Forum: Politik
Entflohene IS-Kämpfer: Baghdadis Traum - Syriens Albtraum
Al-Furqan/ AFP

Abu Bakr al-Baghdadi plant seine Rückkehr. Dabei hilft dem Kopf der Terrormiliz "Islamischer Staat" die türkische Offensive. Gegen die Bündnispartner der Türken wird zudem ein schwerer Vorwurf erhoben.

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heiniresse 16.10.2019, 18:23
1. Der genialste Politiker aller Zeiten bis in alle Ewigkeit, Amen

Dieser Nichtsnutz Trump hat der Welt all das mit seinem Abzug aus Syrien und der Überlassung des Landes an Fürst Erdogan eingebrockt. Aber die USA sind ja auch 7.000 km weit weg. Eine unglaublich verantwortungslose und menschenverachtende Politik dieses blondierten Gernegroß.

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iasi 16.10.2019, 18:33
2. IS-Kämpfer frei? Wie lange sollten sie denn gefangen gehalten werden?

Die Türken oder Amerikaner dafür verantwortlich zu machen, dass IS-Kämpfer nun frei sind, ist ein wenig zu einfach gedacht. Gerade die EU hatte doch keinen Plan und auch kein Interesse eine Lösung zu finden. Der EU ging es nur um die Flüchtlinge, die man nicht haben wollte - und auch nicht die IS-Kämpfer aus den EU-Ländern. Die Türken waren der EU recht, die Flüchtlinge aufzuhalten. Die Kurden waren der EU recht, die IS-Kämpfer nebst Familien in Lagern zu halten. Und die US-Truppen waren recht, Kurden und Türken voneinander zu trennen.

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Der Alien 16.10.2019, 18:35
3. ...Massenmord?

Die Situation bietet sich regelrecht für Massenmord an. Erstens, die Kurden sind sicherlich auch auf den Gedanken gekommen, mindestens die gefährlichste IS Kämpfern einfach zu schießen und zu vergraben. Denn die Kurden sind überfordert und Erdogan hat schon in die Vergangenheit der IS taktisch erlaubt zu agieren, um seine Gegnern zu schwächen.

Anderseits gibt es jetzt gerade viele Parteien die im Lauf des Krieges noch Massenmord gegen die Kurden begegnen können: Die Türken und Ihre Al-Qaida verbundeten Milizen... Al-Assads Truppen gegen Ihre Oponenten die in Kurdische Gebiete sind, wo sie vorher kein Zugang hatten. Und die IS Truppen haben sicherlich auch Lust sich gegen die Kurden zu rächen. Alle diese Parteien verstehen nichts von Menschenrechte.
Schließlich muss man das ganze im Kontext vom Armenisches Volkermord betrachten, wo sowohl Turken als auch Kurden beteiligt waren.

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s.l.bln 16.10.2019, 18:41
4. Wer grade Trumps Pressekonferenz...

Zitat von heiniresse
Dieser Nichtsnutz Trump hat der Welt all das mit seinem Abzug aus Syrien und der Überlassung des Landes an Fürst Erdogan eingebrockt. Aber die USA sind ja auch 7.000 km weit weg. Eine unglaublich verantwortungslose und menschenverachtende Politik dieses blondierten Gernegroß.
...gesehen hat, kann nicht mehr leugnen, daß der Mann in einer eigenen Welt lebt.
Er hat tatsächlich gesagt, daß die Situation für die Kurden jetzt viel sicherer sei.
Noch bizarrer wurde es, als er erklärte, daß der Einmarsch der Türken in Syrien nicht ihr Problem sei, während zeitgleich die von ihm zu Erdogan geschickten Pence und Pompeo versuchen, eine Drohkulisse aufzubauen.
Er hätte seine beiden ranghöchsten Mitstreiter auch einfach öffentlich ohrfeigen können.Das hätte Flugkosten gespart.
Als er anschließend noch erklärte, daß auch der IS die USA nichts anginge und es viele mächtige Länder dort gebe, die sich des Problems schon annehmen würden, war es ganz vorbei.
Auch US Kommentatoren schütteln nur noch den Kopf.
Ich will mir gar nicht vorstellen, wie das auf die Kurden gewirkt haben muß, auch mit Blick auf die Tatsache, daß aus" ich zerstöre die türkische Wirtschaft" innerhalb von zwei Tagen "ist uns egal was die Türken dort anstellen" wird.
Unfaßbar.
Dringend die mentale Verfassung untersuchen.

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pan-orama 16.10.2019, 18:53
5. Einen nach innen gerichtete Offensive.

Die Offensive ist auch aus türkischer Sicht militärisch völlig unnötig. Erdogan verliert, was ihm durchaus bewusst ist, innerpolitisch mehr u. mehr den Boden. Die einfachen Zeiten des Regierens aus dem Ausnahmezustand heraus, kurz nach dem Putschversuch, sind vorbei. Also bleibt nur noch eine großangelegte militärische Operation, um innenpolitisch weiterhin alles unter Druck zu halten.

Das Weiße Haus hört wieder einmal nicht, wie schon zu Zeiten der Buschregierung auf das Militär u. Berater vor Ort. Damals haben die Falschentscheidungen aus Washington nicht nur zum Rücktritt fast des gesamten US Militärstabs in Bagdad geführt, sondern den IS überhaupt erst ermöglicht.
Nach dem Aufruf Baghdadis sollten auch der letzte begriffen haben das der IS der einzige ist, der von dem türkischen Einmarsch profitieren wird. Das gilt auch in Richtung BND.
Zermalmen wird die Zivilbevölkerung in einem von innenpolitisch motiviertem Einmarsch der Türkei und einem kläglichen versagen der politischen Führung der USA.

Trump bestätigt die iranische Führung, die schon immer behauptet hat, das den USA als Alliierter nicht zu trauen ist. Damit kommt er auch mit seiner Iran Strategie nicht weiter. Die gesamte Außenpolitik Trumps im mittleren Osten befindet sich in einer Drehtüre des Chaos deren Mechanismus aus dem Weißem Haus nicht mehr steuerbar sind.

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großtroll 16.10.2019, 18:54
6.

Es ist ungeheuerlich, was in der Türkei und in Syrien passiert. Wie dumm kann man sein? Trump gehört auf den Müllhaufen der Geschichte. Aus dem Amt prügeln und fertig. Durch seine schiere Blödheit bringt dieser Vollpfosten so viel Elend in die Welt. Seine Parteihonks halten die Füße still, um an den Fleischtöpfen der Macht zu bleiben. Wie erbärmlich.

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olsche 16.10.2019, 18:56
7.

Trump ist derzeit der verantwortungsloseste "Politiker"der Welt! Europa kann stolz auf solch einen "Freund" sein, denn es braucht keine Feinde bei solch einem Freund! Amerika liegt durch große Wasserflächen geschützt vor dem Terror. Europa aber und auch Israel liegen in erreichbarer Nähe. Falls die Dsihadisten eine Art Nobelpreis zu vergeben hätten, Trump wäre ihre erste Wahl.

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rocky_heike 16.10.2019, 19:00
8.

Wie immer bleibt bei Kriegen die Wahrheit als erstes auf der Strecke. Jeder posaunt seine konstruierte Realität in die Welt. Glauben schenken kann man niemanden. Das ist die einzige Haltung, die man einnehmen kann. Oder ein bisschen selbst bilanzieren, und sich dabei immer darüber klar sein, dass man selektiv auswählt. Meine wäre: Die arabischen Staaten sind weiterhin autokratisch. Außer Toten, Zerstörung und Flüchtlingen hat sich nichts geändert. Die Kurden haben für sich einen anderen Weg gesucht. Erdogan macht sie jetzt platt. Trump hat in Syrien keinen Bock mehr, Putin noch etwas. Die EU agiert halbherzig, weil machtlos und nur von der Angst getrieben, Erdogan könnte die Schleusen wieder öffnen.

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g.eliot 16.10.2019, 19:02
9. Schutz vor dem Terror den Russen übertragen

Trump hatte heute den italienischen Staatspräsidenten zum Besuch und redete sich vor der Presse um Kopf und Kragen, ähnlich planlos wie bei Niinistö, nur dass er Signor Mattarella die ganze Zeit ignorierte.

Er schimpfte auf die Kurden, seine Meinung ist also von "I love the kurds" umgekippt auf "The kurds are no angels" und wollten eh nur Geld.

Er meinte, dass die Amerikaner in Syrien nichts zu suchen hätten, zumal die Russen sich um den ISIS kümmern würden.

Die CNN US Kommentatoren haben sich über seine Äußerungen tierisch aufgeregt. Er hätte die Kurden verraten, dann obendrein auch noch mit Schmutz beworfen.

Der größte Vorwurf galt jedoch der Äußerung, dass Trump als POTUS sich nicht mehr um den Terrorismus kümmere, seine Bürger nicht mehr schütze, sondern die Aufgabe den Russen überlassen hätte. Darüber herrschte eine riesengroße Empörung.

Irgendwie scheint Trump von der Realität entrückt. Mir fehlen die Worte.

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