritisiert. Um das zu ändern, müssen wir nach einem Jahrzehnt des Sparens eben mehr Geld investieren und dafür sorgen, dass nicht die Hälfte des Equipments als Ersatzteile ausgeschlachtet werden. Man kann über die Art und Weise wie der US-Botschafter vorgeht diskutieren. Aber die Argumente an sich stimmen. Wir lassen es uns unter dem US-Schutzschirm gut gehen und die Amerikaner bezahlen dafür.

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suchenwi 19.03.2019, 22:27
36. Mögliche souveräne Reaktion

Zitat von VadidWyle
Dieser Mann hat hier absolut nichts zu melden! Vielleicht sollte ihm das mal jemand erklären.
Einladung zu einer Podiumsdiskussion ins AA, die von z.B. Phoenix live übertragen wird (schaut kaum jemand, aber danach gibts das auch auf Youtube), zum Thema Diplomatie und ihre Spielregeln.
"Fair and balanced". Jeder darf seinen Standpunkt präsentieren.

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dschulzehh 19.03.2019, 22:28
37. Anachronistischer Ansatz

In einem geschlossenen System gewinnt in der Regel der, der am flexibelsten agiert. Hier geht es aber um das Phänomen des "Renegade". Sei es Trump oder Grenell.
Das grundsätzliche Problem des hier genutzten Denkansatzes ist zwar richtig, aber nicht mehr passend und veraltet und der Situation nicht mehr entsprechend, Die Regeln haben sich geändert und ein wichtiger Grund für die Erfolge due Trump hat ist das er nach neuen Regeln spielt und seine Gegner bisher nicht in der Lage ware sich darauf einzustellen.
Von daher hat Kubicki völlig recht.

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hans-henning 19.03.2019, 22:28
38. So einfach geht es nicht

Gewiss, ausweisen wäre ein überzogener Schritt - aber gar nichts tun wäre überzogen in die andere Richtung.
Es gibt genügend Methoden im diplomatischen Handwerkskasten, um den Herrn hier auflaufen zu lassen- u.a. kein Eingehen auf Sonderbitten, keine Termine auf hoher Ebene, keine Einladung zu bestimmten Anlässen, keine hochrangige Wahrnehmung seiner Einladungen etc. Da gibt es unzählige Möglichkeiten, die sofort verstanden werden.

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frenchie3 19.03.2019, 22:37
39. @31 Sehe ich ähnlich

Wenn er kommt warten lassen, lediglich Termine mit unteren Rängen und bei Empfängen medienwirksam nicht einladen. Ein Diplomat der seine Arbeit mangels Vertrauen nicht ausüben kann wird freiwillig gehen müssen

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