Forum: Politik
Entlassung von Staatssekretär Holm: Richtig - und trotzdem schade
DPA

Zur Entlassung von Ex-Stasi-Mann Holm gab es keine Alternative. Trotzdem ist sie eine schlechte Nachricht: Als Berliner Baustaatssekretär hätte er wichtige Antworten auf die Wohnprobleme der Stadt geben können.

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frank_rau 14.01.2017, 19:47
30.

Zitat von micschue
In den 80zigern wussten sicherlich die meisten DDR-Bürger über die Aufgaben der Stasi Bescheid. Ein Stasi Aspirant war also jemand, der bereit war für einen Diktator ggf. auch Leben zu zerstören. Und den sollen Stasi Opfer mit ihren Steuern alimentieren.
Also wie jeder Soldat der NVA,Bundeswehr oder jeder Armee.

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Sonnendieb 14.01.2017, 19:48
31. Das Wachregiment Feliks Dzierzynski war

Kaderschmiede des MfS und wer sich dahin beworben hat, wusste genau worauf er sich einliess. Somit sehe ich die versuchte Bagatellisierung der Bewerbung des Mannes bei der Stasi nur in der Unwissenheit der Betreffenden oder bewusster Irreführung Selbiger begründet. Offenbar haben einige vergessen, was die DDR für ein Unrechtsstaat war und wie viele Schicksale durch das MfS und damit die haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter der Stasi zerstört wurden. Aber offenbar halten es viele hier im Forum mit Frau Wagenknecht, nach deren Aussage die DDR ja auch kein Unrechtsstaat war. Stimmt, die Erde ist eine Scheibe und Frau Merkel war nie Polit-Agitator der FDJ oder in der GOL ihrer Penne oder Uni... .

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schwarzeliste 14.01.2017, 19:48
32. Holmiplag

Etliche Politiker mussten gehen, weil ihnen Plagiarismus bei der Diss vorgeworfenen wurde. Die Verfehlungen lagen teils sehr lange zurück. Die Verfehlungen des Herrn Holm sind mindestens genauso gravierend, deshalb ist es richtig, dass er aus der Politik verschwindet. Schade finde ich es nicht, aber das ist Geschmacksache

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ErichReichardt 14.01.2017, 19:52
33. Ex-Stasi=Ex Nazi

Wer der Stasi gedient hat darf genau so wenig in eine Deutsche Regierung wie ein Ex Nazi. Wenn SPD, Grüne und Linke nicht mit den Bau Problemen klar kommen sind sie arm dran und man hat vielleicht die Falschen gewählt. Das Herr Holm allein die Rettung für Berlin auf diesem Sektor war gehört in den Bereich Fabeln. Blamiert haben sich die Rot-Rot Grünen nun allemal, denn Warnungen wurden einfach ignoriert. Ein schwacher Start aber wer hatte besseres erwartet.

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mps58 14.01.2017, 19:55
34. Man darf sich fragen...

Man darf sich fragen, was einen "Gentrifizierungsforscher" (ach, was man doch nicht alles auf Staatskosten erforschen darf) dazu befähigt, ein städtisches Bauamt zu leiten. Ich dachte, für so etwas hätten wir Verwaltungsfachleute, Stadtplaner und Architekten? Muss wohl eher an der passenden Ideologie gelegen haben.

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Dogbert 14.01.2017, 20:00
35. Eine Frage zum Verständnis

Frau Angela Merkel war nach Presseberichten in massgeblich agitierender Funktion in der FDJ tätig. Wenn Herr Holm in der Berliner Lokalpolitik untragbar ist, wie zum Teufel hat es diese Frau geschafft Kanzlerin zu werden ?

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Sharoun 14.01.2017, 20:02
36. Ja .. hmm .. ja .. aber nein...

Zitat von Zaunsfeld
Er hat sich im September 1989 - also zwei Monate vor dem Mauerfall - im Alter von 19 Jahren für das MfS verpflichtet, in Leipzig Journalismus zu studieren, um danach hauptamtlich für die Stasi tätig zu sein. Zu dem Studium ist es aufgrund des Mauerfalls dann nie gekommen. Eine Tätigkeit für die Stasi hat er dann logischerweise auch nicht mehr aktiv aufgenommen. Aber angestrebt hat er die hauptamtliche Ttätigkeit für die Stasi natürlich schon - wie gesagt im Alter von 19 Jahren. Ob man ein reines Anstreben, aber nie aktives Tätigsein, in einem solch jungen Alter dann gleich mit einem Quasi-Berufsverbot ahnden muss, ist natürlich Geschmackssache und eine Frage des gesellschaftlichen Konsens. Ich sehe das eher wie irgendwelche 16- bis 19-jährigen, die sich in den letzten Monaten, Wochen und Tagen der NS-Herrschaft noch mit glühendem Enthusiasmus dem Volkssturm und den eilig gegründeten Jugendbrigaden der SS angeschlossen haben, um den Endsieg zu erringen. Ich glaube aber kaum, dass diesen dann auch der komplette Lebensweg verbaut war und ihnen der Weg in deutsche Behörden, Ministerien und Parlamente verbaut war ... zumindest nicht wenn man sich anschaut, wie viele wirklich aktiv in den Holocaust verstrickte noch bis in die 80er Jahre in deutschen Behörden, Ministerien, Gerichten, Parteien und Parlamenten saßen.
...der Vergleich hinkt gewaltig!
Finde ich.
Ein verbrecherisches System - welches noch kurz vor Toresschluß für alle sichtbar auf Marktplätzen 'Abweichler' (in welcher Form auch immer) ERSCHOSSEN hat - und in dem mehr oder weniger verzweifelte Ex-Pimpfe sich dann zu Blanko-Erklärungen haben hinreißen lassen ... und dann ein vergleichsweise wohlgeordneter Staat, der als Mitgift neben Millionen gut ausgebildeter Fachkräfte halt auch eine verschlissene Infrastruktur sowie gesellschaftliche Indoktrination hinterlassen hat...

Okay.
Wer sich damals zu einer längerfristigen Mitarbeit verpflichtet hatte, wählte einen komfortablen Weg
(wir wurden damals dafür angeworben (NVA - kommt zu uns!), haben als Heranwachsende darüber auch diskutiert - aber zumindest für mich und meinen engeren Kumpelkreis war das eben nix (Vogelzeig!))
- und er wählte diesen Weg jedenfalls in einem Staat, der anerkannt war und kein hollywoodeskes Horrorgebilde!

Daß jetzt der moralisierende Geier über Holms Haupte kreist, hat - natürlich auch streng subjektiv - etwas mit seinem Engagement für die ordinären Interessen der Mieter zu tun - denn so etwas hat die Beton- und Asphalt-Hauptstadt Berlin (unter schwarz, rot oder sonstwas) vorher noch nicht gekannt...

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Flari 14.01.2017, 20:07
37.

Man stelle sich mal vor, was die Leute krakelen würden, wenn bekannt würde, dass jemand von der Union z.B. eine FdJ-Vergangenheit gehabt hätte.
Zum Glück wurde dort jeder richtig kontrolliert und alles offengelegt.

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kyon 14.01.2017, 20:08
38. Nette kleine Provokation

Nette kleine Provokation, das mit dem "schade". Mehr nicht. Ein Mensch, der eine staatsdienerische Tätigkeit anstrebt und dabei seine Lebensgeschichte verschleiert, betrügt. Seine Entlassung ist zwingend, ein "aber" unangessen. Berlin würde wohnungsbezogen wohl kaum durch einen solchen Mann gerettet.

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ge1234 14.01.2017, 20:09
39. Gut so!

So einer hat in einem öffentlichen Amt nichts verloren! Er wäre ein Schlag ins Gesicht aller Maueropfer und ehemaligen Insassen der Stasi-Kerker! Schlimm genug, dass die Nachfolger der SED-Verbrecher im Berliner Senat sitzen und über deren Regierungsbeteiligung im Bund nachgedacht wird!

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