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Enteignungsdebatte in Berlin: Baut auf diese Stadt
CLEMENS BILAN/ EPA-EFE/ REX

In Berlin wird Wohnen immer teurer. Jetzt will eine Initiative Großeigentümer enteignen. Eine schöne, revolutionäre Idee. Auch wenn sie wohl wenig bringt.

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redwed11 05.03.2019, 08:17
20.

Zitat von maxbee
In Berlin sind nicht die Mieten das Problem, liegen doch diese immer noch weit unter denen der anderen deutschen Großstädte, sondern. wie überall in Deutschland, die mickrigen Löhne. Aber um das zu ändern rührt sich hierzulande kein Mensch. Schon gar nicht die Gewerkschaften, welche mit ihrem Stillhalten mitverantwortlich für das tiefe Lohnniveau sind.
Natürlich sind die extrem hohen Mieten in den Städten das Problem. Natürlich sind die Leute, die versuchen extreme Gewinne aus den Mietern herauszupressen versuchen verantwortlich. Der Verweis auf zum Teil niedrige Löhne ist doch nur eine faule Ausrede um die asozialen Machenschaften vieler Vermieter zu rechtfertigen.

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sh.stefan.heitmann 05.03.2019, 09:21
21.

Zitat von dweik01
"Großeigentümer enteignen. Eine schöne, revolutionäre Idee. Auch wenn sie wohl wenig bringt." Allein die Formulierung "schöne", die "revolutionäre" (schon mal was von Kommunismus gehört?) "Idee". Muss man jetzt den Spiegel wegen Verfassungsfeindlichkeit überwachen oder ist die Aktion das "intellektuelle Gegengewicht" (von SPON) zu Rechtsradikalen? Wohl wissend, daß die Vergemeinschaftung von privatem vermögen am Ende entweder in Anarchie mündet oder nur in einem Überwachungsstaat mit Gullacks durchsetzbar ist. Hat irgendeiner dieser linken Chaostruppe mal die Partei gewählt die den ÖNPV so gezielt entwickelt, daß es sehr gute Schnellverbindungen vom ländlichen Raum in Ballungsräume gibt oder solche, die statt zu lamentieren endlich städtischen Wohnraum schaffen. Es waren die kommunistischen Linken und die SPD, die die Wohnbestände des Landes Berlin an Investoren verkauft haben! Wieso werden die von den intellektuellen Linken nicht abgewählt?! Da wird der Teufel mit dem Beelzebub vertrieben. Wie irre ist dass denn?
Das ist weder revolutionär noch Kommunismus, das ist Bestandteil des GG und gehört endlich angewand!

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hektor2 05.03.2019, 09:30
22. Neubau

Also Neubau würde ich Berlin nicht empfehlen, denn offensichtlich können die nicht bauen. Das endet in einem Desaster wie BER.

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uwe_gerd.simon 05.03.2019, 09:46
23. Statt Enteignung das Geld verwenden um neuen Wohnraum zu schaffen

Wenn die kolportierten Beträge von 13,5 bis 40 Milliarden halbwegs den Rahmen abstecken, dann sollte man das Geld besser verwenden, um neuen Wohnraum zu schaffen. Für jeweils 10.000.000.000 Euro sollte man doch in der Lage sein 4000 Wohnungen zu bauen. Ergibt bei den oben genannten Beträgen zwischen 5600 und 16000 neue Wohnungen.
Dies würde natürlich dauern, würde aber ein deutliches Zeichen setzen und den Druck verringern.
Auch finde ich die Idee einer Sonderabgabe für zu viel genutzten Wohnraum, wie sie in einem früheren Beitrag beschrieben wurde, für überlegenswert.

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Watchtower 05.03.2019, 10:02
24. Berlin wird ...

Immer skurriler...

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sponcon 05.03.2019, 10:22
25. Enteignung!

Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Konservative noch Liberale auf. Etwas abgewandelte Weisheit von erich Honecker.

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BürgerG 05.03.2019, 10:28
26.

Ich selber lebe in Berlin und kann die Erfahrungen des Autors nur teilen. Ich bin der Meinung, dass - da die gesetzliche Mietpreisbremse nicht funktioniert - die Überführung von tausenden Wohnungen großer Immobilienkonzerne in Gemeineigentum die mit Abstand wirkungsvollste Mietpreisbremse ist. Im Moment führt das renditeorientierte Agieren der großen Protagonisten auf dem Wohnungsmarkt zzgl. zur Verknappung durch Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen zu schnell steigenden Mietpreisen. So schnell kann gar nicht neu gebaut werden, als dass durch Neubau allein diese Entwicklung mittelfristig gestoppt werden könnte. Gebaut wird dann ja trotzdem, es ist -auch in Zukunft - einfach zu lukrativ. Und generell sollte gelten: wann immer der entfesselte Markt überreizt, sollte der Staat eingreifen und seine Bürger vor den Auswüchsen des Marktes schützen! Nur so wird der soziale Frieden gewahrt. Das hat nichts mit DDR Nostalgie zu tun, der Sozialismus ostdeutscher Prägung hat auch nur einigen wenigen genützt, die sich auf Kosten aller anderen bereichert haben...

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vetris_molaud 05.03.2019, 10:33
27.

„... enteignet die Springer-Presse!“ , hieß es bei den 68ern. Seit damals geistert bei den Linken die Idee herum, das juristische Mittel der Enteignung sei ein wohlfeiles Mittel, um politische Ziele zu erreichen, feindliche Zeitungsverlage an der Veröffentlichung nicht-genehmer Meinungen zu hindern und generell den eigenen Klientel mit Umverteilungspolitik Geschenke zu machen. Bei Gelegenheit sollten die Enteignungsfans sich informieren, was Enteignung überhaupt ist, für welche Zwecke enteignet werden kann und wie das Procedere abläuft.

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santoku03 05.03.2019, 10:35
28.

Zitat von euro-paradies
Ist schon eigenartig, erst verscherbelt die rot-rot-grün-Regierung ihre herunter gekommenen Wohnungen - um Investitionen zu sparen und das Geld anders ausgeben zu können - zu damaligen Marktpreisen an einen Investor, der nach und nach die maroden Buden wieder herrichten muss. Auch gesetzliche Auflagen erfordern dies. Das kostet Geld und das eine Firma wieder erwirtschaften muss, wenn sie nicht pleite gehen will. Und jetzt kommt es den rot-rot-grün-Regierenden, dass sie das ganze für lau wieder zurück haben wollen. So machen sich heutzutage unsere Politiker-innen vertrauenswürdig.
Hätten Sie den Artikel gelesen, wüssten Sie, dass es nicht "die rot-rot-grün-Regierung" ist, die dies fordert, sondern eine private Initiative. Aber ist schon klar, Fakten spielen keine Rolle, wenn man nur gegen "die Politiker" hetzen kann.

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rrv.vogt 05.03.2019, 10:56
29. Tempelhofer Feld

Mitten in Berlin liegt diese ca. 3,5 Quadratkilometer große ungenutzte Fläche.
Warum muß das so sein?

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