Forum: Politik
Ende der alten Bundesrepublik: Amerika, du wirst uns fehlen
AP/dpa

Bis Freitag konnte man in Deutschland noch den größten Unsinn fordern, weil im Hintergrund immer die Amerikaner über uns wachten. Das ist vorbei. US-Präsident Trump bedeutet das Ende der alten Bundesrepublik.

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see_baer 24.01.2017, 00:47
230. Macht euch nicht so klein

Deutschland hat z. B. hervorragende U- Boote, kaum zu orten.

Die Antwort kann nur eine strategische europäische Abschreckung sein - auf U- Booten - alles andere ist im kleinräumigen Europa nicht praktikabel!

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Rebellierender 24.01.2017, 07:39
231. Was für ein peinlicher Artikel!

Ein Artikel, der von herbeigeredeten Bedrohungsszenarien nur so strotzt. Da hat sich Herr Kaiser ja mächtig ins Zeug gelegt. Sein Weltbild sollte er mal einem Faktencheck unterziehen, ebenso, wie er seine Denkansätze überprüfen sollte.

Und schliesslich: "Es wurde jeder Quatsch gedacht, und dass es Quatsch war, schien sogar die Voraussetzung dafür, dass er gedacht wurde. Man wusste ja genau, umgesetzt wird das sowieso nicht." Um im gleichen Atemzug hinterherzuschieben, dass "friedliche Konfliktlösungsstrategien" in diese gedachte Kategorie namens Quatsch fallen, da sie der Notwendigkeit einer Armee widersprechen.

Herr Kaiser, meinen Sie auch wirklich, was Sie schreiben?

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multi_io 24.01.2017, 08:41
232.

Zitat von notenbuch
Mit Belustigung lese ich (im Osten sozialisiert) immer die Mär, wie doll "wir" in der alten BRD von Onkel sam profitierten, auf dessen Schutz vertrauten und uns am ihm "abarbeiteten". Für die alte BRD mag das zutreffen. Liebe Spiegel-Redakteure, ihr habt eine Menge Leser, die NICHT mit Onkel Sam sozialisiert wurden. Für waren die Sowjets die "Beschützer", die russische die Leitkultur und das Feindbild der "Ami". Also keine Ami-Profiteure und keine Anti-US-Rebellierer in East-Germany. Mithin fühle ich wie andere nicht angesprochen beim "Wir". Wird das beim Schreiben nicht beachtet, kann der Spiegel gern über den Beitrag ein Banner laufen lassen: der Osten und seine Geschichte (hier: Soazialisierung) interessieren uns nicht.
Ich bin ebenfalls im Osten aufgewachsen (bis zum 12. Lebensjahr jedenfalls), und eine "russische Leitkultur" hat's da nie gegeben, allenfalls eine Art Zwangskollektivierung. Aber wenn Sie so wollen, dann hat das Kräftegleichgewicht im kalten Krieg den Osten und den Westen gleichermaßen stabilisiert.

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mostly_harmless 24.01.2017, 09:25
233.

Zitat von KaWeGoe
Wenn Mr. Trump auch nur ansatzweise das zu praktischer Politik macht, was er vollmundig ankündigt, dann werden die Europäer sehr schnell merken, dass es sinnvoll ist, enger zusammen zu rücken. Ich bin mir rel. sicher, dass die Balten und die Polen sehr viel weniger Probleme mit einer proportionalen Flüchtlingsverteilung in der EU haben werden, wenn Trump[...]
Sie gehen von einer falschen Annahme aus. Nämlich das die Rechtsextremisten und Rechtspopulisten interessiert, das es den Ländern in denen sie aktiv sind gut geht. Diese Annahme ist falsch, wie die Geschichte beweist. Für die Durchsetzung ihrer irren Ideen nehmen diese Leute nachweislich die komplette Zerstörung der Länder in Kauf, deren Schicksal ihnen angeblich so am Herzen liegt.

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HeisseLuft 24.01.2017, 09:39
234. War doch Ihre Frage

Zitat von rloose
Falls Sie jetzt hier für einen Regime-Change plädieren, dann zeigen Sie mir doch irgendeinen im Nahen und Mittleren Osten, der auch nur irgendetwas zum Positiven gewendet hätte. Wenn man trotzdem eine solche Politik weiterführt, dann ist man entweder dumm oder hat andere Interessen.Regime-Change hat dort ja lange Tradition, wenn ich nur daran denke, was einige gegen eine demokratische Regierung in Teheran hatten und dort lieber einen Schah sahen. Das Ergebnis ist dort ja heute noch zu bewundern. Da sehen Sie, es gibt zumindest vieles, was man besser nicht tun sollte.
Nun, war doch Ihr Vorschlag:
"Ich find' es schlauer, eine Politik zu betreiben, sodass Gruppierungen wie der IS gar nicht erst entstehen."

Sicher. Und deshalb habe ich - soweit in einem kurzen Post möglich - mir die Geschichte und wesentlichen Gründe für den Aufstieg der Islamisten angesehen.

Hier, noch einmal zur Erinnerung der Post

Wenn also der erste Grund für den Aufstieg der rechtsradikalen Islamisten der tatsächlich miese Zustand der dortigen Despotien ist, was folgt daraus, wenn sie die weitere Entfaltung dieser Ideologie verhindern wollen?

Sie haben doch gefragt. Was kann ich dafür, wenn Ihnen die Antwort nicht gefällt.

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platin-iridium 24.01.2017, 10:10
235.

Zitat von Androupolis
Putin wird versuchen diese Schwäche der Europäer auszunutzen. Genauso wird es auch Trump versuchen. Beide wollen Europa erpressen. In meinen Augen hat Europa nur eine Wahl. Es muss sich seinem zuminestens wirtschaftlich relativ treuen Partner China zuwenden. Beide Seite haben ähnliche Interessen.
...das ist doch schon längst geschehen, in multilateralen bzw. bilateralen Abkommen.

Zudem wurde inzwischen bekannt, daß Trump - in gewohnt großmäulerischer Manier - das Freihandelsabkommen TTP mit einem der Dekrete, die er seit seinem Amtsantritt öffentlichkeitswirksam wie am Fließband unterschreibt, gekündigt hat.

Tja. Sein Ziel - die amerikanische Wirtschaft protektionistisch zu stärken. Das einzige, was er damit erreicht, ist, daß China auf dem Weltmarkt noch stärker wird, zumal die USA mit China außenhandelstechnisch mit Millarden in der Kreide stehen.

Denn: Die Länder, die von TTP abhängig waren, werden sich jetzt AUCH China zuwenden, z.B. Australien.

Abgesehen davon, daß die Produkte - die natürlich immer noch gekauft werden, denn worin ist inzwischen keine chinesische Ware mehr - angefangen von Smartphones und anderen Elektronikartikeln - für den amerikanischen Konsumenten teurer werden, während es keine adäquaten amerikanischen Hersteller (mehr) gibt.

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HeisseLuft 24.01.2017, 10:21
236. Das ist aber schön

Zitat von linksrechtsmitte
Das wird Russland nicht tun und auch nicht wollen. Die Zukunft ist Gleichberechtigung. Das wollen die Russen und das wollen die Europäer, nicht aber die Amerikaner.
"Die Russen" wollen Gleichberechtigung? Echt?

Wenn also die Russen die volle Souveränität haben beispielsweise der SCO beizutreten, dann haben auch die Ukraine, Georgien und Moldawien die volle Souveränität der EU beizutreten?

Wenn Russland ein Militärbündnis schließt, so dürfen das auch alle anderen europäischen Staaten?

Wenn Russland Separationen beispielsweise in Tschetschenien militärisch niederwerfen darf, dann dürfen das auch Georgien, Moldawien und die Ukraine? Und sich dabei gegebenenfalls auch von anderen Militärmächten helfen lassen?

Das sind erfreuliche Neuigkeiten für alle osteuropäischen Staaten.
Hatte man doch in letzter Zeit einen vollkommen gegensätzlichen Eindruck.

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Androupolis 24.01.2017, 12:25
237.

Zitat von platin-iridium
...das ist doch schon längst geschehen, in multilateralen bzw. bilateralen Abkommen. Zudem wurde inzwischen bekannt, daß Trump - in gewohnt großmäulerischer Manier - das Freihandelsabkommen TTP mit einem der Dekrete, die er seit seinem Amtsantritt öffentlichkeitswirksam wie am Fließband unterschreibt, gekündigt hat. Tja. Sein Ziel - die amerikanische Wirtschaft protektionistisch zu stärken. Das einzige, was er damit erreicht, ist, daß China auf dem Weltmarkt noch stärker wird, zumal die USA mit China außenhandelstechnisch mit Millarden in der Kreide stehen. Denn: Die Länder, die von TTP abhängig waren, werden sich jetzt AUCH China zuwenden, z.B. Australien. Abgesehen davon, daß die Produkte - die natürlich immer noch gekauft werden, denn worin ist inzwischen keine chinesische Ware mehr - angefangen von Smartphones und anderen Elektronikartikeln - für den amerikanischen Konsumenten teurer werden, während es keine adäquaten amerikanischen Hersteller (mehr) gibt.
Ja natürlich ist dies teilweise bereits geschehen insbesondere wirtschaftlich. Durch den Wegfall der USA wird sich Europa noch viel mehr auf China konzentrieren als es bislang der Fall ist. Möglicherweise nicht nur wirtschaftlich sondern evtl. auch politisch und militärisch. Zumindestens hat F. Von der Leyen am Sonntag bei Anne Will eine kleine Andeutung in diese Richtung gemacht.
Am Ende ist der größte Verlierer an der ganzen Sache nicht Europa sondern die USA selber.

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rloose 24.01.2017, 20:22
238.

Zitat von HeisseLuft
Nun, war doch Ihr Vorschlag: "Ich find' es schlauer, eine Politik zu betreiben, sodass Gruppierungen wie der IS gar nicht erst entstehen." Sicher. Und deshalb habe ich - soweit in einem kurzen Post möglich - mir die Geschichte und wesentlichen Gründe für den Aufstieg der Islamisten angesehen. Hier, noch einmal zur Erinnerung der Post Wenn also der erste Grund für den Aufstieg der rechtsradikalen Islamisten der tatsächlich miese Zustand der dortigen Despotien ist, was folgt daraus, wenn sie die weitere Entfaltung dieser Ideologie verhindern wollen? Sie haben doch gefragt. Was kann ich dafür, wenn Ihnen die Antwort nicht gefällt.
Ich habe überhaupt nichts gefragt. Sie haben sich gefragt "Was tun?" und sich dann eine Antwort gegeben.
Sie können sich zur Erinnerung ja nochmal den Post anschauen.
Ich habe lediglich gesagt, dass der Grund für das Entstehen der Islamisten zum großen Teil in der "verantwortungsvollen" Außenpolitik der westlichen Staaten liegt. Es wurden Despoten unterstützt und später gestürtzt, es wurden Demokratien vernichtet.Jeder Cent, der in solche Maßnahmen fließt, ist überall anders besser angelegt und ein solches Agieren hat mit Verantwortung rein gar nichts zu tun.
Man kann ja wohl nicht erwarten, dass Leute, die "Verantwortung übernehmen" mit "Militärbudget erhöhen" verwechseln, diese Welt in eine bessere Zukunft führen. Und dafür ist der Nahe Osten nur einer, wenn auch ein sehr guter, Beweis.

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